Eine Graupner Commodore

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Eine Graupner Commodore

      Nachdem ich für die Enkeltochter das Ruderboot gebaut habe und die damit gut zurecht kommt, hat meine Tochter einen Original Bausatz einer Commodore erstanden.
      Und wer darf das Modell mal so eben bauen.... der Papa natürlich, der könnte ja Langeweile haben, dabei habe ich genug Modelle die ich noch Fertigstellen muss.
      Nun ich konnte mal wieder nicht nein sagen.
      Als erstes habe ich einmal alle Teile überprüft ob diese vorhanden sind.
      Glück gehabt, fast alles war da
      Ich bin nur kein Freund von Plastikdosen ich baue meine Rümpfe immer selber und dann aus Holz.
      Also habe ich einmal mit dem Rumpf angefangen.
      Alles Wabbelig keine Stabilität, also muss da erst einmal eine Lage Matte rein.
      Ich habe dann Gewebe mit 90 Gramm und Epoxi bestellt.
      Normalerweise nehme ich Polyester da das schneller fest wird, nur auf dem Plastik hält das leider nicht, die Erfahrung hatte ich gerade bei einer Wiesel gemacht da konnte ich hinterher alles am Stück herausnehmen.
      Bei der Wiesel hatte ich dann alles in Epoxi laminiert und das ging dann.
      Zum Glück brauchte ich die nicht mehr fertig bauen, die wurde dann abgegeben.
      SAM_0526.JPGAn den Seiten ist schon einmal eine dicke Matte angebracht worden.
      SAM_0515.JPGhier die ersten Versuchseinbauten, die Wellen habe ich selbst gebaut.
      Die Welle besteht aus 4 mm 4VaEdelstahl . Das Stevenrohr aus Messing. Am hinteren Ende habe ich ein Bronce Lager verbaut vorne kam ein Kugellager zum Einsatz.
      Kosten... Reste Kiste, wie gut das man über ein gutes Material Lager verfügt.
      Da die ganze Ruderführung für mich nicht gut genug ist, habe ich aus 15 mm Multiplex einen Spant gebaut der dann die Ruderführung aufnimmt und gleich das Servo.
      Die vorgesehene Sperrholzplatte für die Motoren wird wohl nicht zum Einsatz kommen da ich etwas bessere Motoren einbauen werde.
      Bei den Motoren kommen Faulhaber Glockenanker Motoren zum Einsatz Type 3557 012CS, die ich auch aus meinem Bestand nehmen werde. Der Vorteil : niedriger Stromverbrauch bei einem guten Wirkungsgrad somit wird die Kleine lange genug fahren können. Hier die Leistungsdaten der Motoren.
      Mit zwei mal 70 Watt abgegebener Leistung sollte das Modell zügig fahren.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Hallo Peter,

      ich habe auch eine Commodore.
      Erst hatte ich sie auch nach Plan mit nur einen Ruder in der Mitte gebaut.
      Da so das Ruder nur von der Geschwindigkeit Druck bekommt ist die Ruderwirkung, vor allem bei langsamer Fahrt, sehr schlecht.
      Danach habe ich sie auf Doppelruder umgebaut.
      So wird jedes Ruder direkt von der Schraube angeströmt,
      und habe somit optimale Ruderwirkung auch bei langsamer Fahrt.

      Gruß, Gerhard
    • Genau so hab ich das vor 50 Jahren auch gemacht.....

      Weil ich als 12 Jähriger dachte dass eine „echte“ Motoryacht ja auch hinter jedem Propeller ein Ruderblatt hat. Damit fährt und manövriert sie gut.

      Wenn man will kann man die beiden Motoren noch mit getrennten Fahrreglern versehen, und die Vorwärts/Rückwärtstfunktion jeweils auf den linken und den rechten Fahrhebel am Sender legen. Dann kann man sie fahren wie ne „echte“.

      Ist übrigens „in echt“ ne Chris Craft Roamer 38 mit Aluminium-Rumpf

      Interessant ist dass das Graupner Modell eine drei geteilte Scheibe am Fahrstand hat, und das vermeintliche Original eine zwei geteilte.

      A632CD79-31E0-44B3-BFA4-B15F3315CE39.jpeg


      Entweder künstlerische Freiheit von Graupner, oder es gab irgendein Baujahr wo die Chris Craft mal ne dreiteile Frontscheibe gebaut hat. Da hab ich noch nix dazu gefunden.

      Fotos findet man im Internet bei amerikanischen Gebrauchtboot-Seiten.

      Hab meine auch noch, trau mich aber wegen dem unlackiertem ABS-Rumpf sie nicht mehr anzufassen und fahren zu lassen.

      Weiterhin viel Spass und gutes Gelingen!


      LG! Nessy
    • Mir ist bekannt das Graupner aus zwei Originalen ein Modell gezaubert hat, was ja auch nicht schlimm ist.
      Mit den zwei Rudern hätte ich auch machen sollen im nachhinein.
      Jetzt ist es zu spät, ich darf aber nicht vergessen das Modell ist für eine Fünfjährige, da muss ich die Motoren noch drosseln.
      Ich habe das Modell fast fertig nur kam ich noch nicht dazu, hier etwas zu schreiben.
      Was mir auch nicht gefällt sind die ganzen Teile aus Plastik alleine die Reling .....
      Nur will ich jetzt nicht zu viel ändern, denn wir wir alle wissen geht immer etwas beim Transport und beim einsetzen in das Wasser zu bruch.
      Später wenn sie größer ist und noch Modell fahren will kann man das alles ändern, das werden dann aber andere machen müssen.
      "künstlerische Freiheit" werde ich auch machen es gibt kein Original das wie das andere aussieht, jeder hat da so seine eigenen vorstellungen z.b. Ausrüstung usw.
      Dem ABS Rumpf kann nichts mehr passieren, außer das der sich auflöst, dann bleibt aber noch die Glasfaser.
      Ich mag die tiefgezogenen Teile nicht deshalb werde ich einiges neu Zeichnen und drucken.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Weiter geht es.
      SAM_0518.JPGDer Rahmen ist zusammen gebaut
      SAM_0523.JPGJetzt erst einmal Leisten sägen für den Decksboden, der Aufkleber dafür fliegt in den Müll.
      Die Leisten habe ich auf 4 x 2 mm und 2x2 mm gesägt, dafür sind zwei Tage darauf gegangen, nur für ein paar Leisten.
      Als Holz habe ich Mahagoni genommen das ich noch von meinen Fensterrahmen hatte, 40 Jahre abgelagert sollte reichen.
      Für die dünnen Leisten musste Kiefer herhalten.
      SAM_0519.JPGAlso wurde der hintere Boden zusammen gebaut und mit Buchenleisten verstärkt
      SAM_0528.JPGDas ganze nimmt schon einmal Formen an.
      SAM_0521.JPGSo sieht das Deck ja schon einmal nach etwas aus.
      SAM_0520.JPGDas blöde dabei ist, das der Weißleim immer einen Tag zum Trocknen braucht.
      Nicht das ihr euch wundert, so schnell baut man kein Modell ich habe am 3.8.20 mit dem Modell angefangen.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Hallo Peter,

      Modellteile schrieb:

      Bei den Motoren kommen Faulhaber Glockenanker Motoren zum Einsatz Type 3557 012CS, die ich auch aus meinem Bestand nehmen werde. Der Vorteil : niedriger Stromverbrauch bei einem guten Wirkungsgrad somit wird die Kleine lange genug fahren können. Hier die Leistungsdaten der Motoren.
      Mit zwei mal 70 Watt abgegebener Leistung sollte das Modell zügig fahren
      ja das wäre schön, wenn die max Abgabeleistung von 70 W bei einem guten Wirkungsgrad erfolgt.

      Ein Blick in das Kennliniendiagramm zeigt aber, das der Motor bei 70 W Abgabeleistung nur noch mit ca. 47% Wirkungsgrad arbeitet. Das entspricht einem Strom von ca. 12 A an 12 V.
      Dieser Arbeitspunkt liegt tief im roten Bereich des Kennlinienfeldes und sollte nur für wenige Sekunden genutzt werden. Ansonsten droht eine Überhitzung und Zerstörung des Motors.

      Viel besser und für Dauerleistung geeignet ist der Betrieb an 12V mit 2,2 A. Dort liegt mit ca. 83% Wirkungsgrad das Maximum. Die Abgabeleistung beträgt dann allerdings nur noch 21,9 W bei ca.4.820 U/min.

      Wenn du bei Dauervollgas und Freifahrt den Propeller so auswählst das die o.g. 2,2 A gut erreicht werden, dann kannst du sicher sein das der Motor auf Dauer auch keinen Schaden nimmt.

      Da das Original mit 2 x 300 HP auf ca. 26 kn kommt, sollten im 1:20er Modell mit 2 x 27 W maßstabsgetreu ca. 10,7 km/h erreichbar sein.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Also Jörg Ich übersehe einmal deinen Beitrag .
      Das Datenblatt für den 3557CS sagt ja alles ich hatte mich mit dem Datenblatt von dem 3557 CR vertan.
      Mein Typ hat eine Leistungsabgabe von 26,1 W
      Fauhaber Motoren kann man nicht mit Motoren ala Johnson, Mabuchi und Co vergleichen.
      Bei einem Stückpreis von 375 Euro ist das schon kein Müll.
      Ich glaube kaum das es hier viele Modellbauer gibt die sich solche Motoren kaufen und einsetzen.
      Ich habe in sechs Modellen diese Motoren verbaut in zwei Modellen sind drei davon und alle mit 12 Volt.
      Keiner der Motoren nimmt bei einem Schraubendurchmesser von 40 mm mehr als zwei Ampere auf.
      Ich verwende diese Motoren seit 25 Jahren und bis heute ist keiner Heis geworden, wenn es hochkommt hat der gerade einma Handtemperatur.
      Selbst bei einem Versenkten Modell das drei Wochen unter Wasser gelegen hatte bis es durch einen Taucher geborgen werden konnte haben alle drei Motoren überlebt.
      An keinem sind durch das Wasser schäden entstanden.
      Bei dem Schnellboot "Fligenden Fisch" habe ich drei Motoren eingebaut und das Modell ist schnell genug. Mit einem 3,3AH Akku habe ich eine Dauerfahrzeit von 1 Stunde und das sagt alles über deren Verbrauch aus.
      Das einzigste ist das Gewicht des Motors mit 275 Gramm pro Stück was aber bei dem Modell nicht in das Gewicht fallen wird.
      Ich gehe davon aus das das Modell mit 40 mm drei Blatt Propellern zügig unterwegs sein wird.
      Evtl. kann man ja Schrauben mit einer anderen Steigung verwenden dann ist das Modell auch etwas schneller.
      Aber wie oben beschrieben ist das Modell für ein 5 Jähriges Kind so das man die Geschwindigkeit eh drosseln muss damit das Mädel damit klar kommt.
      Ich werde die Leistung am Anfang auf 30% einstellen, das wird sich aber erst bei einer Testfahrt zeigen.
      Ich habe noch keine Propeller die muss ich erst noch beschaffen .... nur wo ist im Moment die Frage.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Zu den Motoren.
      Für die Motoren brauchte ich ja jetzt Motorhalter.
      Das Montage Brett war somit unbrauchbar da die Motoren viel größer sind.
      Also habe ich einen Motorhalter gezeichnet und gedruckt
      .Faulhaber 3557.JPG
      SAM_0560.JPG
      SAM_0562.JPGPasst perfekt
      SAM_0563.JPG
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Weiter geht es mit der Beplankung.
      SAM_0524.JPGSAM_0525.JPG
      SAM_0527.JPGGeschafft und schon einmal mit Epoxi versiegelt
      SAM_0529.JPGDer Deckel passt schon einmal, dem Deckel habe ich vorne unten zwei Leisten eingesetzt so das der nur nach vorne eingeschoben wird und hinten muss ich einen Riegel einbauen um das zu verriegeln.
      Das Deck muss nur noch geschliffen und danach eingegossen werden.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Ich hatte mir heute vorgenommen die Sitze zu bauen.
      Nachdem ich mir die Tiefziehteile angesehen habe sind diese gleich in den Müll gewandert.
      Also neue Sitze Konstuieren.
      Somit habe ich meine CAD Software angeworfen und einmal gezeichnet.
      Sitz..JPGSo gefällt mir der Sitz schon viel besser
      Sitz2..JPGDie Armlehnen sind beweglich
      Sitz3..JPGDer hat jetzt schon einmal Armlehnen in denen wird eine Mahagoni Einlage eingebracht.
      Im Sitzrückenteil will ich auch eine Einlage einsetzen..
      Jetzt nur noch drucken und zusammenbauen
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung

    • Hallo Peter,
      auch ich muss mich für die Annahme entschuldigen, das der Faulhaber Typ 3557 012CS eine max. Abgabeleistung von 70 W hat. Die 70 W treffen nur auf den Typ 3557 012CR zu.

      Die von dir verwendeten Typen 3557 012 CS haben lt, Datenblatt eine max. Abgabeleistung von 26,1 W bei einer Stromaufnahme von 4,44 A !
      Das bedeutet für diesen Arbeitspunkt ( AP ) einen Wirkungsgrad von eta = 26,1 W : 12V : 4,44 A = 0,489. bei 2.700 U/min.

      Der max. thermisch zulässige Dauerstrom liegt für diesen Typ bei 2,26 A. mit einem Wirkungsgrad von ca. 0,7.
      Die zugehörige Abgabeleistung ist dann:

      Pab = 2,26 A x 12 V x 0,7 = 18,9 W bei ca. 4.026 U/min.

      Der AP für etamax von 0,79 ergibt sich aus dem geometr. Mittelwert von Leerlaufstrom und Blockierstrom zu:
      In = Wurzel ( 0,125 A x 8,88 A) = 1,11 A. Daraus folgt eine Abgabeleistung von 10,5 W bei 4.725 U/min.

      Der im Betrieb tatsächliche AP ergibt sich aber aus der Belastung ( Abbremsung ) durch den Propeller bei Freifahrt.

      Aus meinen Propellerversuchen benötigt ein 40er Ms-Prop eine Eingangsleistung von rund 18 W bei ca. 5.170 U/min.
      Bei 88% dieser Drehzahl ( = 4.550 U/min ) benötigt der Prop interpoliert ca. 68 % von 18 W = 12 W Eingangsleistung.

      Bei Direktantrieb und unter Vernachlässigung der Kupplungs- u. Wellenlagerreibungsverluste, kann man die Propellereingangsleistung gleichsetzen mit der Motorabgabeleistung bei Lastdrehzahl.

      Für eine Lastdrehzahl von 4.550 U/min an 12 V benötigt der Motor einen Strom von ca. 1,4 A.

      Bei 1,4 A sinkt der Wirkungsgrad auf ca. 0,75. Damit ergibt sich eine Abgabeleistung von 12 V x 1,4 A x 0,75 = 12,6 W

      Da dieser AP mit 1,4 A unterhalb des max. zulässigen Dauerstromes von 2,26 A liegt und die Drehmoment-Drehzahlkurven von Motor und Propeller hier einen gemeinsamen Schnittpunkt haben, ist der gewählte 40er Propeller bei 12 V Motorspannung dauervollgasfest.



      Damit lässt sich nun die Bootsgeschwindigkeit abschätzen:

      v = n x ( 1 - s ) x H

      mit : Schlupf s = 0,3 .. 0,4,
      Prop.steigung H = 0,95 x 40 mm = 38 mm,

      ==> v = 4.550 U/min x 0,7 x 0,038 m : 60s/min = 2 m/s = 7,2 km/h


      Fehlt noch die abschließende Prüfung, welche Geschw. der Rumpf mit 12,5W/27W = 46% Leistung erreichen kann:
      3te-Wurzel(0,46) = 0,7735 --> 0,77 x 10,7 km/h = 8,2 km/h.

      Fazit: Mit der gewählten Motor-Propeller-Konfiguration erreicht das Modell zwar nicht die vorbildgetreue max. Geschw..
      Dafür ist das Setup bei 12 V aber uneingeschränkt dauervollgasfest.

      M.f.G. Jörg

      p.s.

      Modellteile schrieb:

      Fauhaber Motoren kann man nicht mit Motoren ala Johnson, Mabuchi und Co vergleichen.
      Die DC-Kleinmotoren von Faulhaber unterliegen wie alle anderen DC-Bürstenmotoren von z.B. Dunker, Mabuchi, Johnson, Bosch, u.v.a.m. den gleichen physikalischen Gesetzen, und sind daher durchaus vergleichbar.

      siehe hierzu als Bsp. ein Kennliniendiagramm von Faulhaber:
      Kennliniendiagramm.png
      Quelle: hier

      Und hier zum Vergleich ein Diagramm von Johnson:
      Johnson HC677LG 10Vx4A6-27Wbei8630Umin.JPG
      Wie leicht erkennbar, zeigen die Kennlinien aus beiden Diagrammen prinzipiell den gleichen Verlauf. Der Unterschied besteht lediglich in den Parametern und der Skalierung.
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Käptn Graubeer ()

    • Jörg
      Schön das es Leute gibt die das ausrechnen können.
      Somit ist mein Setup genau so wie ich es mir vorgestellt habe.
      Hast du auch berechnet das Zwei Motoren zum Einsatz kommen und das dann die Geschwindigkeit immer noch gleich mit deinen Berechnungen sind?
      Da du ja so super die Leistung berechnen kannst, kannst du mir vieleicht bei meinem Schnellboot der Klasse 143 helfen.
      Das Modell ist von Schaffer und hat eine Länge von 170 cm. Angetrieben werden vier Schrauben.
      Jetzt die Unbekannten, der Durchmesser der Schrauben Type C Vierblatt
      Die erforderliche Motorleistung?
      Ich habe an 4x 200 Watt Brushless Motoren als Außenläufer gedacht oder an vier 3850 /650 Gekapselte Außenläufer mit denen ich schon gute Erfahungen gemacht habe.
      Das Gewicht der Motoren sollte bei dem Modell vernachlässigt werden.
      Vorgesehen waren VDO M42 Motoren die ich auch habe .
      Wie immer benutze ich LifePo4 Akkus mit 12 Volt und 16 AH für solche Modelle.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Hallo Peter,

      Modellteile schrieb:

      Hast du auch berechnet das Zwei Motoren zum Einsatz kommen und das dann die Geschwindigkeit immer noch gleich mit deinen Berechnungen sind?
      ja natürlich:

      Käptn Graubeer schrieb:

      Da das Original mit 2 x 300 HP auf ca. 26 kn kommt, sollten im 1:20er Modell mit 2 x 27 W maßstabsgetreu ca. 10,7 km/h erreichbar sein.

      Modellteile schrieb:

      Das Modell ist von Schaffer und hat eine Länge von 170 cm. Angetrieben werden vier Schrauben.
      Jetzt die Unbekannten, der Durchmesser der Schrauben Type C Vierblatt
      Die erforderliche Motorleistung?
      nun, wenn man von diesem 57,6m Original ausgeht, so ergibt sich für dein 1,7m-Modell ein Maßstab von 1 : 33,88. Gerundet auf M = 1 : 34. Sofern das Original mit 4 x 3.310 kW ca. 42 kn erreicht, so benötigt dein Modell 4 x 84 W für maßstäbliche 7,2 kn oder 13,3 km/h ( = 3,7 m/s ).

      Da kein genaues Maß der Orign. Propeller vorliegt, nehmen wir mal 2/3 vom Tiefgang an: 2/3 x 2,6 m = 1,75 m.
      Ergibt für das Modell = 50 mm.

      Die Ms-Props haben ein H/D = 0,95. Damit erhalten wir die Steigung H zu: H = 50 x 0,95 = 47,5 mm .

      Die erforderliche Lastdrehzahl bei einem Schlupf von s = 0,4 berechnet sich zu:

      n = v : (1 - 0,4 ) : H, ==> n = 3,7 m/s : 0,6 : 0,0475 m = 130 U/s = 7.800 U/min.

      Für Bürstenmotoren an 12 V erhalten wir die spezif. Leerlauf-Drehzahl nos zu:
      nos = 7.800 U/min : 12 V : 0,85 = 765 U/V

      Analog für BL-Motoren:

      nos= 7.800 U/min : 12 V : 0,95 = 684 U/V

      Da 4s LiFes unter Last um ca. 1 - 2 V einbrechen kann man bei einer Leerlauf-Ladeschlußspannung von 13,6 V, unter Last also mit 12 V rechnen.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Danke super .
      Das zeigt einmal wieder das viele Modelle übermotorisiert sind.
      Bei meiner Riva habe ich 2 Motoren mit je 2000 Watt verbaut bei 1000 Upm/V und einer Tehnshock Alu Rennschraube 32 mm, auch hier ist die Motorleistung zu hoch bei 125cm Länge des Modells.
      Die Leistung wird für so ein Modell nicht gebraucht aber der Motor nimmt ja nur so viel energie auf wie benötigt wird.
      Die 14 Kg vom Modell werden gut beschleunigt.
      Also geht es jetzt mitder Commodore weiter.

      Die Sitze sind fertig und sehen gut aus .
      Bilder folgen
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Echt krass, was hier an Physik und Elektrorechnerei geboten wird :)

      Die meisten unserer User, ich auch, kriegen grosse Augen und den Mund nicht mehr zu, wenn hier vorgerechnet wird, was ein Motor so leistet. Um ehrlich zu sein, ich weiss nicht mal, was da vorgerechnet wird. Ich baue ein Modell, stopfe einen E-Motor nach Erfahrungswerten rein und freue mich, wenn die Kiste so läuft, wie ich mir das gedacht habe. Manchmal nach dem Test der 2. oder 3. Schraube, aber immerhin :)

      Die Commodore, aka Chris Craft Roamer, wird bestimmt ein schickes Modell :resp:
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - und das Dauerthema bei mir: Riva Aquariva 33' Variationen :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Hallo Peter,

      bei den Leistungsangaben der BL-Motoren ( im Hobbyverkauf, - nicht im Industriebereich ! ) sollte man sehr vorsichtig sein.
      Meistens handelt es sich um die KB- ( Kurzzeitbelastungs- ) Leistungsangabe. Diese gilt entweder für max. 30 sek oder bestenfalls für 3 Min. aber keinesfalls als Dauerleistung über 5 min. hinaus.

      Meine Berechnungen zielen aber gerade auf diese ( unbegrenzte ) Dauerleistung ab. Bei den heutigen sehr leistungsfähigen LiXx-Akkus kann man außer bei Renn- u. Sportbooten sehr wohl Fahrleistungen von 30 min oder mehr mit Dauervollgas erreichen.

      Daher macht es durchaus Sinn die 4- bis 5-fache KB-Leistung zu installieren, um eine thermische Überlastung bei Dauervollgas für 10 - 30 min. zu vermeiden.

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • Genau so sollte es sein.
      Ich bin Elektroniker und weis wie man Elektronik entwickelt und berechnet.
      Nur Motoren war nie meine Welt schon gar nicht deren Spulen Berechnungen, Jetzt brauche ich das alles nicht mehr im letzten Lebensabschnitt.
      Jetzt wird das an Motoren verbraucht was man in 45 Jahren so gekauft und angesammelt hat, nur so viele Modelle kann ich bei über 100 Motoren nicht mehr bauen.
      Weiter ging es mit dem Aufbau
      SAM_0530.JPG
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Ernst es ist doch schön das es jemanden gibt der das ausrechnen kann.
      Wie du es so schön bemerkt hat ..... man nehme der eine sagt und man baut ein.
      Passt es nicht hat man Lehrgeld bezahlt.
      Ich habe mir schon immer Gedanken über den Antrieb meiner Modelle gemacht und wenn der Jörg das noch ausrechnen kann und es passt ist das doch super.
      Schon vor dem Baubeginn mache ich mir Gedanken über Antrieb Elektronik Komponenten deren Einbau und die Kabelverlegung.
      sowie deren Verbindungsstecker, denn in einem Schiffsmodell wie ich das so oft sehe gehören z.b. keine Lüsterklemmen, die gehören nur dahin wofür diese entwickelt wurden an den Lüster und nicht an Motorverbindungen usw.
      Bei dem Modell hier ist es relativ einfach .
      Es bekommt eine Beleuchtung die aber nicht in dem Aufbau eingebaut wird sondern unten im Rumpf, da das Modell ja unten im Aufbau offen ist , somit entfällt schon einmal eine aufwendige Verkabelung.
      Wichtig ist natürlich auch eine Saubere Kabelführung die ich möglichst unsichtbar verlegen will.
      Mal sehen ob ich den Fahrstand auch beleuchte auch den kann ich von unten beleuchten mit Lichtleitern.
      SAM_0556.JPGDas ist der Stand vor vor zwei Tagen aber im Baubericht bin ich nicht so schnell SAM_0557.jpg
      Übrigens mein Bastelplatz ist eine Tischkreissäge die draußen steht, deshalb kann ich nur im Sommer basteln, in meiner Werkstatt ist es einfach zu eng.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung
    • Hallo Peter,

      Schönes Modell baust du da und vor allem mit einem feinen Antrieb. Mit was für Regler betreibst du die Motoren? Konstuktionsbedingt haben Glockenanker Motoren eine tiefe Induktivität (Die Wicklung ist freitagend und hat kein Eisenkern). Das hat eigentlich nur Vorteile: Der Motor hat kein Rastmoment, keine Ummagnetisierungsverluste und eine hohe (elektrische) Dynamik.
      Bei einem Regler mit tiefer PWM Taktfrequenz kann aber durch die tiefe Induktivität ein hoher Stromrippel entstehen der den Motor unnötig erwärmt. Falls bei dir nicht auch einen Industrieller Regler zum Einsatz kommt würde ich dir einen Regler mit mind. 16kHz empfehlen oder den Einsatz von Spulen in Serie zum Motor um den Strom zu glätten.

      Käptn Graubeer schrieb:

      ...

      Für Bürstenmotoren an 12 V erhalten wir die spezif. Leerlauf-Drehzahl nos zu:
      nos = 7.800 U/min : 12 V : 0,85 = 765 U/V

      Analog für BL-Motoren:

      nos= 7.800 U/min : 12 V : 0,95 = 684 U/V

      Da 4s LiFes unter Last um ca. 1 - 2 V einbrechen kann man bei einer Leerlauf-Ladeschlußspannung von 13,6 V, unter Last also mit 12 V rechnen.

      M.f.G. Jörg

      Jörg, woher hast du diese Faktoren? Technisch gesehen gibt es nämlich keinen Unterschied ob mechanisch (klassischer DC Motor) oder elektrisch (Brushless) Kommutiert wird. Die Kennlinien sind, wie du ja selber in einem der vorhergehenden Beiträgen korrekterweise bemerkt hast, bei allen Arten von DC Motoren identisch. Dein Beispiel sugeriert, dass Bürstenmotoren grundsätzlich eine steilere Regelkennlinie (dn/dM) als ihre Bürstenlosen Geschwister haben (Anm. für Mitleser - flache Kennlinie ist besser!). Meiner Meinung darf das nicht veralgemeinert werden. Ausser du beziehst dich auf Motoren bei jeweils gleicher Baugrösse, dann mag es stimmen.
    • Mathias
      Mal sehen was ich für einen Regler nehme ob einen von meinen selbst entwickelten oder einen gekauften.
      In den anderen Modellen habe ich meinen selbstentwickelten Regler verwendet mit den Motoren der regelt mit 3 Khz, dadurch pfeifen die Motoren etwas, aber es hört sich an wie eine Turbiene, das ist aber nur beim Anlauf und im Teillastbereich so.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Fertigstellung
      Admiral Hipper in der Werft
      CNC Fräse in der Entwicklung