Baubericht Graupner Anja

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    • Oh Mann, was seid ihr für eine Bande. Da wird Modellbau zu einem demokratischen Akt. :fg:
      Ja, Ihr habt ja Recht. Ich mach ja schon.

      Ein 6mm Reststück mit 5mm aufgebohrt und mit dem Abstecher in 0,4mm Breite angepeilt. Hoffentlich stimmt der Winkel, dass ein Kragen stehen bleibt.

      Bullauge_neu_01.JPG


      Schwein gehabt, das ging auf Anhieb.

      Bullauge_neu_02.JPG


      Zum Vergleich alt gegen neu

      Bullauge_neu_03.JPG


      Und zur Probe schon mal eingelegt. Vor dem Kleben muss noch Zaponlack drauf.

      Bullauge_neu_04.JPG

      Besser?

      Boris, bei der Breite drückt es beim Fräsen das Material weg. Das wird nix. In der Größe geht das in Richtung Ätzteile oder Lasern. Bei beidem habe ich noch keine Erfahrungen.
      Über der Türe hat das Dach noch einen Überhang, darunter kommt eine Leuchtstoffröhre (aus SMD LEDs gemacht), die beim Einschalten flackert. Damit das realistisch ist, habe ich ein Video von einer echten Röhre mit altem Starter gemacht und dort die Zeiten raus gemessen. Kein Scherz, versprochen.
      Stefan, auf dem Bild sieht man die Beschläge schön. Scharniere und ein Griff / Knauf müssen meine Türen noch haben. Hat jemand Ideen, Bilder, Tipps? Bitte umsetzbar, ein Türgriff wäre 2,4mm breit…

      BG Andreas
    • Moin Andreas,

      Türbeschlag und Scharniere sehen eigentlich wie bei Zimmertüren aus.

      DSCF0027.jpg

      Obwohl mir etwas unwohl dabei ist, versuche ich doch mal vorsichtig ein paar Bemerkungen zum Thema Aufbau anzubringen. Bitte nicht als kleinliche Meckerei verstehen, sondern wirklich nur als kurze Zustandsbeschreibung von jemandem, der näher an der Küste wohnt.
      Auf kleinen deutschen Kuttern gibt es keine Bullaugen im Aufbau. Werden von den Bausatzherstellern gern verwendet, habe ich aber noch nie gesehen.Wie Stefan richtig bemerkt hat, sind die Türen flächenbündig eingebaut. Auf jeden Fall hat das Ruderhaus (also der vordere Teil) auf jeder Seite eine Tür (mit Trittstufen), damit der Käptn schnell raus und rein kann. Im Wohnbereich (hinten) gibt es Türen nur als Klotür oder als Zugang zum Maschinenraum, beides eigentlich immer ohne Fenster und mindestens 60 cm breit. Und die Aufbauten sind nie in Kiefernoptik, sondern nur in dunklem Holz.
      Aber: (und das ist auch wirklich genauso gemeint) Mach wie Du meinst und wie es Dir gefällt, es wird auf jeden Fall ein schönes Modell!

      Gruß,
      Jürgen
    • Moin,

      also rein technisch gesehen sieht das demokratische Bullauge um Meilen besser aus :thumbsup:
      alles andere überlasse ich Dir und begebe mich wieder in die schweigsamere Oposition
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Hallo und guten Morgen,

      das mit der Plankenführung liegt im Auge des Betrachters und der des Erbaueres. Jeder wie er mag. Und hier sieht es eigentlich schon recht gut aus....

      Weiter so. Ich werde das auf jeden Fall verfolgen.......

      Gruess
      Kapitaen Blaubaer :moin:
      :wink: "Noch einer der Remstalskipper"
      ______________________________________________________

      Werftaufenthalt: zuviele :pf:
    • Jürgen ich bin für jeden Hinweis dankbar, auch wenn nicht alles in dieses Modell einfließen wird. Es wird sicher nicht das einzige Schiff bleiben.
      Du hast es ja raus um was es mir geht. Es soll eine Anja bleiben, bei der ich rausholen möchte, was meinen aktuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht. (M)ein Einsteigermodell eben.
      Bei mir geht das sicher im Scalebereich weiter. Dann aber mit einem gut dokumentierten Vorbild.

      Danke Jens für den Link. Ein tolles Angebot, zu absolut fairen Preisen. Die Ätzteile machen sich ja auch nicht von selbst. Da werde ich mir in Ruhe einiges raussuchen.

      Gut zu wissen, dass Ihr dabei seid. Das ist der Ansporn der mir hilft, auch wenn Zeit und Lust mal knapp sind, weiter zu machen. Und nein, ich mache bis das Schiff fährt keine neue Großbaustelle auf. Auch wenn die Ideen mehr sind als das Leben lang ist. Kennt das jemand?

      BG Andreas
    • Neu

      Hallo Zusammen,

      in den letzten Tagen habe ich mich etwas mit dem Antrieb beschäftigt.

      Wie schon erwähnt, soll dieser vor allem leise sein. Leistung sollte bei dem kleinen Kutter ehr nicht das Problem sein. Dennoch ist es spannend, was denn "genug" in Zahlen ist. Effizienz ist keine Schande, also auch ab damit ins Pflichtenheft.

      Ein Speed irgendwas Motor mit Getriebe ist somit keine Option.

      Die Entscheidung zu einem niedrig drehenden brushless Motor lag also nahe. Die Wahl fiel auf einen Motor 2408 700KV mit 30mm Durchmesser.

      Wo kann denn in einem Antrieb Lärm entstehen?
      • Unwucht von Propeller, Welle, Kupplung, Motor
      • Ungleichmäßiges Drehmoment beim Kommutieren (Umpolen) des Motors
      • Pulsen (PWM) des Reglers, somit Pfeifen aus dem Motor.
      • Lager
      Für einen ersten Test, habe ich einen Propeller mit 30mm Durchmesser auf eine billig gekaufte Welle samt Stevenrohr montiert und den Motor mit einer starren, selbstgefertigten Kupplung verbunden.

      Zum Test habe ich den Motor laufen lassen und den Antrieb an verschiedenen Stellen auf einen Aluklotz gedrückt, der auf dem Tisch als Resonanzkörper stand.
      Zu erwarten waren Geräusche mit der Frequenz der Drehzahl und der siebenfachen Drehzahl wegen des Verhältnisses von Spulen zu Magneten.

      Antrieb_Test_01.jpg

      Kontaktpunkt 1 Propeller:
      Der Propeller hat kaum Unwucht, das Ende ist erstaunlich leise.

      Kontaktpunkt 2 vor der Kupplung:
      Auch wenn die Kupplung auf Maß gerieben wurde, hätte ich mir mehr Ruhe erwartet. Das Wellenende ist leicht untermaßig.

      Kontaktpunkt 3 Motoraufhängung, bzw. Stator:
      Hier ist kaum Unwucht zu hören, das Kommutieren jedoch recht deutlich.

      Kontaktpunkt 4 Kugellager an der Motoraufhängung:
      Hier ist erwartungsgemäß vom Kommutieren fast nichts mehr zu hören, auch die Unwucht ist noch leise.

      So ist ein kompakter Antrieb entstanden.

      Antrieb_01.JPG


      Die Welle hat einen Durchmesser von 3mm, das Stevenrohr außen 6mm und innen 4mm. An beiden Seiten befindet sich je ein passend angefertigtes Teflon Lager.
      Auf das Stevenrohr kommt ein Kugellager. Mit einem Zwischenring wird der Stator verbunden und der Außenläufer kommt direkt ohne Kupplung auf die Welle.
      Das Drehmoment des Zwischenringes wird dann noch über eine elastische Ankopplung in den Rumpf eingeleitet womit das Kommutierungsgeräusch so gut wie weg sein dürfte.
      Zur Wartung nimmt man den Propeller ab und zieht den Außenläufer samt Welle aus dem Stevenrohr. Frisches Frett kann dann mit einer Spritze durchgedrückt werden. Den Überschuss drückt bei Montage die Welle wieder nach hinten raus. Das sollte dann auch dicht sein.

      So sieht das komplett aus:

      Antrieb_02.JPG

      Zum Regler.
      Bei den Jungs aus der Multikopterecke ist da aktuell die meiste Innovation zu beobachten. Wer sich interessiert, kann man unter dem Stichwort BLHELI_32 nachsehen. Das ist eine Software, die auf Reglern mit potentem Prozessor so einiges an Einstellmöglichkeiten bietet.
      Für mich wichtig ist:
      • Vorwärts, Rückwärtslauf möglich.
      • PWM Frequenz von 48khz möglich. Da ist kein Pfeifen oder Kreischen mehr hörbar.
      • Sinusähnliche Ansteuerung. Nochmal etwas leiser.
      • Anlaufstrom und Bremse einstellbar. Drehmoment beim Beschleunigen begrenzt, kein antriebsbedingtes Rollen des Schiffes.
      • Strombegrenzung. Keine Beschädigung des Antriebes, wenn der Propeller mal etwas aufwickelt.
      • Äußerst feinfühlige Regelung bis in den Drehzahlkeller.
      • Leistungsbegrenzung vorwärts und rückwärts getrennt.
      • Telemetrie für Spannung, Strom, Drehzahl und entnommene Ladung möglich.
      Der Regler, den ich gekauft habe, ist ein Furling32 mit bis zu 35A im Miniformat.
      Es ist schon erstaunlich, was sich bei den Feldeffekttranistoren in den letzten Jahren getan hat. Schnelleres Schalten und geringere Innenwiderstände führen zu weniger Abwärme und damit zu kleineren Maßen.

      Antrieb_Regler_01.jpg


      Motor und Regler zusammen haben beim Chinesen knapp über 20€ gekostet. Also alles im Rahmen.
      Ich bin ja schon gespannt, wie sich der Antrieb im Wasser macht.

      BG Andreas
    • Neu

      Das sieht richtig monstermäßig aus........
      Da brauchst wenigstens kein Zusatzgewicht mehr....... :pf:

      Ich habe in meiner Anja das Getrieb weggelassen und dann einen Speed 280 oder auch mal einen Speed 400 eingebaut. Die Leistung reicht vollkommen aus.
      Kapitaen Blaubaer :moin:
      :wink: "Noch einer der Remstalskipper"
      ______________________________________________________

      Werftaufenthalt: zuviele :pf:
    • Neu

      Moin,

      aber die 250 Watt können mit dem Setup kaum abgerufen werden,
      also alles mehr als im grünen Bereich. Bauteile reduzieren, alles so
      einfach als möglich und dabei kommt was richtig gutes raus - genial.
      Wenn ich an die schladdernden grauen doppelKardanteleskopkupplungen
      von Graupner aus Plaste denke, oh Graus
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Neu

      Muss jetzt auch mal noch meinen Senf dazugeben.
      Richtig ist: der Bauaufwand soll dem Ziel entsprechen und dann soll die Bauerei unbedingt auch Spaß machen. So richte ich mir meine Modelle aus.
      Weiter so, sieht prima aus, auch das Bullauge in der Tür. Scharniere könntest du einfach nur andeuten indem du Drahtstifte ablängst und an der Kante Vorderseite Tür in Fahrtrichtung anklebst. Es wird ja wohl nicht dein Ziel sein diese bei dem Maßstab zum Öffnen und Schließen auszustatten?
    • Neu

      Jens Du hast Recht, die Angabe zur maximalen Eingangsleistung für diesen Motor liegt bei 250W. Das bezieht sich auf den Einsatz in einem Flugzeug, mit optimaler Belüftung durch den Propeller. Die tatsächlich aufgenommene Leistung hängt von der Last ab. Diese wiederum von Durchmesser und Steigung des Propellers sowie dessen Drehzahl und der Anströmgeschwindigkeit.

      Bekannt ist der Durchmesser des Propellers. Ich habe die Größen 26mm und 30mm. Zur Steigung habe ich keine Angabe. Zu Flugzeugpropellern findet sich oft noch der Wert N100 mit dem man vernünftig rechnen kann. Im Schiffsmodellbereich habe ich bisher keine Messwerte zu Propellern gefunden. Weiß jemand mehr?

      Die Leerlaufdrehzahl liegt bei ca. 700 1/V x 11V = 7.700 1/min. Unter Last entsprechend weniger.

      Ohne Propellerdaten hilft nur ausprobieren. Mit einer der beiden Propellergrößen und den Einstellmöglichkeiten im Regler wird es dann hoffentlich auch eine Kombination geben, die zu dem kleinen Kutter passt.

      Ja Jens, der Motorflansch ist dem Kugellager, bzw. dem Adapter gewichen. Der Motor ist also mit dem Adapter fest verbunden. Das Kugellager im Adapter wiederum sitzt auf dem Stevenrohr.

      Das Stevenrohr sitzt dann in der Bohrung im Rumpf nach draußen fest. Am anderen Ende kommt noch ein Spant zur Abstützung dazu. Dann muss ich nur noch verhindern, dass sich der Motor samt Adapter drehen kann. Das wird mit einer Gummi gelagerten Aufhängung umgesetzt. Kann man das nachvollziehen?

      Danke Götz. Drahtstücke als Scharniere möchte ich ausprobieren. Dank Weihnachtsbasteleien sind wir ja eben in der Saison für Messingdraht in allen Stärken. Die Türgriffe werde ich in jedem Fall bei Hobby Lobby holen. Selbst werde ich es sicher nicht besser schaffen.

      Eine Funktion der Türen ist, wie richtig vermutet, nicht vorgesehen.



      In dem Baukasten ist ein Scheinwerfer enthalten:



      Scheinwerfer_01.JPG



      Schön ist, dass man sich etwas Mühe mit Details gegeben hat. Nieten, Winkelbleche Gußfuß, Streulinse, all das ist vorhanden. Schaut aber Kacke aus, der Fuß passt nicht zum Scheinwerfer und das Gesamtgebilde ist zu groß für den Kutter. Nach Maßstab wäre das Teil über einen Meter hoch und im Durchmesser ein halber Meter. Gefühlt ist das Teil doppelt so hoch wie es sein sollte.

      Habt ihr Bilder von Originalen, Maße, Bauvorschläge? Funktion mit LED ist jedenfalls Pflicht.

      BG Andreas