Ruder abformen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ruder abformen

      Moin, liebes Forum!

      Bei dem Bau meines Airboats würde ich gerne auch die Ruder komplett aus Gfk herstellen, damit ich exakte Kopien fertigen kann. Es hat die ungefähren Maße 150 x 75 x 5 mm. Ich habe Fotos von dem halbwegs fertigen Urmodell angehängt.
      Wie würdet ihr vorgehen? Das theoretische Laminieren kenne ich. Aufgrund der geringen Tiefe des Ruders mache ich mir jedoch etwas Sorgen, ob das klappt (Stichwort Trennebene / Hinterschneidungen).
      Wäre eine Silikon-Abformung günstiger?
      20200424_061437.jpg20200424_061526.jpg20200424_061502.jpg

      Danke! :)

      Olli

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Olli76 ()

    • Ich würde das Teil in Silikon abformen, wobei die Gussöffnung gegenüber der Zusatzfinne sein müsste. Dann ein CFK- oder GFK-Gewebestück einführen und mit PU-Harz ausgiessen. Alternativ mit 24-Stunden-Epoxy.
      Als Foto-Beispiel ein Tragflächenpaar einer Cessna in Resinbauweise. An der dünnen Hinterkante des Tragflächenprofils wird ein dünner Steg anmodeliert, sowie ein Eingussschacht. Nach dem Befüllen kann auch mit Vakuum gearbeitet werden.
      Dateien
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - und das Dauerthema bei mir: Riva Aquariva 33' Variationen :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Hallo Olli,

      warum Hinterschneidungen? Soweit ich das auf den Bildern erkenen kann, hat das Ruder eine ganz normale profilierte Form?! Die Trennebene liegt einfach in der Mitte der Profilierung. (Oder hat das Ruder irgendeine besondere Form, die ich auf den Bildern nicht erkennen konnte?)
      Selbst gebogene Winglet im Segelflugzeugbau werden einfach mit zweiteiligen Formen abgeformt ...
      Ich würde eine ganz normale zweiteilige Form machen. Die Umrisse des Ruder in einer beschichteten Hartfaserplatte 4mm ausscheiden und eine zweit darunter kleben/schrauben. Dann Das Ruder einfach mit Knetmasse unterfüttern, dass es satt und genau in der Mitte (Trennkannte Mitte Profil) einliegt. Dann den Spalt einfach mit Knetmasse ausfüllen und egalisieren - fertig zum Abformen.
      Mit Silikon kannst du natürlich auch Arbeiten, aber auch da brauchst du auch eine zweiteilige Form und die Trennebene musst du auch dort anlegen. Zusätzlich musst du aber noch eine Hinterfüllung / Abstützung der Silikonform machen, damit sie gerade bleibt und dir dein Ruder nicht schief wird.
      Ich würde so ein großes Ruder auf keinen Fall nur mit Resin ausgießen, wird ja viel zu schwer! Hohllaminieren, also beide Hälften läminieren und dann die Hälften mit eingedicktem Harz zusammenkleben (Nass in Nass) Schon ist das hohle Ruder fertig. Du kannst in der Mitte noch Verstärkungen mit Harzraupen anbringen, braucht es aber normalerweise nicht. Die Anlenkung kannst du auch schon mit einlaminieren.
      Baue alle meine Ruder so (und auch die Schwerter für die Segelboote)
      Wenn du ganz genau, gut und leicht bauen möchtest, kannst du auch mit Stützstoff arbeiten (Wie einige IOM ler ihre Schwerter bauen) Dann aber mit Vakuum absaugen und trocken zusammenkleben - oder mit Kohle verstärken, ganz wie du möchtest und welchen Aufwand du treiben willst.
      Aber von der Stabilität her, reicht es so wie ich oben beschrieben habe ...
      Was ist das hinten am Ruder, was mit Schrauben befestigt ist? Werden die Schrauben auch mit abgeformt? Was haben die für eine Bewandtnis? Hast du eine Ruderachse, Anlenkung / Stock für das Ruder vorgesehen? Wie wird es bewegt?

      Viele Grüße

      Stefan
      Grenzen entstehen nur im Kopf! Und wenn man sie nicht hindenkt, sind sie nicht da! :id:
    • Hi!
      Das Ruder soll so wie es jetzt ist (mit Schrauben und Zusatzfinne - ist nur "Zierde") abgeformt werden. Sollen dem Original nahe kommen:

      467195a0db107c3044f38e5f611e2a97.jpg

      Ich habe nur Sorge, die Trennebene genau zu treffen. Wenn sie sich etwas nach oben oder unten verschiebt, dann könnte es zu Hinterschneidungen kommen (dachte ich). Viel Spielraum ist ja da nicht, wenn das Ruder so spitz ausläuft.

      Meine Idee war eigentlich auch es genau wie Stefan beschreibt zu machen. Dann hätte ich zwei (hohle) Hälften, die ich entwender nass in nass oder eben durchgetrocknet aneinanderkleben kann. Dabei kann ich auch die Achse / Welle einbringen. Die wollte ich nicht mit abformen. Zu der Anlenkung kann ich noch nichts Genaues sagen. Wäre natürlich sinnvoll, das vorher zu wissen und mit einzuplanen, gelle?! Vielleicht mache ich mir da noch mal Gedanken dazu.

      Ich denke, ich versuche mal einfach eine Abformung. Die Stabilität sollte in meinen Augen kein so großes Problem werden, ist ja kein Flugmodell.

      Dank euch!
    • Hallo Olli,
      Ich denke, die Mitte zu Finden ist kein Problem. Mit der Knetmasse kannst du die ganz gut anformen (egalisieren), auch wenn du sie beim Einlegen nicht 100% ig triffst. Natürlich ist es besser, mit der Trennebene genau die Kannte zu treffen, aber wie die Form dann schlussendlich aussieht (ob die Trennebene an der Kannte leicht nach oben geht oder nicht) ist ja nicht ganz so wichtig.
      Ich würde die Anlenkung / Lagerung der Ruder schon mit anformen. Du tust dir dann später beim Auslaminieren leichter, sie gleich mit einzubringen.

      Viel Erfolg...
      Stefan
      Grenzen entstehen nur im Kopf! Und wenn man sie nicht hindenkt, sind sie nicht da! :id: