Baubericht Graupner Anja

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    • Andreas_ schrieb:

      ....
      .
      Wie kommt den das Ruder an der Hacke vorbei? Ist die flexibel, oder drehbar? :kratz:

      ....
      Hallo Andreas,
      die Hacke ist aus einer PS - Platte gefertigt und damit in Grenzen "biegsam".
      Der Ruderkoker sitzt im Rumpf in einem kleinen Holzklotz und hier ist die Dünnwandigkeit des Rumpfes von Vorteil, der Koker hat eine gewisse Winkelbeweglichkeit.

      Beides zusammen ermöglicht die Demontage des Ruders (das selbst besteht bei meinem Schiff aus einem 0,5 mm Ms- Blech).

      So weit 5 Cent von mir dazu

      Gurß Gerrit

      P.S. Gruß an die beiden anderen "Südchaoten"
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
    • Hallo,

      auch wenn ich Gerrits Tipps und Können immer schätze, würde ich
      pers. hier lieber eine Variante wählen, wo ich ohne biegen und verwinden
      demontieren kann. Zum einen ist die Frage, wie oft macht das Lack, Klebung
      etc. denn mit und zum anderen hält sich ja der Aufwand in Grenzen. Allein
      schon ein Schmiernippel vorzusehen, ist fast die halbe Miete.....aber jeder
      löst das so auf seine Weise und richtig/falsch gibt's hier nicht....einfach nur ne
      Frage der eigenen Philosophie.
      Gruß Jens
    • Hallo zusammen,

      ja, es wird wohl eine Lösung für die Ruderhacke werden, die irgendwie drehbar oder schraubbar wird, ohne mir ein künstliches Leck in den Rumpf zu bauen. Den Schmiernippel habe ich ins Pflichtenheft aufgenommen.

      Zum Baufortschritt, wenn mann das schon so nennen darf:
      Nachdem die Zeichnung soweit steht, musste ich noch Holz beschaffen. Buchensperrholz in passender Stärke konnte ich beim Holzwurm meines Vertrauens nicht bekommen. Alternativ habe ich Birke in 1,5mm und drei Schichten gekauft.
      Da ich ehr der „Ikea Typ“, als der Freund von Eiche rustikal bin, möchte ich das Mahagonifurnier weglassen. Die Bretteroptik soll zwar vorhanden sein, eine Zigarrenkiste möchte ich aber vermeiden.
      Hier im Forum haben sich schon viele Modellbauer die Mühe gemacht, das Deck mit Furnierstücken zu bekleben um die Bretter darzustellen.

      Ich habe mal etwas Anderes probiert:

      Frästeile_Deckel_01.jpg


      Mit einem Gravierstichel (30° Spitze 0,2mm) habe ich die obere der drei Holzschichten durchgefräst. Da die mittlere Schicht dunkler ist, kommt das ganz gut raus. Die Fuge wurde noch mit einer Zahnbürste von Staub befreit. Zum entgraten habe ich ein Schleifpapier benutzt, das ausdrücklich nicht für Holz benutzt werden soll, da es dunkel abfärbt. Genau das Richtige für mich. Einmal die Kante ein beide Richtungen durchgezogen, gefällt mir das Ergebnis gut.
      Dann werde ich mal dran machen und ein paar Teile mehr fräsen.

      BG Andreas

      P.S "Südchaoten" :thumbsup:
    • Moin Andreas,

      wo wir gerade beim Thema Holz sind: Wenn Du das Deck eh neu machst, solltest Du vielleicht noch den Verlegeplan ändern. Fischkutter-Decksplanken sind ca. 8,5 bis 10 cm breit und 4-6 Meter lang. Bei Dir komme ich auf 15 cm breit und 2 Meter lang (wenn das Ruderhaus 2 Meter hoch wäre). Zwischen der Wiederholung der Stöße liegen meist mehr als eine Planke, d.h. Du bräuchtest noch andere Stoßstellen.

      DSCF0116.jpg

      Gruß,
      Jürgen
    • Hallo Jürgen,

      danke für die Maßangaben. Ich habe bisher nie einen Krabbenkutter live gesehen.
      Das mit dem Maßstab ist so eine Sache. Graupner gibt an, dass das Schiff 1:60 darstellt.
      Ich bin mal von der Türe ausgegangen. Die ist im Modell 43mm hoch. Je nachdem ob man eine originale Höhe von 2,0m oder 2,1m annimmt kommt man auf einen Maßstab von 1:47 bzw. 1:49. Das würde dann eine Rumpflänge von ca. 17m ergeben, was ehr wieder Unterkante ist. Mit der Plankengröße dürfte ich noch weiter daneben liegen als Du gerechnet hast.
      Wirklich maßstabsgerecht wird die Kiste jedenfalls nicht. Deshalb versuche ich, dass es wenigstens einigermaßen gut aussieht. Was die Fuge zwischen den Planken angeht, komme ich so irgendwo zwischen 0,3 bis 0,4mm raus. Dünner geht mit meinen Mitteln nicht. Das wären dann im Original mehr als 16mm. Umgekehrt müssten meine Planken 2mm breit sein, was im Verhältnis ehr bescheiden aussieht.
      Also beiße ich kraftvoll in den sauren Apfel und gehe einen Kompromiss ein.
      Wie das aussieht kommt heute noch.

      BG Andreas
    • Hallo Zusammen,

      nachdem das erste Test Teil gut geklappt hat, habe ich den ganzen Bogen gefräst.
      Da das Holz etwas Verzug hatte musste es während des Fräsens per Hand nach unten gedrückt werden um gleichmäßige Frästiefen zu erhalten. Die Frästiefe ist bei der Gravur der Bretteroptik, der Fräsung Fensterlaibungen und für die Haltestege der Teile kritisch.
      Nach einer Stunde fräsen und schwitzen kam das heraus:

      Frästeile_komplett_01.jpg

      Die Fensterlaibungen des Hauses sind bis auf die mittlere Schicht gefräst. Das kommt farblich gut heraus, ohne aufdringlich zu wirken.

      Frästeile_Hausseite_01.jpg

      Soweit bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, damit kann man schon mal was basteln.

      BG Andreas
      Dateien
    • Moin Andreas,

      mit dem Maßstab hast Du recht, das ist nie im Leben 1:60. Dazu ist das Ruderhaus zu groß und der Kutter zu klein.

      Was das Deck betrifft: Wenn Du keine Planken verlegen willst, wie wäre es, statt zu fräsen, mit einer Anreißnadel und Stahllineal die Fugen zu ziehen? Dann werden sie wesentlich dünner. Danach das Holz auf den passenden dunklen Farbton beizen. Dann das Deck einmal mit Klarlack streichen. Sodann schwarzen Holzkitt in die Fugen einarbeiten. Trocknen lassen, nicht nervös werden, sieht erstmal kacke aus. Holzkitt wieder runterschleifen. In den Fugen bleibt er stehen, dadurch hast Du eine super Kalfaterung. Und dezent gealtert ist das Deck auch gleich. Zweimal Klarlack, fertig. Probiers mal an einem Probestück aus.

      Gruß,
      Jürgen
    • Andreas_ schrieb:

      Hallo Zusammen,

      nachdem das erste Test Teil gut geklappt hat, habe ich den ganzen Bogen gefräst.
      Da das Holz etwas Verzug hatte musste es während des Fräsens per Hand nach unten gedrückt werden um gleichmäßige Frästiefen zu erhalten. Die Frästiefe ist bei der Gravur der Bretteroptik, der Fräsung Fensterlaibungen und für die Haltestege der Teile kritisch.
      Nach einer Stunde fräsen und schwitzen kam das heraus:

      Frästeile_komplett_01.jpg

      Die Fensterlaibungen des Hauses sind bis auf die mittlere Schicht gefräst. Das kommt farblich gut heraus, ohne aufdringlich zu wirken.

      Frästeile_Hausseite_01.jpg

      Soweit bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, damit kann man schon mal was basteln.

      BG Andreas
      Hallo Andreas,
      das sieht richtig gut aus und mir gefällt es ....Das mit dem Maßstab ist richtig. ich habe und werde auch in Zukunft immer ein wenig das Bauchgefühl walten lassen bei der Auswahl und Herstellung von Bauteilen. Das habe ich auch bei meiner Anja gemacht.

      Gruesse
      Lutz
      Kapitaen Blaubaer :moin:
      :wink: "Noch einer der Remstalskipper"
      ______________________________________________________

      Werftaufenthalt: zuviele :pf:
    • Hallo Andreas,

      auch ich werde deinen Baubericht verfolgen. Da ich auch noch kein langjähriger Modellbauer bin, versuche ich möglichst von Anderen zu lernen. Habe da auch schon viele gute Lösungen mitgenommen die ich bei meinem Projekt, einem alten Dampfschlepper, umsetzen konnte. So habe ich mir auch die Lösung mit der Ruderhacke "abgekupfert". Harze im Rumpf Gewindestücken ein und schraube die Ruderhacke, bei mir ist die aus Messing, mit zwei kleinen Senkschrauben (2mm?) an. Hält sicher und das Ruder lässt sich unkompliziert ausbauen.
      Weiterhin viel Spass bei der Umsetzung deines Projektes.

      Götz
    • Jürgen, ich habe den Tipp mit der Reißnadel probiert. Nach ein paar Versuchen habe ich es geschafft, dass die Nadel nicht der Maserung gefolgt ist, wenn diese nicht ganz der Linealrichtung entsprach. Die Nadel war anfangs zu stumpf Nachschleifen hat geholfen. Die Enden der Planken, quer zur Maserung war der Punkt, an dem ich aufgegeben habe. Das Ziel Fugen kleiner als 0,3mm sauber und in passender Tiefe zu bekommen, habe ich nicht geschafft. Irgendwo ist es immer ausgefranst. Für größere Maßstäbe reicht das sicher, für diesen Kleinkram ist mir die Geduld ausgegangen. In Kürze gibt es Bilder, wie die gefrästen Teile im Ganzen wirken.


      Lutz, das mit dem Bauchgefühl übe ich noch. An Substanz fehlt es jedenfalls nicht :)


      Ja Götz, es könnte auf so eine Schraublösung hinauslaufen. Wenn das Stevenrohr montiert ist und ich ein Gefühl für das Material in diesem Bereich habe, ergibt sich das sicher.
      Übrigens Dein Schlepper ist ein echtes Schmuckstück. Ich bin gespannt, was wir von Dir noch zu sehen bekommen – jetzt wo Du Zeit hast :)

      BG Andreas
    • Hallo zusammen,
      inzwischen habe ich angefangen ein paar Teile zusammen zu pappen. Vorher haben alle Teile noch drei Überzüge aus mattem Klarlack bekommen.

      Kasten_kleben_01.jpg

      Ein Blechdeckel dient als Unterlage, mit Magneten und Parallelunterlagen kann man die Teile wunderbar fixieren. Kleinteile klebe ich mit dem bewährten Uhu Hart. Ein gedruckter Adapter von Uhu auf Luer lock hält die feine Spitze fest.

      Die ersten Teile nehmen Form an:

      Deckshauskasten_oben_01.jpg

      Deckshauskasten_unten_01.jpg

      Das Deck bekommt seine gebogene Form von dem Unterzug, mit dem es spaltfrei verklebt werden soll. 30min Epoxy war hier der Kleber.

      Deck_kleben_01.jpg

      Deck_unten_01.jpg


      Mit dem Ergebnis bin ich soweit zufrieden.

      Bug_01.jpg

      Heck_01.jpg

      Die Kästen sind erstmal nur daraufgelegt. Deren Deckel sind übrigens mit Kaffee leicht abgedunkelt.

      Deck_vorne_01.jpg

      Dass ich gerade Spaß habe, sei nur am Rande erwähnt :)


      BG Andreas
    • Martin, meine Fräse ist ein Eigenbau. Wirklich empfehlen kann ich dir nichts, da ich deinen Bedarf nicht kenne.
      Meine Fräse ist ein Kompromiss aus Anforderungen, Möglichkeiten und Platz.
      Im Flugmodellbau arbeitet man viel mit Balsabrettern, die gewöhnlich 1m lang sind. Das sollte der mindeste Verfahrweg in X sein.
      Die Maschine sollte auf einen Tisch mit 150cm x 70cm passen. So habe ich einen Verfahrweg von 120x55cm realisieren können.
      Als Material kommt überwiegend Holz, oder Kunststoff zum Einsatz, Alublech kann schon mal dabei sein. Somit muss die Maschine nicht übermäßig steif sein. Dafür habe ich eine andere Fräse.
      Die Fräsgeschwindigkeit ist selten höher als 1000mm/min. Selbst den Eilgang habe ich auf 1500mm/min reduziert, so habe ich noch eine Chance aufden Notaus zu hauen, wenn ich mal wieder den Nullpunkt verbaselt habe. Moderate Ansprüche an die Geschwindigkeit ziehen moderate Kosten für Motoren und Steuerung nach sich.
      Wenn du dich für eine Fräse entschieden hast, rechne mit einer Einarbeitungszeit von ca. 1 Jahr bis das Zeichnen, G-Code erzeugen, Umgang mit der Steuerung und das Gefühl für Fräser / Material flüssig ist.

      Jens, Uhu Hart und Montana Varnish Spray basieren auf dem gleichen Lösungsmittel (Aceton) und gehen so eine gute Verbindung ein. Mit einem Lack auf Wasserbasis hätte ich mich das nicht getraut. Der Grund weshalb ich erst lackiert habe, ist dass ich so besser wirklich überall die richtige Menge Lack aufsprühen kann und so sicher sein kann, dass später nichts quillt,wenn mal Wasser dran kommt. Pinseln wollte ich nicht, da sich die gefrästen Fugen leicht verkleben.

      BG Andreas
    • Andreas_ schrieb:



      Jens, Uhu Hart und Montana Varnish Spray basieren auf dem gleichen Lösungsmittel (Aceton) und gehen so eine gute Verbindung ein. Mit einem Lack auf Wasserbasis hätte ich mich das nicht getraut.

      BG Andreas
      OK das ist interessant. Allerdings für wirklich mechanisch beanspruchte Teile....weiß
      nicht ob das da auch sicher ist, denn die Frage ist ja wie tief dringt/verbindet sich der
      Klarlack....denn anglöst wir durch abgesprochenen Acetonanteil ja wahrscheinlich nur
      die Oberfäche.
      Gruß Jens
    • Sehr saubere Arbeit, wirklich beneidenswert. Wie hilfreich doch so ein Maschinchen sein kann. Ohne jetzt meckern zu wollen, die Decksplanken hätte ich noch etwas schmaler und mit aneinandergeklebten Leisten ausgeführt. Bei dem Maßstab der Anja wirkte das vielleicht authentischer. Aber sieht wirklich super aus bis jetzt. Bin gespannt wie es weitergeht.