Leichte Pionier Fähre

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    • Leichte Pionier Fähre

      Restauration einer Pionier Fähre

      1979 bin ich in der Modellwerft auf eine Anzeige einer Panzer-Pionier Fähre von Alfred Schallmeier aufmerksam geworden. Gerade mit der Lehre fertig war mir das Modell zum einen mit 1400mm viel zu groß und das entsprechende Kleingeld fehlte ebenfalls. Somit blieb mir nur das Modell frei zu zeichen und nach persönlichem Geschmack zu bauen. Nach reichlichen Kilometer auf verschiedenen Gewässer und diversen anderen Interessen wurde das gute Stück eingelagert und aus den Augen verloren. Seit gut 5 Jahren habe ich wieder mit dem Modellbau angefangen. In der Werft befindet sich mein Liebling, eine "Valley Belle", die Nordcap, 2 Stück 152 er Boote, darunter ein Dreipunkter. Neu hinzugekommen ist der Bausatz der Siriuis, von der Optik gefällt mir diese richtig gut, nur den Rumpf würde ich zu gerne in Holzbauweise erstellen.
      Im Winter stand ich nun durch Zufall vor der inzwischen fast 40 Jahre alten Fähre. Verstaubt, mit Spinnengewebe verziert, die gesamte Elektrik ein Chaos. Welches Kabel an welche Leuchte etc. gehört war nicht schlüssig. Was tun, ab in die Tonne oder dem ganzen Projekt noch mal Leben einhauchen. Die Entscheidung viel nach ein paar Nächten. Zunächst wurden alle nicht maßgerechten Carrera Figuren entsorgt, das Deck abgeschliffen und entstaubt.
      Die abzuarbeitende Liste ist recht lang, doch bevor eine längere Standzeit angesagt ist, wurde das gute Stück für den Vorher/Nachher Vergleich noch einmal auf den Modellteich entführt.

      Länge 840mm (bei gesenkter Landerampe)
      Breite 330mm
      Höhe inkl. Flaggenmast 390mm

      Oktober 2018 - Aufnahme bevor es ins Trockendock ging
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    • Hallo Ralf,
      nein, geplant ist diese nur eine Modernisierung für den zivilen Betrieb. Danke für den Hinweis mit dem Baubericht. Meinen Rumpf habe ich in Holzbauweise gefertigt und mit Polyester überzogen.

      Hier nun ein Teil der Arbeiten der vergangenen Wochen. Unter anderem das fertiggestellte neue Dach inkl. Radar, der Antrieb erfolgt über eine Messingwelle. Als Schleifkupplung zum Mikromotor dient ein Magnet. Einzig die 40 Jahre alten Fahnen werden nostalgisch weiter im Wind wehen. :)) Für die Decksbeleuchtung wurde ein Halogenscheinwerfer angebracht, während der Fahrt leuchten bei Nachtfahrten mehrere "Kellerleuchten". Eine davon seitlich neben der Tür zum Maschinenraum. Im nächsten Schritt ist der Ausbau des Steuerhaus angesagt, der Drehstuhl ist bereits fertig und wird gerade ausgiebig getestet. Am Steuerdeck ist ebenfalls die alte Messingreling ausgetauscht.
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      Zugang Maschinenraum
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      Probesitzen und immer schön einen Kaffee trinken
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      Meine neuen Wandlampen 11mm lang
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      Beleuchtungstest noch ohne Radar
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    • Hallo Ralf,
      Danke, ja selbst entworfen und im SLA (Resin) sowie Filament gedruckt. Der Schalter ist gerade mal 3,3 x 3,3mm, das geht nur mit Resin.
      Viel sieht man im zusammengebauten Zustand nicht wirklich.
      Anbei noch eine Zeichnung.

      Screenshot 2019-06-04 14.23.04.jpg
      In der unteren Ecke ist der Getriebemotor mit dem Magnet. Die Übertragung zum Radar erfolgt über ein 2 mm Messingstab.
      Es kommen aber noch ein paar Schränke und Wandverkleidungen mit Kabelschacht für die Stromzufuhr hinzu sowie Fußboden und Innenraumbeleuchtung.
    • Hallo Michael,

      ich möchte jetzt nicht den Bericht verwässern, aber hast Du privat einen SLA Drucker ? lohnt sich das ? ist der Aufwand nicht zu groß
      wegen Reinigung Bauteile mit UV Licht härten usw. ich bin davor zurückgeschreckt, obwohl die SLA Drucker mittlerweile erschwinglich geworden sind und
      sich damit filigrane Bauteile realisieren lassen.
      Leider bin ich etwas neugierig, sorry
      viele Grüße :wink:
      Ralf
    • Hallo Ralf,
      ja ich muss gestehen, dass so ein Drucker bei mir in der Werkstatt steht. Die Details sind so krass, dass man die "Treppen" mit dem bloßen Auge kaum sehen kann. Lohnen, gute Frage, lohnt sich Modellbau überhaupt :bhi2:
      Schon unglaublich welche Teile sich damit realisieren lassen. Bezüglich der Reinigung, mit gewisser Übung ist dies kein Problem, in der Wohnung rate ich jedoch davon ab. Bezüglich der Härtung, ich härte die Teile mit einem 08/15 UV Gerät für Fingernägel. Funktioniert einwandfrei. Wie gut deutlich günstigere DLP Printer sind kann ich nicht sagen, aber die Berichte in gewissen Foren haben mich davon abgehalten erst mal diesen Versuch zu starten, daher bin ich beim SLA Testsieger für den "Hausgebrauch" gelandet und habe in der Bucht auf ein halbwegs vernünftiges Angebot gewartet.
      Ich muss dich aber warnen, hast du so ein Drucker erst mal am Bein besteht akute Suchtgefahr. :w1:
      Viele Grüße
      Michael
    • Ein Dorn im Auge war der verwehrte Zugang zum Steuerstand. Gestern wurde die Säge angesetzt und die Türe vorsichtig herausgetrennt. Nach der Überlegung Tür mit Rechts- oder Linksanschlag kam mir nun die Option einer funktionsfähigen Schiebetür in den Sinn.

      Ohne Schaden herausgetrennt
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      Könnte halb geöffnet ganz nett aussehen - gut dann mal Laufleisten konstruieren
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    • Die Schiebetür ist inzwischen mit Führungen versehen, links am Rahmen bereits die SMD für die Wandlampe.
      Davon werden an Deck sowie den beiden Türmen einige verbaut.
      Fähre Schiebetür.jpg
      Weiter ging es mit einer Aussenleiter und überarbeitetem Auspuffrohr
      Fähre Schiebetür2.jpg
      Die vorderen Türme, einer davon bestückt mit einer drehbaren Feuerlöschkanone. Beide Ankerplätze
      sind fertig, die Ketten verschwindet später im Ankerkasten unter Deck. Antrieb über Micromotoren mit Rutschkupplung.
      Fähre Löschmonitor.jpg
      Der Fuß der Kanone ist fest mit der Plattform verbunden, der obere Teil dreht sich nach rechts/links.
      Das Servo hierzu hängt unter dem Deck
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      Ankerplatz mit Winde sowie Scharnier für die Rampe in Stahlträgerausführung.
      Fähre Anker1.jpg
      Der fertige Anker mit seinem "Ankerplatz"
      Fähre Anker3.jpg

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    • Hallo Michael,

      echt toll und sehr filigran. :thumbup:

      Ich habe doch eine Frage: ist die Bugrampe noch wo anders abgefangen oder ist der Messingstift durchgängig und "nur"
      an den Enden befestigt ?
      Ich will bei mir mit kleinem Scharnierband arbeiten um die Last besser zu verteilen. Meine Fähre ist ja auch etwas größer und es soll
      ein 3, 5 KG Panzer darüber rollen.

      PS: dieser SLA Drucker geht mir jetzt auch nicht aus dem Kopf.
      viele Grüße :wink:
      Ralf
    • Hallo zusammen,
      ich danke euch.

      Bei mir habe ich nur an den Enden die Messingstifte (2mm Durchmesser) - die Rampe ist als Rahmen gebaut und von der Oberseite beplankt.
      Die Stifte stecken ca. 5 mm noch im Holz. Funktioniert ohne Probleme. Den Grund für diese Ausführung ist den bestmöglichen Drehpunkt zu erreichen.
      Nur so ein Vorschlag - man könnte von der Innenseite der Aufnahmen ein Blechstreifen integrieren, dann sollte dies auch mit dem Gewicht bei deiner
      Fähre kein Problem sein, zumal bedingt durch den größeren Maßstab die Achse stärker sein kann.

      Ja, der Detailgrad ist schon der Wahnsinn, mit der Kamera nicht wiederzugeben.
      Größtes Problem bei der Leiter war, dass während der Konstruktion mein CAD bedingt durch das Riffelblech und den zahlreichen Facetten überfordert war.
      Sicherlich nur ein Problem vom VIA CAD 10, das ist nicht wirklich ausgereift und stürzt auch gerne mal ab.

      Wenn der Drucker dann seine Aufgabe erledigt hat, das Teil verschliffen ist entschädigt dies für den Aufwand ;))

      Gruß
      Michael