Falsche Motorenwahl

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    • Falsche Motorenwahl

      Hallo zusammen
      ich melde mich das erst Mal im Forum, ausgenommen mein Antrittsbesuch.
      Ich baue einen Springer Tug nach mit den Originalmassen, aber eigenem Aufbau. Dazu habe ich in einem Modellbauladen einen Antrieb gesucht, bin aber leider auf den Verkäufer hereingefallen.
      Er verkaufte mir eine Orion Set für Modellautos mit der Begründung, das würde gut passen. Das, obwohl ich ihm erklärt hatte, es handle sich um einen kleinen Hafenschlepper.
      Das Resultat nach einem Probelauf: Angefressene Welle und Blockade.
      Darauf habe ich die Motordaten gegoogelt und bin erschrocken. Der Brushless Motor hat eine Nenndrehzahl von 4100 U/Volt, und ich Trot.. habe ihn auch noch mit 3 S befeuert. Darauf ist die Welle festgefressen.
      Der Verkäufer hat mir einen Rennmotor verkauft, vermutlich war es ein Ladenhüter.
      Nun Schwamm drüber, vielleicht kann ich das Teil einem Modellautofreak weiterverkaufen.
      Jetzt aber zu meiner Frage: Was für ein Antrieb gehört in das Tug? Welche Drehzahl kann ich meiner Welle im Messingrohr zumuten?

      Danke für Eure Ratschläge.
      20200123_142302.jpg20200123_142311.jpg
      WIN_20191210_19_34_23_Pro.jpgTug Einfärbung a.jpg

      Euer etwas geprellter Urs
    • Hallo Urs,

      für dein Modell würde ich diesen Motor mit einem 40er Ms-Prop an 7,2 V empfehlen.

      Das Stevenrohr mit den aufgeriebenen Messingbuchsen solltest du austauschen. Es wird nie wieder dicht.

      Vor dem Einbau des neuen St.rohres, kannst du ein kleines D 4mm x L = 20 mm Rohr als Schmiernippel mit transparenten Schlauch montieren. Und solange Nähmaschinenöl auffüllen bis der Stand im Schlauch auf halber Höhe ( ca. 20 mm ) stabil stehen bleibt
      Das Schmierrohr sollte ca. 20 mm vom inneren Lager auf das Stevenrohr gelötet werden.

      Mit einem 7,2 V - 4 Ah NiMh-Akku erreichst du ca. 2 h Fahrzeit bei ca. 5 km/h.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Jaaa, son fetter Brushless hat dann eindeutig zuviel Umdrehungen für eine Gleitgelagerte Welle gebracht.
      Das vom Graubeer empfohlene Setup passt bedeutend besser. Ich hab in meinem Aeronaut Springer-Tug auch einen noname 540'er an 40 ms-prop (hatte den Grad zur hand) fahre auch mit 2s lipo.
      Segler und Moderator im Yacht-Forum
      Fahrbereit:Diverses Werft:Diverses ( <-- kommt bei raus, wenn die Signatur anderen zu gross ist :bhi2: )
      In Zukunft: zwei Projekte warten im Keller...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von segelgunnar ()

    • Hallo Ursli
      Beim schmieren der Welle wäre ich sehr vorsichtig.
      Wenn du Öl verwendest, welches auch immer, solltest du unbedingt Simmerringe in den Stevenrohren haben. Nur mit Gleitlager bekommst du die Stevenrohre nicht dicht. Der grund ist einfach: selbst der kleinste Ölfilm auf dem Wasser ist sehr deutlich zu sehen und ruft unserde "Naturschützer" auf den Plan. Eigene Erfahrung in Hamburg. Deshalb verwende ich nur Fett und bei Gleitlager Graphitfett.
      Gruß aus Wismar
      Bernd
      "Wer nichts weiß, muss alles glauben."
      Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

      Im Hafen:
      "ALTER SCHWEDE" Fischtrawler

      "MISTRAL" Motoryacht
      "URANUS" Dampfschlepper, im Mai bei schwerem Sturm mit 4 Mann Besatzung gesunken
      "BORUTA" Viehtransporter, Ist jetzt im Technickmuseum Pütnitz

      In der Werft:
      " Rokita " Neubau des Viehtransporters
    • Hallo zusammen
      erst mal Dankeschön für Eure Beiträge. Ich habe nun doch wieder einen Brushless gewählt. Die Entscheidung beruht auf dem bereits gekauften Regler.
      Es ist der BL MAX Marine P285 750 KV . Damit hoffe ich, die Drehzahl der Welle und damit auch die Geschwindigkeit dem Boot angepasst zu erreichen.
      Eine Frage noch:
      Was ist die maximale Drehzahl, die einer Graupner Kombi ( Messingstevenrohr mit 4mm Welle) zugemutet werden kann?

      Danke
      Urs
    • Hallo Urs,
      die max. Grenzdrehzahl der Graupner Ms-Stevenrohr-Wellenanlagen dürfte bei ca. 20-30 Tausend U/min je nach Länge liegen. Je kürzer desto höher die Drehzahlgrenze. Aber alles nur unter Vorbehalt, ohne Gewähr und solange der Ölfilm nicht abreist
      Für ein langsames Modell wie dein Schuber ist eine hohe Drehzahl aber sehr ineffektiv. Es droht sehr schnell Kavitation. Mit einem kleineren Prop-Durchmesser kann man hier entgegenwirken, aber dafür sinkt der Propwirkungsgrad noch weiter ab.
      Viel besser für langsame Fahrzeuge sind möglichst große ( > 50 mm D ) und langsamdrehende ( = 3.000 ... 5.000 U/min.) Propeller.
      Dein 750 U/V-Motor würde ich daher im Schuber mit max. 7 V in Kombination mit dem 40er-Prop betreiben

      @ Reiner: Der Motor hat einen Anker mit 5 Polen.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • unfassbarer Preis...hab noch nie bei Pollin bestellt. Ist die Qualität da grds, gut?
      in der Werft:
      Thunfischfänger Trevignon II 1:87
      Forenmodell Fast Crew Supplier 1:87
      Shrimp Boat (Lindberg-Bausatz) 1:60

      einsatzbereit:
      Graupner Lotse (als Polizeiboot), griechisches Fischerboot, Springer Tug (im Tim & Struppi Design), Frachtschiff Santa Teresa, Bugsier 18 Kuhwerder, LEGO Frachter City 7994, Hansajolle, Motoryacht Mistral, Seenotrettungskreuzer Theodor-Heuss
    • Pollin verkauft Restposten und Insolvenzware. Wenn Du den Motor haben willst am besten mehrere für spätere Projekte kaufen, weil niemand weiß wie lange man den Motor kaufen kann. Wenn die Kiste leer ist, dann ist meistens Schluß weil kein Nachschub kommt.
      Diese Blechmotoren werden noch immer massenweise produziert. Hersteller von Akkuschraubern zB. die davon tausende kaufen, zahlen wohl nur 50Cent und weniger /Stück.
      Hat mir mal jemand erzählt, der bei Siemens viele Jahre in der Kleinmotorensparte gearbeitet hat. Pollin macht selbst bei dem Preis immer noch seinen Schnitt.
      Die Motoren sind qualitativ nicht besser ocer schlechter als das was Graupner und Co für den 10-20fachen Preis verkaufen

      Heiko
    • Moin,

      aus eigener Erfahrung kann ich auch nur dazu raten: wenn Pollin den passenden
      Motor hat (Spannung/Drehzahl) dann zuschlagen, bei dem Preis macht man nichts
      verkehrt. Mein Liebling ist nun auch schon seit vielen Monaten nicht mehr lieferbar,
      ich habe aber noch welche liegen, der Bestand schrumpft aber leider.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • und der wird weiter schrumpfen, weil die BL- Technik in immer mehr Bereiche vordringt
      Billigere Akkuschrauber
      Scheibenheber usw

      Diese Blechbüchsen werden industriell als Sack- oder Schüttware gehandelt
      Das was wir als 400er 600er und Co bei den üblichen Modellbaufirmen für viel Geld kaufen/ gekauft haben, das ist nur wegen des Aufklebers Speed**** so teuer

      Heiko