Verformungen im 3D Druck

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    • Verformungen im 3D Druck

      Moin,
      mit meinem "Photon S" habe ich nun schon einige Sachen gedruckt, die sehr gut geworden sind.
      Nun habe ich bei sehr kleinen (ca. 15mm langen und dünnen) Teilen leichte Verformungen festgestellt. Ist nicht schlimm, kann man eben anschleifen. Muss aber an irgendwas liegen. Bei ca. 8mm kleinen, aber massiveren Teilen war alles soweit gut. Bei den Klampen auf den letzten Bildern kann man erkennen, dass die Basis ein wenig krumm ist.
      Die Druckplatte wird vor dem Druck von evtl. Rückständen gereinigt, d.h. mit 400er nass angeschliffen, dann gelevelt. Papierstreifen werden mit der Platte so fixiert, dass sie überall gleichmässig fest sind, dann, nach anleitung, Platte 1/10mm anliften= z=0.
      An den supports gibt es keine Ablösung zur Druckplatte, Supports werden automatisch gesetzt, Density= 30. Meist "leicht". Mittlere Supports scheinen mir sehr dick. Länge der supports scheinen sich nicht verändern zu lassen, sind etwas lang, wie mir scheint, was die Druckzeit ziemlich verlängert. Beim Druck gab es anfangs beim anliften der Druckplatte ein deutliches "Plopp" zu hören, gefolgt von ablösungen der Basisplatten. Nach etwas mutigerem Leveln war das weg.
      Belichtung ist Standard 8sec., Basis 60sec., die einzelnen Schichten (0,025mm) 8sec. Das Objekt ist etwa 30 Grad geneigt.Gedruckt wird mit Original Anycubic Harz "grau". Sollte die Belichtungszeit geändert werdenP1307861.JPGP1207826.JPGP2107874.JPGP2107875.JPG
    • Hallo Axel,

      hatte auch solche kleinen Ungenauigkeiten,
      habe einfach den Support weggelassen , bei Einzelteilen die eine "Grundplatte " haben klappt das ohne weiteres.
      Teile flach auf der Druckplatte plazieren.
      Belichtungszeit für die ersten Schichten 60 sec. danach normal weiter.
      Benutze ebenfalls einen Photon mit Original Harz.
      viele Grüße :wink:
      Ralf
    • Hallo Axel,
      wenn ich kein "Plopp" höre, werde ich immer etwas nervös, denn das "Plopp" signalisiert mir, daß sich das Bauteil von der Grundfolie gelöst hat und nicht von der Trägerplatte.
      Automatische Supports verwende ich überhaupt nicht, da diese meistens nicht optimal gesetzt werden (in Chitubox). Ich setze die Supports immer manuell. Kleine flache Teile, bzw. kleine Teile mit einer Grundplatte drucke ich ohne Supports. Voraussetzung dafür ist aber, daß der Drucker optimal eingestellt ist und somit keine "Elefantenfüße" erstellt werden. Die Bauteile lassen sich nach dem Druck leicht mit einem Spachtel ablösen. Vor dem Ablösen "bade" ich die Teile incl. Trägerplatte allerdings für 1-2 Minuten in Isopropanol.
      Zur Neigung von Bauteilen: Hier verwende ich zunächst den Prusa-Slicer. In diesem gibt es eine Funktion, die das Bauteil im optimalen Winkel neigt. Das nun geneigte Teil speichere ist wiederum als STL ab, welche ich dann in Chitubox lade. Hier setze ich nun manuell die Supports.
      Zu Verformungen kann es übrigens auch kommen, wenn der Bauraum komplett mit vielen kleinen, unterschiedlich hohen Teilen belegt ist. Beim Hochfahren der Trägerplatte lösen sich die äußeren Teile eher von der Folie, als die die inneren. Ich setze daher in einem solchen Fall wenn möglich höhere Teile möglichst nach innen.

      Gruß
      Andy

      PS: ich benutze einen Elegoo Mars und Elegoo Resin
      In der Werft:
      Forenmodell FM13/09 Kempenaar "Alfred" (wenn ich nur mehr Zeit hätte...)
      Binnenschiff nach Art der "Wilhelmine" (z.Zt. Baustop, geht aber auch irgendwann weiter)

      In Planung:
      Flussschlepper "Becva"
    • Danke für den Hinweis!
      Hab mal eben bei Prusa gekuckt, bin mir aber nicht so ganz im Klaren, was ich mir runterladen soll.
      Bisher habe ich die Photon Slice-Software genutzt, im wesentlichen funktioniert das ja. Von Chitubox munkelt man, dass anycubic da bei den neueren Geräten einen Riegel vorgeschoben haben soll, habe ich aber noch nicht probiert, weil ich so lange noch nicht drucke.
      Zu dem "Plopp":
      Ich hatte eine längere Belichtungszeit eingestellt im Verhältnis zum Transparenten Harz. Da waren 8 sek. Standard, bei dem opak-grauen Harz habe ich 60sek für die Basis und 12 sek. für die Schichten mit 0,025 Stärke genommen. Das Ploppte ganz ordentlich.... Wahrscheinlich ploppt es mit der Standardeinstellung auch, nur evtl. leiser. Ich habe jedenfalls an der Druckplatte eine sehr gute Anhaftung, ich justiere die Platte aber auch öfter nach.
      Mit den Auto Supports bin ich (noch) nicht so ganz glücklich, da scheinen die Stützen nicht in jedem Fall ganz glücklich gesetzt zu sein, kann aber auch an der von mir gewählten Neigung liegen.
      Den Hinweis der unterschiedlich hohen Teile ist gut und schlüssig, war hier der Fall.
    • Hier ist der Link zum Prusa-Slicer

      Wie gesagt, ich nutze ihn nur um die optimale Neigung zu erzeugen, und auch ab und zu mal für die Supports (auch schon mal automatisch). Das Ergebnis wird auf jeden Fall als STL exportiert, das eigentliche Slicen findet dann bei mir in Chitubox statt.


      Gruß

      Andy
      In der Werft:
      Forenmodell FM13/09 Kempenaar "Alfred" (wenn ich nur mehr Zeit hätte...)
      Binnenschiff nach Art der "Wilhelmine" (z.Zt. Baustop, geht aber auch irgendwann weiter)

      In Planung:
      Flussschlepper "Becva"
    • Hallo Andy,
      mir ist nicht so ganz klar, welche Software nun in Frage kommt.... Habe mir eine runtergeladen, aber da wird mir eine Fehlermeldung angezeigt, lässt sich also nicht installieren.

      Als zweites habe ich mir Chitubox angesehen und das aktuelle update installiert. Man hatte behauptet, dass der Photon damit nicht läuft.
      Das ist nicht richtig. Er erkennt allerdings keine Dateien mit vorangestelltem Unterstrich _*.photons . Es lassen sich mit Chitubox recht viele Dateiformate abspéichern. Aus dem Handgelenk kann ich nicht beurteilen, wo der Vorteil von Chitu liegt, mir scheint die Photonsoftware doch sehr ähnlich zu sein.
    • Diese Verformungen sind eigentlich typisch für eine einseitige UV Bestrahlung nach dem drucken. Das Harz schrumpft beim aushärten minimal ein. Bei dünnen Flächen kommt es dann eben zu dieser Wölbung. Wenn dir das wie du Beschreibst im Druckvorgang passiert, kann es eigentlich nur mit einer zu langen Belichtungszeit erklärt werden. Immerhin wirkt ja die Summe der verlängerten Belichtungen pro Sicht als Produkt auf das Raft.
      Ich würde einfach mal nur das Raft mit deinen gewählten settings printen. Wenn das ohne Wölbungen klappt. Hat man das Problem lokalisiert.
    • 08_of_15 schrieb:

      Hallo Axel,

      hast Du schon einmal die FEP-Folie gewechselt? Ich hatte bei mir festgestellt, dass mit jedem Druck die Folie ein wenig verschleißt und das Druckergebnis langsam schlechter wird.

      VG
      Eckart
      Moin Eckart,
      die Folie habe ich noch nicht gewechselt, sie sieht eigentlich noch recht transparent aus, wenn auch leichte Benutzungsspuren zu sehen sind.

      Dispatcher schrieb:

      Hallo Axel,

      zum einen würde ich die Supports von Hand setze/ergänzen, zum anderen die Belichtungszeit bei nichttransparentem Harz etwas erhöhen auf 10-12 Sek.
      Wäre ein Versuch wert.

      LG Martin
      Die Supports werden bei Auto je nach Neigung des Objekts sehr unterschiedlich gesetzt, manch kommen sie mir recht sparsam vor, dann setze ich manuell welche nach, schaden kann das nicht. Die Belichtung hatte ich bei 12 sek. für das graue Harz, hatte da den eindruck, dass die Haftung an der Folie stärker wird, deswegen bin ich wieder runtergegangen.

      bastelbogen schrieb:

      Diese Verformungen sind eigentlich typisch für eine einseitige UV Bestrahlung nach dem drucken. Das Harz schrumpft beim aushärten minimal ein. Bei dünnen Flächen kommt es dann eben zu dieser Wölbung. Wenn dir das wie du Beschreibst im Druckvorgang passiert, kann es eigentlich nur mit einer zu langen Belichtungszeit erklärt werden. Immerhin wirkt ja die Summe der verlängerten Belichtungen pro Sicht als Produkt auf das Raft.
      Ich würde einfach mal nur das Raft mit deinen gewählten settings printen. Wenn das ohne Wölbungen klappt. Hat man das Problem lokalisiert.
      Raft hatte ich bisher noch nicht angeklickt, werde das aber mal ausprobieren, lt. Handbuch soll das unebene Druckbetten ausgleichen und die Haftung erhöhen, wobei die Haftung an der Platte sehr hoch ist, aber ich habe da keinen Vergleich. Anfangs, als ich noch nich korrekt gelevelt habe, hatte ich Ablösungen an der Basis.
      Wie man auf den Bildern sieht, sind die Bauteile sehr dünn, aber alle gleichmässig einseitig verzogen. Die dickeren Klampen sind gut.
      Ich hab gestern eine GPS Antenne gedruckt, die ist einwandfrei, aber auch deutlich dicker als die Klampen.
      Nachgehärtet wird in einem Profi-UV Gerät.
    • Zwischendurch habe ich mal ohne Neigung gedruckt, aber aufgefallen ist mir direkt nichts, habe aber auch nicht wirklich drauf geachtet.
      Anfangs hatte ich mal ganz massiven Verzug, da hatten sich die supports von der Platte gelöst (nicht ausreichend gelevelt) und die Haftung an der Folie war wohl zu stark (zu lange Belichtung). Nach der Korrektur war es dann eigentlich im grünen Bereich.
      Augefallen ist mir das nur hier bei diesen dünnen Teilen, und der Verzug ist bei allen gleich.
    • Falls es noch von Interesse ist:
      P2157887.JPGP2157888.JPG

      Habe den selben Datensatz gedruckt, mit zwei Änderungen: einmal habe ich die Belichtung auf 5 sek. verkürzt, und mal probehalber das "Raft" ausprobiert. Ein Schwalbe macht zwar keinen Sommer, aber das sieht schon gut aus.
      Die Supports waren mit der Auto-Funktion nur einseitig angelegt (hinten), ich habe vorn am Sockel der Klampe noch 3 zusätzlich angebracht.
      Haftung an der Druckplatte ist brutal. Habe vor dem Druck nochmal gelevelt. Kostet kaum Zeit, macht aber Sinn, bevor man einige Stunden Druckzeit in den Sand setzt.