Schiffswelle macht Geräusche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Schiffswelle macht Geräusche

      Neu

      Hallo zusammen,

      diesen Thread eröffne ich im Namen eines Bekannten, der seit kurzer Zeit ein Problem mit seiner Welle hat.

      Zum Modell: Es handelt sich um die alte Neptun, er hat den Bausatz günstig bekommen und soweit fertig gebaut.

      Die RC-Komponenten funktionieren auch reibungslos, allerdings hat gestern nach längerem laufen die Welle angefangen komische Geräusche zu machen.
      Es klang wie ein kreischen, welches periodisch kurz auftauchte, kurz weg war und dann wiederkam.

      Wir wissen beide leider nicht, wo das Problem liegen könnte. Das Stevenrohr wurde so gut es geht gereinigt, sonstige Verunreinigung sind auch nicht zu sehen.
      Die Wellen ist auch nicht verbogen oder so.
      Zwischen Welle und Motor ist ein leichter Winkelversatz,
      dieser wurde aber durch eine doppelte Kardankupplung ausgeglichen.

      Vielleicht weiß ja hier jemand in der Runde eine Lösung.

      Liebe Grüße!
    • Neu

      Hallo zusammen,

      nein bislang ist kein Fett
      oä im Stevenrohr vorhanden,
      das könnte eine gute Möglichkeit sein.

      Allerdings besitzt das Rohr keine Öffnung zum Einfüllen, kann dann einfach die Welle rausgezogen werden und das Fett durch diese Öffnung eingepresst werden? Oder reicht es, wenn wir nur die Welle einfetten und dann wieder einführen?

      Und welches Fett ist da am Besten geeignet?

      LG
    • Neu

      Marco Gerkmann schrieb:

      ...kann dann einfach die Welle rausgezogen werden und das Fett durch diese Öffnung eingepresst werde ?
      Kann man genau so machen, austretenden Fettüberschuß beim Welle einführen dann einfach abwischen.

      Ich verwende gern das hier.

      Normale Vaseline geht aber auch.
      Dateien
      Kreative Grüße
      Hermann


      Aedifico ergo sum


      Fahrbereit: Guggs' Du hier

      In Arbeit: Bermpohl, Chris Craft Constellation
    • Neu

      Moin,

      ein nicht seifendes nicht wasserlösliches Fett - egal welcher Hersteller - ist hier geeignet,
      sogar Vaseline.
      Ich nehme Wagenfett, das man (hat jede Kfz-Werkstatt) zum Abschmieren der Zugdeichseln
      bei Anhängern nimmt. Fülle Die etwas in eine kleine Spritze um und führe es damit in
      das Stevenrohr ein, dann die Welle hinterher und das herausqillende Fett wieder auffangen.

      Nachdem ich mir ein Holzregal und einen Rücksitz im Auto versaut habe, nehme ich kein
      Öl mehr, das sifft doch immer irgendwie etwas nach.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Neu

      Odin schrieb:

      Moin,

      ein nicht seifendes nicht wasserlösliches Fett - egal welcher Hersteller - ist hier geeignet,
      sogar Vaseline.
      Ich nehme Wagenfett, das man (hat jede Kfz-Werkstatt) zum Abschmieren der Zugdeichseln
      bei Anhängern nimmt. Fülle Die etwas in eine kleine Spritze um und führe es damit in
      das Stevenrohr ein, dann die Welle hinterher und das herausqillende Fett wieder auffangen.

      Nachdem ich mir ein Holzregal und einen Rücksitz im Auto versaut habe, nehme ich kein
      Öl mehr, das sifft doch immer irgendwie etwas nach.
      Ganz zu schweigen von den Fettaugen, die nachher auf dem Teich schwimmen!
      Daher ist Fett die bessere Wahl. Es dichtet die Welle auch gegen eindringendes Wasser ab.
      Gruß
      Jürgen
    • Neu

      Moin Jürgen,

      stimmt,
      und bei den größeren Booten mit kugelgelagerten Wellen, kommt zur
      Pflege ein kleiner Spritzer Kriechöl ans Wellenende und dann mit der
      Fettpresse das Fett nachpressen, bis es außen ordentlich herauskommt,
      abputzen - fertig. Denn ich weiß nie, ob ich nach kurzer Zeit wieder Zeit
      zum Fahren habe, oder das Boot mehrere Monate stehen bleibt.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Neu

      Schiffswellen fetten oder ölen ?

      Rund 90% aller Gleitlager im Maschinenbau werden mittels Öl geschmiert. Dies gilt auch für die meisten Schiffswellen.
      Hierbei kommen meist Umlaufschmiersysteme mit Hochdruckpumpen zum Einsatz. Bei Dauerläufern ist dies auch die ökonomischte technische Lösung.

      Im Modellbau sind die Verhältnisse etwas anders. Hier gibt es keinen Dauerbetrieb mit konstanter Drehzahl. Vielmehr wechseln sich hier Stillstand und stark schwankende Drehzahlen ab. Für Gleitlager so ziemlich die schlimmste und lebensdauerverkürzende Einsatzart schlechthin. Aber aufgrund der Einfachheit und des geringen Preises immer noch sehr verbreitet.
      Die einfachste Schmierart zum Schutz der Gleitlager unter Berücksichtigung der geringen Motorleistungen ist eine Vorratsölschmierung mit dünnflüssigem biologisch abbaubaren Öl.
      Eine Fettschmierung mit Viskositäten > 100 mm²/s, kann dagegen sehr schnell zu Verlustleistungen im Bereich von 5 bis 20 W oder mehr führen. Dies macht sich bemerkbar durch eine deutliche Erwärmung der Welle und des Stevenrohres beim Probelauf mit Vollgas ausserhalb des Wassers.

      Mein Probelauf mit einer 2 mm Welle in einem 140 mm langen Stevenrohr, gefüllt mit Plastilube ergab nach wenigen Sekunden mit 12.000 U/min eine Temperatur von über 60°C und eine "Leerlaufleistung" von ca. 15 W.

      Der einzig akzeptable Kompromiß war für mich dieses Fliessfett. Mit einer sehr geringen Viskosität von 45 mm²/s bei 40°C.

      Vor ca. 10 Jahren habe ich mich aber entschlossen alle meine Modelle mit kugelgelagerten Wellenanlagen auszustatten.
      Wer sich nicht traut seine Wellenanlage selbst herzustellen findet z.B. hier eine große Auswahl.
      Diese W.-anlagen sind mit einem Dichtring 100% wasserdicht und sehr wartungsarm. Eine Messerspitze von v.g. Fliessfett vor jedem 10. Fahreinsatz garantiert eine lange Lebensdauer.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Neu

      Hallo Michael,

      für die Statik des Rohres macht es keinen Unterschied ob das Stevenrohr aus Ms oder Alu ist.
      Bei kleinen Modellen bis ca. 1 kg würde ich in jedem Fall die leichteren Alu-Stevenrohre aus Gewichtsgründen bevorzugen.

      Bei meinem aktuellen Neubau einer 40 kg-Megayacht sind die Rohre dagegen aus Ms incl des aufgelöteten Schmierröhrchens.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail