Graupner p6094 Technik frage

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    • Graupner p6094 Technik frage

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      Hallo Leute!
      Ich habe mal eine Frage bezüglich des benötigten fahrtregler etc.
      Ich habe ein altes Graupner Dachs restauriert und habe Probleme mit der Motor +Fahrtregler Kombination.
      Verbaut sind die alten Graupner 540er jumbo Motoren 6v.
      In Kombination mit einen 4500 mAh 6 Zellen Akku 7,2v und einem graupner speedprofi 40r 7,2v fahrtenregler bleibt das Boot andauernd in der Mitte des See wegen Überhitzung liegen .Es lässt sich dann erst wenn der Fahrtregler abgekühlt ist wieder ans Ufer steuern. Jetzt hab ich mal spaßeshalber einen fahrtregler angeklemmt der 200 Ampere Dauerstrom verträgt, mit dem Ergebnis das die Fernbedienung beim Vollgas fahren sofort piept wegen eines leeren Akkus (der sich sofort wieder "füllt" wenn man vom Gas geht)
      Wäre super wenn mir das einer erklären könnte und mich nicht dumm sterben lässt..... Danke und mfg Nino
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      Moin,

      ein paar Bilder wären hilfreich.
      Hast Du schon mal Spannung und Strom an Land bei vollgas gemessen?
      (Das wäre dann der Leerlaufstrom des Systems)
      Welcher Prop ist montiert? Welche Daten hat der Motor?
      Was genau ist das für ein Akku?
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
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      Hallo Nino,
      die alte Dachs hatte üblicherweise 40 mm Propeller montiert, Kunststoff mit einer Steigung von 21 mm ( = 0,53 x Propdurchmesser).
      Die alten 540 er Motoren in der 6 Volt Ausführung sollten unter Dauerlast mit maximal 7 Ampere je Motor bestromt werden (dabei arbeiten sie mit bestem Wirkungsgrad und können das auf Dauer ab).
      3 x 7 Ampere (wenn es denn so wäre) bringen Deinen 40 A Regler noch nicht wirklich in Wallung (= Überhitzung).
      Nun ist es gut möglich das die Motoren bei 7,2 Volt und den montierten Propellern den doppelten Strom (14 A / Motor) haben möchten und das überhitzt dann in der Summe Deinen kleinen Regler.
      Der 200 A Regler schickt nun den Strom einfach durch, nur Dein Akku macht dabei "dicke Backen"( die Spannung bricht so weit ein, das der BEC - Ausgang nicht mehr mit 5 Volt versorgt werden kann).

      Lösungsansatz 1:
      - kleinere Propeller montieren (35 mm statt 40 mm und Steigung 18 mm (=0,53 x Durchmesser)

      Lösungsansatz 2
      - Akku LiFePo mit 6,6 V (statt 7,2 V), Achtung: es gibt nur wenige, die auf Dauer hohe Ströme liefern können

      Lösungsansatz 3:
      - andere Motoren, besser abgestimmt auf Propeller und Fahrspannung (ggf. überlegen ob nicht doch ein kräftiger LiPo die elegantere Quelle für Fahrvergnügen ist)


      So weit 5 Cent von mir dazu

      Gruß Gerrit
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
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      Vielen Dank für diese anschauliche und leicht zu verstehende Erklärung :thumbsup:
      Ich spiele mit dem Gedanken die alten Jumbos über Bord zuwerfen und auf brushless zu setzen mit ca 4000kv pro Motor . Das ich dazu 2 Motoren die jeweils an einem Fahrtregler hängen brauche liegt ja auf der Hand, nur wie betreibe ich beide fahrtregler über 1 Akku? Würde auch gerne den 4500er Nihm Akku erstmal weiter nutzen (weil der noch nicht alt ist). Gibt es da entsprechende Y Kabel für? Hier mal ein Bild von meiner Dachs von 1964 mit nautischer (LED) Beleuchtung und drehenden Fumo Radar ^^
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      Hallo Nino,
      Y-Kabel für 2 Motoren über 2 Drehzahlsteller an einem Akku ist möglich und gibt es auch fertig zu kaufen.

      Aber ich fürchte dass dein 7,2V NiMH-Akku der Strombelastung von ca. 23 A nicht gewachsen sein wird.
      Für die maßstäblichen 13 km/h benötigt dein 3,2 kg Modell eine Wellenleistung von rund 130 W.
      Dividiert durch den BL-Motorwirkungsgrad von ca. 0,8 ergibt sich eine Aufnahmeleistung von rund 160 W.
      Bei 7 V sind das rund 23 A für beide Motoren zusammen.

      Angenommen du verwendest die von Gerrit vorgeschlagenen 35er Props mit 18 mm Steigung und der Propellerschlupf betrage ca. 0,4, dann sollten die Motoren eine spezif. Drehzahl von 3,6 m/s : 0,018m : 0,6 :0,9 x 60s/min : 7V = 3175 U/V haben.

      Bei Verwendung 2er LiFe Zellen mit 12 Ah ändert sich die spezif. Drehzahl auf 3700 U/V
      Die mind. Fahrzeit bei 80% Entladung beträgt dann ca.: 12Ah x 80% : 23 A = 0,42 h oder 25 min. Dauervollgas.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
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      Danke für die ausführliche Antwort Jörg! Bin echt erschlagen von diesen ganzen Infos....
      Aber :resp: was Du alles über weißt über dieses Thema!
      Ehrlich gesagt weiß ich jetzt gar nicht mehr was ich eigentlich brauche....
      Wenn ich jetzt einfach 35er Propeller mit 18mm Steigung kaufe kann das setup so bleiben wie es ist? Sind das die
      LiFe Zellen aus dem link von den du sprichst? Die kommen zusammen nur auf 6,4V statt auf 6,6V,oder ist das egal? Wie befestigte ich die im Boot? Wie lade ich die? Wie bekomme ich einen Stecker da dran? Sind ja nur einzelne Akkus ohne Rahmen, Kabel und Stecker.... Keine Ahnung...
      Sry für meine Unwissenheit mfg Nino
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      S4iph schrieb:

      und auf brushless zu setzen mit ca 4000kv pro Motor .
      Hallo Nino
      Ist da wirklich Dein Ernst ??
      Ich habe sowohl in meiner S140 und 142 Brushless Motoren drin, das sind dann aber Motoren mit knapp jeweils 900 oder 1000 kv ( Sorry müsste beide Modelle mal aufmachen, dann kann ich die auch den genauen Motortyp sagen ), die betreibe ich mit 2S LiPo Akkus und verwenden dann 40mm 3 Blatt Propeller ( gab es früher von robbe ) und damit sind beide Modelle auch Schnellboot mässig schnell.
      Bei 4000kv verschlimmert sich das Strom Problem noch und in kürzester Zeit sind die Steller der oder die Akkus und wahrscheinlich auch die Motoren hin
      BL Motoren mit so hohem kv werden vorwiegend bei Impeller Fliegern verwendet, bei einem Schiff ( vielleicht geht das noch in einem High End Rennboot ) ist das ein Overkill
      Bei beiden Booten habe ich den Stromverbrauch während der Fahrt aufgezeichnet, wenn Du möchtest schicke ich Dir die Daten mal zu bzw. hänge einen Screen Shot davon hier an
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      Hallo Nino,
      Der Anschluß bei den LiFezellen erfolgt über M6 Schraubanschlüsse. Dafür benötigst du diese Ringkabelschuhe.
      Der Leitungsquerschnitt sollte bei 23 A min. 2,5mm² betragen, und kann mit Litzen aus dem Kfz.-zubehör erfolgen.
      Wenn du die LiFes nebeneinander im Modell installierst, kannst du auch einen Zellenverbinder aus Cu mitbestellen.
      Zellenhalter aus Ku sind dort ebenfalls für parallele Montage erhältlich.
      Ich lagere meine Lifes mit 2 Ringen aus Fensterdichtung je Zelle direkt auf dem Rumpfboden hintereinander. Seitlich fixiert von je 4 kleinen Dreiecken aus ABS-Testen.
      Den Balanceranschluß habe ich mit 2,45mm Computersteckverbinder und 0,75 mm² Litze selbst hergestellt. Zellenseitig kann man die Kabelenden mit in die Ringschuhe führen und mit einer Crimpzange zusammenpressen.


      S4iph schrieb:

      Wenn ich jetzt einfach 35er Propeller mit 18mm Steigung kaufe kann das setup so bleiben wie es ist?
      Antwort nein. Die 35er mit 18mm Steigung gelten nur in Verbindung mit 3700 U/V-BL-Motoren an 2s LiFes.

      Nach Glenns Angaben zu den Jumbo 540 6V :

      6V
      Strom bei maxi Wirkunggrad 6,5 A
      Strom bei Stillstand 36 A
      Leerlauf-Drehzahl 13500 U/min

      läge die Nennabgabeleistung mit einem angenommenen etamax von ca. 0,63 bei: 6V x 6,5A x 0,63 = 24,6 W bei ca. 11.060 U/min.
      Für 3 St 540er Motoren erhalten wir dann 3 x 25 W = 75 W Gesamtwellenleistung. das sind bezogen auf die benötigten 130W für 13 km/h, aber nur 57 % der benötigten physikalischen Leistung.
      Die damit erreichbare Geschw. liegt dann bei etwa 83% ( = 3.Wurzel aus 0,57) von 13 km/h =10,8 km/h.

      Für 10,8 km/h bei 11.060 U/min und einem Schlupf von 0,4, benötigen wir dann eine Propsteigung H von:.

      H = 3 m/s : 11.060 U/min x 60s/min : 0,6 = 27 mm.

      Hier passen 0,85 H/D-Rennschrauben mit einem Durchmesser D = 27 mm : 0,85 = 32 mm.

      Allerdings würde dein 4,5Ah- NiMH- Akku bei 3 x 6,5 A = 19,5 A Strombelastung max rund 11 Min. durchhalten.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
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      Also erstmal vielen Dank an alle die sich hier bisher konstruktiv in meine Fragestellung eingebracht haben :d:
      Die Dachs habe ich für 100€ als Kellerfund in einem erbärmlichen Zustand gekauft und wieder hergerichtet. Die Dachs ist mein erstes Rc Modell, daher habe ich mich (leider) vorher noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich bitte also um Nachsicht für meine Unwissenheit der Materie .
      Und trotz des Lesens in verschiedenen Rc Car Foren bin ich nicht schlauer geworden, da sich dort die Fragestellung nach 2 Motoren etc anscheinend nicht ergibt...
      Ich habe schon viel recherchiert , um die LED Beleuchtung mit Widerständen und das Fumo Radar zuverdrahten und schaltbar über die Funke hinzubekommen.
      @Wetskindiver:Ich ging jetzt einfach davon aus das die 4000kv Motoren wohl für Schiffe sind, weil wasserdicht...
      Wäre super wenn Du bei Gelegenheit wirklich mal schauen und posten könntest was du in deinem Wiesel an Komponenten verbaut hast
      Wüsste nämlich gerne was für fahrtregler verbaut sind, welche Leistung der Akku hat (oder sind es 2?)
      900kv Motoren werden wohl eher bei Flugzeugen verwendet werden?! Zumindest hab ich erstmal nichts anderes dazu finden können..
      @Jörg :Danke fürs erklären wie man sich einen Akkupack selbst bastelt, stand da leicht auf dem Schlauch..

      Ich werde die Dachs auf brushless umrüsten, damit sie nochmal 60 Jahre weiter besteht :juhu:
      Mfg Nino
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      Moin,

      grundsätzlioch sagt die kV-Zahl nichts über die Verwendung (Boot, Auto oder Flugzeug) aus.
      Ich habe eine Rennflitsche mit einem BL der hat 4100 kV ein fürcherliches Geheul und schon
      an 2 S eine irre Drehzahl (zumindest für mich als Schlepperfan) und mit 3S geht richtig die Post
      ab, aber ich habe auch ein Arbeitsboot mit einem 273 kV Motor, dem kann man beim drehen
      zuschauen. In einem Schlepper habe ich Motoren aus der Robotterindustrie verbaut, der damals
      kontaktierte Aussendienst war erstaunt.
      Eine Zeit lang habe ich Flugmotoren gekauft und in Schiffe eingesetzt, aber das waren nie
      "Flugmotoren", sondern einfach nur Motoren, sie wurden nur vom Vertrieb in die Rubrik "Flug"-
      einsortiert, das ist marketing nicht technisch bedingt. Mittlerweile ist die Palette der "Boots"-
      Motoren auch breiter geworden, auch die der wassergekühlten.

      Wenn Du einen passenden Motor suchst, schaust Du auf die KV-Zahl, Leistung und maximale
      Betriebsspannung, ganz egal wie der Motor genannt wird oder ob er auf der Katalogseite Flug,
      Heli, Auto oder Boot steht.....
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
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      Hallo Nino

      In der S142 Wiesel ( Original Graupner ) habe ich 2 Propdrive 28-36 ( wobei 28 der Durchmesser und 36 die Länge ist in mm ) mit 1000kv, als Akku verwende ich einen LiPo von Turnigy 2S/8000mAh 30C und als Regler jeweils einen für jeden Motor HobbyKing 30A UBEC und hier fängt es an, etwas kompliziert zu werden, weil ...
      dieser Regler eigentlich nur für Flugzeuge ist, also nur eine Richtung kann, aber ...
      es gibt für Drohnen eine Software namens SimonK ( das ist der Entwickler ) mit denen man einen solchen Regler umprogrammieren ( Flashen ) kann und dann kann er in beide Richtungen regeln. Ich glaube, die Drohnen Piloten brauchen das, um auch auf dem Rücken fliegen zu können.
      Aber hierzu sollte man sich schon auskennen und mit einem Lötkolben umgehen können.
      Die Motoren sind Aussenläufer, also ist das mit der Kühlung nicht so einfach, aber ist auch nicht nötig und als Fernsteuerung verwende ich die 2,4GHz Funke ( robbe /Futaba ) die ich auch für meine Flieger verwende.
      Störungen, wie ich sie noch mit 27MHz und Bürsties hatte, kenne ich nicht mehr.
      Die Logs zum Stromverbrauch suche ich morgen raus, die habe ich auf einem anderen Rechner, aber ich meine weit unter 10A pro Motor bei Vollgas.
      Es gibt auch fertige V/R BL Regler am Markt ( aus dem Car Bereich) die kannst natürlich auch nehmen, aber der HK Regler ist sehr preisgünstig, deshalb verwende ich den.

      Gruss
      Klaus
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      Hab es doch noch auf einer externen Platte gefunden, ist schon etwas älter von 2016, damals hatte ich noch 4 Akku Packs NiMh 7,2V/3000mAh drin, aktuell ist der LiPo drin, aer da habe ich nicht mehr denn Strom gemessen, das war damals die Probefahrt mit dem halbfertigen Modell irgendwo habe ich dazu auch noch ein Video. Der angezeigte Strom ist der von beiden Motoren zusammen
      Dateien
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      Moin,

      hier mal Bilder zu meinen LiFePo, ich habe diese Paarweise auf einem
      Brettchen, so lassen sie sich in den Rumpf hineinfädeln und liegen dann
      ganz unten drin. Verdrahtung wie schon beschrieben alles DIY, im Betrieb
      wird ein LiFePo-Warner angesteckt, der wird im Modell etwas höher gelagert
      deswegen ist diese Leitung so lang.

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      Im Bereich wo die im Boot lagern ist kein Metall, so dass es auch nicht zu
      kurzschlüssen kommen kann, ansonsten kann man an den vorgefertigten
      Teilen leicht eine Kopfplatte zum Schutz montieren....
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....