PZ-01 - Airboat der Warschauer Polizei - Bau eines Airboat-Anfängers

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    • PZ-01 - Airboat der Warschauer Polizei - Bau eines Airboat-Anfängers

      Moin liebes Forum!

      Jetzt habe ich mich durchgerungen und fange doch schon einen Baubericht an. Ich hoffe, dass er mich motiviert, wenn zwischendurch mal nicht so viel Zeit und/oder Lust zum Werkeln vorhanden ist.

      Ich lese schon länger hier mit und habe mir schon viele wissenswerte Tipps und Infos weggemerkt. Nun will ich mit Eurer Hilfe mein erstes Airboat zusammenschustern, das auch mal das Wasser sehen soll. Ein vorheriges Modell ist aufgrund Fehlplanung nicht über den Rohbau hinausgekommen...! Das soll jetzt anders werden.

      Ich habe mir ein Vorbild gesucht, was vermutlich nicht sehr bekannt ist: PZ-01 Carpathia Es ist ein Airboat der Warschauer Polizei.

      In dem geplanten Maßstab 1:7 ergeben sich folgende Maße:
      Länge: ca. 93 cm
      Breite: ca. 45 cm
      Höhe: ca. 44 cm
      Tiefgang: ca. 3,3 cm
      Gewicht: ca. 4,5 - 5,5 kg
      Länge Wasserlinie: ca. 70 cm
      Breite Wasserlinie: ca. 42 cm.

      Gedanken zu gewünschter Leistung, benötigtem Schub und dem daraus resultierenden (Motor-)Setup habe ich mir Dank Eurer Unterstützung (und eigenen Berechnungen) schon gemacht, aber dazu später mehr.

      Erst einmal habe ich mir aus einer 3-Seiten-Ansicht und diversen Fotos ein 3D-Modell gebastelt. Daraus exportiere ich die Spanten und alle weiteren benötigten Maße.
      Das Modell soll ein reines Gfk-Modell werden. Es steht also der zeitintensive Bau eines Urmodells mit anschließendem Laminieren von Negativ- und schließlich Positivform an.

      Hier ein paar Eindrücke vom derzeitigen Stand:
      3d-Bau0ac.png3d-Bau0a.png3d-Bau5.pngFront.jpgRück.jpgSeite.jpg

      Holz für die Spanten ist schon besorgt. Wenn der Plan fertig ist, geht's an Aussägen (noch ganz oldschool per Hand und ohne CNC...).

      So weit erstmal.

      Für Tipps bin ich immer dankbar!

      Olli
    • Hallo Olli

      Hier noch mal Herzlich Willkommen !
      Bin sehr gespannt was werden wird, schon weil deine "Vorabfragen" sehr speziell waren. Wir konnten ja schon etwas helfen und so sind hier bestimmt viele User neugierig was wird.

      Gruss
      Mikel
      Wenige wissen vieles,Niemand weiss alles...
      Doch mancher möchte alles besser wissen! :pf:
    • Hallo Olli,

      da hast Du Dir aber eine mächtige Größe gewählt.
      Dein Setup wird spannend werden.
      Mit dem Gewicht, wirst Du wohl noch etwas nach oben korrigieren müssen, aber das siehst Du dann beim Bau.
      In Deiner Zeichnung hast Du nur ein Ruderblatt, das Original hat jedoch zwei, was auch sinnvoller ist.

      Gruß Bernhard
      Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten.
    • Moin ihr Lieben!

      Danke! Zwei Ruderblätter hat es, sind auch gezeichnet; ist nur wegen der Einstellung nicht zu erkennen. Ich versuche, möglichst vorbildgetreu (so genau das ohne echten Plan eben geht) zu bauen.

      Als Setup hab ich bisher folgendes ins Auge gefasst:
      6S LiPo 5000mA
      Turnigy SK3 5065 - 320 KV (oder was Vergleichbares)
      an Ramoser 4Blatt 14", das ergibt je nach eigestellter Steigung 2000 bis fast 5000 g Schub (also bis mindestens etwa 80 - 85 % des geplanten Modellgewichtes) und (theoretische) Vollgaszeiten von 10 bis 5:20 min.

      sk3_5065-320á14''.PNG

      Ich hab bei mir um die Ecke ein Feld, was oft überschwemmt ist, bzw. sich Regenwasser an einer Seite sammelt. Das wäre das ideale Fahrgebiet: wenig tiefes Wasser und flacher Übergang zu Wiese. :)

      Ich versuche, den Plan so schnell wie möglich fertig zu bekommen, damit ich was zu tun habe, wenn erstmal die Quarantäne kommt... :whistling:
    • Hallo Olli,

      sorry habe das mit den zwei Ruderblättern in der Eile übersehen.
      Dein Setup ist soweit stimmig. Berechnet hast Du ein Ramoser 4Blatt, gezeichnet ein 3Blatt.
      14x9 wird vermutlich ok sein. Ich würde mit 14x7 anfangen und eventuell ein 3Blatt mit gekürzten Blättern nehmen.

      Gruß Bernhard
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    • funinaction schrieb:

      Hallo Olli,

      14x9 wird vermutlich ok sein. Ich würde mit 14x7 anfangen und eventuell ein 3Blatt mit gekürzten Blättern nehmen.

      Gruß Bernhard
      Hallo Olli

      Bernhard liegt mit gekürtzten Blättern richtig. In einem Gespräch mit H. Ramoser das schon länger zurück liegt, wollte ich erfahren wie man aus "kleinen" Luftschrauben ( 7" ) den größtmöglichen Schub rausholt.
      Seine Antwort war das es nur über die Blattfläche machbar ist. So wurde aus einem 8" Prop mit großer Blattfläche ein eingekürtzter 7". In dem Gespräch wurde auch klar das die dann wegfallenden Propspitzen nur der Geräuschdämpfung dienen und sonst keine "Wertung" haben. Mein Barbie-Airboat wurde mit diesem Prop bestückt und läuft seit diesem Tag einwandfrei.
      Aus diesem Grund habe ich zu einem Gespräch mit H. Ramoser geraten und kann es nur immer wieder tun. Ich bin damals sehr gut beraten und bedient worden. "Bedient" weil ich das einkürzen bei Ramoser im Haus habe machen lassen.

      Gruss
      Mikel
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      Doch mancher möchte alles besser wissen! :pf:
    • 'n Abend!

      Ja, das mit dem gekürzten Propeller schau ich mir mal an. :2:

      Ich habe jetzt den Plan in der ersten Version fertig und stelle ihn hier rein. Er hat sehr viel Zeit, Geduld und Fleiß gekostet (was ich glücklicherweise fast komplett auf der Arbeit erledigen konnte... :saint: ). Trotzdem darf ihn jeder Forumsnutzer runterladen und für sich nutzen, falls Interesse besteht. Weitergabe oder kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet.

      Es wird auch keine Verantwortung dafür übernommen, dass der Plan so funktioniert und das Modell auch tatsächlich brauchbar fährt.

      Ich würde euch bitten, mal rüber zu schauen, ob euch noch irgendwelche Unstimmigkeiten oder groben Fehler auffallen, die ich noch ändern sollte, bevor ich die Pläne drucken lasse und an den Bau gehe.

      Plan - PZ-01 Carpathia_Draufsicht.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_Front_Heck.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_gerendert.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_Helling.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_Kiel.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_Risse.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_Seitenansicht.pdf
      Plan - PZ-01 Carpathia_Spanten.pdf

      Danke!

      Olli
    • Hallo Olli,

      sieht eigentlich ganz gut aus.

      Lediglich die Ruderblattanordnung gefällt mir nicht.
      Ich würde die Ruderblätter weiter auseinander machen und den Drehpunkt weiter nach vorne setzen.

      So wie Du das gezeichnet hast, ist die Ruderwirkung reduziert, da, je weiter zur Propachse, die Wirkung weniger.
      Mag sein, das das ein gewünschter Effekt ist, da oft die weitere Anordnung zuviel Lenkwirkung hat.

      Die Drehachse macht ein relativ großes Vorblatt, das natürlich wieder mehr Lenkung bringt.
      aber ggf. auch das Servo wieder stärker belastet.

      Finde einfach Deinen Weg. Funktionieren wird Dein Airboat auf jeden Fall.

      Gruß Bernhard
      Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten.
    • OK, danke für dein Feedback!

      Ich hab halt alles so übernommen wie beim Original. Die Achse nach hinten zu verschieben würde ja sehr leicht gehen. Den Abstand zwischen den Rudern schon schwieriger. :hm:
      Muss mir über die Anlenkung der Ruder sowieso noch Gedanken machen. Da habe ich noch keine Erfahrung. Aber, ich denke, ich fange erstmal an zu bauen. Wird sich schon finden...
    • Hallo Olli

      Ich denke du bist schon auf dem richtigen Weg . Was im Original funktioniert, geht auch im Modell !!
      Bei den Testfahrten meines letzten Projekts ( 1000 Island Airboat ) habe ich sehr gut feststellen können wieviel Einfluss selbst kleine Ruderblätter auf einen Rumpf bzw. das Fahrbild haben. Mein Projekt
      Und mein Bootsrumpf ist 80 cm lang...
      Mein Modell fährt zwar ohne Vorblatt bei den Ruderblättern doch bleibt die "Wirkung" die gleiche. Es MUSS also nicht immer große Blätter sein.

      Schau mal hier : Drück mich bitte
      Oder hier : Noch mal drücken ( Hier kann man sehr schön die Ruderblätter erkennen ) Achte auf das geringe Vorblatt.

      Bisher kann man also sagen : "Folge deinem Stern, er weist dir den richtigen Weg!"


      Gruss

      mikel
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    • N'Abend Airboat-Kapitäne!

      Ich hab gestern den geplotteten Plan bekommen. Oha, das Teil wird ganz schön groß! :huh:

      Wenn alles klappt, geht es bald mit dem Bau los und zwar zügiger als geglaubt. Aber dazu mehr, wenn es soweit ist.

      Eine spezielle Frage betrifft noch die Luftschraube. Bernhard, du hast dir ja welche selber gedruckt. Mal abgesehen davon, dass ich das in Ermangelung eines Druckers nicht könnte, stelle ich mir die Frage, ob das so einfach zu realisieren ist. Es reicht ja nicht einfach nur die Form nachzubauen, da gibt es ja noch das Profil und den Blattwinkel, der sich ja üblicherweise über die Länge auch verändert. Stelle mir ein 'Eigendesign' schwierig vor. Aber ich hätte gerne auch 'realistischere' Propeller als die von Ramoser (o.a.). Die Form der airboat-typischen Blätter ist ja doch deutlich anders.
      Hast du deine Propeller schon testen können?

      Wenn das erfolgversprechend wäre, würde ich mir möglicherweise verschiedene Blätter drucken lassen und dann in Cfk abformen. Kann mir aber noch nicht so richtig vorstellen, dass das klappt. ?(

      Olli
    • Hallo Olli

      Ich bin jetzt nicht der Experte was Material und seine Eigenschaften angeht, doch möchte ich mal so sagen : Luftschrauben in der Größe wie du Sie brauchst haben anhand ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit schon extreme Fliehkräfte.
      Da muß dann schon alles stimmen...
      Mir ist bei der letzten Probefahrt ein 9" Prop am Motor zerbrochen. Und der war industriell gefertigt.

      Gruss
      Mikel
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      Doch mancher möchte alles besser wissen! :pf:
    • Ja, deswegen ja meine Frage. Ich kann es mir auch schwer vorstellen. Geringe Abweichungen werden ja da sicher schnell zum (ernsten) Problem. Aber in anderen Foren gibt es Flieger, die ihre Props auch selber bauen (bzw. vorhandene abformen) und die sollen dann deutlich haltbarer sein. Zugegeben, da ging es um Slow-/Indoorflyer.
    • Hallo Olli,

      momentan würde ich Dir zu gekürzten Ramoserprops raten mit einer 12c Nabe.
      Ob 3 oder 4Blatt ist letztendlich Deine Entscheidung und hängt auch vom Setup ab.

      Ich würde mit gekürzten 14" 3Blatt anfangen und mit dem Pitch den Prop optimal auf den Motor abstimmen.
      Meiner Meinung nach reichen 60-70% allemale. Wenn die nicht reichen sollten, dann auf 4Blatt umsteigen.
      Wäre nur eine zusätzliche 4Blatt 12C Nabe, die Blätter können umgebaut werden.
      Ich würde mir persönlich direkt 6-10 Blätter machen lassen, dann ist auch im Falle eines Falles,
      ein ausgewuchteter zu den anderen passender Prop vorhanden.
      Mit einer gut ausgesuchten Kürzung des richtigen Props, sieht das auch echt gut aus.
      FTDAB50.1 011 Propvarianten.JPG
      Hier ein optischer Vergleich von 7" Props für mein FTDAB50.1
      Tests mit meinen gedruckten Props habe ich schon gemacht
      PSM 006.JPGPSM 000.JPGPSM 002.JPG
      PSM 001.JPGPSM 003.JPG
      Diese sind bei 11.000rpm aus der Nabe geflogen. Das Blatt ist recht stabil wie man sieht mit 20% CFK Filament gedruckt,
      lediglich die Nabe ist noch ein Schwachpunkt und vermutlich auch die Druckereinstellungen.

      Momentan durchläuft mein Drucker einen Optimierungslauf.
      Meine Props haben kein verdrehtes Profil und sind nach Sensenich Props als Vorbild gemacht.

      Gruß Bernhard
      Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten.
    • Olli76 schrieb:

      Ja, deswegen ja meine Frage. Ich kann es mir auch schwer vorstellen. Geringe Abweichungen werden ja da sicher schnell zum (ernsten) Problem. Aber in anderen Foren gibt es Flieger, die ihre Props auch selber bauen (bzw. vorhandene abformen) und die sollen dann deutlich haltbarer sein. Zugegeben, da ging es um Slow-/Indoorflyer.
      Hallo Olli

      Ich würde... Auf das Urteil von Bernhard vertrauen und die Props von Ramoser kaufen !! Denn mal erlich, was nützt die ganze Detail verliebtheit wenn hinterher nur Ärger mit den eigenbau Luftschrauben ansteht ?
      Möchte hier nichts schlecht reden, dafür weis ich zu wenig. Doch zum einen schau dir die Ergebnisse von Bernhard an. ( Und das waren noch verhältnissmäßig kleine Luftschrauben ! )
      Dann muß es ja einen Grund geben warum gestandene Flieger "nur" Slow Flyer Props nachbauen... :kratz:

      Ich konnte ein paar Worte mit einem Fliegerkollegen wechseln und habe ihm die Story erzählt. Nach einigen Sekunden des Nachdenkens meinte er nur : "Sage deinem Kollegen das er entweder fertige ( standart ) oder eben Ramoser Props kaufen soll. In der Größe ist das die beste Option!"

      Meinereiner denkt das es schon Sinn macht so zu verfahren. Der Hobbykollegen weis recht genau was geht oder nicht. Der fliegt seit ca. 20 Jahren mit allem was Modellmässig vom Boden abheben kann.
      Frage : Hast du schon mit H. Ramoser reden können und wenn ja wie war seine Meinung ?

      Gruss
      Mikel
      Wenige wissen vieles,Niemand weiss alles...
      Doch mancher möchte alles besser wissen! :pf:
    • Ja, danke. So werde ich es auf jeden Fall für's Erste machen. Die von Bernhard gezeigten gekürzten Ramoser sehen schon ganz gut aus.
      Ich hab auch genug andere Baustellen, ehe ich versuche Props selber zu bauen. Ich muss mich ja schließlich erstmal um den Bau des Modells an sich kümmern.

      Apropos Bau: durch ein nettes und hilfsbereites Forenmitglied, der so nett war und die Teile (auch für mich) gefräst und mir zugeschickt hat, kann der Bau zügig starten. :2: Einige Teile fehlen jedoch noch.

      20200325_160813.jpg
    • Hallo Olli, Um Props selbst zu laminieren braucht es neben einem geeigneten Urmodell einiges an Erfahrung. Die Props werden aus Rovings laminiert, die zum Teil von der Blattspitze um die Nabenbohrung herum wieder zur Blattspitze gelegt werden und zum Teil von einer Blattspitze bis zur anderen. Da der Füllgrad über die Länge unterschiedlich ist, gehört da einiges an Versuchen dazu bis alles passt. Auswuchten der fertigen Luftschraube ist natürlich Pflicht. Aber es funktioniert. Sogar Speedflieger machen selbst Luftschrauben und bei denen drehen die Blattspitzen bis zum Überschallbereich hab ich mal gelesen. Da wirken dann schon Kräfte.
      Bei Bernhards Blättern ist nach meiner Meinung der Schaft in der Nabe das Problem. Es gibt keine Fasern welche die Kräfte weit in das Blatt ableiten. Zusätzlich wirken die "scharfen Kanten" in der Spannut dann als Sollbruchstelle.

      Von daher ist der Rat erst mal mit käuflichen Luftschrauben an zu fangen super, auch wenn es nicht dem Original entspricht

      Gruß Heiko