Baubericht M/S "ZUFRIEDENHEIT" ex. KFK 377

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    • Moin,
      und weiter geht's. Zunächst möchte ich mal ein Bild nachreichen zum Abschnitt hintere Schanzkleider. Man sieht hier sehr gut, dass etwa ab Schiffsmitte das hölzerne Schanzkleid ansetzt. Am Spiegel waren ja, dem Original entsprechend, recht stabile "Balken" eingebaut. An diesen ließ sich das hölzerne Schanzkleid komfortabel befestigen. Auf das Deck wurde eine schmale Leiste geleimt. An der konnte die Unterkante des hölzernen Schanzkleidabschnittes fesgeleimt werden.
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      Nebenbei waren auch schon die Süllränder für das Deckshaus und die Niedergangshaube mit eingeleimt worden.
      Die Provisorien am Übergang vom Laminat zum Holz konnten dann entfernt werden. Und die Schanzkleider bekamen auf der vollen Länge eine Verkleidung mit Holzleisten. Nachdem diese Leisten glattgeschliffen waren, konnte der Handlauf aufgeleimt werden. Dieser besteht aus dünnem Flugzeugsperrholz.
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      Handlauf am Heck. Vor und nach der Bearbeitung mit Sandpapier.
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      Man kann auch sehen, dass gleich die Leinenklüsen mit eingearbeitet wurden. Der vordere Bereich sah so aus.
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      Dann wurde die Innenseite am Bug gestaltet. Zunächst gab es da ja nichts als den Steven und die Schanzkleider.
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      Mit etwas Messingblech und Draht wurden unter Zuhilfenahme von Lötkolben und Bohrmaschine die Beschläge angefertigt und aufgeklebt.
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      Um der ganzen Sache mehr Festigkeit zu verleihen, wurden noch ein paar Messingnägel eingesetzt. Und auch die kleine Trittstufe mußte her.
      DSCN8818.JPGSo sieht die Stelle im Original aus. Zufriedenheit_043__08.08.2013.JPG

      Fortsetzung folgt demnächst.

      Gruß
      Dieter
    • Leichte Konfusion,
      beim Durchsehen der Bilder für den nächsten Beitrag mußte ich feststellen, dass ich mit dem vorigen Beitrag etwas voreilig war. Das passiert eben, wenn man nicht zeitgleich mit dem Bau schreibt. Also nicht wundern, wenn die Bilder in den folgenden Beiträgen einen Bauzustand zeigen, der vor dem Bau der Schanzkleider einzuordnen ist.
      Das erste Bild zeigt, das die Ruderhacke noch etwas vervollständigt wurde. Sie bekam einen Keil am Übergang zum Rumpf. Das Deckshaus wurde probehalber auf das Deck gesetzt. Von dem ganzen Schanzkleidumbau ist natürlich noch nichts zu sehen. Das nächste Bild zeigt eine Ansicht von hinten. Auf dem dritten Bild ist zu sehen, dass die hinteren beiden Dächer mit Leiterplattenmaterial aufgedoppelt wurden. Das vordere Dach wurde gespachtelt und geschliffen, da sich dort Klebestellen abgezeichnet hatte. Auch die Niedergangshaube ist schon vorhanden. Von ihrem Bau konnte ich leider keine Bilder finden. Habe also vermutlich vergessen davon welche zu machen. Der Ständer war eigentlich für ein Segelboot gedacht. Er wird hier etwas zweckentfremdet eingesetzt. Da der Fischkutter
      027_Ansicht_Stb.JPG 029_Ansicht_achtern.JPG 030_Ansicht_Stb.JPG
      nun mal keinen langen Kiel wie ein Segleboot hat, war das immer etwas wackelig. Die Gurte wurden also entfernt und stattdessen Schaumgummi auf die Oberteile gesteckt. Damit bekam das Modell eine wackelfreie Auflage.
      Dann wurde das Ruder montiert. Auf dem Dach ist schon mal der Rohling für das Rettungsfloß zu sehen. Zu seinem Bau wurde Rundholz auf der Proxxon-Kappsäge mit 45° Gehrungsschnitten versehen. Die richtige Länge der Zuschnitte hinzubekommen war kein Problem. Dafür gab es einen Anschlag. Etwas schwieriger war es, die Schnitte so zu machen, das die Schnittstellen zueinander passten. Was mit einem Vierkant absolut gut funktioniert, war bei dem Rundmaterial ein Problem. Eine Idee musste her. Ich schnitt mir dann eine 45°-Keil aus Hartholz zu. Diesen legte ich am Längenanschlag zwischen diesen und den Rundstab. Und spannte den Rundstab so ein, dass die bereits vorhandene 45° Schnittfläche des Rundstabes glatt am Holzkeil anlag. Dann passten die Schnittflächen auch beim Verleimen nahtlos zueinander.
      031_Ansicht_Stb_a.JPG

      Hier noch eine Nahaufnahme des Ruders und ein Blick von oben auf den Rohbau. Das Ruder wurde geringfügig vergrößert gebaut.
      032_Prop_Ruder.JPG 033_Ansicht_oben.JPG

      Da ein Treffen am Teich anstand, wurde die Gelegenheit genutzt, eine erste Testfahrt zu machen. Wie unschwer zu erkennen ist, war das Modell noch viel zu leicht. Selbst unter Berücksichtigung der Teile, die noch dazukommen würden.
      041_Test7.JPG 056_Test22.JPG
      Für solche Fälle habe ich immer einige Bleigewichte mit. Die wurden im Modell verteilt. Erst einmal kam ein reichliches Kilo Blei in den Rumpf. Ausserdem ist zu sehen, dass der ursprünglich eingeplante Akku, für den war die Halterung gebaut, sich auch als zu klein erwies. Aber auch die Spannung des Racing-Packs war noch nicht groß genug für den Motor. Die Geschwindigkeit war selbst für einen betagten Fischkutter (er hatte da schon 70 Jahre auf dem Buckel) zu gering. Es wurde später auf einen 10-Zeller aufgerüstet.
      060_Blei1.JPG 061_Blei2.JPG
    • Hallo Udo,
      vor einiger Zeit hatten wir das Thema hier gerade. Es wird immer festgestellt, dass Lüsterklemmen im Schiffsmodellbau nichts zu suchen haben. Der Verfechter dieser Meinung konnte mich mit seinen Argumenten nicht überzeugen. Ich verwende seit jeher Lüsterklemmen. Und hatte bis dato noch keine Probleme damit. Hoffe, das bleibt auch so. Ich komme ja aus der Schiffahrt. Und da sind geschraubte Klemmverbindungen Standard.
      Ausserdem bieten Klemmverbindungen den Vorteil, dass man auch vor Ort (am Teich) mal was machen kann. Wenn alles verlötet ist, geht das eher schlecht. Bloß mal ein Beispiel. In meinen Seenotrettungskreuzer hatte ich den Drehzahlsteller gegen zwei neue Steller ausgewechselt um die Aussenmotoren, die sonst nur zugeschaltet wurden, auch bei Rückwärtsfahrt nutzen zu können. Bekanntlich läuft ein Zweischrauber rückwärts besser geradeaus als ein Einschrauber. Als ich dann am Teich stand, beim Wettkampf, liefen die Motoren falsch herum. Das konnte ich schnell ändern, da ich Klemmverbindungen hatte.

      Damals gab ich übrigens mir die Schuld. War der Meinung, nach dem Einbau beim Check nicht richtig aufgepasst zu haben. Ein Jahr lang war alles gut. Dann war wieder ein Wettkampf. Der erste Lauf war o.k. Als ich das Modell zum zweiten Lauf ins Wasser setzte, wieder das gleiche Problem. Diesmal war klar, dass nichts falsch geklemmt war, sondern der Drehzahlsteller die Ursache sein mußte. Da es ein unter Graupner Label vertriebenes Produkt war, habe ich beide angeschrieben. Graupner und den Hersteller. Auf die Antwort warte ich noch heute.

      Gruß
      Dieter
    • Moin Zusammen!

      Auch ich verfolge seit einiger Zeit aufmerksam die Diskussion um die Lüsterklemmen.
      Ich zähle inzwischen 62 Lenze, und habe im zarten alter von 10 Jahren begonnen „Schiffchen zu basteln“. Ich kann also über „Entwicklungszeitraum“ von ca. 50 berichten. Meine alte Grupner Commodore aus der Zeit, steht noch auf dem Dachboden.
      Zurück ins Jahr 1967. Irgendwann musste der Monoperm dann mit der „Batterie“ verbunden werden, und was findet man da so als Kind in Papas Grabbelkiste, ein paar Lüsterklemmen, und die kosten auch nix!
      Mein Lehrmeister zu der Zeit war ein gelernter Elektotechniker, der Vater von meinem Spielkameraden aus der Nachbarschaft, und mein Opa, ein gelernter Elektroinstallateur. Die hatten überhaupt kein Problem mit meiner „Verkabelung“, wahrscheinlich hatten sie mich sogar auf die Idee gebracht.
      Mein berufliche Laufbahn führte in das KFZ-Handwerk, wo in den 70ern die Verwendung von Lüsterklemmen als durchaus sach- und fachgerecht galt.
      Danach hielten die Quetschverbinder Einzug, die, wenn korrekt verarbeitet, viele Jahre Verwendung fanden. Wenn es Probleme gab waren sie vorher nicht richtig verpresst worden und manch „Wackler“ machte dann Sorgen.
      Als aber dann plötzlich der „ der Stromklau“ bei jedem Nachrüstzubehör begepackt war, der beim zusammenschieben des Messerkontsktes über dem vorhandenen Kabel die Hälfte der Litzen durchtrennte, fingen die Werkstattleute an mal nachzudenken. Zwischenzeitlich hatte man dann auch bei der Hausinstallation mal eine Aderendhülse gesehen, und gewöhnte sich an die Kabelenden damit sauber zu fassen.
      Als KFZ-Sachverständiger habe ich später manche haarsträubende Leitungsverbindung gesehen, und oft hätte nicht viel gefehlt um das Fahrzeug in Brand zu setzen. Oft Wohnmobile mit selbst durchgeführten Installationen.
      Bei modernen Serienfahrzeugen wird ja nur noch ganz selten etwas nachgeüstet, und wenn meistens mit Hilfe codierter und verwechslungssichrer vorkonfigurierter Leitungssätze.
      Das Problem bei der Verwendung von Lüsterklemmen ist tatsächlich der sich möglicherweise erhöhende Übergangswiderstand. Dieser ensteht durch das Abscheren einiger Litzen, also einer Querschnittsverengung des Leiters, beim Andrehen der Klemmschrauben der Lüsterklemme.
      Als dauerhaft nicht geeignet hat sich tatsächlich das zunächst professionell anmutende Verzinnen der Kabelenden herausgestellt.
      Obwohl teilweise bis in die 60er Jahre bei der Herstellung der Kabelbäume für die KFZ-Industrie verwendet, und ich das auch in meiner Lehrzeit noch so vom Meister beigebracht bekam, famd man bei der Fehlersuche dann immer wieder „Wackler“ die durch dass unter dem Druck der Klemmschraube allmählich „weg geflossene“ Zinn entstanden waren. Und je nach Stromstärke wird so etwas dann auch irgendwann mal „richtig warm“, bis zum Schmelzen der Kunststofflüsterklemme.
      Zurück zum Modellbau.
      Ich habe heute noch Modelle wo die Lüsterklemme auch nach 30, 40 und mehr Jahren Bestandteil der damaligen Installation sind. Teilweise sogar noch mit verdrillten Kabelenden.
      Ich führe die Installation immer so aus, dass man einigermassen dran kommt, und wenn ich mal im Inneren eines Modells hantiere gehört es zu den normalen Wartungsarbeiten auch die Klemmschrauben der Lüsterklemmen kurz mit nem kleinen Schraubenzieher auf festen Sitz prüfen.

      Wichtig!

      Meine obigen Ausführungen beziehen sich ausschliesslich auf kleine E-Motoren,
      Monoperm, Jumbo540, und Nachfolger, keine heute üblichen „Hochvolt-Flitzer“ mit teilweise sehr hohen Arbeitsströmen.

      Zusammenfassung:

      Die Zeiten haben sich geändert.
      Heute stehen sowohl andere Motoren, andere Spannungsquellen, als auch viel,professionelleres Installationsmaterial zur Verfügung, und sollten aufgrund der dabei freigesetzen Leistungen unbedingt entsprechend miteinander kontaktiert werden.
      Beim sach-und fachgerechter Verwenden, insbesondere mit durch Aderendhülsen geschützten Kabelenden sehe ich in der Verwendung von Lüsterklemmen in einem
      trockenen Umfeld, nach wie vor im Bereich geringer Stromstärken ein preiswertes, schnell trennbares, und leicht zu verabeitendes Bindeglied.

      LG! Nessy
    • Moin Stefan,
      ich möchte nun meinen Baubericht nicht durch eine neue Lüsterklemmendebatte "zumüllen". Wobei ich Deinen Beitrag inhaltlich natürlich nicht als Müll deklarieren will. Ist halt nur ot.Wenn wir das weiter diskutieren wollen, sollten wir dazu mal einen extra Thread aufmachen.
      Meine letzte Bemerkung dazu. Ich baue seit über 60 Jahren Schiffsmodelle und habe noch keine Probleme mit Lüsterklemmen dabei gehabt. Ich habe von meiner demontierten Modellbahn noch Unmengen Lüsterklemmen vorrätig. Und sehe auf Grund fehlender negativer Erfahrungen auch keinen Grund, die nicht mit aufzubrauchen.
      Wenn Lüsterklemmen so ein "Teufelszeug" sind, verstehe ich nicht, warum sie immer noch verkauft und verbaut werden. Und was ist mit diesen Klemmen, die sich heutzutage auf vielen Leiterplatten finden? Ist doch genau das gleiche Prinzip. Ein Kabel wird mit einer Schraube festgeklemmt. Nur das diese Dinger nur eine statt zwei Schrauben haben und die Strippen nur von einer Seite reingesteckt werden können.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo,
      nachdem wir nun etwas vom eigentlichen Thema abgekommen waren, soll es mit dem Bau der ZUFRIEDENHEIT weiter gehen. Zum Beginn noch ein paar Bilder aus der Zeit vor dem Schanzkleidbau bzw. vom Schanzkleidbau selber.
      Die Niedergangshaube war relativ einfach zu bauen. Zwei gerade Seitenteile und die recht massive Forderfront aus Türrahmen und Tür ergaben schon mal eine stabile Konstruktion. Die mit der gebogenen Vorderwand komplettiert wurde. Im Deckshaus sind die Öffnungen für die beiden Toilettenfenster zu sehen. Und auf dem Deck ein paar aufgezeichnete Planken. Da es nur noch ganz wenige Stellen auf dem Kutter gab, wo man Planken sehen konnte, lohnte es sich wirklich nicht deswegen das ganze Deck zu beplanken. Selbst von der sichtbaren, mit Planken bemalten Fläche, verschwindet noch ein großer Teil unter der Farbe. Im Original vermutlich irgendeine Art Estrich die auf dem Deck breitgestrichen wurde.
      DSCN8776.JPG DSCN8778.JPG

      Noch zwei Bilder vom Bau der inneren Schanzkleidverkleidung. Durch die Leisten wurde zum Einen das Original sehr gut imitiert. Zu Anderen verschwand dadurch die unschöne Oberfläche des Laminats aus dem sichtbaren Bereich. In der Kerbe, die der angeformte Steven bildet, konnten die Leisten gut auslaufen.
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      Da sich der ursprünglich geplante Akku bezüglich Zellenzahl als zu klein erwiesen hatte, wurde eine neue Akkuhalterung für einen Zehnzeller gebaut. Da es vorn im Bug doch schon recht eng wurde, wurde der Akku nicht flach eingebaut sondern hochkant. In der Stirnwand der Akkuhalterung hatte ich einen Durchbruch für das Kabel eingearbeitet. Als die Box dann an Ort und Stelle war merkte ich, dass es problematisch war, das Kabel durch diesen Durchbruch zu bekommen. Der Motor war zu nah und störte. Also wurde kurz entschlossen der Motor mal ausgebaut um etwas Baufreiheit zu schaffen. Dann wurde der obere Steg an der Akkubox herausgesägt und die Sägeschnitte etwas glattgeschliffen. Nun ließ sich der Akku problemlos von oben einlegen.
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    • Nessy schrieb:

      Hallo Dieter!

      Danke für das ehrliche Feedback!

      Botschaft kam an!

      Sorry!

      Wünsche weiterhin viel Spass beim Bau des interessanten Modells!

      LG! Stefan
      Hallo Stefan,
      da habe ich den Eindruck, dass Du jetzt etwas schmollst. Das war wirklich nicht meine Absicht. Und ich fand Deinen Beitrag zum Thema Lüsterklemmen auch recht interessant. Ich finde es nur nicht so toll, wenn durch solche Debatten Bauberichte gestört werden. Übrigens nicht nur bei mir sondern allgemein. Deswegen hatte ich ja schon mehrfach den Vorschlag eingebracht, wie bei anderen Foren, Bauberichte und Kommentare dazu zu trennen. Ich klinke mich hier immer über ungelesene Beiträge ein. Und wundere mich dann, wie oft man da Beiträge liest, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Ist m.E. immmer besonders schlimm, wenn man sich zum ersten mal in einen Thread einklinkt und dann auf diese Beiträge stößt die o.t. sind. Wie gesagt - es geht nicht gegen Dich. Deswegen ja auch mein Vorschlag, zum Thema Lüsterklemmen mal einen extra Thread aufzumachen. Da können wir dann nach Herzenslust zum Thema debattieren. Anstatt immer wieder andere Beiträge mit dieser Diskussion zu stören. Denn gerade das Thema Lüsterklemmen kommt ja immer wieder. Meist mit Behauptungen ohne jegliche Begründung. Weswegen ich ja vor ein paar Wochen direkt nachgefragt habe. Was da als Antwort kam konnte aber in keiner Weise befriedigen. Mich jedenfalls nicht.

      Viele Grüße
      Dieter
    • JB007 schrieb:

      Hallo Dieter,

      gibt es doch nicht....hab Grad erst dein Bericht der Lofoten verdaut, kommst
      du mit dem nächsten, tollen Projekt um die Ecke :lol: . Na sieht
      ja bisher in alt gewohnter Art und Weise, schon mal klasse aus....bleib
      ich auch wieder mit an Bord ;)
      Hallo Jens,
      auch bei der LOFOTEN gibt es demnächst noch etwas Nachschub. Jetzt aber in Echtzeit. Die Transportkiste ist so gut wie fertig (bis auf Griffe und Lack). Und von Saemann Ätztechnik sind Tische und Sitzmöbel gekommen. Super - aber wieder eine heftige Herausforderung für die Feinmotorik. Nicht das ich Parkinson hätte. Aber mit 17 hätte ich den Fummelkram wohl besser verarbeiten können als jetzt mit 71. Naja, mit 17 hatte ich auch noch keine Brille. Das kommt noch dazu.
      Und wenn Du die Bilder in diesem Baubericht aufmerksam angeschaut hast, hast Du vielleicht gesehen, dass da nebenan noch eine Baustelle ist. Wird vielleicht auch noch ein Baubericht. Da sind ja noch so viele Baustellen die langsam mal fertig werden müssen.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo Udo,
      Du hast doch nur eine simple Frage gestellt. Und ich habe Dir geantwortet, warum ich es gerade so mache. Dagegen ist doch gar nichts einzuwenden.

      Aber nun weiter mit dem Baubericht.
      Als nächstes wurde die Blechplatte angefertigt mit der beim Original die Anlagefläche des Ankers verstärkt ist. Da ich keine funktionstüchtige Ankerwinde bauen wollte, wurde an die Rückseite der Platte nur eine Röhre gelötet in der der Ankerschaft steckt. Die Platte wurde dann am Bug befestigt.
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      Falls es auf dem Kutter überhaupt noch eine funktionsfähige Ankerwinde gab, war diese sorgfältig unter einem Kasten verborgen. Deshalb erlaubte ich mir diese Vereinfachung beim Anker.
      Als ich mein bisheriges Werk mal wieder mit meinen Fotos verglich, kam mir irgendetwas nicht stimmig vor. Sah auf den Fotos irgendwie anders aus als am Modell. Dann fiel es mir wie "Schuppen aus den Haaren". Die Leinenklüsen saßen am Modell nicht alle an dem Platz den sie am Original innehatten. Die Ursache war dann schnell gefunden. Die Klüsen sind auf beiden Seiten an unterschiedlicher Stelle eingebaut. Das war mir bis dahin entgangen. Die Öffnungen wurden auf der einen Seite also von der Innenseite zugeklebt und von aussen mit Epoxy aufgefüllt. Dann wurden dicht daneben neue Öffnungen eingebracht und alles glatt geschliffen.
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      Nachdem dieser Fehler korrigiert war, wurden rund um das Deckshaus noch ein paar Kisten angebracht. Zur Hansesail wurden deren Deckel immer gut mit Decken gepolstert um Sitzflächen zu schaffen.
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    • Moin,
      nebenher wurden immer mal ein paar Kleinteile angefertig. Da war zunächst das Steuerrad. Grundlage war ein Kaufteil. Dazu passend wurde aus Sperrholz ein Ring ausgesägt und fein säuberlich geschliffen, bis er einen rundenQuerschnitt hatte. Dann konnte er mit dem Steuerrad verklebt werden. Ausserdem bekam das Rad noch einen zusätzlichen Griff. Zum besseren Kurbeln bei schnellem Ruderlegen.
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      Aussen am Deckshaus verläuft eine Abgasleitung. Um Unfällen vorzubeugen ist ein Käfig um sie herumgebaut. Um diesen Käfig nachzubilden bediente ich mich geätzter Platten. Diese wurden in Form gebogen und miteinander verlötet. Leider gab es die Platten nur in einer Größe die diese Stückelei erforderte.
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      Dann wurde die Radarantenne angefertigt. Der Sockel wurde der Dachschräge angepasst. Die Box für den Antrieb der Antenne wurde aus Hartgewebe (Pertinax) zurechtgefeilt. Die übrigen Teile wurden wieder aus ABS angefertigt.
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      Die Masten hatte ich aus Buchenholzstäben hergestellt. Diese wurden in das Futter eines Akkuschraubers gespannt und bei laufendem Motor mit immer feinerem Sandpapier konisch bearbeitet. Für eine Bearbeitung in der Drehbank waren sie zu lang. Auf einer Konsole am Mast wurde ein zugekauftes Signalhorn befestigt.
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      Dann baute ich den Anker. Eine etwas ungewöhnliche Konstruktion. Vermutlich hat man da während des Krieges einfach aus ein paar Blechteilen diese Anker zusammengeschweißt. Ist aber nur eine Vermutung von mir. Diese Bauform machte einen Selbstbau aber mit einfachen Mitteln möglich. Es wurden einfach die drei Teile aus MS-Blech mit der Laubsäge ausgesägt. Das Mittelstück wurde zweimal abgewinkelt. Dann die Flunken eingelötet. Der Schaft bekam am unteren Ende einen Pin quer durch und wurde durch den Anker hindurchgesteckt. Der Schaft wurde vereinfacht, da der Anker am Modell ja nicht fallen soll. Er steckt nur in der Kettenklüse und wurde dort eingeklebt. Am oberen Schaftende wurde rundherum eine Kerbe eingefeilt. Ich erhoffe mir davon, dass der Kleber durch diesen Formschluß besser hält.
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      Damals habe ich gerade mit mit Silikonformen und Gießharz experimentiert um Teile in größerer Anzahl herstellen zu können. Dabei wurde auch mal an Objekten "geübt" bei denen es wegen der Stückzahl, oder überhaupt, eigentlich nicht erforderlich war. So wurde auch von dem Anker ein Abguß gemacht. Hier, wie auch bei vielen anderen Teilen, mußte ich feststellen, dass es Lufteinschlüsse gab. Bei engen Formen blieben oftmal Lufteinschlüsse in der Form zurück. Egal wie vorsichtig und langsam man das Gießharz einfüllte. Ich habe auch mehrfach versucht, durch zusammendrücken der Silikonform die Luftblasen zu entfernen. Hatte aber auch damit nicht den rechten Erfolg. Ein paar Poller oder Klampen im Handel zu kaufen macht wesentlich weniger Mühe. Und bringt eine bessere Qualität der Teile. Wenn man sie denn im passenden Maßstab und der gewünschten Form bekommt. Einen "Versuchsballon" ließ ich noch steigen beim Bau der Tür zum Gastraum. Die brauchte ich ja nur einmal. Habe aber zur Probe auch mal Abgüsse angefertigt. Mit blankem Harz und auch mal eingefärbt. Bei diesen großflächigen Teilen gab es die Probleme mit den Luftblasen nicht. Inzwischen wende ich diese Methode aber auch nicht mehr an. Vielleicht habe ich aber auch nur das falsche Harz für diesen Zweck verwendet.
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      Auf dem Bild mit der Radarantenne kann man im Hintergrund ein paar Rettungsflöße sehen. Die entstanden ebenfalls als Gießharz-Gußteile.

      Fortsetzung demnächst an dieser Stelle.
    • Hallo,
      nachdem die Schanzkleider angebaut, und die Fehler mit den Leinenklüsen ausgebügelt waren, konnte ich eigentlich mal etwas Farbe ins Spiel bringen. Ich hatte mir rechtzeitig einen Ständer gebastelt, dessen Basis geneigt war. Und zwar genau so, dass die Wasserlinie parallel zur Grundplatte war. So konnte mühelos die Wasserlinie angezeichnet werden.
      Der Rumpf wurde mit Molotow-Lacken gespritzt. Als die trocken waren kam das Deck dran. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass da auf weiten Strecken ein dünner grauer Belag drauf war. Estrich, oder irgendwas aus der Sportbootbranche. Diese Flächen wurden zusammen mit der Schanzkleidinnenseite grau lackiert.
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      Der Name wurde auf transparente, selbstklebende Folie gedruck und aufgeklebt. Anschließend bekam der ganze Rumpf, inklusive Deck und Schanzkleid, eine Lage Klarlack spendiert. Da er nun keine Fläche aufwies, auf der man ihn hätte ablegen können, musste er hängen. Für solche Zwecke habe ich einen Haken in der Kellerdecke. Meist hängen da Segel dran. Aber manchmal eben auch Anderes.
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