Bauberichte Moonraker

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    • Bauberichte Moonraker

      Hallo
      Habe mir eine gebrauchte Moonraker zugelegt und möchte diese Restaurieren . da müssen risse die im Lack sid gespachtelt und neu lackiert werden , elektrik muß überholt werden usw.
      deshalb würde ich mich über Hilfe im Forum und Ratschläge sehr freuen .Es ist eine Moonraker von Graupner .Antrieb 2xSpeed 700BB Turbo 12V , einmal Speed 700 BB Turbo Neodym 9,6 V . Als akku waren Sanyo 6N-4000 DRl 7,2 V 4Ah verbaut die aber auch ausgetauscht werden müssen . Welche Lipos könnt Ihr mir da so vorschlagen .
      Zum spachteln und schleifen . welches Papier und welcher spachtel eignet sich am besten .
      Zum lackieren wollte ich autolacke verwenden .Dann benötige ich noch Handlaufstützen und den Handlauf dafür . Wie groß müssten den die stützen so sein .
      Leisten für die Beplankung der Fußböden , wie groß sollten diese denn so sein 2x5mm.
      Glaube das reicht ersteinmal fürs erste und würde mich über eure Hilfe und Ratschlöäge sehr freuen .
      Mit freundliche Grüßen
      Mario ?(
    • Hallo Mario,
      zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

      Willst du das gesamte Schiff neu lackieren oder nur stellenweise ausbessern ?
      Hilfreich wären da ein paar Fotos.

      Wenn dir die maßstäbliche Geschwindigkeit reicht, und die vorhandenen Motoren noch i.O. sind, würde ich diese weiterhin verwenden.

      Als Akkus würde ich 6 Stück 10 Ah LifePos empfehlen. Diese ersetzen die 4 St 1920g-schweren NiMHs aufs Gramm genau.
      Die LiFePos können zum Laden im Schiff verbleiben, da sie eigensicher und nicht brennbar sind. Haben aber die gleichen Hochstromeigenschaften wie die explosiven Lipos. Für die Ansteuerung des 7,2 V Bugstrahlers kannst du den Steller auf 40% begrenzen und ebenfalls an die 19,2V-LiFes anschließen.

      Soweit mir bekannt ist, hat die Moonraker im Original aus Gewichtsgründen keine Holzteile an Bord.
      Aus Gewichtsgründen und des Schimmelbefalls wegen würde ich beim Modell darauf ebenfalls verzichten.

      Die Höhe der Reelingstützen beträgt bei mir ca. 5 mm. Den Handlauf habe ich aus 3 mm Ms-Rohrabschnitten hergestellt und auf die 1,5mm Reelingstützen gelötet.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort . Die Moonraker braucht nur teillackiert werden . Ja denk schon das die Motoren noch laufen . Dieses Modell wurde vor 8 Jahren gebaut , da sind die alten Akkus wohl am Boden . Noch nicht einmal mein Empfänger reagiert .
      Bilder habe ich noch keine , werde aber einmal welche einstellen
      Hast Du ein Bild von deinen Motorraum , damit ich mal die Anordnung der Elektrik sehe.
      Hast Du für die äußeren Motoren jeweils einen Fahrregler
      Gruß mario
    • Hallo Mario,
      ich habe meine Moonraker mit 2 Motoren ohne Jets dafür mit 2 Wellen in Halbtunnel umgebaut.
      Die Steuerung befindet sich auf einer Platine im Bugraum:
      Moonraker-Bugraum-011.jpg

      Mein Motorraum sieht daher etwas anders aus:
      Moonraker-Motorraum-03.jpg
      Auf diesem Bild sind noch die alten NiMh-Zellen zu sehen. Sie wurden mittlerweile durch 8 St. 15 Ah-LiFes ersetzt.

      Bei deinem Antrieb würde ich einen Drehzahlsteller für die Außenmaschinen und einen Zweiten für den Mittelmotor empfehlen. Dieser muß für die Rückwärtsfahrt separat deaktiviert sein. Bei Vorwärtsfahrt laufen alle 3 gleichmäßig hoch.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Hallo Jörg
      Ja ein sehr aufgeräumter Rumpf und eine sauber verlegte Elektrik. Da möchte ich auch mal hin und hoffe das meine Moonraker nach der Retaurierung auch so ausschaut.
      Was für einen Spachtel und welches Schleifpapier verwendest Du , oder zu welchen könntest Du mir Raten .
      Versuche mal ein paar Bilder einzustellen.
      Gruß mario
      Dateien
    • Hallo Mario,

      also im Bild ..2350..schaut es so aus als würde die schwarze Farbe abblättern. Typisch für Lackierungen ohne Anschliff auf dem fabrikneuen glatten ABS-Rumpf.
      Als Spachtel habe ich für kleine 1 mm Risse / Spalte gute Erfahrungen mit Stabilit Express gemacht.
      Bei größeren Spalten geht Epoxidspachtel.
      Natürlich in jedem Fall mit 80er gut anrauen.

      Polyesterspachtel verbindet sich nicht und fällt/bricht nach dem Aushärten wieder ab.

      Ausnahme: Polyesterharz mit Glasgewebe. Aber hier aufpassen, dass die Reaktionswärme nicht die ABS-Struktur verformt.

      Neue ABS-Teile vor dem Lackieren immer mit 600er-1000er leicht anschleifen und mit Alkohol gründlich entfetten.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Hallo Jörg
      Danke für Deine Ratschläge für das Spachteln und dem Lackieren . Hat mir schon etwas geholfen . Und so ist kann dann das Spachteln und schleifen beginnen .
      Habe Dir ja im obrigen Teil geschildert was für Motoren verbaut sind . Würde gern dafür Lipos verwenden .
      Kann ich da zwei 5000mah 14,8V lipos für die drei Motoren verwenden , oder wird dies zu viel . Dann benötige ich noch zwei für Bugstrahlruder und Beleuchtung. Aber für die Elektrik habe ich echt keinen Plan .
      Gruß mario
    • Hallo Mario,

      die Antriebsmotoren sollten nicht mehr als mit 18-19 V, und der Bugstrahler mit max. 7,2 V betrieben werden.
      Warum willst du unbedingt Lipos verwenden ?
      Hast du schon / noch welche übrig ?
      Diese müssen nach jedem Einsatz aus dem Modell genommen und in der Keramikabteilung in einer speziellen schwerentflammbaren Hülle gelagert werden.
      Es sollen schon Versicherungen die Leistung verweigert haben, wenn Lipos in den Brandresten gefunden wurden.

      Ich lade meine LiFes im Boot mittels verpolungssicherer Steckverbindung und Balancerverlängerung ganz bequem direkt neben dem Ladegerät über Nacht auf:
      Moonraker-offenes Achterdeck-02.jpg
      Z.B. hier mit den 3 Lsp-Ladebuchsen für: 12 V Soundakku, 7,2 V Bugstrahlakku und dem 24 V Hauptakku.

      Für die Elektrik empfiehlt sich in jedem Fall ein Stromlaufplan. Damit hast du nicht nur eine bessere Übersicht, welche Verbraucher mit Spannung und Strom durch welchen Schalter aktiviert werden. Sondern er hilft auch im Fehlerfall eine schnelle Diagnose zu stellen. Sowie Schaltungsfehler im Vorwege zu vermeiden.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Käptn Graubeer schrieb:

      Hallo Mario,

      die Antriebsmotoren sollten nicht mehr als mit 18-19 V, und der Bugstrahler mit max. 7,2 V betrieben werden.
      Warum willst du unbedingt Lipos verwenden ?
      Hast du schon / noch welche übrig ?
      Diese müssen nach jedem Einsatz aus dem Modell genommen und in der Keramikabteilung in einer speziellen schwerentflammbaren Hülle gelagert werden.
      Es sollen schon Versicherungen die Leistung verweigert haben, wenn Lipos in den Brandresten gefunden wurden.

      Ich lade meine LiFes im Boot mittels verpolungssicherer Steckverbindung und Balancerverlängerung ganz bequem direkt neben dem Ladegerät über Nacht auf:
      Moonraker-offenes Achterdeck-02.jpg
      Z.B. hier mit den 3 Lsp-Ladebuchsen für: 12 V Soundakku, 7,2 V Bugstrahlakku und dem 24 V Hauptakku.

      Für die Elektrik empfiehlt sich in jedem Fall ein Stromlaufplan. Damit hast du nicht nur eine bessere Übersicht, welche Verbraucher mit Spannung und Strom durch welchen Schalter aktiviert werden. Sondern er hilft auch im Fehlerfall eine schnelle Diagnose zu stellen. Sowie Schaltungsfehler im Vorwege zu vermeiden.

      M.f.G. Jörg
      oh mann!!!!!!!!! diese scheiss lipos. alles teufelszeug!!!!!! :no2: :no2: :no2: :no2: :no2: :no2: :no2:
      Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen! Manchmal geht aber auch reichlich Ampere. Und allen immer genug
      Wasser unter dem Kiel!
    • Bitte nicht schon wieder einen Glaubenskrieg über Accus.
      Ich fahre LiFe, LiIon und Bleibatterien.
      Für kleine, leichte Boote LiIon (Gillis, Tripple Cockpit etc.).
      Wenn's größer wird LiFe ( Marauder, Weser etc.).
      Für mein kleines Boom Boat, ca. 30cm, ist der Bleiaccu optimal.
      Nimh ist natürlich auch noch in Restbeständen vorhanden.
      (Fast) Alles ist möglich
      Viele Grüße Heinz
    • Hallo Jörg
      Wie immer auf dem Bild eine Super aufgeräumte Elektrik
      Hätte mir das mit der Moonraker echt leichter vorgestellt . Aber trotzdem werde ich Sie Restaurieren.
      Könntest Du mir nicht einen Stromlaufplan erstellen? Was ich für Motoren habe weißt Du ja schon . Die Moonraker hat auch schon eine Beleuchtung und drehende Radarantennen .
      Benötige halt etwas mehr Einblick in die Elektronik. Möchte auch meinen Regler und den Fahrregler für den Booster Motor
      Welchen guten Regler bzw, Fahrregler für ein Boot kannst Du mir vorschlagen
      Gruß Mario
    • Hallo Mario,
      vielen Dank für dein Vertrauen.
      Einen Stromlaufplan zu erstellen ist kein Problem.
      Der Stromlaufplan, Funktionstabelle und ggfs. Parametrierliste/Steuerungsprogramm sind die planerischen Grundlagen jeder elektrischen Anlage.
      Sie sind unverzichtbar bei Installation, Wartung, Reparatur sowie Änderung/Restauration.
      Da die Moonraker ein paar Besonderheiten hat, wird der S-Plan hier schon etwas umfangreicher.
      Damit der Plan auf Anhieb gelingt, und nicht zum x-ten Mal umgezeichnet und geändert werden muß, ist es schon sinnvoll vorher einen Funktionsplan zu erstellen. In diesem sind alle Funktionen detailliert aufgeführt: Vom Sender-Geber über den Empfängerkanal bis zur LED, Radarbalken, etc..

      Ausgangsbasis für den FuP ist das Pflichtenheft. Eine Art Wunschliste aller Funktionen im Modell.

      Ich schlage daher vor, du schreibst zunächst auf, welche Funktionen in deinem Modell umgesetzt werden sollen bzw. schon sind.
      Zweitens. Du kennzeichnest detailliert, welche elekt. Bauteile, wie Lampen, LEDs, Radarmotoren, etc. vorhanden sind, oder hinzukommen, und welche Spannung und Stromaufnahmen diese haben.
      Dazu gehören auch die Stromquellen die eingesetzt werden sollen.
      Und letztlich eine Beschreibung deiner Fernsteuerung. Denn hier müssen Sender, Empfänger sowie evt. Decoder wie Multinautbausteine parametriert werden, damit die Steuerausgänge auch die gewünschten Funktionen bereitstellen.

      Hier ein Beispiel einer Funktionstabelle für die Moonraker eines anderen Modellbaukollegen:
      Bsp Funktionstabelle.png

      Bsp Funktionstabelle 2⁄2.png

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Käptn Graubeer ()

    • Guten Abend Jörg
      Erst einmal vielen Dank für Deine Antwort . Dann habe ich ja einiges zu tun . Weißt Du noch wer hier im Forum eine Moonraker hat , denn es wäre nicht schlecht wenn ich vielleicht mal ein paar elektrische Anlagen sehen könnte .
      Du hattest i einem Beitrag geschrieben das man die Motoren mit nicht mehr als 18- 19 V betreiben soll . Ist das pro Motor gemeint ?
      Was für einen Regler und Fahrregler kannst Du mir vorschlagen .
      Möchte nun das Deck mit Leisten Beplanken . Welche Kleber ist denn dafür am besten geeignet
      Ich weiß das sind viele Fragen , aber ich möchte halt viel wissen
      Schönen Abend
      Gruß Mario
    • Hallo Mario,

      ob und wer hier noch eine Moonraker hat, ist mir nicht bekannt. Lässt sich aber bestimmt über die Suchfunktion herausfinden.
      Die max. Spannung von 19 V betrifft alle deine Antriebsmotoren in Kombination mit den Jetantrieben.
      Hierbei werden die Motoren aber auch oberhalb des Nennstromes von 12 A, nämlich mit ca. 20 A betrieben.
      Daher sollte man jedem Motor einen Kühlwassermantel (keine Spirale !!! ) spendieren. Oder nicht länger als 60s am Stück Vollgas fahren.
      Die Motoren sterben meistens nicht an Überspannung, sondern an Überhitzung durch zu hohe Stromaufnahme. Dabei steigt die für die Erwärmung verantwortliche Verlustleistung mit dem Quadrat der Stromaufnahme,
      Z.B 18 V x 12 A = 216 W Aufnahmeleistung beim 700 BB Turbo 12 V ergibt eine Verlustleistung von ca. 25% x 216 W = 54 W. Dies entspricht einer 60 W Glühbirne, und muss nahezu vollständig als Wärmeleistung abgeführt werden.
      Bei 18 V und 20 A sinkt zudem der Wirkungsgrad auf ca. 60%. Und die Verlustleistung beträgt nun: 40% x 360 W = 144 W.

      Als Drehzahlsteller ist mein absoluter Favorit dieser hier. Alternativ einen von diesen.

      Wenn du unbedingt Holzleisten auf die Decks der Moonraker kleben willst, dann z.B mit Uhu Hart oder Uhu Allplast,
      Anschließend mehrfach (2-3 x )mit transparentem Parkettlack imprägnieren.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Hallo Jörg
      Habe wieder ein Problem . Habe gerade angefangen bei der Moonraker den die defekten Stellen am Rumpf zu schleifen . Dabei habe ich festgestellt das die Gestänge von den Umkehrklappen beibe Seiten also bei dem linken und rechten Jet abgerissen sind . Weißt du wie ich das am besten reparieren kann . Siehe Bilder
      Dateien
    • Hallo Mario,
      leider ist dein "Gestängebruch" auf den Bildern nicht erkennbar.
      Hilfreich wäre hier eine Großaufnahme der Bruchstelle.

      Wenn es ein Bruch am Gestänge zwischen Servoarm und Anlenkpunkt ist, kannst du eine neue Stange einsetzen.
      Wenn der Bruch am Drehpunkt der Umkehrklappe ist, z. B. Durch Abscherung der 2 Kunststoffdrehzapfen an den Hebeln der Umkehrklappe, dann hilft nur ausbohren und durch einen Stahl oder Messingzapfen ersetzen.

      Leider gelingt diese Reparatur nur selten, da die Kräfte durch den austretenden Wasserstrahl sehr hoch sind.
      Graupner hat hier eine Schwachstelle eingebaut, die schon viele Jetantriebe einen Fall für die Mülltonne hat werden lassen.

      Aus diesem Grund habe ich alle Jetantriebe bei der Übernahme und Wiederaufbau meiner Moonraker deinstalliert, und stattdessen 2 Wellenanlagen in Halbtunnel eingebaut.

      Eine dritte Möglichkeit wäre der Austausch durch Kehrerjetantriebe. Da diese aber etwas andere Maße haben ist ein Umbau / Anpassung im Heckbereich notwendig.

      Bei der Gelegenheit kannst du auch die Holzplatte in der Badeplattform durch eine aus Kunststoff ersetzen. Anderenfalls wird dir das verbleibende Holz durch eindringende Feuchtigkeit und Aufquellen immer wieder Probleme bereiten.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail