CNC Fräse 3018 und Estlcam

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    • CNC Fräse 3018 und Estlcam

      Hallo CNC- Fräser,
      bin seit ein paar Tagen Besitzer einer CNC 3-3018 und der Software Estlcam 11. Leider gibt es da ein Problem mit der Zusammenarbeit beider Softwares.
      Ich habe im Estlcam Dateien erstellt, auf die SD-Karte kopiert und versucht diese mit Hilfe des Offline Controlers zu fräsen. Zunächst auch mit Erfolg, jedoch schon einen Tag später wurden die Fräsaufträge nur noch teilweise abgearbeitet. Ich habe nun die Fräse direkt mit einem Laptop verbunden und seitdem
      lassen sich die mit Estlcam erstellten Dateien auch vollständig fräsen. Allerdings mußte ich jetzt feststellen daß die gefrästen Teile - in meinem Falle Gravuren, -
      deutlich größer werden als mit der Software erstellt!!
      Kann es sein, daß man im Setting der Fräse irgendwelche Parameter anpassen muß? Hat jemand von Euch gleiche Erfahrungen gemacht oder weis jemand
      eine Lösung dieses Problems?
      Für evtl. Ratschläge schon mal Dank im Voraus, Gruß, Manfred

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gaffelfreund ()

    • Hallo Manfred,

      du mußt in Estlcam unter Einstellungen - > CNCSteuerung die passenden Parameter für deine Fräse einstellen:

      - Schritte je Umdrehung
      Dafür mußt du wissen, auf wieviel Microschritte die Schrittmotortreiber eingestellt sind. Normal benötigt ein Schrittmotor 200 Schritte (bei 1,8°/Schritt) für eine Umdrehung. Sind die Treiber auf Halbschritt eingestellt, sind es dann schon 400 Schritte, bei Viertelschritt 800, usw.

      - Weg je Umdrehung
      Dafür mußt du wissen, welche Steigungen die Gewindespindeln haben (bei TR8 sind das 1,5 oder 2mm, bei TR10 sind es 2 oder 3mm).

      Gruß
      Andy
      In der Werft:
      Forenmodell FM13/09 Kempenaar "Alfred" (wenn ich nur mehr Zeit hätte...)
      Binnenschiff nach Art der "Wilhelmine" (z.Zt. Baustop, geht aber auch irgendwann weiter)

      In Planung:
      Flussschlepper "Becva"
    • Ich hatte das Problem auch. Die Fräsdateien wurden nicht komplett auf die SD-Karte geschrieben. Ich hatte das damals als Problem meiner Konfiguration (Windows-Emulation auf Mac) abgetan und die Frästdaten von Estlcam erst mal auf die Festplatte gespeichert und anschließend auf die SD-Karte kopiert. Seitdem habe ich das Problem nicht mehr.

      Herzliche Grüße,

      Uwe
      Im Wasser: Hafendienstboot ARGUS, MS Helgoland, Verkehrsboot der Kriegsmarine, Reededampfer ALTE LIEBE, 15er Jollenkreuzer
      Auf der Helling: SS Bohuslän, Kanonenboot Suriya Monthon
    • Hallo zusammen,
      vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen. Zum Thema Größe der gefrästen Teile , -
      wenn es an der Einstellung der Schritte/Umdrehung läge, dann müßte doch auch die Strecke Nullpunkt - Startpunkt größer sein
      als in der Zeichnung . Das ist aber nicht der Fall. Der Beginn der Fräsung liegt exakt an der Stelle im Objekt an der der Fräser ins Material eintauchen soll!
      Zum Thema Kopieren der erstellten Dateien auf die SD-Karte habe ich auch schon vermutet, daß es an der Karte liegen könnte.
      Werde das demnächst mal testen. Im Moment arbeite ich erstmal mit 'nem Laptop in der Werstatt weiter. Soll aber nach Möglichkeit
      keine Dauerlösung sein. Staubbelastung und Platzmangel etc.
      Aber noch ein anderes Problem treibt mich um!
      Welche Einstellung im Setting der 3018 muß ich vonehmen um zu ereichen, daß die Fräse nach erledigtem Job auf den Nullpunkt
      aller drei Achsen zurückfährt? Zur Zeit fährt sie nur auf den Nullpunkt X/Y zurück und in der Z-Achse bleibt sie in Sicherheitshöhe stehen. Ich muß daher jedesmal den Nullpunkt der Z-Achse neu einstellen. Da ich ca. 100 Beschriftungen an einunddemselben
      Punkt mit immer der gleichen Frästiefe abarbeiten muß, ist das schon nervig.
      Habt ihr da eine Idee?
      Gruß, Manfred
    • Um wieviel ist das Fräsergebnis denn größer als die Zeichnung? Ist das Gesamtergebnis symetrisch, oder ist die Vergrößerung auf der X-Achse größer/kleiner als auf der Y-Achse? Stimmt Z, oder geht's da auch tiefer als geplant?

      Estlcam arbeitet mit dem Werkstück-Nullpunkt, der bei der Bearbeitung festgelegt wurde, und den du manuell anfahren mußt. Über dem Nullpunkt nullst du dann alle Achsen. In den Grundeinstellungen kannst du festlegen, wo das Programm startet, und wo es endet. Für Z kann aber nur die Sicherheitshöhe ausgewählt werden. Solange du immer wieder den gleichen Werkstück-Nullpunkt hast, und die Materialien auch gleich dick sind, mußt du den Nullpunkt nicht neu einstellen. Estlcam "merkt" sich den Nullpunkt, egal wo du die Achsen manuell (in der Maschinensteuerung von Estlcam über die Pfeiltasten) hingefahren hast. Da gilt natürlich nur so lange, bis Estlcam geschlossen wird. Kennt Estlcam die Enschalter deiner Maschine (Einstellungen -> CNCSteuerung -> Eingänge)? Falls nicht, darfst du die Achsen nicht in die Endschalter fahren, denn Estlcam erkennt das nicht, schickt weiter Schrittimpulse und zählt die Position rauf/runter, obwohl die interne Steuerung der Fräse die Motoren bereits abgeschaltet hat. Auch dann ist natürlich dein Nullpunkt "verloren".

      Gruß
      Andy
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    • Hallo,
      ich habe ein bisschen mitgelesen zu dem Problem des größeren Fräsergebnisses,
      prüfe mal ob die Steigung Deiner Achsantriebsspindeln in den Einstellungen
      zur Maschine richtig eingestellt sind sollte die Steigung der spindel größer sein als die
      1ne Umdrehung des Motor wäre das die Erklärung für ein größeres Fräsbild und zu korrigieren. Ich habe auch Estlcam und folgende Funktionsweise...
      Estlcam öffnet die Datei und der Nullpunkt ist immer im Zeichnungsnullpunkt.
      Der Nullpunkt kann aber über nullpunktverschieben an das Bauteil angepasst werden.
      Symbol mit Kreutz rechte Seite der Einstell-Icons.

      Den Stop der Maschine in Sicherheitshöhe nach Jobende habe ich auch.
      Das ist normal. Würde man es ändern (was man theor. könnte) würde die Maschine während des Jobs jedes mal z.B. auf 100mm über Werkstück fahren. Das macht
      Bearbeitungszeittechnisch keinen Sinn.

      Frage zum Gravieren benutzt Du den Gravurbefehl und einen Stichel oder nimmt Du die Konturbefehle und einen Fräser?

      Grüße

      Joachim
      :bad: Wenn ich keine Ahnung habe.... einfach Klappe halten!!! :f5:
    • Hallo,
      nochmals vielen Dank für all Eure Antworten. Im Großen und Ganzen haben sich all die Probleme letzlich als Bedienfehler entpuppt.
      Lediglich die Sache mit der Speicherkarte ist noch nicht geklärt. Betreibe die Fräse bisher ausschließlich über einen Laptop.
      Funktioniert alles gut, die Schwierigkeiten liegen eher im Umgang mit den Zeichenprogrammen. Alles eine Sache der Übung,
      muß mich halt einarbeiten. Habe meine Zeichnungen bisher immer nur in klassischer Art und Weise mit Lineal, Zirkel und
      Bleistift erstellt.
      Allerdings hätte ich da doch noch ein paar Fragen an die Fachleute!
      Z.B. , wie ist das mit der Spindeldrehzahl? Sind nicht 1000 U/min für eine Fräse etwas wenig? Die Fräsen die ich bisher kenne, arbeiten da alle in einem deutlich höheren Drehzahlbereich. Gerade, wenn kleine Fräserdurchmesser verwendet werden, müßte
      doch eigentlich mit höheren Drehzahlen gearbeitet werden, oder?
      Kennt Ihr eine Möglichkeit die Drehzahl zu erhöhen? Geht das über's Setting der Fräse einzustellen und wenn ja, wie muß ich dabei vorgehen?
      Habt Ihr Erfahrung bezgl. des Fräsens von Plexiglas / Akryl? Welche Fräser, mit welcher Drehzahl?
      Zur Frage bzgl. der verwendeten Fräser beim Gravieren, - ich habe beides ausprobiert und habe den Eindruck als wäre das Ergebniss
      beim Fräser etwas besser als beim Gravierstichel. Die Kanten der gefrästen Ziffern und Buchstaben schienen mir etwas sauberer.
      Aber es funktioniert beides!
      Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus, Gruß, Manfred
    • Moin Manfred,

      für mich sind 1000 U/min schon etwas wenig. Arbeite selber immer zwischen 6000-12000U/min. Natürlich kommt es auch immer auf den Fräser und das zu bearbeitende Werkstück drauf an, und die eingestellte Vorschubgeschwindigkeit, Eintauchtiefe, Durchmesser des Fräsers. Hier würde ich dir den App-Store deines Handy's empfehlen. Gibt gute App's die dir die Einstellungen ausrechnen können z.B. "DrillMe".

      Wenn ich mich richtig erinnere hat Estlcam (benutze selber Fusion360) eine Werkzeugdatenbank wo man die Drehzahlen der Werkzeuge einstellen kann, hier kannst du die Drehzahl bereits änderen. Vorrausgesetzt deine Spindel ist von der Drehzahl her Computergesteuert bzw. auch angeschlossen. Sonst per Hand an der Spindel oder dem Spindelconverter einstellen. Hatte hierzu keine Angabe deiner Seits gefunden oder übersehen.

      Für Plexiglas /Acryl habe ich sehr gute Erfahrung mit Einschneider Fräser gemacht. 2 oder 3, 4 Schneiden verkleben sehr schnell da sie das Material sehr schnell erhitzen. Drehzahl kann ich dir wieder nicht so einfach beantworten da es von der Eintauchtiefe so wie der Zustellung und der Vorschubgeschwindigkeit abhängt und dem Fräser selbst.

      Gruß Jan
      3 Kontinente fehlen noch :mattes: .
    • Hallo Manfred,

      schau mal hier im CNC-Wiki, da findest du viele Fräsparameter je nach Material. Allerdings sind das auch "nur" Erfahrungswerte der entsprechenden Anwender mit ihren Fräsen und Frässpindeln, aber du kannst dich danach richten und so die optimalen Parameter für deine Fräse finden.
      Bei Sorotec gibt es im Downloadbereich unter "Fräsparameter" auch einen Schnittdatenrechner zur Installation auf dem PC.

      Gruß
      Andy
      In der Werft:
      Forenmodell FM13/09 Kempenaar "Alfred" (wenn ich nur mehr Zeit hätte...)
      Binnenschiff nach Art der "Wilhelmine" (z.Zt. Baustop, geht aber auch irgendwann weiter)

      In Planung:
      Flussschlepper "Becva"
    • Hallo Jan,
      danke für den Tip mit der App. Da erhält man schon mal ein paar Anhaltspunkte. Sind doch Begriffe wie Vorschubgeschwindigkeit und Eintauchtiefe für einen Laien oder Anfänger schlecht abzuschätzen.
      Die Ansteuerung der Fräse, also auch des Spindelmotors, geschieht in meinem Fall durch die mit der Fräse gelieferten Software,
      nicht durch Estlecam. Dadurch läst sich die Drehzahl der Spindel auch nicht über Estlecam beeinflussen.
      Gruß,Manfred
    • Gerne doch.
      Die Software die mitgeliefert wurde zu deiner Fräse, ist das die Software in du auch den G-Code(eventuell andere Bezeichnung) den du mit Estlcam erzeugst einlädtst. Wenn ja müsste das eine Einstellungssache sein das Variante A deine Software die Drehzahldaten aus dem G-Code auch verarbeitet oder Variante B in Estlcam einstellen das die Drehzahldaten auch in den G-Code mit hinein geschrieben werden. Den G-Code kann man auch mit dem Editor öffnen(Rechtsklick->öffnen mit-> Editor). Kannst ja gegebenfalls hier mal posten, mit einer kurzen Beschreibung was du eingestellt hast für Parameter.

      Wenn du gerne auch mal Youtube schaust, möchte ich dir gerne noch diesen Kanal empfehlen:
      youtube.com/channel/UCP_zryLiphD1PNDt4DP3XWA
      Der Mann hat wirklich Ahnung finde ich.

      Gruß Jan
      3 Kontinente fehlen noch :mattes: .