Baubericht M/S "ZUFRIEDENHEIT" ex. KFK 377

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    • Baubericht M/S "ZUFRIEDENHEIT" ex. KFK 377

      Hallo,
      Vor ein paar Tagen mußte ich leider lesen, dass der Angelkutter "ZUFRIEDENHEIT" seinen Heimathafen Warnemünde Mitte Januar für immer verlassen hat um verschrottet zu werden. Für mich Anlaß, die Fertigstellung des Modells nun voranzutreiben. Gleichzeitig möchte ich hier darüber berichten.
      Zunächst ein paar Worte zum Original und meinem Verhältnis zu diesem Schiff.
      Gebaut wurde die ZUFRIEDENHEIT als KFK 377 in Swinemünde.
      Später wurde er zu einem Angelkutter umgebaut und kam zum Schluß nach Warnemünde. Von dort ist er noch jahrelang zum Hochseeangeln ausgelaufen. Aber wie es so ist - die Angler haben sich billigere Ausweichobjekte im Ausland gesucht. Und so kam es, wie es kommen mußte, der Trägerverein konnte die Sache nicht mehr stemmen. Der Kutter verkam zusehens. Einen Lichtblick gab es wohl noch (wurde mir erzählt). Aber just zu dem Zeitpunkt wurde auf dem Kutter Feuer gelegt. Was seinem sowieso schon schlechten Zustand nicht zuträglich war.
      Zu besseren Zeiten lag der Kutter, nach Restaurierung der Anlegestege am Alten Strom in Warnemünde, direkt vor unserem Quartier. Wie viele andere Wasserfahrzeuge auch, stellte er seinen Fahrplan zur Hansesail voll in deren Dienst. Statt mit Anglern war man mit Schiffsliebhabern unterwegs um "Schiffe zu begucken". Abends zum Feuerwerk auch mal zu längeren Touren mit Räucherfischbuffet usw.
      Zufriedenheit_017__26.05.2013.JPG Zufriedenheit_001__25.09.2009.JPG Zufriedenheit_034__10.08.2012.JPG

      So blieb es nicht aus, dass wir mehrere Touren mit der ZUFRIEDENHEIT machten. Und uns auch mit dem Personal unterhielten. Irgendwann meinte meine Frau, dass das doch ein schönes Modell werden könnte. Der Schiffsführer schickte sofort seine Frau nach Hause. Als wir von der Tour zurückkamen, stand sie schon mit den ersten Zeichnungen am Anleger. Später bekam ich vom Eigner noch die Originalzeichnungen vom Umbau zum Angelkutter. Vielen Dank an Beide. Die kleinen Änderungen die sich inzwischen ergeben hatten, deckten Fotos prima ab.

      Wieder zuhause angekommen, konnte zur Tat geschritten, und eine weitere Baustelle eröffnet werden.


      Gruß

      Dieter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chief EB () aus folgendem Grund: Link zur Liste der KFK gelöscht da er nicht funktioniert. Wen's interessiert - bitte selber mal nach den KFK googeln.

    • Ahoi,
      hatte das Drama um das Schiff schon gelesen. Habe den Kutter 2008 während eines Besatzungstreffens in Warnemünde noch gefilmt.:

      youtube.com/watch?v=hQotWGJTUkA

      Vor geraumer Zeit hatte ich einmal vor, ein Modell des Angelkutters BÄRBEL II/ ex KFK 395 aus Maasholm zu bauen. Basiert ebenfalls auf dem Entwurf des Maierform Reichsfischkutters.

      Ich werde Deinen Bericht mit Interesse verfolgen. Möglicherweise inspiriert er mich, mein Projekt doch nochmal neu aufzulegen?


      Gruß
      Arne
      Meine Modelle:

      1/33: AXION, BUGSIER 14, LORBAS
      1/38: ANNEMARIE, RODE ZEE, RIKKE BOYE
      1/40: P6093 WIESEL
      1/50: ESVAGT DEFLECTOR, GESI 1, KÖHLBRAND, WAL 8
      1/87: NAUSICA
      1/100: BUGSIER 21, HOHEBURG, MAERSK ANGLIA
      Segler: TALPIN, WASSERFLOH, BENETEAU 356
      Ausrüstungskai: TRUE LOVE, NORMANNIA
      Auf den Helgen: BBC DENMARK, Mooringtug I, KRAUTSAND, LONE, S69 HABICHT
    • Hab noch ein paar Bilder gefunden, die ich im Mai 2008 von dem Kutter aufgenommen hab. Vielleicht helfen sie Dir weiter beim Bau Deines Modells? Bei Bedarf kann ich diese auch in wesentlich größerer Auflösung zur Verfügung stellen.
      Dateien
      Meine Modelle:

      1/33: AXION, BUGSIER 14, LORBAS
      1/38: ANNEMARIE, RODE ZEE, RIKKE BOYE
      1/40: P6093 WIESEL
      1/50: ESVAGT DEFLECTOR, GESI 1, KÖHLBRAND, WAL 8
      1/87: NAUSICA
      1/100: BUGSIER 21, HOHEBURG, MAERSK ANGLIA
      Segler: TALPIN, WASSERFLOH, BENETEAU 356
      Ausrüstungskai: TRUE LOVE, NORMANNIA
      Auf den Helgen: BBC DENMARK, Mooringtug I, KRAUTSAND, LONE, S69 HABICHT
    • Hallo,
      @ Arne, vielen Dank für Bilder und Video. Aber Du musst Dir keine Mühe weiter machen. Ich habe hunderte Fotos des Schiffes von allen Seiten, von innen und viele Detailfotos.

      @ Arnd, das ist nicht nur Holzoptik. Das ist Holz. Ein typischer KFK eben. Stählernes Spantengerüst mit Holzbeplankung.

      So, bevor ich mit den Bauvorbereitungen weitermache, eins der letzten Fotos die ich von der ZUFRIEDENHEIT gemacht habe. Deutlich zu sehen die Brandspuren vor dem Eingang zum Steuerhaus. Und der Ölschlegel rund um das Schiff um die Ausbreitung von eventuell auslaufenden Betriebsstoffen zu verhindern. Das Foto entstand zur Hansesail 2019. Früher wurde jedes Jahr in den Tagen vor der Sail der Anstrich auf Vordermann gebracht. Nun dies traurige Bild.
      DSCN5628.JPG

      Gruß
      Dieter
    • Moin,
      da hatte ich nun eine neue Baustelle. Obwohl schon genügend unfertige Projekte im Keller standen.
      Nun ist es für mich kein Problem, einen Rumpf auf Spanten zu bauen. Allerdings greife ich gern zu fertige Rümpfen aus GFK oder ABS, wenn sie für das geplante Projekt verfügbar sind. Das spart Zeit. Vor allem aber bleibt einem der Schmutz der Spachtel - und Schleiforgien erspart. Einen ELKE-Rumpf habe ich noch liegen. Hätte es aber gern etwas größer gehabt. Also im Internet rumgesucht. Und sehr schnell fündig geworden. Ein nicht ganz unbekannter Anbieter hatte den Rumpf auf Lager. Auf Wunsch auch mit Bauplan. Nun, auf den Bauplan konnte ich verzichten. Ich hatte einen KFK-Bauplan, einen Plan von den aus den KFK entstandenen Booten der Bundesmarine und Fotos vom Originalplan des Umbaus zur ZUFRIEDENHEIT. Und auch das Buch über die KFK lag vor. Da sind ja ebenfalls Zeichnungen drin. Das sollte reichen. Es wurde also nur der blanke Rumpf bestellt. Der war allerdings eine herbe Enttäuschung. Am liebsten hätte ich ihn retour geschickt.
      015_Schiefes_Heck3.JPG

      033_Spiegel.JPG
      Erstens fehlten die typischen, nach innen eingezogenen, Schanzkleider am Heck. Der Spiegel war nicht im rechten Winkel zur Längsachse. Und der ganze Spiegel war viel zu hoch. Außerdem waren die Schanzkleidseiten unterschiedlich schräg. Die Bleistiftstriche sollen das mal verdeutlichen. Ich habe das Teil dann aber doch behalten und den hinteren Bereich dick mit Epoxy ausgekleidet. So war genügend "Fleisch" vorhanden um mit einer Schleiforgie die Form zu korrigieren. Ganz vorbildgerecht ist es nicht geworden. Aber wenn ich noch mehr weggeschliffen hätte, hätte die Unterkante am Heck nicht mehr gut ausgesehen. An der Unterkante des Spiegels ist praktisch kein GFK mehr vorhanden. Nur noch das eingebrachte Epoxy.

      Gruß
      Dieter
    • Moin Udo,
      prinzipiell gebe ich Dir vollkommen recht. Wenn der Rumpf in sich schief und verzogen gewesen wäre, hätte ich ihn auch zurückgegeben. Aber es waren eben nur die Unstimmigkeiten am Heck. Aber nach einigem Überlegen kam ich zu dem Schluß, dass ich das ausbügeln kann.
      Warum der Spiegel nicht im Winkel war, ist mir unerklärlich. Wirst später noch sehen, wie ich das hinbekommen habe. Ärgerlicher war schon, dass der ganze Spiegel zu hoch war. Nun habe ich mal irgendwo gelesen, dass die Hersteller bewußt Fehler einbauen, um so erkennen zu können wenn jemand Kopien von den Rümpfen anfertigt. Vielleicht ist das die Ursache. Und das das Schanzkleid zur falschen Seite geneigt ist, ist ja bei dem ELKE-Rumpf nicht anders. Ich kenne aus eigener Anschauung nur KFK bei denen das Schanzkleid am Heck nach innen geneigt ist. Allerdings ist die Anzahl der KFK, die ich noch persönlich kennenlernen durfte, klein im Vergleich zur gebauten Stückzahl bzw. der Zahl der Kutter, die den Krieg überlebt haben. Da mag es durchaus welche geben zu denen diese Schanzkleidvariante passt. Und die haben sich alle Hersteller dann vermutlich als Vorbild genommen. Hinterschneidungen führen ja zu komplizierteren Formen. Die wollte man vielleicht vermeiden.
      Gruß
      Dieter
    • Hallo,
      Als erste Maßnahme erfolgte der Einbau von Auflageleisten für das Deck. Zwei Decksbalken wurden eingesetzt um die richtige Breite des Rumpfes zu fixieren. Dazu wurde auf der Grundlage der vorhandenen Zeichnungen ermittelt, wie breit der Rumpf im Verhältnis zur Rumpflänge sein muß. Wenn ich mich recht erinnere, war ich so etwa auf den Maßstab 1:32 gekommen.
      Hier mal beispielhaft ein paar der Zeichnungen die mir zur Verfügung standen.
      IMG_3870.JPG IMG_3889.JPG IMG_3872.JPG

      Von der Besegelung war natürlich nichts mehr vorhanden. Und das Dach des Führerstandes hatte inzwischen einen großen Überstand bekommen. Ansonsten war der Zustand aber noch wie auf der Zeichnung. Zum Baubeginn hatte ich mal ein symbolisches Foto geschossen und den "Sponsoren" geschickt.
      001_Baubeginn.JPG

      In der Längsachs hatte ich provisorisch eine Leiste befestigt mit ein paar Abstandsmarkierungen. Die hatte ich auch auf die Schanzkleider übertragen. Das war für mich die Grundlage die genaue Form des Decks zu ermitteln.
      005_Ausbau_Rumpfschale.JPG 006_Ausbau_Rumpfschale.JPG
      Für den Einbau von Stevenrohr und Motor kam wieder eine starre Kupplung zur Anwendung. Von der gleichen Länge wie die später verwendete Kupplung. Für mein Verständnis immer noch die sicherste Methode genau fluchtende Wellen zu erzielen.
      012_Einbau_Motor.JPG
      Dann wurde noch eine Platte als Aufnahme für das Ruderservo angefertigt und in den Rumpf eingeklebt. Auch der Ruderkoker wurde eingeharzt und am oberen Ende zum Rumpf hin verstrebt.
      020_Ruderservo.JPG
      Von aussen sah das ganze dann so aus. Deutlich zu erkennen der immer noch schräge Heckspiegel. Die Korrektur kam später dran. Dann wurde auch noch eine Ruderhacke gebaut und angebracht. Raboesch lieferte den Dreiblattpropeller.
      014_Schiefes_Heck2.JPG 021_Propeller_und_Ruderhacke.JPG
      Mehr als 10 Bilder auf einmal geht nicht. Also eine kleine Pause bis zum nächsten Beitrag. Das wird auch hier nicht lange dauern, da der Bau schon weit fortgeschritten ist.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo Udo,
      natürlich glaube ich auch nicht, dass jemand absichtlich einen Rumpf schief baut. Ich nehme eher an, da ist was schief gelaufen.
      Der Heckspiegel der KFK ist aber wesentlich flacher als an diesem Rumpf. Da könnte ich mir vorstellen, das das vielleicht Absicht ist. Wenn denn diese Aussage stimmt, dass Rümpfe absichtlich mit Fehlern hergestellt werden, um Kopien zu erkennen. Wie gesagt, ich habe mir das nicht ausgedacht. Die Aussage stammt von einem bekannten Produzenten. Vielleicht will der damit ja aber auch nur potentielle Kopisten abschrecken. Ich glaube aber nicht, dass die sich dadurch wirklich abschrecken lassen. Die nehmen einfach so einen Rumpf als Urmodell, machen eine Form drum, und ziehen neue Rümpfe aus der Form.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo,
      weiter gings mit dem Einbau des Decks. Das baute ich aus zwei Schichten. Eine grobe Schicht zum Stabilisieren des Rumpfes. Später kam eine dünnere Schicht drauf für die Optik.
      034_Schiefes_Heck.JPG
      Hier sieht man noch einmal gut wie schief das Heck ist. Nachdem das grobe Deck an Ort und Stelle war, hielt ich den Rumpf für stabil genug, am Heck etwas rumzuschleifen. Innen hatte ich, wie bereits erwähnt, ziemlich dick Epoxy aufgetragen. Dann konnte ich von aussen schleifen. Hinter dem Ruderkoker ist praktisch von der originalen Rumpfunterseite nichts mehr übrig. Das Laminat ist dem Sandpapier zum Opfer gefallen. Was zu sehen ist, ist das pure Epoxy.
      DSCN8788.JPG
      In die absolut richtige Form ließ sich der Spiegel dadurch aber auch nicht bringen. Sonst wäre die Rumpfunterseite zu stark nach hinten angestiegen. Das hätte auch nicht schön ausgesehen. Anschließend wurde das Spiegeloberteil in die richtige Form gebracht.

      Gruß
      Dieter
    • Hey , ein alter Bekannter ! Im Urlaub , den wir vor 5 Jahren gemacht haben waren wir in Warnemünde und da lag eben auch die Zufriedenheit...irgendwo hab ich noch Fotos.....schade um das Schiff *sniff*

      Um so schöner finde ich das momentan in sämtlichen Foren, so scheint es, der Kutterwahn ausgebrochen ist....alle bauen bunte Boote. Ich ja auch...... :fr2:
      Dateien
      • 100_3355.JPG

        (187,85 kB, 16 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Plankenanarchist
    • Moin,
      zumindest bei mir ist der Kutterwahn nicht ausgebrochen. Die beiden Kutterbaustellen habe ich schon etwas länger. Aber der "Abgang" der ZUFRIEDENHEIT aus Wamü hat mich angeregt hier mal weiter zu bauen.

      Nachdem ich das Oberteil des Heckspiegel in die entsprechende Form gebracht hatte, wurde es innen mit Holz verkleidet. Das gute Deck war auch schon drauf. Deshalb musste der Arbeitsplatz etwas geschützt werden. Da vom Holzdeck auf der ZUFRIEDENHEIT nur noch ein paar Stellen sichtbar waren, habe ich mir die Arbeit gespart es durch Leisten zu imitieren. An den wenigen sichtbaren Stellen wurden die Planken aufgemalt. Zum Glück hat das Original am Spiegel ein paar kräftige Balken in den Ecken. Das kam mir sehr gelegen bei der Befestigung des Schanzkleides. Das anlaminierte Schanzkleid musste ich ja etwa bis Schiffsmitte entfernen und durch einen Neubau ersetzen. Das vorhandene Schanzkleid hätte ich nicht in die entsprechende Form biegen können. Natürlich wurde die Holzverkleidung rechtwinklig zur Schiffsachse angebracht um den Fehler am Rumpf zu korrigieren.
      DSCN8789.JPG DSCN8791.JPG
    • Etwa bis zur Mitte des Schiffes wurden die anlaminierten Schanzkleider entfernt. Neue Schanzkleider aus dünnem Sperrholz wurden angepasst und angeleimt. Um den Übergang von vorhandenem zum neuen Schanzkleid zu stabilisieren, und um das Laminat zu kaschieren, wurde das Schanzkleid innen auf der gesamten Schiffslänge mit Holz verkleidet. Wie der aufmerksame Betrachter der Fotos bemerken wird, steht da auch schon ein Deckshausrohbau an Bord rum. Das entstand parallel zu den Arbeiten am Rumpf. Dazu etwas mehr im nächsten Beitrag.
      DSCN8793.JPG DSCN8795.JPG DSCN8796.JPG
      Da der keilförmige Spalt zwischen dem Spiegel und der inneren Holzverkleidung gut mit Epoxy verfüllt war, konnte auch die Aussenseite des Spiegels nun in der Form korrigiert werden.
    • Nee, Udo,
      genau das Gegenteil ist der Fall. Ich baue sehr langsam, weil ich zu viele Baustellen habe. Und da ist es auch schon vorgekommen, dass ich irgendeinen Bau nicht weiterführe. Die Gründe dafür sind recht unterschiedlich. So habe ich vor Jahren mal einen Baubericht angefangen. So ziemlich in Echtzeit zum Bau. Das Modell ist heute noch nicht fertig. Und es geht auch nicht recht voran.
      Deswegen habe ich mir angewöhnt erst zu schreiben, wenn das Modell fertig ist. Oder ich wenigstens absehen kann, dass es demnächst fertig wird.
      Die ZUFRIEDENHEIT beispielsweise habe ich 2013 angefangen. In der Zeit bauen andere Leute Großmodelle.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo,
      wie weiter vorn angekündigt ein paar Worte zum Bau des Deckshauses. Das geschah parallel zu den Arbeiten am Rumpf. Zu Beginn hatte ich mir bereits eine Maßskizze für den Bau auf einem A4-Blatt gemacht. Nun kam ich zu dem Schluß, dass es mir helfen würde, wenn ich Zeichnungen in Originalgröße (des Modells natürlich) hätte. Da konnte ich dann die Konturen der benötigten Teile direkt abnehmen. Es wurde also eine Seitenansicht angefertigt. Ebenso eine Draufsicht des Deckshauses. Die wurde dann auf die Draufsicht des Rumpfes projeziert. So konnte ich prüfen, ob das auch alles passen würde.
      002_Zeichnung_Seite.JPG 003_Zeichnung_Aufbau_Draufsicht.JPG 004_Zeichnung_Draufsicht.JPG

      Aus ABS wurden die Teile zugeschnitten. Den Fußboden des Führerhauses verlängerte ich nach vorn und hinten als Rahmen um die Form vorzugeben. Bodenplatte und Seitenteile bekamen Einschnitte. So konnte ich die Teile problemlos zusammenstecken. Die beiden großen Seitenteile sind etwas unterschiedlich. Während ich auf der Stb-Seite vier Fensteröffnungen ausschneiden mußte, brauchte ich an Bb nur drei. Anstelle des vierten Fensters sitzt dort die Tür zum Gastraum. Für standsichere Masten wurden Bohrungen für die Mastfüße in die Grundplatte mit eingebracht.
      023_Teile_Deckshaus.JPG
      Dann konnten die Teile zusammengesteckt und miteinander verklebt werden. Den Abschluß bildeten die Dächer. Damit war das Grundgerüst des Deckshauses erst einmal erstellt. Das Führerstandsdach wurde mit einem "Rastmechanismus" gebaut und läßt sich immer noch abnehmen.
      024_Montagebeginn_Deckshaus.JPG 025_Deckshaus.JPG 026_Deckshaus.JPG

      031_Deckshaus.JPG 030_Deckshaus.JPG
    • Hallo Dieter,


      Chief EB schrieb:

      Die ZUFRIEDENHEIT beispielsweise habe ich 2013 angefangen. In der Zeit bauen andere Leute Großmodelle.
      bin ich ja wieder im Lot, dachte schon ich werde alt :cry: ich brauche für meine Modelle auch immer so um die 3-4 Jahre oder noch viel länger.
      Klasse Aufbau, nur beim Dach hätte ich eine 0,5 mm GFK Platte genommen, wellt sich nicht und lässt sich fast so gut bearbeiten wie ABS. Habe bei mir fast alles ABS abgeschafft und baue Flächen nur noch mit GFK Platten, gibt sie ab 0,2 mm dicke. Kam damals als ich ein Boot nach etwa 10 Jahren weiterbauen wollte, Deck und Aufbau waren verzogen und brüchig (Boot war im Schrank zwischengelagert)
      Gruß Udo
    • Hallo Udo,
      inzwischen setze auch ich häufiger mal GFK oder Leiterplattenmaterial ein. Gerade aus Letzterem sieht man ja manchmal richtige Kunstwerke. Wobei ich aber nicht sagen kann, mit ABS schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Bei den Dächern habe ich mit zwei Lagen dünnerem Material gearbeitet. Einmal wegen der Originaltreue. Um diesen Absatz im Dach nachzubilden. Zum anderen um durch die verleimten zwei Lagen die Dachwölbung stabil zu bekommen.
      Zufriedenheit_052__08.08.2013.JPG
      Dabei ist es mir dann passiert, dass sich Klebestellen auf dem großen Dach über dem Gastraum abgezeichnet haben. Das war als einziges aus zwei Lagen ABS. Da hatte ich wohl zuviel Kleber eingesetzt so dass sich das ABS zu sehr angelöst hat. Da es eine große glatte Fläche ist, ließ sich das mit etwas Spachtel aber problemlos beheben.

      Gruß
      Dieter