Megayacht Charlie

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    • Megayacht Charlie

      Moin zusammen.

      Ich habe mir gestern eine Yacht gekauft, leider nur als Modell, die mir bei Ebay Kleinanzeigen direkt ins Auge gesprungen ist.
      Schon wegen der Größe von 1850mm überkam mich direkt der "die will ich haben" Faktor. Na wie dem auch sei, ich habe mit dem Verkäufer Kontakt aufgenommen und wir wurden uns schnell einig. Also bin ich gestern da gewesen und habe sie direkt mit gebraucht.

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      Der ehemalige Eigner ist leider verstorben, hat aber Schiffe zurück gelassen die ihres gleichen suchen!
      Wie schon gesagt, 1850mm ist schon eine beachtliche Größe finde ich.
      Die Yacht ist in der üblichen Spanntenbauweise gefertigt worden.
      Einige Teile des Deckaufbaus sind aus Kunststoff, was ich bei den Formen und Rundungen gut nachvollziehen kann.
      Die Infos die ich noch über das Schiff bekommen habe sind leider dürftig. Man war sich nicht sicher, ob die Yacht nach einem Vorbild gebaut wurde. Aber eines ist ganz sicher, sie ist kein Baukasten oder irgendein Modell von der Stange. Ich weiß nur noch das der ehemalige Eigner sehr eng mit dem Herrn Hoppe aus Solingen befreundet war und das seine Segelschiffe sogar in der Modellbauzeitschrift mit Bauberichten abgedruckt wurden.


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      Es sind zwei Motoren verbaut, der Hersteller ist Bosch und es sollen Industriemotoren sein, die mit 36 Volt befeuert werden.
      Im Rumpf befanden sich noch 3 Bleiakkus a 12 Volt und ein Bleiakku mit 6 Volt.
      Die 12 Volt Akkus waren für den Antrieb, der 6 Volt für Beleuchtung usw..
      Ein weiterer kleiner Nimh Akku war für die Empfänger gedacht.
      Leider stand das Modell seit 2006 mit den Akkus an Bord, sodass diese Tod sind, leider. Aber der Akku für den Empfänger hatte noch Saft, man soll es nicht glauben. Beim Einschalten leuchtete die Akkuanzeige für den Empfänger Grün.
      Der Servo zwischen den Motoren hat eine Endabschaltung, den Sinn dieses Servos hat sich mir noch nicht erschlossen.

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      Im Bug befindet sich noch ein Querstrahlruder, was wohl mit dem 6 Volt Akku betrieben wird.
      Ein Soundsystem ist auch verbaut, aber soweit bin ich noch nicht vor gedrungen.

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      Wie schon erwähnt, zwei Abtriebe mit 4 Blatt Schrauben, den Durchmesser habe ich noch nicht gemessen, aber falls es Interessant ist, liefere ich diese Info nach.
      Der Rumpf ist soweit Dicht, was man so in Augenschein genommen hat. Allerdings muss dieser überarbeitet werden. Heute stelle ich mir ein Gestell fertig, sodass ich die Yacht auf den Kopf stellen kann um mich mal an den Rumpf zu machen. Übrigens, der Rumpf wurde von Innen Laminiert.

      Soviel Infos erst mal dazu.

      PS: Die Yacht hat im Moment keinen Namen, von daher werde ich sie mal "Charlie" taufen.
      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Hallo Christian,

      gratuliere dir zu deinem Prunkstück von Yacht. Ein tolles Design.

      An deiner Stelle würde ich dann hier mal einkaufen gehen. Mit den LiFes wirst du sowohl eine Menge Fahrspaß wie auch eine lange Fahrzeit ( 48 h ???) haben :juhu:

      Wie wirst du denn die Yacht vom Auto zum Wasser transportieren ?

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Käptn Graubeer schrieb:

      An deiner Stelle würde ich dann hier mal einkaufen gehen.
      Mit diesem Akkutypen kenne ich mich überhaupt nicht aus.
      Zumal ich noch das Gewicht brauche von den 4 Bleiakkus, was man aber auch ersetzen kann.
      Ich brauche 36 Volt für die Motoren + 6 Volt für Beleuchtung und QSR + Optional noch einen kleinen Akku für den Empfänger.

      Käptn Graubeer schrieb:

      Wie wirst du denn die Yacht vom Auto zum Wasser transportieren ?
      Ich habe einen Einachser Handkarren.
      Damit Transportiere ich auch meine Dream 43 und meine Top Cat.
      Ein passenden Ständer wollte ich mir auch für diese Yacht noch bauen.

      Ich muss aber auch dazu sagen, ohne die Akkus wiegt die Yacht nur ca. 10-12 Kg.
      Ins Wasser gelassen wird sie eben auf die Klassische Art mit Gurten, aber auch mit Akkus. Ein 12V 7,4 Akku wiegt ca. 2,5 Kg x 4 = 10 Kg. Mit dem Kleinkram komme ich dann vielleicht auf ca. 25 Kg. Was für mich kein Gewicht ist. Eher die Größe wird unhandlich sein.
      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Hier mal ein paar Fotos wo sie auf dem Kopf steht.

      Charlie005.jpg

      Ich habe mir ja einen Rahmen bauen müssen, damit ich den Rumpf bearbeiten kann.
      Auf die Fenster konnte ich die nicht stellen, dann wäre alles platt gewesen.

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      Also kam mir die Idee das so zu machen.
      Den Rahmen habe ich auf das kleine Tischchen geschraubt und dieser ist fest verbunden mit einem alten Roll Container, so bin ich Flexibel und kann mir den drehen wie ich es brauche.

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      Das sieht vielleicht nicht so schlimm aus, aber da ist einiges zu machen.
      Leider darf ich heute am Sonntag keine Maschinen einsetzen und von Hand ist mir das zu Mühselig, von daher warte ich bis Morgen.

      Hier noch ein paar Detailfotos, auf denen man aber auch deutlich sieht, da muss man mal ran. Wie schon gesagt, die steht seit ca. 2006 rum.

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      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Hallo Chris,

      bist du sicher dass die 3 Pb-Fahrakkus in Reihe zu 36 V geschaltet sind / waren ?
      Und nicht etwa parallel zu 12 V und 21 Ah ?

      Wenn die Antriebe 12 V-Bosch Lüftermotoren mit 5.000 U/min aus dem Kfz-Bereich sind, würde ich die keinesfalls mit 36 V betreiben.

      Der Nennstrom für 5.000 U/min liegt bei ca. 11 A an 12 V.

      Mein Tipp:
      Entweder testest du mit einer alten 12 V Autobatterie, oder einem 300 VA-12V-Netzgerät zunächst deine Antriebe in einem 3m-aufblasbaren Kinderpool im Garten.

      Danach kannst du dir bei o.g. Link auch LiFe-Packs fertig nach Maß und Spannung (z.B. 12 - 36 V) konfektionieren lassen.

      Vorteile: LiFes haben die gleichen Hochstromeigenschaften wie Lipos. Können aber im Modell verbleiben, da sie eigensicher sind und aufgrund anderer chem. Zusätze ( Fe ) nicht explodieren.

      Ich habe in meinen Yachten nur noch diese Zellen. Die besten Akkutypen die ich je hatte.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Moin Christian,
      als überzeugter LiFePo-Nutzer kann ich Jörg da nur uneingeschränkt zustimmen. Die etwas geringere Masse der LiFePos gegenüber Pb gleichst Du vorteilhaft mit mehr Zellen = mehr Kapazität = mehr Fahrzeit aus.
      Kreative Grüße
      Hermann


      Aedifico ergo sum


      Fahrbereit: Guggs' Du hier

      In Arbeit: Bermpohl, Chris Craft Constellation
    • Jörg, du hast recht.

      Es ist eine Parallel Schaltung. Alle Akkus gehen auf eine Leitung.
      Sieht man vielleicht auf dem Foto, rechts unten.
      Nur für die Dokumentation, ich bin eine Elekrotechnische Niete.

      Die Lifepos werden aber interessant.
      Dateien
      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Hallo Chris,

      wenn du dich für LiFes mit 12 V (genauer: 13,2 V) entscheidest und 10 kg für Akkus zur Verfügung hast, kannst du 20 Zellen a 15 Ah zu 13 V und 75 Ah ( = 4s5p) installieren.

      Angenommen deine Antriebsmotoren ziehen mit den montierten Props max. ca. 2 x 11 A = 22 A, dann ergäben sich ca. 2,7 h Fahrzeit bei Dauervollgas.

      In diesem Fall könnte man überlegen, auch die Beleuchtung auf 12 V umzurüsten. Entweder durch Austausch aller 6 V Glühbrnen auf 12 V Leds, oder durch Reihenschaltungen von jeweils 2 Stück 6 V Glühbirnen auf 12 V (evt. zusätzlich mit einer Si-Diode in Reihe ) .

      Den 6 V-Akku für den QS-Motor würde ich ebenfalls ersetzen durch einen Steller mit 60%-Begrenzung, und an die 13 V LiFe. schalten.

      Dann bliebe nur noch die 5 V Empfängerstromversorgung übrig. Diese entweder über ein BEC des Stellers oder ein externes BEC versorgen, und dann ebenfalls an die 13 V LiFe anschließen.

      Vorteil: Du brauchst vor einem Fahreinsatz dann nur noch einen Akku im Modell volladen.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Da ich nicht einfach rumsitzen kann, wenn Arbeit auf mich wartet, aber ich mal angefangen mit einer Kattamesser Klinge die Klebestreifen zu entfernen.
      Und wenn ich schon mal dran war, habe ich auch schon mal geschliffen, mit einem Schleifklotz. Krach machen darf ich ja nicht.

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      So alten Lack zu schleifen ist echt eine Strafe.
      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Moin zusammen.

      Jörg, ich habe mir das mal genauer angeschaut mit den LiFePo Akku und finde die Idee immer besser.
      Zumal die ja viele Vorteile mit bringen, außer Gewicht, aber das sollte kein Problem sein.

      Leider bin ich das noch etwas unsicher was ich alles brauche um in dem Fall 4 Stück zu verbinden + Balancer usw..
      In Videos sieht das immer alles so einfach aus ;)
      Leider geht da auch niemand ans Telefon, obwohl die ja heute wieder aus dem Urlaub sind.

      Aber der Akku hat ja noch etwas Zeit.
      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Bei den Lifepos reicht es , wenn man sie auf max 20% Restkapazität entlädt , sie nur beim Laden zu balancieren . Ist in allen Modellbaubereichen so üblich , selbst bei Hochstromanwendungen >40C . Es gab mal Regler mit Einzelzellenüberwachung ( von Dymond/Staufenbiel) , die haben sich aber nicht durchgesetzt
      Sebastian

      Avanti 2 von Krick
      Helgoland von Hegi
      Mark von Robbe
      Pegasus III von Graupner
      Sea Commander von Graupner
    • Hallo Christian,

      deine Unsicherheit beim Umstieg auf LiFePos kann ich komplett nachvollziehen.
      Ergänzend zu Sebastians Beitrag möchte ich noch folgendes hinzufügen:

      LiFes gibt es als fertig konfektionierte und gasdicht verschweiste Packs mit Spannungen von 6,4 V (= 2 Zellen oder 2s), über 13,8 V bis hin zu 8s (=25,6 V).

      Im Industriebereich werden sie als Pufferspeicher bis 75s (240 V) zunehmend als Hochstrom- oder als Notstromreserve eingesetzt.

      Ich bevorzuge die Einzelzellen mit 3 Ah bis 15 Ah. Die Verschaltung muß hier selbst erfolgen, ermöglicht aber den schnellen und kostengünstigen Austausch einzelner defekter Zellen. Anstatt den ganzen Pack neu zu kaufen und die noch intakten Zellen ebenfalls zu entsorgen.
      Um defekte Einzelzellen zu erkennen, und um die Tiefentladung einer Zelle in einem Verbund zu verhindern, benötigt man einen Zellenmonitor oder LiXx-Tester wie z.B. diesen hier.

      Außer der Tatsache das man beim Laden nun 2 Steckverbindungen hat ( Plus- und Minusleitung + Balanceranschlußkabel ), muß man sich daran gewöhnen, die Akkus nach jedem WE-Einsatz nur noch halbvoll zu laden. Denn nur im halbgeladenen Zustand erreicht die Ionenaktivität im LiXx-Akku ein Minimum und der Akku kann längere Lagerzeiten ( bis zu mehrere Jahre ) unbeschadet überstehen.

      Aus den o.g Gründen benötigst du also zusätzlich folgende Teile:
      1. Zellenverbinder (Metallstreifen mit M6 Durchgangslöchern) oder M6 Kabelschuhe mit 2,5 - 6mm² Kabel,
      2. Balanceranschlüsse und -kabel
      3. Universallader mit LiXx-anschluß


      Wie so etwas im Modell aussehen kann zeigt folgendes Bild:
      Pegasus III Technik_2.jpg
      Zu sehen ist eine von vier 15 Ah-Life-Zellen. Angeordnet in Längsrichtung. Als Zellenverbinder dienen 8 cm lange 4mm² Litzen mit M6 Ringkabelschuhe.

      Je Verbinder führt zusätzlich eine 0,75mm²-Leitung zusammen mit den Plus- und Minusanschluß auf den 5-poligen Balanceranschluß (im Bild: ws Stecker li unten).

      Die Akkus verbleiben zum Laden im Boot und werden mit dem Haupt-Ladekabel über eine Ladebuchse an den Lader angeschlossen:
      Pegasus III Technik_5.jpg
      Die Herstellung der Steckverbindungen dauert wenige Sekunden und der automat. Ladevorgang kann gestartet werden.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Moin zusammen.

      Da ich im Moment fiel um die Ohren habe, geht es hier nur recht langsam voran.
      Was mir aber auch wieder die nötige Zeit verschafft, mir Gedanken zu machen, wie ich den Rumpf jetzt machen werde.

      Eine Überlegung war, weil er ja so lang ist, ich arbeite ihn vor und bringe die Yacht zum Lackierer. Da ich nur im Garten Lackieren kann und das Wetter mir da im Moment nur im Weg steht, war das eine Überlegung.

      Die andere war, ich Lackiere im Bastelzimmer mit Epoxidharz das ich Weiß einfärbe. Bei dem Händler meines Vertrauens gibt es da Möglichkeiten das zu verbinden. Bisher hatte ich immer auf die "Normale" Art gesetzt, zu Lackieren. Aber wenn das so klappt wie ich des mir vorstelle, dann …… ja weiß ich auch nicht, lassen wir uns überraschen.

      Wenn schon mal jemand Erfahrungen gemacht hat mit eingefärbten Harz zu Lackieren, bitte hier melden, ich bin da für jeden Tipp dankbar.
      Gruß Chris

      Manche Reden viel, aber Sagen nichts.
    • Hi Chris

      Wie soll das funktionieren mit eingefärbtem Harz. Das kenne ich nur bei Gelcoat. Hier wird aber der Gelcoat in eine Negativform gestrichen. Diese Form ist absolut plan, dadurch bekommt der Rumpf die exakte plane Aussenhaut.
      In deinem Fall würdest du ja mit Pinsel von aussen den Harz auf den Rumpf auftragen. So bekommst du nie und nimmer eine saubere Oberfläche. Würde ich auf gar keinne Fall empfehlen.
      Bring den Rumpf lieber zum Lackierer. So bekommst du einen Lack in Autolack-Qualität; sprich hochglänzend und resistent gegen so ziemlich alles.
      Ich mach das bei meinen Yachtrümpfen nur so.

      Grüsse Ricco
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