Schiffsaufbauten in CAD konstruieren

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    • Schiffsaufbauten in CAD konstruieren

      Hallo zusammen,

      ich habe bereits im CAD schon einiges gezeichnet meist nur 2D und ab und zu auch kleine Teile für 3D.
      Jetzt frage ich mich jedoch wie ich am besten einen Aufbau komplett im CAD im 3D konstruieren kann und mir dann später daraus 2D Teile herauszuziehen die ich in eine dxf packen kann. Die Teile würde ich dann gern aus Polystyrol auf meiner Fräse fräsen. Am liebsten dann mit Stecklaschen zum besseren zusammenbauen, grob gesagt mir selbst einen Bausatz fertigen. :pf:
      Im 2D habe ich es schon versucht aber bei bestimmten Formen stößt man da schnell an seine Grenzen..

      Aktuell habe ich bis jetzt mit AutoCAD und Fusion360 gearbeitet.

      Habt ihr einen Tipp zu einem sinnvollen Workflow?

      Gruß Mario
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    • N'Abend!
      Ich arbeite zwar mit einem anderen Programm, aber die Vorgehensweise sollte übertragbar sein.
      Ich konstruiere das Objekt möglichst aus einer 3-Seitenansicht erst einmalin 2D, so dass die 3 Dimensionen (also Länge, Breite, Höhe) bestimmt sind. Daraus erstelle ich in definierten Abständen Spanten, die ich ins 3D Programm übertrage. Im gleichen Abstand aufgestellt und als Volumenkörper aufgezogen ergibt das ein 3dimensionales Objekt. Das verändere ich bis es mir gefällt.
      Dann kann ich Schnittebenen erstellen, die die Spanten aus dem Objekt herauszeichnen. Die werden in ein Vektorprogramm exportieren und dann ggf. noch angepasst.
      Ich versuche morgen mal ein Bilder zu machen.
    • Moin Mario,

      wenn ich deine Frage richtig verstanden habe möchtes du aus einen 3D Körper eine 2D DXF Datei machen, damit du diese wiederrum in dein Programm für deine Fräse laden kannst. Richtig?
      Wenn Ja, würde ich sagen das es einfacher ist den 3D Körper zu Fräsen. In Fusion360 kannst du die Körper gleich in eine Fräsdatei umwandeln. Du Zeichnest in der "Konstruktion"s Ebene (steht oben Links), wenn dir der Körper gefällt klickst du auf "Konstruktion" und wählst dann "Fertigen" aus. Hier kannst du denn gleich das Fräsprogamm erstellen. Ist für die Polystyrolvariante einfacher, finde ich.

      Wenn du das ganze aber lieber in Scheiben haben möchtes wie bei einem Spantenriss zum Beispiel: Kannst du den Bootsrumpf in Scheiben aufteilen in dem du in den gewünschten Abständen Konstruktionsebnen (Konstruieren) setzt. Anschließend die Funktion "Körper teilen" benutzt. Hier den Körper auswählen und denn die Ebenen wo der Körper geteilt werden soll. Dann ist der Körper in Scheiben aufgeteilt auf denen du denn wiederum eine Skizze erstellen kannst, dieses einfach kurz machen und Fertigstellen. Unter dem Reiter "Skizzen" ist dann die Skizze enthalten wo du mit Rechsklick das Zusatzmenü öffnest wo die Funktion "Als DXF speichern" vorhanden ist.

      Welche Fräsensoftwäre benutzt du? Einige können auch STL Datein laden und eine sogenannte 2.5D Fräsung zu erstellen.

      Hoffe konnte ein wenig Helfen.

      Gruß Jan
      3 Kontinente fehlen noch :mattes: .
    • Ich konstruiere immer alles direkt im 3D, egal ob geschäftlich oder privat. Den Umweg über 2D spare ich mir, wüsste nicht wozu.

      Ich arbeite mit Pointline, das hat seit ein paar Jahren so eine nette Funktion. Alle ausgewählten 3D-Teile werden kopiert und "auf den Boden" (die grösste Fläche) gelegt und vermasst (Länge und Breite). Keine Ahnung ob ACAD das auch bietet, arbeite schon seit 15 Jahren nicht mehr damit. Weiter gibts eine Funktion, die automatisch frei definierbare Schnitte (2D) erzeugt, die wirds wohl in ACAD auch geben. Such doch mal nach "Schnittfläche erzeugen"...

      Aus den 3D Teilen lassen sich Daten für 3D Drucker erzeugen, aus den Schnitten Daten für NC-Fräsen. Das ist eigentlich der einfachste Teil der Übung.

      Mein Vorschlag: 3D Konstruktion und danach umwandeln in die gewünschten Formate zwecks drucken oder fräsen.
    • Duggy schrieb:

      ...Wenn du das ganze aber lieber in Scheiben haben möchtes wie bei einem Spantenriss zum Beispiel: Kannst du den Bootsrumpf in Scheiben aufteilen in dem du in den gewünschten Abständen Konstruktionsebnen (Konstruieren) setzt. Anschließend die Funktion "Körper teilen" benutzt. Hier den Körper auswählen und denn die Ebenen wo der Körper geteilt werden soll. Dann ist der Körper in Scheiben aufgeteilt auf denen du denn wiederum eine Skizze erstellen kannst, dieses einfach kurz machen und Fertigstellen. Unter dem Reiter "Skizzen" ist dann die Skizze enthalten wo du mit Rechsklick das Zusatzmenü öffnest wo die Funktion "Als DXF speichern" vorhanden ist...
      Viel zum kompliziert! Fuison360 kann das viel schneller und besser mit dem "SLICER" Tool. Es ist kostenlos und generiert dir perfekte Fräsdateien für Spantengerüste etc. ganz nach deinen Wünschen.



      .chris
    • Hallo zusammen,

      erstmal vielen Dank für eure Antworten.

      Mir geht es primär nicht um "Spantenrisse" aus einem 3D Körper sondern darum einen gesamten Schiffsaufbau darstellen zu können.
      Wenn ich den im 3D konstruiere will ich ja auch, daraus Einzelteile machen in denen in der Außenhaut die Türen und Fenster mitgefräst werden. Bei Schrägen Formen und anderen Geometrien wird das mit dem Erstellen der Einzelteile aus Schnitten ja relativ schwierig. Als Beispiel: Ich würde mir selbst gern so einen individuellen "Steckteilesatz" erstellen wie es für den FCS in der Filebase einen gibt.
      Damit ich die Teile einzeln behandeln kann müsste ich mir dann doch die Arbeit machen und mit einer Baugruppe arbeiten und dann jedes Einzelteil als Bauteil erstellen und das ganze dann virtuell zusammenbauen.
      Wie ich mir solch detaillierte Teile konkret aus einem zusammenhängenden 3D Körper extrahieren kann ist mir dabei nicht ganz klar.
      Vielleicht ist es doch sinnvoll mir jedes Polystyrolteil als eigenes Teil zu zeichnen und mir daraus nach und nach das ganze zusammenzubauen.

      Gruß Mario
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    • Moin,

      hier gibt es auch viele verschiedene Arbeitsweisen (Viele Wege führen nach Rom :D ).
      Habe ein Screenshots gemacht:
      1.png Sagen wir du hast den Schiffskörper als ein Körper gezeichnet.
      2.png
      Diesen kannst du zB auf diese Weise in Einzelne Baugruppen Teilen. Erstelle einen Quarder (maximal die Bauraumgröße deiner Fräse). Schiebe ihn an die Position welchen Teil du haben möchtest.
      Öffne die Funktion "Kombineren" ZielKörper der Quarder, Werzeugkörper das Schiff, Vorgang Schnittmenge wählen.
      3.pngDenn noch Werkzeuge beibehalten Anklicken.
      4.pngWenn alles ausgewählt ist erscheint eine Vorschau, wenn diese Okay ist OK drücken.
      5.png
      Somit hat man eine Bereichskopie eines Bauteils erstellt. Ab und zu muss man noch Störende Elemente wegschneiden. Man kann jetzt auf den Körper225 als Beispiel Rechsklick machen und die Funktion Komponente aus Körper Erstellen auswählen. Diese kann man den auch als Einzelnes Bauteil abspeichern und in andere Projekte laden.
      6.png
      Hier habe ich den Körper noch in die CNC (Fertigen) Funktion von Fusion360 geladen, und eine Schnelle Frässimulation erstellt. Der Fräser Arbeitet sich jetzt an den 3D Konturen entlang.

      Gruß Jan
      3 Kontinente fehlen noch :mattes: .
    • bastelbogen schrieb:

      Das sollte ebenfalls mit dem Slicer Tool problemlos möglich sein.
      Sicher ist es problemlos möglich, auch in ACAD und z.B. Pointline. Die Frage ist, ob es auch SINN macht?

      Ich zeichne lieber einzelne Teile und fasse diese zu Gruppen zusammen und/oder lege sie auf eigene Ebenen. So kann ich sowohl die Gruppe als auch Einzelteile davon anwählen/bearbeiten. Zusätzlich kann ich Ebenen nach Bedarf ein- oder ausblenden. Das hilft bei Zeichnungen mit vielen Bauteilen die Übersicht zu behalten
    • Ich kenne bloß Creo 4 als CAD Programm, aber dort werden die Einzelteile auch in Baugruppen zusammengefasst.
      Ales andere wär auch unübersichtlich. Teile die man mehrmals braucht, werden einmal gezeichnet und dann so oft wie man sie braucht in die Baugruppe eingebaut.
      2D Zeichnungen kann ich aus den 3D Daten auch erzeugen.

      Exportieren kann ich die 3D Daten in alle möglichen Formate, die dann für Fräsen oder 3D Drucker verwendet werden können.
    • Obelix schrieb:

      bastelbogen schrieb:

      Das sollte ebenfalls mit dem Slicer Tool problemlos möglich sein.
      Sicher ist es problemlos möglich, auch in ACAD und z.B. Pointline. Die Frage ist, ob es auch SINN macht....
      Beschäftige dich intensiv mit dem Tool und die Frage nach dem SINN wirst du sicher nicht mehr stellen.
      Prozesse und Workflow ändern sich immer durch Fortschritt. Das ist auch im CAD so, die Frage wäre also vielmehr: Warum an alten Arbeitsweisen festhalten wenn man sich NEU in CAD einarbeitet? Dann ist es doch sinnvoller sich gleich mit der Aktuellen Technik und Arbeitsmehtoden zu befassen bzw. erlernen?!

      Das man als "alter Hase" (nicht negativ gemeint) viel lieber bei seinen Gewohnheiten bleibt weil diese schon immer funktionieren ist ja eine Tatsache der wir wohl alle in manchen bereichen im leben verfallen. Nur ist das immer Sinnvoller?

      Zurück zum eigentlichen.

      Wenn du relativ gut in Englisch bist sollte dir das hier viel helfen.





      .chris
    • bastelbogen schrieb:

      Warum an alten Arbeitsweisen festhalten wenn man sich NEU in CAD einarbeitet?
      Das mit dem neu ins CAD einarbeiten dürfte schwierig werden :D Ich habe 1995 mit 3D CAD auf ACAD begonnen und mache das eigentlich seither professionell :bhi2: inkl. fotorealistische Darstellungen für unsere Kunden.


      bastelbogen schrieb:

      Dann ist es doch sinnvoller sich gleich mit der Aktuellen Technik und Arbeitsmehtoden zu befassen bzw. erlernen?!
      Wie gesagt, sinnvoll ist nach meiner Erfahrung die Vorgehensweise mit Einzelteilen, (Bau-)Gruppen, Blöcken und verschiedenen Ebenen, um eine umfangreiche Zeichnung zu strukturieren. Was die CAD Software betrifft, da läuft bei uns eigentlich immer die neuste Version. Bei Neukonstruktionen gehen wir im Büro so vor, dass wir die Konstruktion so in Einzelteile zerlegen, wie man sie sinnvollerweise zur Herstellung anfertigen würde. Somit dienen die Daten der konstruierten Teile als Grundlage für die spätere Herstellung mit NC-Zuschnittautomat und NC-Fräsen.

      Erst die ganze Kabine als einen Körper zu zeichnen und nachträglich in verschiedene einzelne Körper zu zerlegen geht auch, wär aber ganz bestimmt nicht mein Lösungsansatz.
    • Obelix schrieb:

      bastelbogen schrieb:

      Warum an alten Arbeitsweisen festhalten wenn man sich NEU in CAD einarbeitet?
      Das mit dem neu ins CAD einarbeiten dürfte schwierig werden :D Ich habe 1995 mit 3D CAD auf ACAD begonnen und mache das eigentlich seither professionell :bhi2: inkl. fotorealistische Darstellungen für unsere Kunden.

      bastelbogen schrieb:

      Dann ist es doch sinnvoller sich gleich mit der Aktuellen Technik und Arbeitsmehtoden zu befassen bzw. erlernen?!
      Wie gesagt, sinnvoll ist nach meiner Erfahrung die Vorgehensweise mit Einzelteilen, (Bau-)Gruppen, Blöcken und verschiedenen Ebenen, um eine umfangreiche Zeichnung zu strukturieren. Was die CAD Software betrifft, da läuft bei uns eigentlich immer die neuste Version. Bei Neukonstruktionen gehen wir im Büro so vor, dass wir die Konstruktion so in Einzelteile zerlegen, wie man sie sinnvollerweise zur Herstellung anfertigen würde. Somit dienen die Daten der konstruierten Teile als Grundlage für die spätere Herstellung mit NC-Zuschnittautomat und NC-Fräsen.
      Erst die ganze Kabine als einen Körper zu zeichnen und nachträglich in verschiedene einzelne Körper zu zerlegen geht auch, wär aber ganz bestimmt nicht mein Lösungsansatz.
      OK, ich habe begriffen wie toll du bist.

      Das mit dem neu ins CAD einarbeiten war an den Themenstarter gerichtet. Vielen Dank das du ernst gemeinte Beitrage auf dich als mutmaßlichen CAD-Gott beziehst und dich darüber lächerlich machst. Das zeugt von sehr viel Reife und wirklichem erwachsen sein. Fotorealistische Darstellungen für Kunden sind schon eine unglaubliche Leistung die keiner von uns wohl in deiner Qualität hinbekommen würde. Hierfür meinen größten Respekt. Professionell mit CAD und Render-Engines zu arbeiten ist heut zu tage schließlich ein USP und ganz ganz selten.

      Zum zweiten Punkt kann ich deinen Firmenchef ja nur bewundern das er für alle Mitarbeiter scheinbar immer das neuste an Software kauft. Damit scheint er in dem Business wirklich einzigartig zu sein. Aber er hat ja auch glück einen CAD Papst in seinem Betrieb zu haben der auch noch realistisch rendern kann.

      Ich entschulige mich höflichst bei dir das ich dem Themenstarter einen anderen Weg aufgezeigt habe.

      In dem Sinne bin ich hier aus dem Thema raus.
    • @mario190
      Hallo Mario,

      ich verwende als CAD-Programm FreeCAD. Ob diese Software als professionell bezeichnet werden kann, kann ich nicht beurteilen - ich bin kein Profi. Aber ich komme mit diesem Programm sehr gut zurecht.
      Wenn ich räumliche Dinge (Kästen, Häuser, etc.) entwerfe, die später gefräst werden sollen, zeichne ich grundsätzlich alle Wände, Böden und Deckel einzeln, und zwar auf der XY-Ebene liegend, also in der Lage, wie sie später auch gefräst werden. Das macht es einfacher, anschließend 2D-DXF-Dateien daraus zu erstellen. Allerdings konstruiere ich diese Teile in 3D und zwar so dick, wie sie später wirklich sein sollen. In FreeCAD gibt es eine sogenannte "Assembly-Workbench". In diese Workbench importiere ich Kopien der gezeichneten Teile und kann diese dort so drehen, verschieben und zusammenfügen, daß das geplante Gebilde dreidimensional entsteht. Hier kann ich nun kontrollieren, ob alle Einzelteile korrekt zusammenpassen. Bei Bedarf können dann an den Einzelteilen Änderungen gemacht und diese anschließend in der Assembly Workbench aktualisiert werden. Habe ich mehrere exakt gleiche Teile, so muß ich das Teil nur einmal zeichenen, kann es aber mehrfach in die Assembly Workbench importieren. Ich schätze, sowas hast du gemeint. Ob sowas auch in Fusion 360 oder anderen 3D-CAD-Programmen geht, weiß ich nicht, vermute es aber. Paßt alles, erzeuge ich von den Einzelteilen DXF-Dateien, lade sie im CAM (bei mir Estlcam), generiere den G-Code und fräse die Teile.
      Verzinkungen an den Wänden kannst du bei der Zeichnung gleich mit vorsehen.

      Gruß
      Andy
      In der Werft:
      Forenmodell FM13/09 Kempenaar "Alfred" (wenn ich nur mehr Zeit hätte...)
      Binnenschiff nach Art der "Wilhelmine" (z.Zt. Baustop, geht aber auch irgendwann weiter)

      In Planung:
      Flussschlepper "Becva"
    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für die Vorschläge.
      CAD Neuling bin ich jetzt auch nicht hab auch schon in SolidWorks und Inventor 3D gezeichnet.
      Jedoch habe ich mich speziell für diese Anwendung gefragt was ein guter Workflow ist bei dem ich effektiv ans Ziel komme.
      Am liebsten würde ich so wie in Solidworks die Teile einzeln zeichnen und dann in einer Baugruppe zusammenfügen und schauen ob es passt. Jedoch hab ich das nur auf der Arbeit und nicht für den Privatgebrauch :D
      FreeCAD habe ich auf dem Rechner aber das finde ich nicht wirklich intuitiv aber vielleicht geht das ja nach einer gewissen Einarbeitung. Fusion finde ich eigentlich gut jedoch fehlt mir hier die übersichtliche Gliederung in einer Baumstruktur wie eine bei einer Baugruppe in SolidWorks oder Inventor. Aber vielleicht habe ich die Funktion auch nur noch nicht gefunden...
      Nachdem ich dann alle Teile einzeln gezeichnet habe, würde ich die in Estlcam fräsen.
      Problem sehe ich nur darin bei Teilen die eine Gehrung/Winkel haben, da muss ich darauf achten die äußerste Kante zu nehmen. Will nämlich nicht jedes Teil als 3D Teil abzeilen. Die Nacharbeit kann ich ohne Probleme von Hand machen.

      Aktuell warte ich aber erstmal auf einen neuen Rechner, da mein fast 6 Jahre alter Lenovo Laptop in Sachen CAD-Performance etwas abgebaut hat... :pf:

      Gruß Mario
      Modelle:
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      Airboat "Das Grüne Biest" (Fahrvideo)
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    • Der Ansatz mit 3 Ansichten als Rahmenbedingung kann hilfreich sein, muss aber nicht. Wenn vorhanden, würde ich diese als Masterskizzen dankbar annehmen. Aber selber anlegen würde ich sowas auch nicht.

      Duggy schrieb:

      [...] würde ich sagen das es einfacher ist den 3D Körper zu Fräsen. [...]
      *holt tief Luft* Fertigungsgerechtes Konstruieren! Was meinst Du was unsere Konstrukteure sich alles anhören dürfen, wenn im Baudock was nicht passt...

      Nee, alles gut. Für 3D-Druck oder 3D-Fräsen kann/darf man anders konstruieren als für die Fertigung+Montage von Einzelteilen aus Flachmaterial. Letzteres ist hier gewünscht.

      Zuhause arbeite ich mit Inventor in 3D, mit AutoCAD in 2D. Ist mit unserer Software auf der Arbeit nur bedingt zu vergleichen, aber das Vorgehen ist prinzipiell ähnlich.

      Ein Deckshaus aus einzelnen "Blechen" konstruiere ich direkt in 3D, mit Skizzen auf den nötigen Arbeitsebenen. Wenn möglich als Baugruppe, dann können baugleiche Einzelteile einfach mehrmals eingefügt werden.
      Auf Basis der Skizzen entstehen dann Stück für Stück alle Bleche als Volumenkörper, möglichst als einfache Extrusionen. Sollen diese dann noch Stecklaschen und passende Löcher bekommen, kann man diese relativ einfach ergänzen und sieht dann auch sofort in 3D, ob es passt. Bei (einfach) gebogenen Teilen wird das Bauteil ebenfalls als Extrusion auf gebogener Fläche konstruiert und dann abgewickelt, so ziemlich alle Programme können das.

      Von jedem Bauteil wird dann eine 2D-Ableitung gemacht, im einfachsten Fall entspricht diese schon der erstellten Skizze. Diese Einzelteile werden dann auf eine Rohplatte genestet (z.B. Polystyrol in der Größe 210 x 297 mm :huh: ), mehrfach genutzte Teile natürlich mehrfach platziert, gespeichert und fertig gemacht für die Fräse.

      Wahrscheinlich auch nochmal ausgedruckt und eventuelle Nahtvorbereitungen (Fasen) in Farbe angetragen, wenn die Fräse sowas nicht direkt anbringen kann.

      Mag sein dass das umständlich wirkt, aber so habe ich das gelernt.
      In Fahrt: Dulcibella "Paddy", Double Dragon (Robbe) ----- In Pflege: die Küken der BrushlessEnte
      Auf diesem Bollerwagen fahren 5 Boote und eine Ente mit!
      Weisheiten des Dekans: "Der Tiefgang sollte generell nicht größer sein als die Seitenhöhe."
      Google-Map Modellgewässer
    • Hallo Mario,

      auch ich konstruiere meine Modelle im Computer, bevor ich mit dem Bau beginne. Die von mir bevorzugten Konstruktionsprogramme sind: für den Rumpf FREEship (heute DELFTship), für alle Aufbauten ACAD. Bei der Konstruktion, beispielsweise von Deckshäusern, gehe ich grundsätzlich in Schritten vor, von 2D zu 3D. D. h. ich zeichne z. B. ein Rechteck für eine Wand. In das Rechteck zeichne ich dann die vorgesehenen Aussparrungen ein, für Fenster, Türen, Lüftungen usw. Diese Zeichnung wird in eine eigene Datei (neues Zeichenblatt) kopiert und ist damit die Fräsvorlage der entsprechenden Wand.

      Wenn ich Dich richtig verstanden habe ist das Erstellen der Fräsvorlage Dein Ziel.

      Weiter geht es mit der Fertigstellung der Wand. Zunächst wird die Wand mit allen Inhalten zu Regionen umformatiert. Dann ist die Stärke der Wand zu bestimmen und zu einem 3D-Element zu ändern. Jetzt sind die Ausschnitte an der Reihe. Sie müssen dicker sein als die Wand selbst. Liegen alle Elemente in 3D vor werden sie aus der Wand herausgeschnitten (Ändern -> Volumenkörper bearbeiten ->Differenz).

      Auf diese Weise hast Du eine Fräsvorlage erhalten und ein 3D-Element erstellt. Auf gleiche Weise kannst Du nun weitere Wände konstruieren, zu einem Raum zusammenfügen, und nach vorstehender Beschreibung z. B. mit Türen versehen. Dieses ist auch die Arbeitsweise wie sie u. a. Obelix, und AndySfür Dich beschrieben haben. Den von Dir erwähnten „Steckteilesatz“ bietet Dir ACAD unter dem Begriff Block/Blöcke.

      Gruß, woldig
      Gruß, woldig