Klasse 206A Ø110mm <->1124mm Frage

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Klasse 206A Ø110mm <->1124mm Frage

      Hallo an alle,

      ich bin Sebastian 35 Jahre. Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von U-Booten. Mittlerweile gibt es sehr viele Seiten im Internet wo man sich RC-Subs kaufen kann. Es gibt auch wirklich schöne Boote. Aber selbst die Rümpfe ohne Technik sind recht teuer, jedenfalls denk ich mir das mal. Da ich einen 3D Drucker besitze habe ich mir überlegt, dass man die Formteile auch selber machen kann. Gesagt getan. Ich habe also eine Klasse 206A, nach ähnlichem Vorbild von rcsubs.cz, erstellt. Nun stellen sich bei mir natürlich diverse Fragen, auf die ich momentan erstmal noch keine Antwort habe. Und daher hoffe ich das Ihr mir vllt. da ein paar Antworten geben könnt. Sicherlich sind noch nicht alle Details am Boot korrekt oder fertig. Aber bevor ich weiter mache und noch mehr Energie da reinstecke wollte ich noch ein paar Dinge wissen :)

      Klasse206A.PNGModell wurde mit SolidWorks erstellt. Die Daten gebe ich auch gerne weiter.

      Die Mitte besteht aus einem 110mm Rohr, welches man sicherlich im Baumarkt kaufen kann. Nur wie kann man alle Rumpfteile sauber zusammensetzen, das diese Wasserdicht sind? Man müsste doch noch an die Schrauben kommen. Ich habe nun gelesen, dass es Bajonettverschlüsse gibt. Aber für den von mir gewählten Innendurchmesser leider nicht. Könnte man sowas auch drucken?
      Der Antriebsmotor bzw. Schraubenwelle und Ruder sowie Tiefenruder bildern doch eine undichte stelle im Boot. Wie bekommt man diese abgedichtet. Für die Motorwelle, habe ich gelesen, gibt es ein Stevenrohr. Ist das korrekt? Kann man sowas auch für die Welle des Tiefenruders und des Ruders verwenden?
      und zu guter letzt erstmal, macht es überhaupt Sinn was ich mir überlegt habe? Also der aufbau eines Bootes per 3D Druck?

      Viele Grüße
      Sebastian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 1Basti1 ()

    • Hallo,

      1Basti1 schrieb:

      [...]
      Die Mitte besteht aus einem 110mm Rohr, welches man sicherlich im Baumarkt kaufen kann. Nur wie kann man alle Rumpfteile sauber zusammensetzen, das diese Wasserdicht sind?
      Bei den meisten U-Booten wird das Rohr vom Rumpf umschlossen, der Rumpf selbst ist dann aber frei durchflutet. Das Rohr wird durch zu öffnende Endkappen (eine oder beide) abgedichtet und bildet somit den Druckkörper.
      Die Durchführungen für Gestänge, Wellen und ggfs. elektrische Verbindungen werden dann i.d.R. durch die Endkappen gemacht.
      Man müsste doch noch an die Schrauben kommen.
      Bei frei durchflutenden Rümpfen kann man eine Revisionsklappe dazu einbauen, oder über ein abnehmbares Deck.
      Ich habe nun gelesen, dass es Bajonettverschlüsse gibt. Aber für den von mir gewählten Innendurchmesser leider nicht. Könnte man sowas auch drucken?
      Dazu gibt es Beiträge in diesem Thread: U-Boot Klasse XXI aus dem 3D-Drucker , schau einfach mal rein.
      Der Antriebsmotor bzw. Schraubenwelle und Ruder sowie Tiefenruder bildern doch eine undichte stelle im Boot. Wie bekommt man diese abgedichtet.
      Für die Motorwelle, habe ich gelesen, gibt es ein Stevenrohr. Ist das korrekt? Kann man sowas auch für die Welle des Tiefenruders und des Ruders verwenden?
      Befindet sich die Mechanik für die Anlenkung im frei durchfluteten Bereich musst du nur die Durchführung der Gestänge abdichten, z.B. mit Faltenbälgen oder Stopfbuchsen. Auch die Nutzung von Bowdenzügen aus dem Flugmodellbau ist möglich.
      Weiterhin kann man die Anlenkung magnetisch koppeln, so daß du keine direkte Verbindung zwischen innen und außen hast und somit jegliche Dichtung für die Ruderanlenkung entfällt.

      Für die Motorwellen kannst du Stevenrohre verwenden oder Wellendichtringe (auch Simmerringe genannt). Alternativ kannst du bestimmte Motoren auch naß laufen lassen.
      und zu guter letzt erstmal, macht es überhaupt Sinn was ich mir überlegt habe? Also der aufbau eines Bootes per 3D Druck?
      Wie du in dem anderen Thread sehen kannst bist du nicht der Einzige, der sich daran versucht.
      Von daher würde ich sagen das es Sinn macht und würde das Thema mit Interesse weiter verfolgen.

      Tip: Bei Norbert Brüggen findest du viel Zubehör, inklusive großer Bajonett-Verschlüsse, Wellendichtringe oder auch Stopfbuchsen.
    • Racker schrieb:



      Bei den meisten U-Booten wird das Rohr vom Rumpf umschlossen, der Rumpf selbst ist dann aber frei durchflutet. Das Rohr wird durch zu öffnende Endkappen (eine oder beide) abgedichtet und bildet somit den Druckkörper.Die Durchführungen für Gestänge, Wellen und ggfs. elektrische Verbindungen werden dann i.d.R. durch die Endkappen gemacht.
      Joa, in meinem Fall ist das Rohr an der stelle auch gleichzeitig Außenrumpf. Macht sich bei diesem Uboottyp sehr gut. Eventuell ein zweites Rohr reinlegen. Danke für den Link ich schau mir das mal an.

    • So ich habe mein CAD Modell nun etwas angepasst. Wie im Schnitt zu sehen bildet das Rohr zusammen mit dem Bug einen Wasserdichten Raum. Das Grüne sind M3 Gewindestangen. Die auch gleichzeitig als Führungsstangen dienen Sollen für den Rahmen der die Elektronik trägt. Am Heck, das Rote ist dann der Verschluss der des Wasserdichten Raum. dieser ist gleichzeitig auch der Eine Teil des Bajonettverschlusses der dann das Heck trägt. Was mir noch nicht klar ist, wie groß der Einfluss des nun gefluteten Hecks auf das gesamte Boot ist? Die Druckteile sollen aus PETG gemacht werden. Das ist mech. stabiler als PLA. Somit wäre das Boot, wie sein großes Vorbild, tatsächlich auch eine Einhüllenboot. Würde das so funktionieren?
      Schnitt.PNG
    • Moin 1Bastil!

      Den Bug würde ich auf keinen Fall wasserdicht mit ein beziehen! Mach nur den Raum für das Gerüst wasserdicht! Der Bug bleibt ja sonst hohl und ist kein nutzbarer Raum. Der erzeugt einen mords Auftrieb, den Du mit dem Tank wieder ausgleichen musst. Ausserdem verschiebt er den Auftriebsschwerpunkt unheimlich weit nach vorn und erhöht das Gesamtgewicht, da Du jedes bischen Auftrieb ja mit Ballast ausgleichen musst... Sprich, das Modell wird im Trockenen schon sauschwer!
      Das Heck hat im Wasser eigentlich kaum Einfluss, da nur durchflutete Kunststoffteile...
      Wo ich mir nicht so sicher bin, ist, wie man das Gegenstück vom Verschluss ins Rohr einarbeitet. Man kann ja eigentlich nur kleben, weil die Rumpfwand so dünn ist. Ob das dann reicht? Das Heck hat mit seinem Gewicht einen enorm langen Hebel, solange es nicht im Wasser ist...

      Gruss, TSS
    • Achso, dann kann ich den Raum im Bug also gar nicht nutzen. Ich wollte da den Akku reinlegen Hm dann muss ich mir für den Bug noch was überlegen...*grübel*
      Das Roht an sich soll ja eine KG Rohr aus dem Sanitärbereich sein. Die sind ja ziemlich stabil. Ich wüsste ehrlich auch nicht wie ich den Bug dann noch "abbaubar" mache. Den wollte ich eigentlich mit dem rohr fest verkleben. Jemand ne Idee?
      Das gegenstück im Rohr wird über die Gewindestangen in das rohr "gefahren. Und soll mit einem Dichtring zum Rohr wasserdicht abschließen.
      Gekontert wird das über das Tragegerüst was die Elektronik aufnimmt. Das Heck wird dann einfach nur via Bajonettverschluss drauf gesetzt.

      Grüße
      Basti
    • Da durchflutete Teile wie Bug und Heck kaum Einfluss auf den Schwerpunkt haben, bestimmt der Luftgefüllte Raum den Schwerpunkt, weil das Gewicht später im wesentlichen vom Ballast kommt.
      Ich denke, schwierig wird es eher mit dem Tauchtank. So ein Ein-Hüllen-Boot hat enorm viel Luftanteil, selbst wenn es aufgetaucht schwimmt.
      D.h. Du brauchst einen riesigen Tauchtank, wenn Du das zum Tauchen bekommen willst. Deswegen baut man eher Zweihüllen-Boote, weil die aufgetaucht keinen Luftanteil über Wasser haben.
      Berechne doch mal das Volumen der Röhre, welches aufgetaucht aus dem Wasser ragt. Daraus kannst Du schon ableiten, wieviel Volumen der Tauchtank schon haben muss, nur um die Röhre unter Wasser zu bekommen!

      TSS
    • Wäre es also Besser eine zweite Röhre ins Innere zu legen? Aber Passt dann das alles noch rein in so einer Röhre? Die jetzige hat einen Außendurchmesser vonn 110mm und 2,7mm Wandstärker. Wenn ich 5mm am Radius kürze für Bajonett etc. dann könnte ich vllt. noch eine 100mm Röhre reinbekommen, oder eine 90iger. Aber ist in so einer röhre noch genug Platz?

      Das Volumen der jetzigen Röhre beträgt 3626316,5mm³ oder 0,0036263165m³ und wiegt rund 360g. Das wäre 35,5N Auftriebskraft wenn ich mich nicht verrechnet habe. Die Gewichtskraft dahingegend ist nur 3,5N. Alsi ist der Auftrieb 10mal höher in der leeren Röhre.
    • Nur damits keine Missverständnisse gibt: nur die innere Röhre bekommt den Bajonettverschluss. Die äussere ist eigentlich nur Dekoration und wird frei durchspült!
      Als Leitfaden allgemein für die Konstruktion:
      - aufgetaucht dürfen keine Luftgefüllten Anteile über Wasser sein, sonst wird der Tauchtank zu groß, weil der das ja runterziehen muss.
      - der Überwasserrumpf muss so leicht wie nur möglich gestaltet werden und soll unter Wasser keinen Auftrieb erzeugen
      - unter der Wasserlinie muss möglichst wenig verdrängender Raum sein, da der erzeugte Auftrieb durch Ballast ausgeglichen werden muss, das macht das Modell sehr schwer an Land.
      - das Tankvolumen errechnet sich aus dem Gewicht, welches der Überwasserrumpf hat...! ( das kannst Du bei Dir ja schon abschätzen)

      TSS
    • Also macht es sinn eine zweite Röhre mit einzuarbeiten. Wieviel Durchmesser darf die haben, damit ich noch die Technik reinbekomme?
      Warum wird bei U-Booten eigendlich NiMH Akkus verwendet. LiPo ist doch weitaus Leistungsfähiger und hat keine negativen Ladeeffekte wie der NiMH?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 1Basti1 ()

    • 1Basti1 schrieb:

      Also macht es sinn eine zweite Röhre mit einzuarbeiten. Wieviel Durchmesser darf die haben, damit ich noch die Technik reinbekomme?
      Liegt daran, was du an Technik dort reinstecken willst und wie groß dein Tank und Gerüst sein sollen.

      Warum wird bei U-Booten eigendlich NiMH Akkus verwendet. LiPo ist doch weitaus Leistungsfähiger und hat keine negativen Ladeeffekte wie der NiMH?
      NiMH sind schwerer, was bei U-Booten von Vorteil sein kann. Persönlich finde ich sie auch sicherer, jedenfalls brauchen sie weniger Aufwand im Vergleich zu LiPo.
    • Die innere Röhre sollte so viel Durchmesser haben, dass sie nur bis zur Wasserlinie geht! So erzeugt sie kein Volumen, welches vom Tauchtank nach unten gezogen werden muss.
      Zeichne das in deine Konstruktion ein und Du hast schon mal die Größe. Wenn Du dann noch möglichst genau abschätzt, was der Überwasseranteil wiegt, hast Du auch schon das nötige Tankvolumen...
      Dieser Tank muss mittig in der Röhre sitzen. Was dann an Platz übrig bleibt, siehst Du ja dann...

      MfG, TSS
    • Hallo zusammen,
      alles korrekt was ihr schreibt, allerdings bietet es sich bei einem 206er und allen anderen mit zylindrischen Mittelteil natürlich an die Aussenhaut als Druckkörper zu nehmen = Einhüllenboot.
      Meiner Meinung nach ist es von großem Vorteil wenn der Druckkörper einen maximalen Durchmesser hat, man hat einfach mehr Platz für Einbauten.
      Man kann z.B. eine andere Akkugeometrie wählen die kürzer ist (und nicht durch den kleineren Bajonett passen würde) oder normale Servos mit höherer Stellkraft benutzen.
      Das benötigte, größere Tauchtankvolumen ist ein Sicherheitsvorteil wenn doch mal Wasser eindringt oder das Boot im Schlamm steckt.

      Gruß
      Heiko