Sumpfboot aus Restholz und elektrischen Komponenten von gecrashtem China-Heli

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    • Sumpfboot aus Restholz und elektrischen Komponenten von gecrashtem China-Heli

      Moin zusammen.
      Ich hatte neulich ein kleines Möbelbauprojekt von dem ich noch ein Stück 2cm starke Kieferplatte und ein bisschen dünne (3mm) Holzplatte liegen hatte.
      Da hier bei mir in der Nähe ein kleiner See ist und ich noch einen gecrashten RC Helikopter (irgendso´n Chinakracher) mit intakter Elektrik rumliegen habe, kam mir die Idee ein Sumpfboot zu bauen. Glücklicherweise hat mein Bruder noch eine kleine Auswahl Propeller aus Jugendzeiten spendiert was das ganze für mich wirklich zu Low Budget macht. :d: Brüderchen
      Erstmal hab ich mir irgendwo im WWW einen Plan von einem einfachen Sumpfboot zur Orientierung für die Rumpfform gesucht.
      An der Tischkreissäge habe ich mir aus der Kieferplatte 5cm breite Leisten geschnitten und auf 40cm abgelängt.
      Diese Leisten habe ich dann in 2mm starke Brettchen aufgeschnitten, so daß ich am Ende 4 Brettchen mit den Maßen 400mm x 50mm x 2mm hatte.
      Dazu habe ich mir auf die gleiche Art noch einige Brettchen in 3mm Stärke zurechtgeschnitten.
      Auf den 4 Brettchen habe ich mir die seitliche Rumpfform angezeichnet (frei Schnauze) und diese ausgesägt.
      Mit den 3mm Brettchen und einem Stück Restholzleiste ca. 10mmx10mm welches ich zuvor schon als Schiebestöckchen an der Kreissäge benutzt hatte, habe ich die 4 Brettchen verbunden so daß ein Grundgerüst entsteht.
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      Morgen wird das verschliffen und die Bodenplatte zugesägt und druntergeleimt, hinten dran kommt noch ein durchgehendes 3mm Brettchen.
      Ich gehe mit keinen großen Erwartungen an das Projekt. Mir ist halt einfach nur langweilig und für die Feuertonne waren mir das Kieferbrett und die dünne Holzplatte zu schade. Ich baue hier also abgesehen vom Abgucken der groben Rumpfform einfach mal drauf los mit den Sachen die ich so rumliegen habe und bin auf´s Ergebnis gespannt. Aber nun erstmal :GN2:
      Morgen geht´s weiter.
      *Sorry liebe Admins daß ich eine Kurzbeschreibung zu diesem Projekt hier und nicht in Yachten verfasse, aber in diesem Fall ist das ganze Projekt Low Budget :id2:
    • Moin Karsten,

      ich habe gerade selber erst suchen müssen, aber es ist nach Wegnahme des Brettes vor meinem Kopf ganz einfach:
      Hier ist ein eigenes Kapitel für AirBoote
      Da gibt es auch jede Menge Hinweise für das Setup, wie schwer dein Boot sein darf und wie viel Schub es dazu benötigt. Das soll dir den Spaß nicht rauben sondern dich zusätzlich anspornen...
      Ansonsten finde ich Recyceln und Upcycling eine feine Sache von daher weitermachen!

      noch was: (hätte ich fast vergessen) herzlich Willkommen hier im Forum!
      Grüße Georg
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      Neptun II 2017 (für die Badewanne)
    • Moin Karsten,

      so wie ich das sehe, baust Du das Mundry nach Deinem Gusto nach.
      Nette Idee, aber so wird das nichts. Wir haben gerade das gleiche Thema in der Airboatecke aktuell laufen.
      Ein Mundry wurde gebaut und nun geht es darum dieses auch richtig fahrtüchtig zu machen.
      Auch das wurde erst gebaut und dann eingestellt, was es schwieriger macht die konstruktionsbedingten Fehler zu beseitigen.
      Deine Abweichungen vom Mundryplan, wenn da nicht noch Korrekturen geplant sind, machen es nicht einfacher.

      Schau mal bei uns rein, lies Dich ein und wenn Du magst, bitte den Admin Deinen Bericht in die Airboatecke zu schieben.

      Natürlich können wir Dir auch hier helfen.

      Wichtig wäre noch das Setup vorzustellen. Dann können wir Dir auch sagen, ob Dein Projekt so funktionieren wird.

      Gruß Bernhard
      Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten.
    • Hallo Bernhard,
      Du hast ganz richtig gesehen. Ich hab mich bzgl. der Rumpfform und Bauweise sowie den Maßen L/B/H am Mundry orientiert.
      Dieses jedoch wirklich nur ganz grob um eine Stabile Grundform zu erhalten. Das RC-Gedöns will ich 1:1 aus einem alten E-Sky Heli benutzen. Zumindest den Motor, 1 Servo und Sender/Empfänger natürlich. Abgesehen von der groben Rumpfkonstruktion baue ich einfach drauf los. Hab heute den Rumpfboden verleimt und verschliffen, alles schön gerade geworden, nix verzogen. Bin also mit der Rumpfform ganz zufrieden. Hab danach den Servo platziert und eingebaut an dem mir ein Stück Schweißdraht als Schubstange dienen wird. Die Ruderflächen hab ich grad noch in Arbeit. Gefertigt werden diese von mir aus 8 in Form geschnittenen Brettechen und 2 Stücke Jeansstoff welcher mir als "Scharnier" dient gebaut. Die Form der Ruder habe ich auch nur grob übernommen. Wenn ich die Teile fertig und Montiert habe, passe ich die Schubstange vom Servo an und lass mir was als Ruderhorn einfallen. Wahrsheinlich wird ein Servoarm und reichlich Heißkleber reichen. wenn nicht änder ich das nochmal, mal gucken.
      Denn noch aus ein paar Brettchen einen Bock für den Motor auf´s Deck leimen und den Motor mit einem bearbeiteten Metallwinkel da drauf schrauben. Danach werde ich das Boot mit Gewichten austarieren. Das ganze grob nach Gefühl unter Berücksichtigung des zu erwartenden Verhalten bei Schub etc. Wenn mir das ganze so zusagt wie ich mir das vorstelle wird das Deck aufgeleimt. Ich habe mein Boot so gebaut daß ich nur noch einen kleinen Deckel für´s Akkufach habe. Der Servo und der Ballast verschwinden also auf nimmerwiedersehen unter dem verleimten Deck. Hinten mittig unter den Rumpf kommt dann noch ein Keil damit das Ding schonmal etwas Führung unter Wasser hat. Denn Lack drauf und mich jetzt schon darauf freuen am See festzustellen was ich da wieder für eine ... zusammengezimmert habe. :bhi2:
      Gruß Karsten
    • Moin auch an Georg.
      Danke für den Link. Ich werde mich da mal einlesen. :d:
      Wie´s mit meinem Sumpfboot bisher aussieht und wie´s weiter geplant ist hab ich dem Bernhard grad geschrieben.
      Ich denke ich brauche mich hier also nicht wiederholen. Montag oder Dienstag stelle ich nochmal das ein oder andere Bild vom Baufortschritt ein.

      Gruß Karsten
    • Moin Bernhard.
      Ich hab gestern mal alle Komponenten auf die Waage gelegt und komme am Ende wohl auf ziemlich genau 1000g.
      Dieses ist sicherlich dem Umstand geschuldet daß ich keine fertigen Balsabrettchen verwendet habe. Wie ich ja bereits erwähnt hatte habe ich für das Boot eine alte Kiefernholzplatte auf der Tischkreissäge aufgetrennt. Zudem habe ich ´n dicken 3s Akku zum wiegen im Rumpf liegen gehabt. Mir geht´s bei dem Ding ja weniger um Hochleistung und Gleitverhalten usw. Mir geht´s dabei eher darum aus meinen Holzresten ein halbwegs fahrbares Modell zu erschaffen und meine eigenen Fehler zu machen um daraus zu lernen.
      Gut gemeinte Tips und Ratschläge nehme ich zwar gerne an, doch möchte ich bei diesem Projekt einfach nur mal drauf los basteln um einige Erfahrungen zu sammeln. Das geht nunmal für mich am einfachsten mit learning by doing. :kaf1:
      Die Infos zum Airboatbau hab ich mir schon durchgelesen. Mal sehen wie sich mein Airboat bei der ersten echten Testfahrt verhält.
      Evtl. arbeite ich dann noch eine Driftkante an, mal gucken.

      Gruß Karsten
    • Hallo Karsten,

      natürlich kannst Du Deine eigenen Erfahrungen machen, das steht jedem frei.
      Wiederhole alle Fehler Deiner Vorgänger, um letztendlich zu den gleichen Erkenntnissen zu kommen.
      Wenn das für Dich Sinn macht nur zu.

      Ein letztes noch:
      Bei den 1000g wird es vermutlich nicht bleiben, da fehlt noch Lack und Kleber und diverse Kleinigkeiten.
      Selbst bei 1000g hast Du einen Tiefgang am Heck bei Stillstand von ca. 25-30mm und 30% Schwerpunktlage.
      Damit liegen die Ruderblätter fast im Wasser und die Ruderansteuerung fast unter Wasser.
      Die Ansteuerung sollte also wasserdicht ausgeführt werden.
      Die Heckwelle beim Gas wegnehmen wird Dein Deck überfluten, also auch hier ist für Abdichtung zu sorgen.

      Nun bleib ich aber ruhig und bin gespannt wie Du Deine Erfahrungen machst.
      Weitere Ratschläge bei Bedarf.

      Gruß Bernhard
      Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten.
    • Hallo Bernhard.
      Das was ich hier mache ist einfach nur mal mit dem was hier bei mir sonst Feuerholz geworden wäre und einem kaputten Spielzeughubschrauber ein anderes "Spielzeug" zu basteln. Dabei stoße ich immer wieder zwangsläufig an Probleme die nach Lösungen suchen. Wenn jeder alles so macht wie andere es ihm vorgeben wird sich niemand mehr die Mühe machen vieleicht mal andere Wege zu gehen die auch zum Ziel führen. Ob nun besser oder schlechter als bisher bekannte Problemlösungen stellt sich immer von Fall zu Fall raus. Ich hab mir vorhin zum Beispiel etwas einfallen lassen müssen um den Propeller mit der Motorwelle zu verbinden. Hab ´ne Lösung gefunden. Und nein, ich hab nicht einfach die Innereien einer Lüsterklemme genommen. Hab mir etwas selbst gebaut und bin begeistert.
    • KarstenzuHaus schrieb:

      Hab mir etwas selbst gebaut und bin begeistert.
      .. Bitte zeigen! Hier sind doch alle sooo neugierig!
      Und noch was: "Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten." hab ich schonmal irgendwo gelesen...
      Also los, :bild:
      Herzliche Grüße
      Georg
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    • Danke Georg.
      So sehe ich das auch. Hab für Dich grad mal ein paar Bilder vom aktuellen Baufortschritt gemacht. Das Deck ist noch rundrum zu groß und liegt nur lose auf. Wird ja am Ende wenn alles funktioniert wie es soll fest verleimt und dann verschliffen. Der Empänger und der Regler für den Motor liegen mittig im Heck hinter der Öffnung im Deck. Der Akku lässt sich schön weit nach vorne in den Bug schieben. Morgen kommt das mal mit Hilfe von Frischhaltefolie um den Rumpf in die Badewanne um die beste Position für den Akku zu ermitteln. Dann noch die Ruder verbinden, das Deck verleimen und verschleifen, das ganze Wasserdicht machen und Lackieren. Ich Hab damit vorhin doch glatt schonmal meinen Tisch leergeblasen. Bööööse das Ding. :thumbsup:
      Dateien

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KarstenzuHaus ()

    • Kurzer Zwischenbericht. Meine Verbindung zwischen Motor und Propeller war wohl doch nicht so wuchtig wie gedacht.
      Hab das Boot vorhin mal bei meiner Schwester im Pool zu Wasser gelassen.
      Bis 3/4 Drehzahl war alles gut und bei Volllast flog der Propeller dann. Zum Glück hab ich ´n Käfig drüber gebaut. Ist also nix gravierendes passiert. So weit ich es in dem Pool beurteilen konnte, kann ich sagen daß das Ding fährt, sich lenken läßt und mächtig Schub macht. Hab noch etwas Wassereinbruch gehabt, aber nix was sich nicht beheben läßt
      Werde mir ´ne Propellerkupplug besorgen, weiter testen und berichten.

      Ahoi :kaf1:
    • KarstenzuHaus schrieb:

      und bei Volllast flog der Propeller dann.
      Bilder!

      KarstenzuHaus schrieb:

      Hab noch etwas Wassereinbruch gehabt,
      macht nichts, solange das Boot trocken ist...

      ... da hab ich irgend einen guten Tip von Bernhard im Ohr... (Post 8)
      Und wer den Schaden hat, braucht für den wohlwollenden Spott nicht zu sorgen, es bleibt also spannend.

      Also weitermachen. Und bitte Bilder posten.
      Herzliche Grüße
      Georg
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    • Gibt nix an Bildern dazu. Der minimale Schaden ist schon behoben. Ich hatte die Trägerplatte vom Motor nur verleimt. Also hat´s die sauber rausgerissen. Hab sie jetzt mit 4 Schrauben richtig fest gemacht. Morgen werde ich mal zusehen daß ich ´ne anständige Propkupplung bekomme und dann sehen wir mal weiter. Bzgl. dem Wassereinbruch war einfach das Loch von der Schubstange am Heck viel zu groß. Hab jetzt ein Stück dünnen Silikonschlauch der gerade eben locker über die Schubstange paßt über die Stange gestülpt und den Schlauch dann mit Heißkleber in dem zu großen Loch fixiert und damit das Loch verschlossen. Da sollte nicht mehr viel eindringen können.

      Ahoi :kaf1:
    • funinaction schrieb:

      Hallo Karsten,

      natürlich kannst Du Deine eigenen Erfahrungen machen, das steht jedem frei.
      Wiederhole alle Fehler Deiner Vorgänger, um letztendlich zu den gleichen Erkenntnissen zu kommen.
      Wenn das für Dich Sinn macht nur zu.

      Ein letztes noch:
      Bei den 1000g wird es vermutlich nicht bleiben, da fehlt noch Lack und Kleber und diverse Kleinigkeiten.
      Selbst bei 1000g hast Du einen Tiefgang am Heck bei Stillstand von ca. 25-30mm und 30% Schwerpunktlage.
      Damit liegen die Ruderblätter fast im Wasser und die Ruderansteuerung fast unter Wasser.
      Die Ansteuerung sollte also wasserdicht ausgeführt werden.
      Die Heckwelle beim Gas wegnehmen wird Dein Deck überfluten, also auch hier ist für Abdichtung zu sorgen.

      Nun bleib ich aber ruhig und bin gespannt wie Du Deine Erfahrungen machst.
      Weitere Ratschläge bei Bedarf.

      Gruß Bernhard
      Hi Karsten,

      von der Heckwelle kann ich auch berichten :bw:
      Ich wurde davor gewarnt und habs ignoriert...irgendwie sind wir doch alle kinder und müssen unsere erfahrungen selber machen.
      ICH jedenfalls halte mich ab sofort an die "großen" hier im forum und hör gleich drauf was die sagen.
      bin gespannt wie dein projekt hier weitergeht, wünsch dir jedenfalls viel spaß dabei

      VG CMOS
    • Nachdem die kleinen Problemchen von gestern soweit behoben sind, hab ich mich heute mal zu einer kleinenTestfahrt an den See in hier in der Nähe gewagt. Leider nur mit einem ziemlich "platten" Akku. An die Steuerung mußte ich mich auch erstmal gewöhnen. Hab leider nur von der ersten kurzen Fahrt ein Video gemacht. Nachdem ich mich an die Steuerung gewöhnt hatte hab ich noch ein paar sehr schöne Runden bei leider nur mäßiger Geschwindigkeit drehen können. Was die Dichtigkeit betrifft muß ich den Deckel vom Batteriefach wohl nochmal abdichten. Im großen und ganzen bin ich mit dem "Spielzeug" ganz zufrieden und mit ´nem frischen, vollen Akku geht das Teil wie Sau. :w1:
      *das Video hab ich mal auf FB gepostet
      facebook.com/karsten.pankonin/videos/3341768299190619/

      Ahoi aus Neumünster