Baubericht Graupner Anja

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    • Jens Du hast sicher Recht, dass es hier Grenzen gibt. Für den Deckskleinkramt reicht es aber sicher.

      Lars, wofür das Öl?

      Martin, der Fräser hängt vom Material ab. Bisher habe ich Fräser von 0,8mm bis 6mm benutzt. In Holz nehme ich oft einen Fräsdurchmesser der etwa der Materialdicke entspricht. Für das 1,5mm Pappelsperrholz der Anja habe ich einen Fräser mit 1,5mm Durchmesser mit zwei geraden Schneiden benutzt. Gerade Schneiden, also ohne Drall ziehen die obersten Holzfasern nicht so sehr nach oben, was schönere Kanten gibt. Der Nachteil ist, dass die Späne nicht so gut aus der Nut kommen. Wenn es das Werkstück erfordert kann man mit einem 1,5er Fräser schon mal Holz mit 4mm Dicke fräsen. Das würde ich dann in drei Durchgängen machen und nach jeder Tiefenzustellung die Maschine anhalten um die Späne aus dem Fräskanal zu saugen. Du siehst, eine wirkliche Regel gibt es nicht. Wenn Du die erste Hand voll Fräser getötet hast, kennst Du Maschine Material und alle möglichen Unachtsamkeiten.
      Übrigens, suche mal nach Shapeoko. Da gibt es Kits in variablen Größen zu vernünftigen Kosten.

      Götz, danke für das Lob. Die Idee ist, das Modell nicht scale, sondern nahe am Graupner Original, ohne zu viel Schnörkel zu bauen. Und sauber natürlich. Ohne Elektronikfirlefanz wird es wohl nicht gehen. Dazu dann im Weihnachtsurlaub mehr.

      BG Andreas
    • Dachte ich mir :)

      Das Bio Kettensägenhaftöl verharzt. Das ist bei selten benutzten Sägen problematisch.
      Ich hätte ehr an ein Fett gedacht, dessen Verdicker wasserbeständig ist. Das Siliconfett zur Wartung von Kaffeeautomaten würde mir da einfallen. Hoffentlich tötet das keine Fische und Enten.
      Was sagen die Spezialisten?

      BG Andreas
    • Neu

      Moin!

      Mir war das auch aufgefallen......

      Nach meinem Wissenstand liegen Decksplanken immer in Längsrichtung, auch bei Luken.

      Nur die Stäbe oder Planken der Lukeneinfassung , quasi die Rahmung, liegt vorn und achtern quer zur Längsachse des Schiffes.

      Da ein Deck normalerweise quer einen relativ straken Sprung (Wölbung) aufweist, dass das überkommende Wasser rasch zu den Rändern hin abläuft, müssten quer verlegte Decksplanken, (bei Traditions- und Arbeitsschiffen durchaus mehrere cm Materialstärke) beim Verlegen auch relativ stark gegen ihre natürliche Spannung gebogen werden.

      Im Yachtbereich werden heute oft nur noch 6-8 mm vorgefertigte „Teakmatten“ verlegt, die gleichen sich an Wölbungen etwas einfacher an.
    • Neu

      Hallo zusammen,

      ob politisch korrekt oder nicht, am Ende soll es doch auch gut aussehen. Vergesst nicht, dass die Teile am Monitor riesig im Vergleich zum Original wirken. Die Fugen sehen hier auf den Bildern aus wie Gräben. Mein Daumennagel ist doppelt so dick.

      Weiter geht es mit der Hütte. Wenn man etwas aufpasst, dass die Kanten sauber sind, geht das gut von der Hand. Ich konnte es mir dann doch nicht verkneifen, die Fensterrahmen zu streichen. Da diese nur 1,0mm breit sind habe ich das unter dem Mikroskop gemacht. Man wird nicht jünger.

      Haus_rohbau_01.jpg

      Haus_rohbau_02.jpg

      Haus_rohbau_03.jpg


      Die Fenster wollte ich ursprünglich mit Folie hinter kleben. Ein Freund hat mich davon überzeugt, die Fenster zu fräsen und versenkt einzusetzen. Ja, er hat Recht, das sieht einfach besser aus. Den ursprünglichen Plan, den Aufwand gering zu halten, hatte ich ja schon längst verworfen.
      Als Material hatte ich PETG 1,0mm zur Verfügung, das sich ganz gut fräsen lässt. (1,5mm Zweischneider, 1000mm/min, 24.000 1/min). Ein Kleberand mit 1mm Breite und 0,5mm Tiefe soll die Montage erleichtern.

      Fenster_fräsen_01.jpg

      Fenster_fräsen_02.jpg

      Wenn man genau hinsieht, erkennt man unter der Schutzfolie den Kleberand um die Scheiben.

      So sieht das dann mit eingeklebten Fenstern aus.

      Haus_Fenster_01.jpg

      Durchsichtige Fenster zu fotografieren ist nicht einfach. Ich habe sie mit ein paar Fingerabdrücken „sichtbar“ gemacht. Vor dem Dachdecker kommt noch der Fensterputzer.

      BG Andreas
    • Neu

      Hallo Andreas,
      saubere Arbeit, gefällt mir sehr gut soweit.
      Das, was mir jedoch gar nicht gefällt, ist das Bullauge in der Tür.
      Das sieht nicht besonders realistisch aus.
      Auch die Türbreite an sich kommt mir sehr schmal vor.
      Vielleicht magst Du diese beiden Anregungen noch mal für Dich
      überdenken.
      Ansonten: Daumen hoch und weiter so!
      VG, Heiko
    • Neu

      Versuche mich gerade selber an einer eigenen Zeichnung. Allerdings hab ich es Laserschneiden lassen. Ist so weit ganz gut geworden, auch wenn ich mich ein paar Mal verrechnet habe. Eine eigene CNC wäre natürlich das Non-Plus-Ultra. Werde mich mal an einem günstigen Modell ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln. Wie ich deine Arbeiten sehe wird das Verlangen nach einer eigenen CNC immer größer. Sieht wirklich spitzenmäßig aus!
    • Neu

      Moin,

      schönes Projekt, tolle Umsetzung bisher.
      das Bullauge würde ich genauso in der Ausführung machen wie die Fenster,
      sonst wird es zum fremdkörper. Als Bullauge dann mit einbem ganz feinen
      runden Rahmen aus MS, wie werden die Rahemn der Fenster? wird eines davon
      zum öffnen angedeutet?
      Zum Fett für Koker und Welle: ich nehme Wagenfett, das ist wasserunlöslich, und
      ist in jeder KfZ-Werkstatt erhältlich, dort steckt es meistens in der Fettpresse und
      es werden z.B. Zugdeichseln von Anhängern und Stützräder damit press gefettet.
      Das Zeugs seift nicht, harzt nicht und zieht keinen regenbogen hinter dem Modell
      her, beim Koker hält das fast ein Leben lang, bei der Welle (nur für niedrige und
      mittlere Drehzahlen geeignet) habe ich immer einen Nippel dran und fette einfach
      nach, nbis es hinten raus kommt, somit sind evtl eingedrungene Wassereste raus.
      Mit Öl habe ich schlechte Erfahrung gemacht, einmal ne Rücksitzbank im Auto
      versaut und einmal ein Regalbrett gehimmelt, zum Glück nur ein Brett und keinen
      Kommodendeckel.
      Schön hier zuschauen zu können.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Neu

      Männer, danke für den Zuspruch!

      Ja, das Bullauge. Als ich das Foto hier reingestellt habe, hatte ich auch gezuckt. Wenn man das Haus so in der Hand hat, sticht das gar nicht so raus. Die Dicke, also von Türblatt bis Oberfläche ist 1,0mm. Ich probiere mal, wie weit ich da noch runter komme.

      Boris, wie würdest Du Fensterrahmen in Messing machen? Die Maße sind 12,5 x 13,4mm und haben eine Breite von 1,0mm. Das wird schon fummelig.

      Die Maße der Tür habe ich wie fast am ganzen Modell (Ausnahme Dickenanpassung Holz) im Rahmen der Messgenauigkeit vom Originalmodell übernommen. Bei einem Maßstab von 1:47 bis 49 hat die Türe eine Breite von 61 bis 64cm Breite. Da komme ich auch noch mit meinem Ranzen durch. Dass die Proportionen seltsam sind stimmt schon.

      Danke auch für die Info, dass man an den Koker ehr ganz selten zum Fetten ran muss. Fett für die Welle steht im Pflichtenheft, was Passendes auch im Regal.

      Martin, ich habe mir zu lange erzählen lassen, dass sich eine Fräse für Einzelstücke nicht lohnt, das alles viel zu umständlich und aufwändig ist. Das mag für einige Menschen auch so richtig sein. Eine tiefe Verneigung auch vor den Kollegen hier, die mit einfachen Handwerkszeugen hier Kunstwerke schaffen.
      Da ich seit Jahren sowieso alles erst im Cad zeichne, ist der Schritt zum fertigen Teil nicht mehr groß. Oft dauert das Aufspannen länger als das Fräsen. Für so manches Projekt wäre ich zu faul gewesen, hätte ich die Fräse nicht. Die Kompromisse werden weniger, Zeichnung anpassen nochmal fräsen.
      Wenn es Dich also in den Fingern juckt, genieße die Zeit der Vorfreude bis Du dich für (d)einen Weg entschieden hast und lege los.

      BG Andreas
    • Neu

      Moin,

      ich gehe jetzt mal nur auf die Frage zu den Fensterrahmen ein:
      Du kannst fräsen, dann aus Kunststoff fräsen und vor dem Einsetzen in ganz matt schwarz
      lackieren und dann auf alte Bronze altern.

      Ich kann es doch nicht lassen: in die Tür regnet es von oben rein, da könnte ein Abweiser
      aus einem Winkelprofil drüber.

      Alles andere ist hier echt großes Kino :thumbup: so klein das Boot auch ist, aber so werden
      Hinkucker gebaut :mattes:
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....