U-Boot VIIC Arkmodel

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    • U-Boot VIIC Arkmodel

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier, komme eigentlich mehr von den RC-Hubschraubern und RC-Fliegern.
      Allerdings haben mich U-Boote schon immer fasziniert, deshalb habe ich relativ kurzfristig Anfang November ein Arkmodell VIIC komplett mit Tauchtechnik gekauft und gebaut. Der Aufbau hat viel Spaß gemacht, ich habe allerdings Probleme mit der Dichtigkeit des Druckkörpers.
      Hat jemand Erfahrung mit dem Modell? Den Rumpfbausatz finde ich richtig gut, auch Kolbentank mit Controller usw. passt, lediglich die Verbindung des Druckkörper mit den Endkappen bereiten mir Probleme.

      Würde mich über Antworten freuen.
      Viele Grüße
      Iring
    • Hallo Iring,
      ich habe mir vor ein paar Jahren auch mal ein VIIc bei Arkmodel bestellt (direkt auf deren Homepage), mit viel Glück habe ich nach ein paar Monaten mein Geld zurück bekommen, ein Bausatz kam nie...
      Hast du das Boot über ebay gekauft?
      Kannst du die Undichtigkeiten lokalisieren?
      Mach mal etwas Überdruck in den Druckkörper und schau in der Badewanne wo es rausblubbert.
      So wie es auf den Bildern bei ebay aussieht werden die Dichtungen der Endkappen radial gepresst, da heißt die Dichtringe müssen beim verschließen des Druckkörpers nicht zu stramm aber auch nicht zu locker gepresst werden.
      Ist die Pressung zu locker, ist das ganze undicht.
      Abhilfe schafft hier wenn die Nut in der Endkappe mit Klebebandstreifen unterfüttert wird.
      Dazu Dichtring raus, die Nut reinigen, Klebeband in "Nutbreite" Streifen schneiden und so lange unterfüttern bis die Endkappe stramm genug sitzt.
      Hilfreich für ein leichteres zusammenstecken ist wenn das Drückkörperrohr an der Kante innen leicht abgerundet wird und ein Schmiermittel (ich benutze Schmierfett aus der Lebensmittelindustrie, es geht aber auch Nivea oder Gleitgel :bhi: , natürlich das für die KG Rohre) für den Dichtring benutzt wird.

      Sollten die Durchführungen durch die Endkappe undicht sein lässt sich dies meist mit einem Tropfen Sekundenkleber abdichten.

      Stell mal ein paar Bilder vom Boot ein, mich interessiert das Teil immer noch.
      Besonders von den Nieten, die waren, zumindest vor ein paar Jahren noch deutlich zu groß.

      Gruß
      Heiko
    • Hallo Heiko, hallo Christian,

      wow, freue mich über die schnelle Reaktion.
      Also, das Boot habe ich über einen Amazon-Händler (Twin-horse Hobby) gekauft und genau deshalb, weil es schon in Düsseldorf war. Ich habe immer wieder nach dem Boot gesucht, direkt aus China wollte ich nicht bestellen (Siehe deine Erfahrung)
      Die Undichtigkeiten lassen sich einfach lokalisieren, Kolbentank fluten, dann entsteht sofort ein Überdruck im Druckkörper. Es sind definitiv die Gewindestangen, die durch die Endkappen geführt werden. Wie du schon beschrieben hast, wird über O-Ringe abgedichtet. Und genau hier ist das Problem. Zieht man die Muttern auch nur leicht an, quellen die O-Ringe seitlich heraus (geringe Shore-Härte).
      Ich habe dann die O-Ringe weggelassen und alles mit Gewindedichtungspaste eingepinselt. War sofort dicht, hat aber einen Haken. Man zieht etwas fester an (immer mit Gefühl), trotzdem bricht der Bund, der das Druckrohr in Position hält, so nach und nach ab. Das ist erstmal nicht schlimm. Es war zu 100% dicht, ich habe dann den Rumpf fertiggebaut, lackiert usw. Das hat etwa 2 Wochen gedauert, dann wollte ich das fertige Boot in der Badewanne feintrimmen.
      Ich setze es ins Wasser, großer Wassereinbruch, auseinandergebaut, die vordere Endkappe im Bereich des O-Rings war gebrochen. Vermutlich zu viel Spannung.
      Die Endkappen sin sehr empfindlich, ich habe jetzt beide Endkappen wieder über Twin-horse Hobby neu bestellt, das hat gut funktioniert, jetzt hoffe ich, dass das nicht so lange dauert.
      Parallel überlege ich, wie ich das Problem beheben kann. Nach Bauplan funktioniert es definitiv nicht. Im Moment denke ich daran, die Gewindestangen einfach zu kürzen und die Bohrungen in den Kappen zu schließen. Die Endkappen gehen ziemlich schwer drauf, trotz Fetten und Fase im Rohr. man könnte sie über Laschen am Druckrohr axial fixieren, um dem Überdruck im Boot entgegenzuwirken. Ich habe ein bißchen gerechnet und bin auf einen Übrdruck von 0,1 bar durch den Kolbentank gekommen Das ergibt dann etwa eine Kolbenkraft von etwa 55 N, also gar nicht so wenig.
      Vielleicht habt ihr noch Vorschläge.

      Die Sache mit den Nieten ist wirklich besser, die Bilder von Arkmodel entsprechen nicht mehr dem heutigen Zustand.

      viele Grüße
      Iring
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    • Hallo Christian,
      danke, wegen Ausstattung und Qualität bin ich wohl nicht der kompetente Ansprechpartner, weil so ein Modell noch nicht gebaut habe.
      Ich würde aber sagen, die Qualität ist gut, auch die Ausstattung. Der Rumpf wird aus mehreren Teilen zusammengeschraubt, es sind metrische Metallgewinde eingelassen. Es musste nichts nachgearbeitet werden, es hat alles gepasst.
      Es gibt auch einen zweiten Turm für eine spätere Ausführung.
      Auch die Tauchtechnik war einfach zu bauen, es ist ein kleiner Kabelbaum dabei, so dass alles sehr einfach angeschlossen werden kann. Nur mit der Turmbeleuchtung kam ich nicht zurecht. Der Schaltplan ist so klein, dass man nicht erkennen kann, wo die LED- Beleuchtung und Schalter angelötet werden müssen. Das habe ich dann erstmal weggelassen.
      Wäre das Problem mit der Dichtigkeit und den empfindlichen Endkappen nicht gekommen, wäre ich hoch zufrieden.
      Viele Grüße
      Iring
    • Hallo U-Boot Freunde,

      wie schon gestern angedeutet habe ich die Gewindestangen, die durch die Endkappen geführt werden, abgetrennt. Die Bohrungen in den Endkappen Gewinde M5 geschnitten und Zylinderschrauben eingeklebt. Somit hat das Boot 8 Außenbordverschlüsse weniger. Die gebrochene Endkappe repariert (Epoxy, zusätzlich dünne Schrauben von alten Servogehäusen, O-Ring-Nut überschliffen und wieder montiert. Dabei hat der Druckkörper noch einen Riss bekommen.
      Na denn, Druckkörper kaputt, Endkappe Schrott, jetzt kann ich auch weiter testen.
      Ich habe dann die vordere Endkappe mit dem Rohr mit Epoxy fest verklebt, den Riss ebenfalls geklebt und den Druckkörper dicht bekommen. Dann alles montiert und in die Badewanne gesetzt. Sieht schon recht gut aus (siehe Bilder). Eine leichte Schlagseite habe ich gerade korrigiert und werde gleich den zweiten Test machen. Der Tauchtank ist eigentlich zu klein, der Unterschied zwischen Fluten/gelenzt ist etwas dürftig, das wird dann ein halbdynamisches tauchen, für mich aber okay.
      Wenn dann die nächsten Tage alles dicht bleibt, könnte man einen Versuch auf einem Teich wagen? Wie seht ihr das mit den Temperaturen? Oder lieber bis zum Frühjahr warten?

      Viele Grüße
      Iring
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    • U 67 schrieb:

      Hallo U-Boot Freunde,

      Wenn dann die nächsten Tage alles dicht bleibt, könnte man einen Versuch auf einem Teich wagen? Wie seht ihr das mit den Temperaturen? Oder lieber bis zum Frühjahr warten?

      Viele Grüße
      Iring
      naja ..... die Frage ist, wie tief ist denn dein Fahrgewässer? Ich wollte bei den
      Temperaturen nicht hinter her hechten müssen. Was natürlich auch immer
      klasse für U Boot Fahrer ist, an Schaufahren in Schwimmbädern Teil zu nehmen,
      ist halt so ne Sache wann und wo du dazu die Möglichkeit hättest?
      Gruß Jens
    • Kannst ja eine Schnur dran machen und jemanden mitnehmen, der sie führt (damit sie nicht in die Schrauben kommt). Musst ja zum Testen auch nicht in die Mitte vom See fahren, Ufernähe würde reichen. Mir wär das allerdings im Moment zu kalt ....

      Alternative: Pool vom Nachbarn oder Springbrunnen in der Stadt, sofern verfügbar. :whistling:
    • Hallo zusammen,

      das Boot lässt mir keine Ruhe, ich habe vom Händler heute eine Trackingnummer bekommen, er meinte, ich habe die Ersatzteile in etwa 10 Tagen.

      Heute habe ich die reparierte Endkappe mit Stabilit verarztet, im Moment ist wieder alles dicht.
      Ob das wohl eine gewisse Zeit hält?

      Eine Frage hätte ich noch:
      Wie kann ich von vorne herein Überdruck in den Druckkörper geben?
      Einfach das Ventil von einem Fahradschlauch abschneiden und an einem Silikonschlauch befestigen und durch eine wasserdichte Schlauchverbindung führen? Reservedurchführungen sind vorhanden.
      Und wieviel Druck sollte man draufgeben?
      Der Kolbentank erhöht den Druck ja auch noch.

      Viele Grüße
      Iring
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    • Wenn du bei dem momentan kalten Wetter das Boot im See testen willst dann gib unbedingt etwas Überdruck in den Druckkörper.
      Durch die Abkühlung bekommst du sonst einen Unterdruck ins Boot und der saugt prima Wasser durch das kleinste Loch.
      Wenn es durch den Überdruck dann ganz leicht blubbert ist das nicht so schlimm, du bleibst ja nicht stundenlang am See.
      Hauptsache die Neugier wird erstmal befriedigt :)

      Der Druckkörper von Arkmodel scheint Mist zu sein, brüchige Materialien, zu viele unnötige Durchbrüche usw.
      Wenn dann hol ich mir nur die äußere Hülle (300€???) und bau mir einen Druckkörper aus Abwasserrohr und Alu-Bajonettverschluß.

      Gruß Heiko
    • Hallo Heiko,

      danke für den Tipp, wieviel Druck sollte ich reingeben?
      Ist 0,5 bar zuviel?
      Wenn ich flute, habe ich ja Überdruck, deshalb bin ich mir auch sicher, dass es absolut dicht ist.
      Aber von Anfang an Druck draufgeben, ist mit Sicherheit eine zusätzliche Sicherheit.

      Genau, der Druckkörper ist extrem empfindlich und nach der Bauanleitung meiner Meinung nach nicht dicht zu bekommen. Der Bausatz für das Boot kostet bei Amazon 300€, mit WTC habe ich 733€ bezahlt.
      Braucht man eigentlich überhaupt einen Bajonettverschluss? Wenn der Deckel stramm sitzt und einen Bund hat, der sich am Rohr abstützt, wo soll er denn hin? Gehst du auf Tiefe, wird er doch nur fester angedrückt.


      Gruß
      Iring

    • Ich habe bei meinen Booten immer einen Nippel aus einem Messingröhrchen durch den Druckkörper.
      Darauf wird ein Silikonschlauch geschoben (stramm) und durch den blasse ich mit dem Mund ordentlich überdruck in den Druckkörper.
      Keine Ahnung wieviel mBar das sind, aber 0,5Bar finde ich zu viel, der Druck durch den Kolbentank kommt ja auch noch hinzu.
      Irgend eine Sicherung sollte der Deckel schon haben, stell dir vor das Boot ist an der Oberfläche und der Tauchtank wird geflutet.
      Dann hast du eine Innendruck welcher ordentlich Kraft auf den Deckel ausübt aber noch keinen Gegendruck durch den Wasserdruck von Außen.
      Wenn es da den Deckel rausdrückt siehst du das Boot unter umständen nicht so schnell wieder.

      Ich baue meine Boote eigentlich immer so das der Rumpf inkl. Druckkörper hinten vertikal geteilt wird und der Bajonettverschluß die Verbindung übernimmt.
      Der Druckkörper ist dabei fest mit dem Rumpf verbunden, also grundsätzlich anders als Arkmodel das geplant hat.

      Gruß
      Heiko
    • Ich habe über Mittag auch einen Silikonschlauch genommen und durch eine wasserdichte Kabelverschraubung ins Boot geführt. Dann ein Fahradventil draufgesetzt. Mit einer Minifahradpumpe etwa 20 Hübe reingegeben. Habe den Druck gerade wieder abgelassen, wieder verschlossen und die Kolbenpumpe betätigt. Da kommt etwas mehr Druck, aber viel ist das auch nicht.
      Also den Deckel wird es sicher nicht rausdrücken, aber eine Sicherung sollte es trotzdem geben.

      Wenn nur das Wetter nicht so kalt wäre, es ist alles fertig....

      Gruß
      Iring
    • Moin zusammen,

      ein Kumpel hat einen kleinen Weiher gut windgeschützt am Ende eines kleinen Schwarzwaldtals. Dort haben wir vorhin das Boot zum ersten Mal ins Wasser gelassen, Wassertemperatur 5 Grad.
      Positiv war, dass es dicht geblieben ist.
      Negativ, dass es keine Antriebskraft hatte, dementsprechend sehr schwach auf das Ruder reagiert hat. Die Motoren kamen nicht auf Dehzahl. Ich dachte erst, die Akkus taugen nichts, habe dann aber festgestellt, dass die Antriebsschrauben ziemlich schwergängig waren. Wieder zu Hause alles wieder okay. Für mich gibts nur eine Erklärung: Die Wellen werden durch den Rumpf durch Kunststoffröhrchen geführt. Diese ziehen sich wohl zusammen und erhöhen das Reibmoment so stark, dass die 380er Motoren überlastet sind.
      Vielleicht versuche ich die Bohrung der Röhrchen etwas größer zu machen. Besser wären Metallrohre.
      Werde wieder berichten.

      Gruß
      Iring
      Dateien
    • Ich danke Dir für die vielen Eindrücke zu diesem Boot. Leider scheinen die Chinesen hier wieder ihren allgemein schlechten Ruf bezüglich der Qualität zu entsprechen.
      Aber Du machst ja das Beste daraus.

      Die Undichtigkeiten im Druckkörper bekommst du sicher mit entsprechenden Mengen Kleber auch dauerhaft in den Griff. Die Wellen sehen jedoch sehr fragwürdig aus.
      Wenn man schon unbedingt diese Kardankupplungen nutzen muß, dann nur wenn die Wellenenden unmittelbar vor der Kupplung auch vernünftig und stabil gelagert sind. So wird sich der Antriebsstrang ziemlich schnell zerlegen. Abgesehen davon sorgen die Vibrationen mit Sicherheit auch für Wassereintritt über die Wellenanlage.
      Apropos Wassereintritt, wie sind die Wellen abgedichtet?

      Auch wenn es sehr ärgerlich ist, und viel Aufwand erforderlich ist - die Wellenanlage im U-Boot braucht besondere Aufmerksamkeit. Ideal ist es sicher, neue, wirklich wasserdichte Wellenanlagen einzubauen. Dabei gleich die Kardangelenke gegen möglichst präzise, spielfreie Teile austauschen.

      Das sind nur die bescheidenden Gedanken eines U-Boot rookie.
      Grüße,
      Ike