Ariadne von Krick...ein Baubericht

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    • Mir stellt sich spontan die Frage: Wie verhindert man, dass die eine Winde schon zieht, die andere aber noch nicht ausreichend gelöst hat?

      Entweder laufen beide Winden auf einem Empfängerausgang, also einem Kanal oder über eine Mischfunktion. Dabei sollte die eine Winde zunächst immer mehr öffnen als die ander dichtholt. Ob das funktioniert wäre zu testen.

      Bei Einsatz mit nur einer Winde besteht die Schwierigkeit darin die Schot um den Mast herum zu führen und zwar so, dass der jeweilige Holepunkt immer für einen optimalen Trimm der Fock/Genua sorgt. Für mein Verständnis kann man das Segel dabei nur optimal für Kurse am Wind trimmen. Ein Öffnen wie bei einer Baumfock um Vorwindkurse zu fahren ist nicht oder nur bedingt möglich. Verschiebt man den Holepunkt z.B. nach vorn, bläht sich die Fock sackartig auf. Zum Ausstellen bräuchte man dann einen Baum, den man jedoch nicht hat.

      Ich bin auf jeden Fall gespannt wie Krick das gelöst hat.

      Gruß
      Jörg
      Meine Homepage: Joerg´s Modellwerft
    • Moin,
      wird sich alles zeigen, wenns eingebaut ist.... ^^
      Wenn man mal im Netz schaut, gibts da auch noch andere Lösungen....Das Hauptproblem ist es, das beim fieren der Schot diese zu schnell gelöst werden und unterschiedlich lang sind und sich dann im Rumpf oder an Deck irgendwo verfangen können. Die Schoten müssen also immer ein klein wenig auf Zug sitzen. Dafür muss ich mir noch eine Lösung suchen. Hier und hier gibt es Lösungen, aber die muss ich mir erst noch mal genauer zu Gemüte führen. Die Schotführung ist bei der ersten Konstruktion nicht so richtig gut zu sehen. Die zweite spricht aber genau das Hauptproblem bei der Schotführung einer Genua an: die unterschiedlich Länge der jeweiligen Luv- und Leeschot. Das gilt es zu lösen

      Gruß
      Georg
    • Joerg_B schrieb:

      Bei Einsatz mit nur einer Winde besteht die Schwierigkeit darin die Schot um den Mast herum zu führen und zwar so, dass der jeweilige Holepunkt immer für einen optimalen Trimm der Fock/Genua sorgt. Für mein Verständnis kann man das Segel dabei nur optimal für Kurse am Wind trimmen. Ein Öffnen wie bei einer Baumfock um Vorwindkurse zu fahren ist nicht oder nur bedingt möglich. Verschiebt man den Holepunkt z.B. nach vorn, bläht sich die Fock sackartig auf. Zum Ausstellen bräuchte man dann einen Baum, den man jedoch nicht hat.
      Der Holepunkt ist wie schon geschrieben in Neutralstellung der zweiten Genua Winde mittig auf dem Deck an der Umlaufschot. Die Umlaufschot läuft logischerweise überlappend zum Mast auf beiden Seiten richtung Achtern. So lässt sich der Holepunkt durch den die Genuashot läuft sehr gut zwichen Mast (um den die Umlaufschot führt) und Achtern verschieben. Im Zusammelspiel mit Genua-Shotlänge und Höhe des Holepunktes lässt sich das schon recht gut trimmen.


      Georg aus H schrieb:


      hier gibt es Lösungen, aber die muss ich mir erst noch mal genauer zu Gemüte führen.

      Das ist genau die Lösung mit nur zwei Winden im Rumpf die ich oben erläutert hatte. Wichtig sind die Positionen der Umlenkrollen von Leeschot und Luvschot nach der Umlaufschot. Wenn Zug auf der Genua ist, sollte die Umlaufschot nur in die Richtung ziehen wo die Segelwinde sperrt. Auf der Darstellung in deinem Link zieht die Leeschot in eine andere Richtung wie die Luvschot an der Umlaufschot und belastet die Winde in beide Richtungen.
    • So, mittlerweile ist das Deck eine innige Verbindung mit dem Rumpf eingegangen unter Zuhilfenahme von Klebstoff. Das hat auch ganz gut gepasst.
      Weiter gehts mit der Plicht und dem Dach der Kajüte. Hier offenbaren sich mal wieder Fehler, auch wenn die Teile lasergeschnitten sind. Offensichtlich wurde, nicht nur hier, die Einbeziehung der Materialstärke vergessen. So ist der Rahmen, der oben auf die Plicht geklebt wird um genau eine Materialstärke zu lang. Ist nicht weiter schlimm, aber unschön. Auch bei dem Rahmen, auf den dann die Beplankung für das Kajütdach aufgebracht wird, sind die Seitenleisten laut BB durchgehend, das passt aber nicht, da der Mittelspant genau um die jeweilige Materialstärke zu lang ist... Auch bei den Öffnungen im Deck gab es beim Einbau des Süllrandes dieses Problem. Da sollte Krick noch mal nacharbeiten.

      DSC_1417.JPG

      Schönes Restwochenende!

      Gruß
      Georg
    • Im Bereich des Ruder gibt es auch ein kleines Problem. Man muss das Ruderhorn kürzen und auch umdrehen, so dass die Anlenkung unten ist. Ansonsten stößt es oben an der Plicht an. Das Rohr kürzen bringt nichts, weil man sonst schnell mit der Oberkante des Rohres unterhalb des Wasserspiegels liegt.

      DSC_1416.JPG

      Auch die BB des Bootes ist in Teilen unvollständig. So muss die Plicht auf Deck befestigt werden, da der Traveller in der Plicht ist. Das findet in der BB, jedenfalls habe ich es nicht gefunden, keine Erwähnung. Nur in einem kleinen Bild ist das, bei genauerer Betrachtung, zu erkennen.

      Gruß
      Georg
    • Vor dem Anschleifen habe ich noch an 3 Stellen Spachtelmasse aufgetragen. Zwei Stellen waren Fehler im Rumpf vom Laminieren, eine dritte Fehlstelle kam von mir, wo ich eine kleine Kerbe reingemacht hatte. Nach dem Naßschleifen ist jetzt alles glatt wie ein Kinderpopo und wartet auf den Primer und den Lack... Das lackierte Deck sieht schon recht gut aus.

      Gruß
      Georg
    • Moinsen,
      hab mal heute bei Regenwetter etwas weiter gebastelt. Kajütdach hat den ersten Lack abbekommen und das Oberlicht seine Fenster.
      Als nächstes wollte ich den Rumpf streichen. Habe zwar Lack zum sprayen da, da ich aber nur draußen sprayen kann und jetzt das Wetter auf absehbare Zeit nicht so toll sein wird wollte ich auf Pinsel umstellen. Welche Lacke sind da empfehlenswert? Gibt es da einen Tipp?

      Gruß
      Georg

      DSC_1434.JPGDSC_1435.JPG
    • Hallo Georg,
      mir ist eingefallen, das ich bei den Minisail Classic Kollegen mal einen Bericht für entkoppelte Segelführung mit einer Winde gesehen habe. Auf Seite 2 gibt es eine Variante für doppelte Vorsegelschoten.
      Vielleicht hilft dir diese Idee weiter.
      Gruß
      Gerald
      Dateien
      AUF DER WERFT
      2-Mast Schoner Emma C. Berry (Restaurierung)
      4-Mast Bark Archibald Russell (Restaurierung)
      IM HAFEN

      Micro Magic Carbon Edition
      IN PLANUNG
      Brigg Tre Kronor af Stockholm (1:25 Neubau)
      Y-857 (ex FL6) (Restaurierung)
      Bugsier 3 (Restaurierung)
    • Hallo Georg,

      das Lackieren mit dem Pinsel ist kein Hexenwerk. Geeignet sind nahezu alle Farben, wobei man vielleicht nicht die billigsten Lacke verwenden sollte. Auch sollte man bei einem System bleiben. Ich bevorzuge nach wie vor Kunstharzlacke und nicht den Quatsch auf Wasserbasis, da ich finde, dass man die Lacke besser einstellen kann in Bezug auf Streichfähigkeit. Wobei es immer besser ist, den Lack etwas dünner einzustellen als zu dick. Dann verläuft er nicht richtig und zieht Riefen.

      Ebenso entscheidend ist ein guter Pinsel. Ich bevorzuge mittlerweile Kunsthaare, da sie gleichmäßiger sind und sich auch besser reinigen lassen. Die müssen nicht zwangsläufig teuer sein. Gute Pinsel gibt‘s in gut sortierten Fachgeschäften wo man Zubehör für Acrylmalerei etc. bekommt. Aber auch Conrad hat ganz gute Sets unter der Bezeichnung „Young Art“ oder so ähnlich.

      Ich empfehle mindesten drei Schichten. Nach jeder Schicht Fussel u.ä. mit ganz feinem Schleifpapier vorsichtig rausschleifen. Die erste Schicht benötigt auf Kunststoff mehrere Tage bis sie durchgetrocknet ist. Ich empfehle mindestens eine Woche. Jede weitere Schicht nur noch zwei bis drei Tage. Keinesfalls zu früh die nächste Schicht auftragen, wenn die erste noch nicht voll ausgehärtet ist, da sonst die Gefahr des Anlösens besteht. Für die letzte Schicht sollte man einen frischen Pinsel nutzen. Den Pinsel vorher auszupfen.

      Ich arbeite immer vom Unterwasserschiff nach oben. Die Krümmungen des Rumpfes erlauben damit ein besseres Auflegen des Klebebands zum Abdecken.

      So habe ich meine Optimist lackiert. Das dauert dann schon zwei bis drei Wochen (nur der Rumpf) muss sich aber hinter einer Lackierung mit Luftpinsel nicht verstecken. Ich empfehle außerdem an Reststücken zu üben. Die Flächen schräg oder senkrecht stellen, um das “Laufen“ der Farbe mit zu üben.

      Ich wünsche gutes Gelingen!

      Gruß
      Jörg
      Meine Homepage: Joerg´s Modellwerft
    • Hallo Jörg,

      vielen Dank für die Tipps. Ich werde wohl auf den Lack, den Stör-Pirat hier verwendet hat zurückgreifen (Beitrag 54). Ich hab allerdings noch nicht geschaut, was die Lacke kosten, wenn's dann wirklich zu teuer ist, werde ich mir einen vernünftigen Kunstharzlack holen. Und bei den Pinseln sollte man wirklich nicht sparen, das rächt sich hinterher immer...

      Gruß
      Georg
    • cicero99 schrieb:

      Hallo Georg,
      mir ist eingefallen, das ich bei den Minisail Classic Kollegen mal einen Bericht für entkoppelte Segelführung mit einer Winde gesehen habe. Auf Seite 2 gibt es eine Variante für doppelte Vorsegelschoten.
      Vielleicht hilft dir diese Idee weiter.
      Gruß
      Gerald
      Danke Gerald,

      das schaue ich mir mal an...

      Gruß
      Georg