Platinen ätzen, leicht gemacht.

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    • Gesagt getan, war ebend noch im Bauhaus und hab neben der Bilderhalter nach ein passenden Kunststoffprofil geguckt. Tada.. habe genau das gefunden was ich gesucht habe. Nennt sich Klemmprofil, ist aus PVC und sieht so aus.

      CIMG6966.JPG

      Der Meter kostet erschwingliche 99ct, genau wie die Bilderhalter. Praktischerweise gibt es diese mit den Maßen 13x18cm, wo wunderbar eine Europlatine zwischen passt.
      Zusammengesetzt sieht das dann so aus:

      CIMG6965.JPG CIMG6962.JPG

      Hält Bombenfest zusammen, ein verrutschen ist da völlig unmöglich.
      Ich danke euch für die Tipps.
      In Arbeit: "Bismarck" in 1:200
      Geplant:
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      "Rechtschreibfehler sind gewollt, um die Aufmerksamkeit der Leser zu überprüfen"
    • Ich nehme Tesa film.
      Wie gut das du das mit dem Bohren verworfen hast, dafür braucht man sehr viel Übung und jede menge Glas.
      Eine langsam laufende Maschine und Wasser zur Kühlung.
      Man kann sich auch einen Holzkasten bauen da liegen die Scheiben auch passend zueinander.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Da heute, nach vier Wochen Wartezeit, endlich meine 70µm Platinen gekommen sind, hab ich das auch gleich mal ausprobiert. Positiver Nebeneffekt, die Belichtungszeit hat sich, im Vergleich zu den 5mm Plexiglasscheiben, um einiges verkürzt. Allerdings musste ich feststellen, das meine Eisen(III)-Chlorid-Lösung langsam aber sicher seiner Sättigung entgegen hinkt. Nicht das ich vorhin im richtigen Laden war und Neue hätte kaufen können...neiin, natürlich nicht.
      Shit happens.

      Die Belichtungszeit war immernoch etwas zu lang, wie man an einigen Stellen sieht und das fast gesättigte Ätzbad tat das Übrige dazu.
      CIMG6967.JPG CIMG6968.JPG
      Das Ergebnis ist für mich trotzdem noch völlig in Ordnung, Morgen gehts ans Zuschneiden, Durchkontaktieren und Bestücken, dazu aber Morgen mehr.
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    • Ich würde sagen deine Belichtungszeit war zu kurz, du hast noch Reste zwischen den Leiterbahnen.
      Je nach Lampe sollte die Belichtung zwischen 5 und 10 Minuten liegen.
      Du kannst lieber etwas länger Belichten als zu kurz.
      Die Lampen brauchen etwas an Zeit um die richtige Energie abzugeben. Bei Leuchtstoff Lampen geht es etwas schneller als bei einer Nitrovot oder Höhensonne.
      Der Entwickler sollte sich nach einer starken Seife anfühlen dann ist der richtig.
      Dein Ätzbad solltest du Heizen z.b. mit einer Aqarium Heizung dann geht das schneller und dein Eisen 3 Chlorid hält länger.
      Bie mir setze ich zwei Liter an und das hält für mindestens 50 Leiterplatten im Europakarten Format.
      Gruß Peter

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    • Also, bei 35% Lösung kann 1Liter Eisen(III)-Chlorid theoretisch 50g Kupfer aufnehmen, in der Praxis eher 40-45g und das ist unabhängig von der Ätztemperatur. Mehr ist rein chemisch nicht möglich. Bei einer Deckung von 50-60% entspricht das ca. 10 -12 Europlatinen mit 35µm. Wenn du dir meine Platinen anguckst, stellst du sicher fest, das die Deckung bei deutlich unter 50% liegt. Darüber hinaus benutze ich, wegen der teilweise doch recht hohen Ströme 70µm Platinen, sonst würde ich nicht vier Wochend rauf warten müssen.
      Wo du irgendwelche "Reste" zwischen den Leiterbahnen siehst ist mir schlichtweg ein Rätzel. Ich habe das Original vor mir und gucke mir die kpl. Platine unter einer Lupe an. Ich habe keine Reste gesehen. Wie du auf einem schlechten Bild, mit mieser Kamera, beschissenem Betrachtungswinkel und miserabler Belichtung noch Fehler auf einer Platine mit einem Leiterbahnenabstand von teilweise unter 0,3mm enddeckst, ist mir echt schleierhaft.
      Zur Belichtung benutze ich keine Höhensonne, sondern UV-Licht mit einer Wellenlänge von 365nm und die Röhren sind neu. Die inzwischen korrigierte Belichtungszeit liegt bei ca. 160 sec. pro Seite und ganz sicher nicht bei 5 bis 10 Minuten. Woher ich weiß, das die Belichtungszeit zu lang war? Ganz einfach, einige Details auf der fertigen Platine sind nicht mehr vorhanden, Bohrlöcher sind zu groß geworden und einige Pads sind ungleichmäßig.
      So, nun kannst du wieder deinen Senf dazu geben.
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    • Es sieht so aus als wenn das nicht richtig geätzt wurde.
      Tut mir leid wenn ich helfen wollte, kommt nicht wieder vor.
      Material bekommt man z.b. hier in 70µ.
      Gruß Peter

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    • Tut mir Leid, wenn ich dich Falsch verstanden habe, allerdings haben deine Kommentare meistens einen bitteren Nachgeschmack. Ohne dir auf die Füße treten zu wollen, nur es klingt oft sehr überheblich. Ich bin ganz sicher kein Profi, was Elektronik und die Herstellung von Platinen betrifft, für den Hausgebrauch reicht es aber. Sinn und Zweck diesen Treads war auch nicht die perfekte Platine herzustellen, sondern vielen, die hier Berührungsängste haben, das Ganze etwas näher zu bringen. Und da ist es mir wichtig es einfach zu halten. Kein teures Equipment, kein riesen Blabla.
      Ich benutze ausschließlich Platinenmaterial und die Ätztechnik von Bungard, damit habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt. Ich mag in der Beziehung Ladengeschäfte und ich meine nicht das große C. Da kann man so schön stöbern, die Sachen mal in die Hand nehmenn und bekommt fast alles, was man so braucht und was sie nicht haben, besorgen sie mir. Kann dann aber etwas dauern. Ich bestelle das Online und hohle es mir einfach ab und wenn ich etwas bei der Bestellung vergessen habe legen sie es mir vor Ort dazu. Finde ich richtig Geil.

      Zurück zum Thema.
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    • Nun Ja Überheblich?
      Wenigstens hat der Tipp mit den Glasscheiben geholfen.
      Auch ich habe eine ganz einfache Ausstattung alles selber gebaut und das funktioniert auch.
      Man muss nicht immer teuere Sachen kaufen um mal eben eine Leiterplatte zu machen.
      Zeige den Leuten doch einmal mit welchen Mitteln du so arbeitetst damit die auch die Angst vom Leiterplatten machen verlieren.
      Ich kenne keine Läden mehr wo man noch Material so kaufen kann.
      Material von Bungard benutze ich auch fast nur und habe immer gute Ergebnisse erziehlt aber auch mit Fehlschlägen muss man rechenen.
      Ich bin ja einmal gespannt wie du die Durchkontaktierungen machst und lese nur noch mit.
      Bei Fragen kann ich vieleicht über eine PN helfen.
      Gruß Peter

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    • So, weiter gehts.
      Nun noch zum Thema Durchkontaktierung.
      Bei zweiseitigen Platinen muss ja irgendwie der Strom von eine auf die andere Seite kommen. Da er das nicht Freiwillig macht, müssen wir ihm da etwas Hilfestellung geben. Die einfachste Variante wäre, ein Stück Kupferdraht durch die Löcher zu stecken und es auf beiden Seiten zu verlöten. Funktioniert, kann man machen. Problem ist aber, dass die Lötpunkte recht dick auftragen und u.U. für andere Bauteile im Weg sind. Die schönere Art wären Durchkontaktiernieten. Die gibt es in verschiednen Größen, ich nutze normalerweise 0,6mm Nieten (Aussendurchmesser 0,8mm). Bei größeren Strömen sollte man eher größere nehmen.
      Wenn die Platine also soweit fertig und gebohrt ist, fangen wir mit den Durchkontaktierungen an.

      CIMG6971.JPG CIMG6975.JPG CIMG6973.JPG

      Die Löcher der Bohrungen sollten entsprechend der DK-Nieten bzw. der restlichen Bauteile gewählt werden. Ein halbwegs vernünftiger Bohrersatz zwischen 0,4 und 1,2mm sollten vorhanden sein. Da die kleinen Scheißerchen nicht immer so wollen wie man selbst, benötigt das Prozedere etwas Fingerfertigkeit und viel Geduld. Ich stecke meistens zwei Nieten von der Seite durch, von der ich auch gebohrt habe, drehe die Platine um und lege sie auf einen geeigneten Untergrund. In meinem Fall auf den Bohrtisch. So verhindert man das zurückschieben der Nieten.

      CIMG6976.JPG CIMG6979.JPG

      Nun einfach mit einem Körner die Niete aufgeweitet und mit der Rückseite des Körners auf die Platine gepresst. Die Nieten sind aus Kupfer und weich genug, ein Hammer ist hierfür nicht nötig.

      Normalerweise sollte so schon ein ausreichender Kontakt hergestellt worden sein, wer auf Nummer Sicher gehen will, kann sie gerne noch mit der Leiterbahn verlöten. Allerdings nehmen sie dadurch auch wieder an Dicke zu.
      CIMG6974.JPG

      Anschliessend können die restlichen Bauteile aufgebaut werden. Hierbei immer von Klein nach Groß arbeiten um sich nicht selber den Weg zu verbauen.
      Hier noch ein Bild von meiner (fast) fertig aufgebauten Platine.

      CIMG6981.JPG
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    • Neu

      In einschlägigen Elektronik-Foren wird ja auch öfter mal von der "Toner-Tranfermethode" berichtet.
      Das Layout der Platine wird mit einem Laserdrucker spiegelverkehrt auf eine bestimmte Papiersorte gedruckt, anschließend wird das bedruckte Papier auf die Platine gelegt und der Toner mit einem Bügeleisen auf die Kupferfläche übertragen.
      Als Papier soll sich besonders der Reichelt-Katalog eignen.

      Wer hat mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht?