Miniwerft K-Junior die nächste

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      Hallo zusammen,

      es geht weiter mit der Sitzbank. :wink:

      Bei der Lehne bin ich genauso vorgegangen wie beim Sitzbezug, d.h. als erstes habe ich die Aufdoppelung aufgesägt und einen Rahmen sowie ein Innenteil erhalten.
      Für den Rahmen habe den türkisen Stoff zugeschnitten, und zunächst innen an den geraden Kanten mit Sekundenkleber verklebt. Hier muss man vorsichtig sein und den Sekundenkleber nur auf die Stirnseite des Rahmens aufbringen; er greift den Stoff massiv an, und danach ist er nicht wirklich mehr schön.
      In den Rundungen wurden jeweils Keile herausgeschnitten, und die verbliebenen Stücke ebenfalls verklebt. Das klappt ganz ordentlich.
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      Danach wurde der Rahmen bereits mit der Sitzbank verklebt, da ich den Stoff über beide Teile der Rücklehne ziehen wollte. Die beiden Rückenteile einzeln zu beziehen sah mir ein wenig zu fimmselig aus. Damit der Rahmen besser passt, habe ich die unteren Enden noch ein wenig angeschrägt.
      Nachträglich bedacht, hätte ich auch Rahmen und Innenteil der Sitzfläche anschrägen können; dann hätte es noch etwas besser gepasst. Fällt aber nicht wirklich auf.
      Und danach wieder das gleiche Verfahren, heißt erst die geraden Abschnitte kleben, danach in den Rundungen Keile herausschneiden und die vorhandenen Keile verkleben.
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      Natürlich kann die Rückwand nicht so bleiben; dazu habe ich mir folgendes überlegt.

      Ursprünglich wollte ich mit dem türkisen Stoff einfach eine Abdeckung machen; dazu hätte aber die Kante besäumt werden müssen, d.h. umklappen und entlang der Kante eine Naht setzen. Soweit reicht es dann aber doch noch nicht mit meinen Nähmaschinenkenntnissen. :cry:

      Also musste ein neuer Plan her. Ich habe dann ein Stück 0,5 mm ABS in den Maßen der Lehne zurechtgeschnitten, und mit dem türkisen Stoff beklebt. So habe ich dann zwei Teile mit einer "hässlichen" Innenseite, die ich zueinander verkleben kann, und außen sieht es schier aus. Wieder darauf achten, dass der Stoff außen nicht mit dem ABS verklebt wird. Ich habe bislang noch keinen Kleber gefunden, der den Stoff nicht angreift.
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      Als letztes habe ich dann noch das Innenteil für die Lehne erstellt. Die Ziernähte hatte ich ja bereits schon vor einigen Tagen aufgebracht.
      Hier musste ich das Innenteil zunächst noch ein wenig passend schleifen, und auch hier habe ich die Unterkante zwecks besserer Passung angeschrägt. Das Verkleben des weißen Stoffes und Einsetzen des Innenteils war dann recht unspektakulär.
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      Und dann durfte der fertig gestaltete Sitz auch schon mal im Schiffchen Platz nehmen. :D
      Ist nicht ganz perfekt geworden, aber dafür, dass ich zum ersten Mal so gearbeitet habe, bin ich ganz zufrieden.

      Kurzer Ausblick: Der Rumpf ist geschliffen und bekommt morgen die nächste Schicht Harz. Danach folgt der Einbau von Stevenrohr und Ruderkoker; ich werde berichten.

      Euch noch einen schönen Abend,
      Alexander
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      Ich bin begeistert und freue mich, dass deine Junior so tolle Fortschritte macht.
      Klasse sag ich da nur!
      Weiter so :)
      Viele Grüße

      Gernot

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      Hallo zusammen,

      wie angekündigt bin ich als nächste Schritte den Einbau des Stevenrohrs und des Ruderkokers angegangen.

      Das Stevenrohr soll gem. Plan "einfach so" verklebt werden; eine Bemaßung ist im Plan nicht vorhanden. Ich denke, dass es sinnvoller ist, das Stevenrohr mit montierten Motor und Wellenkupplung einzusetzen, und erst nach dieser Positionierung zu verkleben. So erreicht man den korrekten Abstand, und vor allem ist die Welle optimal zum Motor ausgerichtet. Die starre Wellenkupplung hat sicherlich Vorteile wie kurze Bauform, niedriger Preis und guten Kraftschluss, sie ist aber auch recht empfindlich, wenn die Flucht zur Motorwelle nicht passt. Und hier reichen durchaus einige Zehntel Millimeter Versatz, dass der Antrieb das Kreischen beginnt.

      Vor der Montage habe ich das Stevenrohr kurz mit Schleifpapier bearbeitet; so bekommt man Fettfinger weg und erhält eine blanke Oberfläche, die gut klebbar ist. Nach dem Einsetzen von Motor, Kupplung und Stevenrohr habe ich das Stevenrohr zunächst mit einigen Tropfen Sekundenkleber fixiert. Dabei darauf achten, dass kein Sekundenkleber in den Spalt zwischen Welle und Stevenrohr fließt. Dass wäre dann wohl der Super-GAU. Am besten mit Tesa o.ä. abkleben bzw. beim Verkleben den Rumpf mit dem Heck nach oben halten, so dass der Kleber in die richtige Richtung fließen kann.

      Danach habe ich Kielverlängerung S24 verklebt, und die Seiten mit 5 min. Epoxy und Bubbles verklebt. Nach dem Trocknen habe ich alles verschliffen, und die Kielverlängerung ein wenig angespitzt.
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      Als letzten Schritt habe ich das Stevenrohr innen noch eingegossen. Da das Harz sich dann gerne mal verteilt, baue ich mitterweile einen kleinen Rahmen um das Stevenrohr, und schon sieht es ordentlich aus. Selbstredend muss dass in diesem Fall ein Rahmen aus Mahagoni sein. Den habe ich mit Sekundenkleber im Rumpf fixiert, dann wieder mit 5 min. Epoxy und reichlich Bubbles ausgegossen.
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      Der Einbau des Ruderkokers war dann doch etwas aufwändiger, und hier sehe ich doch Nachbesserungsbedarf für die Bauanleitung. Jeder, der schon zwei, drei Modelle gebaut hat, bekommt das sicherlich hin. Die K-Junior richtet sich aber ausdrücklich auch an Anfänger, und da glaube ich durchaus, dass einige zusätzlichen Infos sehr hilfreich wären.

      Ich habe es wie folgt gemacht:

      Als erstes musste ich die Länge des Ruderkokers ermitteln. Es soll 2-3 mm am Rumpfboden hervorschauen, und nach oben natürlich passen. Hier muss man aber berücksichtigen, dass die starke Neigung des Hecks den Raum für den Anlenkhebel begrenzt. Je höher der Koker steht, desto weniger Platz hat der Anlenkhebel, und dieser darf natürlich keine mechanische Begrenzung erfahren. Ich habe mich letztlich für eine Länge von 30 mm (ohne Bundbuchsen) entschieden. Die Ermittlung beinhaltete auch die Montage von Servo und Gestänge und Testbetrieb mit einem Servo-Tester, um sicherzustellen, dass alles passt.

      Zum Kürzen des Ruderkokers habe ich die beiden Bundbuchsen entfernt; das geht gut, indem man einen Stab, der dünner ist als die Ruderwelle, etwas schräg einführt und die Bundbuchsen dann von innen herausdrückt. So ist gewährleistet, dass die Lauffläche der Bundbuchsen nicht beschädigt wird. Zum Absägen verwende ich einen Dreml mit Mini-Trennscheibe. Dabei bitte die Schutzbrille nicht vergessen!!

      Der beigefügte Anlenkhebel ist wirklich gute Qualität; die Fixierung erfolgt mit einer Imbusschraube. Die beiden Arme rechts und links habe ich beide stehen lassen, auch wenn ich für die Anlenkung selbst nur einen benötige; damit kann man aber gut die rechtwinklige Montage prüfen. Den dritten Arm (in Verlängerung der Schraube) habe ich abgesägt, da er ansonsten den Platz noch weiter eingeschränkt hätte.

      Die Ruderwelle ist ebenfalls zu kürzen; hier ist das genaue Maß nicht so entscheidend. Ich habe mich für 46 mm entschieden.
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      Zum Einbau wieder das gleiche Vorgehen wie beim Stevenrohr, dass heißt anschleifen, mit Sekundenkleber fixieren, und dann mit 5 min. Expoxy (dieses Mal allerdings mit gemahlenen Glasfaserschnitzel verstärkt) verklebt.

      Und so sieht das ganze jetzt aus...

      Soviel für heute; als nächstes steht wieder schleifen auf dem Programm; der Rumpf soll die nächste Lage Harz bekommen.

      Noch einen schönen Abend,
      Alexander
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