Restaurierung Chris Craft Constellation CCC

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    • Moin zusammen,
      hoffe auf Eure Hilfe.
      Meine CCC wird - wie die meisten meiner Schffsmodelle - mit einem Radargerät ausgestattet, das neben der Optik auch zur Einschaltkontrolle dient, angelehnt an dieses Vorbild.35.jpg

      Nun will ich erstmals in Verbindung damit einen Radarmonitor im Fahrstand installieren, der nicht einfach ein starres, sondern ein "echtes" bewegtes Radarbild zeigt.
      Dazu habe ich eine Idee hier aus den Forum aufgegriffen und mir einen sog. digitalen Schlüsselanhänger beschafft. Dig Schlüsselanh.JPG

      Geöffnet / zerlegt sieht der so aus.
      Radarmonitor.jpg

      Darauf sollen forlaufend 59 Bilder mit dem jeweils um 6 Grad weiterdrehenden Radarkeil als Diaschau ablaufen. Fuktioniert auch bestens und sieht m.E recht gut aus.

      Problem: Die minimal einstellbare Bildwechselzeit beträgt eine Sekunde, d.h. der Bildablauf auf dem "Radarmonitor" hat mit der Drehzahl des Radarbalken auf dem Kabinendach der CCC absolut nix mehr gemeinsam.

      Frage: Hat jemand so ein Teil mit diesen Bedingungen schon mal mit Erfolg eingesetzt oder weiß, wo ich in der Schaltung ode wo auch immer wie eingreifen kann, um die Folgesequenz der Diaschau zu beschleunigen ?

      Alternativ habe ich die Bildfolge als AVI-Datei erzeugt und auf einen videofähigen MP3-Player laufen lassen. Funzt grundsätzlich, nur ist das Displaye mit 50mm Diagonle doch recht groß und - schwerwiegender - jeweils zum Start der Videosequenz werden ober- und unterhalb des Radarbildes der Videotitel und ein Zeitbalken eingeblendet. Habe versucht, das Bild so klein zu machen, dass diese beiden Balken vom - noch zu bauenden - Monitorrrahmen verdeckt würden, geht, sieht aber aufgrund der Displaygröße absolut klobig aus.

      Auf die von alters her bekannten Radarmonitorlösungen mit motorisch angetriebener Schlitzscheibe oder LWL möchte ich nur ungern zurückgreifen.

      Hoffe auf Eure guten Ideen :2:
      Kreative Grüße
      Hermann


      Aedifico ergo sum


      Fahrbereit: Guggs' Du hier

      In Arbeit: Bermpohl, Chris Craft Constellation
    • Na, das klingt ja spannend!

      Die Sichtgeräte mit eingebautem Röhrenbildschirm von Yacht-Radaranlagen waren ziemlich gross und im Gegensatz zu „großen“ Schiffen oft nicht im Steuerpult integriert.
      Oft waren das graue Blechkästen zur Wandmontage, welche in Längsachse des Schiffes links oder rechts vom Steuerstand montiert wurden.
      Für das Sichtfeld gab es einen trichterförmigen Hartgummi/Kunststoffaufsatz den man per Bajonettverschluß auf den kreisrunden Bildschirm aufsetzen konnte.
      Oben an der Öfffnung war der Trichter dann so ein bisschen wie ne Taucherbrille ausgeformt.
      Das schaltete die Blendung durch Sonne und Tageslicht aus, und man bekonnte bequem im Stehen von oben das Radarbild sehen, und hoffentlich auch analysieren können.

      „Schatz, es ist nicht so wie Du denkst!“ fällt mir dazu ein.

      Ich muss mal im Archiv gucken ob ich was dazu finde.

      Vielleicht kann man das kleine Display anteilig in einen Schlitz Richtung Kajüte einschieben und das Bild als Splitscreen in die sichtbare Ecke schieben?

      LG+schönes We!

      Nessy
    • Hallo Hermann,
      sehr schöne Arbeit bisher.
      Um die Bildsequenzern zu beschleunigen mußt du den Taktgeber ausfindig machen. Entweder gibt es einen Quarz für die gesamte Schaltung oder einen Zweiten für die Bildfrequenz..
      Im ersten Fall, wird es noch einen Frequenzteilerbaustein geben, an dessen Ausgang das Taktsignal steht.

      Da diese Frequenzteilerbausteine aber festgelegte diskrete digitale Ausgänge haben, wirst du schwerlich eine exakte Anpassung an deine gewünschte Bildfrequenz bekommen.

      Die Zeiten wo solche Schaltungen noch mit Flipflops und analogen RC-Gliedern konstruiert waren, sind lange vorbei.
      Aber man konnte damals im Nachhinein durchaus kleine Anpassungen durch Potis oder mittels Drehkondensatoren an den Frequenzen vornehmen.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Moin Stefan,
      ja, die Teile kenne ich z.B. auch von der Brücke der AB. Werde ich aber so nicht bauen, weil dann der geneigte Zuschauer das Radarbild ja gar nicht sehen kann. Es wird schon ein etwas voluminöser Monitor werden, hab dazu auch schon ein Bild von Dir.

      Jörg, mit Quarz ist da leider nix, alles SMD, mal schauen.

      Leo, Arduino hilft natürlich immer (wenn man das Thema beherrscht :pf: ). Ich wollte den scheinbar einfacheren Weg gehen und jetzt klemmt es an der Sekunde - hatte ich im Vorfeld nicht bedacht. Es gibt aus dem Fliegerbereich einen Hersteller, der original Cockpit Displays für Modelle nachempfindet, teilweise schön klein, die bauen auch auf Wunsch, kostet halt.

      Mal schauen, was noch so kommt.
      Kreative Grüße
      Hermann


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      In Arbeit: Bermpohl, Chris Craft Constellation

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von veitha ()

    • Hallo Hermann,

      aus reiner Modellbausicht ist die Idee mit dem digitalen Schlüsselanhänger wohl schon kaum mehr zu überbieten. Es ist schon ein sehr hoher Detaillevel.
      Ich stelle mir allerdings schon noch die Frage, wer das wohl später überprüfen wird, ob das Bild und der Radarbalken wirklich synchron laufen? Also, es wird wohl niemand dem Bott nachschwimmen wollen, und selbst dann wird´s schon schwierig, beides im Auge zu behalten :bhi2:

      Aus rein technischer Sicht verstehe ich Dein Ansinnen natürlich - und ich bin da auch nicht anders, hab aber zum Glück eine Gruppe netter Menschen um mich herum, die mir dann sagen wann´s wirklich genug ist...

      Aus meinem Verständniss von (Micro-) Elektronik wirst Du den Takt der Schaltung nicht extrahieren könne, da sich vermutlich alles an Logik in einem winzigen Microcontroller oder Eeprom abspielt.
      Somit wäre es wirklich einfacher, das Ganze gleich als Projekt für einen Arduino (uno) aufzubauen, aber der Aufwand...

      VG, Ralf
      Graupner Ti Amo 1:15

      Graupner Commodore
    • Moin Ralf,
      erst mal danke für`s Lob. So wirklich synchron zum Radarbalken wird und muß das Monitorbild ja nun auch nicht laufen, aber die Diskrepanz von 1 Umdrehung/min (Monitor) zur 1 Umdrehung/sec (Radarbalken) fällt ja selbst dem Unbedarftesten auf. Klar ist auch, dass die Show nur nur dann sicht- und vorzeigbar ist, wenn das Modell an Land auf dem Tisch steht. Dass es gleichermaßen auch in Fahrt funktioniert, streichelt zugegeben nur das eigene Ego.

      Von einem Eingriff in die Schaltung habe ich mich mittlerweile schon verabschiedet, das wird nix, wie Du ja auch zutreffend argumentierst. Und in die Arduino-Welt einzutauchen, ist mir ehrlich gesagt zu zeitaufwändig.

      Zumal jetz im Kopf doch eine eletromechanische Lösung kreist; der Ansatz escheint vielversprechend, werde ein wenig tüfteln und dann berichten.
      Kreative Grüße
      Hermann


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    • Moin,
      bin gerade über die Nachricht gestolpert das hier ein Radarmonitor gesucht wird.

      Wenn an einer Lösung mit einem Arduinon interesse besteht. Kann ich vielleicht weiterhelfen.
      Bitte eine PN und wir können alles weitere austauschen.

      Hier mal einige kleine Vorschläge:

      modellbauplage.jimdofree.com/monitore/

      schöne Grüß Sven
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
      Mjölnir ein Segelboot (Miramare)
      Morgana eine Pirol aus dem Hause Robbe

      Werft:
      Eisbrecher Stettin

      Home
    • veitha schrieb:

      Moin Ralf,
      danke; die Leisten bestehen aus dünnem Alublech (0,3mm), auf dem Papierschneider in 3mm breite Streifen geschnitten.
      Die Scharniere sind mit poliertem Draht dargestellt, in die ich mit dem feinen Seitenschneider Kerben/Rillen in gleichmäßigen Abständen eingeprägt habe.
      schöne Umsetzung mit Wirkung. Auf dem Papierschneider ... na das werde ich auch
      mal versuchen, danke für den Tipp
      Gruß Jens
    • Hallo Herman
      Oben auf deinem 3. Foto
      Dieser kleine Silberling auf 12Uhr vor dem Lipo könnte tatsächlich ein Quarz sein.
      (Macht zwar wenig Sinn, da die meisten µC einen internen Taktgeber haben, der für solche Anwendungen dicke ausreichen dürfte.)
      Wenn du an dieser Lösung noch weitermachen willst, könnte man ja einen etwas schnelleren Quarz einbauen. Ob der µC das verkraftet und verarbeiten kann, steht auf einem anderen Blatt...
      Die Frequenz wird normalerweise in der Sofware hinterlegt.
      Kann sein, diese lässt sich "beschummeln" und arbeitet schneller. Kann sein, es geht garnix mehr...

      Peter
    • Moin Peter,
      vielversprechender Tip; habe gerade mal nachgeschaut, da ist wohl tatsächlich ein Quarz , lt. Aufschrift 32,758 KHz. Werde jetzt mal mit höheren Frequenzen experimentieren, die Teile kosten ja nur ein paar ct. Theoretisch bräuchte ich den 60zig fachen Takt (das wären dann ca. 2 MHz), um die annähend passende Bildwechselfolge zu erreichen, aber da man nicht weiß, wie diese Quarzfrequenz für den schaltungsinternen Takt umgesetzt wird, hilft da nur experimentieren. Werde mich rantasten.
      Kreative Grüße
      Hermann


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    • Eichner schrieb:

      Moin,
      bin gerade über die Nachricht gestolpert das hier ein Radarmonitor gesucht wird.

      Wenn an einer Lösung mit einem Arduinon interesse besteht. Kann ich vielleicht weiterhelfen.
      Bitte eine PN und wir können alles weitere austauschen.

      Hier mal einige kleine Vorschläge:

      modellbauplage.jimdofree.com/monitore/

      schöne Grüß Sven
      Moin Sven,
      tolle Monitore hast Du da; ich werde jetzt erst mal das Quarzthema weiter verfolgen, habe gestern noch eine mechanische Lösung mit Motorantrieb konstruiert (mein "Joker") udn wenn das alle nix wird, komme ich sehr gerne auf Deine Offerte zurück.
      Kreative Grüße
      Hermann


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    • JB007 schrieb:

      veitha schrieb:

      Moin Ralf,
      danke; die Leisten bestehen aus dünnem Alublech (0,3mm), auf dem Papierschneider in 3mm breite Streifen geschnitten.
      Die Scharniere sind mit poliertem Draht dargestellt, in die ich mit dem feinen Seitenschneider Kerben/Rillen in gleichmäßigen Abständen eingeprägt habe.
      schöne Umsetzung mit Wirkung. Auf dem Papierschneider ... na das werde ich auchmal versuchen, danke für den Tipp
      Moin Jens,
      das Teil funzt wirklich gut und die Klinge hat bislang alles klaglos mitgemacht, zähe Klarsichtfolie, Furnier, Alublech und sogar dünnes Tombak- und Messingblech.20200607_163416.jpg
      Kreative Grüße
      Hermann


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von veitha ()

    • Puhh...
      60facher Takt?
      2 MHz sind jetzt nicht die Welt, ich fahre meine Atmels mit 16 MHz.
      Aber das müsste dein µC erstmal abkönnen. Kommt halt drauf an, was da verbaut ist.
      37 kHz ist da eher der Schleichgang ;)

      Wenn du sowieso bereit bist, an dem Ding rumzulöten (und evtl. zu schrotten):
      -Mach mal den Quarz raus, und schau ob die Möhre weiter funktioniert.
      Wenn ja, dann benutzt das Programm den internen Oszillator des µC (würde ich auch tun).
      Der externe Quarz gehört dann wohl zu einer Standard-Bestückung der Platine. Und wird evtl. garnicht genutzt.

      -Wenn dann nix mehr läuft, kann man mal mit schnelleren Quarzen experimentien.

      Ist aber alles nur Glaskugel ...
      Peter
    • veitha schrieb:

      Moin Sven,
      tolle Monitore hast Du da; ich werde jetzt erst mal das Quarzthema weiter verfolgen, habe gestern noch eine mechanische Lösung mit Motorantrieb konstruiert (mein "Joker") udn wenn das alle nix wird, komme ich sehr gerne auf Deine Offerte zurück
      Moin,
      gerne, wünsche Dir viel Glück mit dem Quarz

      Gruß Sven
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
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    • So, während ich auf die Quarze warte, geht es ein wenig weiter mit dem Steuerstand.

      Niedergangstür und -luke sind eingebaut, 065 Restaurierung CCC.jpg

      ebenso das Radargehäuse und der zugeh. Antrieb auf /im Dach.066 Restaurierung CCC.jpg

      067 Restaurierung CCC.jpg

      Das urspr. Motorkontrollpult, ein sehr dünnwandiges Tiefziehteil, habe ich ein wenig aufgebessert...068 Restaurierung CCC.jpg

      und von den damals aufgeklebten Instrumentenfeln befreit
      069 Restaurierung CCC.jpg

      Möglichst nah an diesem Original soll es zukünftig aussehen
      7352243_20200131100803509_1_XLARGE.jpg
      Kreative Grüße
      Hermann


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