Altern eigentlich Regler?

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    • Altern eigentlich Regler?

      Hallo zusammen,

      aktuell bin ich dabei meine in die Jahre gekommene San Remo wieder zu Glanz zu verhelfen. Dabei wollte ich einige Komponenten verbauen, die ich noch so von früher rumliegen haben. Unter anderem ist da auch ein Graupner Navy V40R Regler dabei. Habe den damals mal für einige Zeit in einem RC Auto verwendet.

      Nun würde ich den aber für die Befeuerung eines Speed 700 Motors, der noch neu und unbenutzt vor sich hin oxidiert, nutzen wollen.
      Dabei ist mir aber die Frage gekommen, ob Regler eigentlich mit der Zeit altern? Wäre ja doof, wenn das Boot dann deshalb mitten auf dem Teich/See stehen bleibt....

      VG
      Eckart
    • Hallo Eckardt,

      elektronische Bauteile unterliegen in der Tat auch einer Alterung, so dass deren Funktion nicht mehr gegeben ist. Ich selbst habe jedoch auch sehr alte Komponenten in Betrieb. Meine alte robbe Mars Anlage habe ich nun schon gut 40 Jahre und sie funktioniert noch immer. Ob die Sendefrequenz aber auch sauber im vorgesehenen Rahmen liegt, habe ich noch nie gemessen.
      Auch habe ich Regler oder Servos in Betrieb, die 30 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Bisher gab es keine Probleme. Dafür hatte ich schon diverse Servos, die nach wenigen Monaten ihren Geist aufgegeben haben. Ein neues Teil ist also nicht unbedingt eine Garantie für störungsfreien Betrieb.

      Da hilft nur ausprobieren und ggf. ein zweites Modell für die Bergung im Kofferraum zu haben oder einen neuen Regler kaufen.

      Gruß
      Jörg
      Meine Homepage: Joerg´s Modellwerft
    • Hallo,

      auch Elektronik kann altern, so können (nicht müssen) Anschlüsse ode Lötstellen oxidieren.
      Bauteile altern vor allem durch Belastung und den damit ausgesetzten Temperaturunterschieden, das passiert aber hauptsächlich im Betrieb.

      Wenn der Regler keine Beschädigungen (z.B. Kabelbruch) aufweist und die Platine / Lötstellen noch gut aussehen, dann denke ich, daß du diesen weiter nutzen kannst.
      Ist aber natürlich ohne Garantie; wenn du dich damit nicht wohl fühlst solltes du besser einen neuen Regler kaufen.
    • Hallo Reiner, Hallo Jörg,

      danke Euch.
      Naja, das was ich sehe, sieht eigentlich noch gut aus. Ansonsten ist der Regler ja damals Original ab Werk komplett wasserdicht -- mit Silikon? -- eingekittet worden.
      Dass PC-Netzteile recht stark altern können -- bis zu 10% Leistungsverlust/Jahr -- , war mir z.B. bekannt, daher bin ich eben ins Grübeln gekommen.

      VG
      Eckart
    • i.d.R. kann man Elektronik durchaus lange nutzen. Ich habe Komponenten aus den 80ern im Einsatz, funktionieren einwandfrei.
      fahrbereit :
      SAR Hecht
      Hafendienstboot Silke
      Potofino auf Hydrospeed
      Portofino auf Kehrer Jet
      Robbe Lostenboot Maris 2
      Zerstörer Arleigh Burke
      Eco Bingo 2 Race
      Kehrer Jet Sprint

      in der Werft:
      Fregatte 123 Brandenburg
      Sievers Lumme
      Sievers Narwal
      Küstenwache Thor
    • Er kann ja mal den Nachweils erbringen, wann eine Spule kaputt geht.........
      fahrbereit :
      SAR Hecht
      Hafendienstboot Silke
      Potofino auf Hydrospeed
      Portofino auf Kehrer Jet
      Robbe Lostenboot Maris 2
      Zerstörer Arleigh Burke
      Eco Bingo 2 Race
      Kehrer Jet Sprint

      in der Werft:
      Fregatte 123 Brandenburg
      Sievers Lumme
      Sievers Narwal
      Küstenwache Thor
    • Tja, zu der Zeit wurde noch auf Haltbarkeit und Qualität gebaut und nicht nach "Geiz ist Geil"-Marnier.

      Um den havarierten Kahn wieder an Land zu bringen ist neben Badehose oder zweites Boot auch eine Angelrute mit leichtem Wurfblei (ohne Haken) recht hilfreich.
      Fahrbereit:
      "Spielzeugyacht"

      In Arbeit:
      "Bismarck" in 1:200
      "Hovercraft" in 1:50
    • Lustig, grad vorhin meine Segelwinde in Betrieb nehmen wollen, zittert sie also ob Störungen wären - im Keller.
      Ausgebaut und zerlegt. Der Poti wars letztendlich. Konnte keine Korrosion auf den Schleifkontakten sehen, habs aber trotzdem geschliffen und poliert. Läuft wieder. Die Sachen aus dem vergangenen Jahrhundert sind offensichtlich nicht tot zu kriegen.
    • Christoph70 schrieb:

      Durch rumliegen altern eigentlich nur Elkos,....
      Hallo zusammen,
      dem obigen Satz von Christoph kann ich mich am ehesten anschließen. Bei Reglern (vor allem brushless) sind u.a. recht große Elkos verbaut (die großen 2-3 runden Richtung Akkuanschluß) um die Glättung der für die Drehfelderzeugung auftretenden Spannungsspitzen zu glätten und Stromstöße vom/zum Akku auszugleichen.
      Größere Elkos (spannungsfrei gelagert) erliegen am ehesten dem Alterungsprozess und verlieren dann je nach Qualität erheblich an Kapazität (>60-70%, ausgebaut mit Multimeter nachweisbar). Das sind auch auffällig oft die ersten (Soll-?)Schwachstellen bei Fernsehern, Netzteilen von anderen elektronischen Geräten im Haus (Receiver, Verstärker tlws. auch Weißware etc.). Im Extremfall sogar zu sehen ist es wenn der Kopf (das kleine eingeritzte Kreuz) dort ausbeult.
      Habe selbst einen 20J alten Regler der in seinem Grenzbereich für Hotliner betrieben wurde. Genau da gab es dann Probleme das der Motor in meinem Fall nur bei Volleistung "außer Tritt" fällt und dem durch die fehlende Glättwirkung unsauberen Drehfeld nicht mehr folgt (Prop steht fast und gibt "quiekende" Geräusche ab). Regler runterregeln und neu starten - geht wieder. Wäre also selbst in dem Fall auf dem Wasser noch kein Problem für das Boot an Land zu kommen. Ein vorheriger Volllasttest noch an Land würde das auch zeigen (ist aber evtl. schwierig).
      Wenn sowas passiert kann man die Elkos auslöten+vemessen (meist wegen der Menge Lötzinn dort nicht so einfach) und gegen neue, hochwertige ESR-Elkos austauschen. Alternativ gibts auch kleine Elko-Erweiterungsblöcke die man extern dicht an dieser Seite an die beiden Akkuleitungen anlöten kann (wäre für Schiffe einfacher) - auch die müssten das Problem dann lösen.

      Gruß Ansgar
    • So ist auch ein alter großer Schulze Regler aufgegangen, wie ein Hefekuchen, dann ist er abgefackelt bis nichts mehr davon übrig blieb,
      Er war absolut zuverlässig, machte nie auch nur kleine Zicken, 25 Jahre lang, doch dann ist er abgefackelt, und hat dabei einige elektonische Bauteile mitgenommen, die sich auch noch im boot befanden, durch Induktionen oder Ähnlichem.

      War ein echt teurer Brand.
    • Hallo Nina,
      damit ist auch nicht zu spaßen wenn es bei vollen Akkus heutzutage passiert.
      Wenn Elkos abfackeln entwickeln sie bei großen Strömen (und das könne die Lipo's mit >100A heutzutage wirklich gut!) auch richtig explodieren und einen Rauchpilz erzeugen. Der Überuck im Becher kann ja nicht schnell genug ausweichen und schießt im worst case den Becher samt Inhalt in Sekundenbruchteilen bis zu mehreren Metern weit weg.
      Also in so einem Fall - wenn ein Elko mit hoher Akkuleistung dran heiß wird - ganz schnell Finger, Gesicht etc. abwenden und in Sicherheit bringen bevor da buchstäblich was "ins Auge geht"!