Wasa von Corel 1:75

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    • Hallo Roman,

      danke für deine ausführliche Stellungnahme. Du hast mir einen leichten Schreck eingejagt wegen des Besanstengenstags. Ich dachte, hoffentlich ist das nicht wieder reine Fantasie von Corel.
      Ich habe gleich in meinen Büchern nachgeschaut, ich habe diese Befestigung an den Wanten in zwei Gesamtzeichnungen gefunden. Das scheint man im frühen 17. Jahrhundert wohl häufig so getakelt zu haben, ich habe es noch bei anderen Schiffen gefunden. Aber du hast recht, nachspannen in Richtung Bug geht so nicht, nur in Richtung Heck.

      Zu den Jungfernblöcken:
      Da ich ja im Gegensatz zu dir nur ein Standmodell baue, war mir eine gleichmäßige Spannung auf allen Blöcken nicht ganz so wichtig. Ich habe das Tau um die Blöcke gelegt, nach Gefühl in die richtige Position gebracht und dann erstmal mit Sekundenkleber fixiert. Und dann erst verknotet.

      Die Stage korrigieren:
      Das lässt sich vielleicht noch geringfügig verbessern. Man muss schon ziemlich kräftig ziehen, damit der Bogen etwas flacher wird. Behalte ich aber im Hinterkopf.

      Dann habe ich noch eine Frage.
      An den Großsegeln sind an der Außenseite fächerförmig Taue zu sehen. Ich nehme an, die sind zum Trimmen der Segel?
      Bei der Wasa (aus Büchern 2. Bild, Plan für die Segel gibt es nicht) sieht man diese Taue nur an den Großsegeln, bei anderen Schiffen auch bei den Marssegeln. Da die Marssegel aber sehr groß sind, wäre das doch sicher auch logisch?

      Gibts bei der Zeta auch bald wieder ein Update?

      Grüße aus dem Schwarzwald
      Iring
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    • Oje, wollte Dir keinen Schreck einjagen :D
      Das war mein Ansatz als Ingenieur, nicht historisches Wissen. Aber es scheint ja offenbar funktioniert zu haben - wobei mir das noch nie aufgefallen ist, also vielleicht wurde das später durch eine andere Lösung ersetzt?

      Ich bin nicht sicher, welche Taue Du meinst. Es gibt zum einen die sogenannten Bulins - diese dienen dazu, auf der Luvseite das Zusammenklappen des Segels zu verhindern, es also für den Wind offen zu halten, vermutlich damit weiter an den Wind herangegangen werden kann. Sie sind vom Rand des Segels irgendwo noch vorne geführt.

      Und dann sieht man auf Deinem Plan noch aufgefächerte Leinen an den Seiten des Groß- und Vorsegels, das sind meiner Ansicht nach Gordings, zum Einholen der Segel (genau so wie die, welche von der Rah zum Schothorn laufen). Ich glaube, die ersteren Leinen sind dazu da, den Bauch, der entsteht, wenn man die zweiteren einholt, zu bergen. Bei den Marssegeln entsteht so ein Bauch vermutlich nicht (oder nur ein sehr kleiner), weil die Segel sich nach oben so verjüngen (wegen der Trapezform).

      Ja, die Zeta - wir müssen ja den Steuerblock für die Segelfernsteuerung anpassen, und zuletzt habe ich mit der CAD-Software gekämpft, die Probleme macht. Ich habe allerdings alles soweit vorbereitet, daß ich als nächstes die nötigen Änderungen am Computer durchführen kann (vermutlich morgen), dann folgen die in Echt. Manche Klebestellen müssen gelöst werden, mal sehen wir gut das klappt. Im Schlimmsten Fall muss ich ein paar Teile neu fräsen lassen, wo die Ersatzteile nicht reichen...
      Grüße aus Wien!
      -Roman
    • Danke für deine Unterstützung Roman, die Bulins eignen sich hervorragend, die Segel in Form zu bringen.
      Bramsegel und Marssegel sind jetzt damit ausgestattet.

      Gestern ist mir aufgefallen, dass die Zeichnung aus dem Buch exakt mit dem Corelplan übereinstimmt, kein oberer Handlauf usw., auch die Takelung ist genau gleich.
      Vielleicht haben sie sogar dieselbe Quelle verwendet, das Buch ist 1975 erschienen.

      Jetzt habe ich wieder mal eine Frage:
      Die Taue unten von Groß-und Focksegel werden seitlich an den Rumpf geführt. Bei manchen Schiffen sieht es so aus, als ob sie ins Rumpfinnere geführt wurden. Wie war das damals üblich?

      Viele Grüße
      Iring
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    • Hallo Iring,

      ich schätze ja. Die Zeta, wie die Vasa eine holländische Konstruktion aus der gleichen Zeit (4 Jahre zwischen den Stapelläufen) hat das auch.

      Für Groß- und Vor-, Sprietsegel sind Schoten an einem am Rumpf befestigten Eisenring gebunden, führen von dort zu einem Block, z.B. am Schothorn, und von dort zurück, und dann durch eine (verstärkte) Öffnung im Schanzkleid, wo sie im Inneren kurz danach an einem Knecht vertäut wurden.

      20200804_134831.jpg 20200804_134916.jpg

      Hier, hab Dir Fotos von den Öffnungen gemacht.
      (Bemerke: Das Seil, das bei der Schießscharte im grünen Teil des Schanzkleides aufgewurstelt ist, dient nur zum späteren Trimmen der Segelsteuerung, und ist historisch nicht vorhanden.)

      LG!
      Grüße aus Wien!
      -Roman