robbe multi-decoder 8370; einige LEDs glimmen immer

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    • robbe multi-decoder 8370; einige LEDs glimmen immer

      Hallo an alle Elektroniker!

      Ich habe folgendes Problem:
      Ich schalte die Beleuchtung meines Modelles in verschiedenen Gruppen über einen multi-decoder nr. 8370 von robbe mittels einer f-14 und einem originalem multiswitch - prop Modul.
      Soweit funktioniert das auch wie vorgesehen, aber einige LEDs glimmen immer - auch wenn sie aus sein sollten.

      Kabelverlegung ist ordentlich gemacht und überprüft, jede LED bzw. max. 2 gleiche LEDs in Serie ist/sind mit eigenem Vorwiderstand versehen, aber ich benutze nur eine gemeinsame Zuleitung für den Pluspol, da auch im Decoder alle Pins für Plus leitend verbunden sind.
      Ein Step-Down Modul für den Radarantrieb ist auch verbaut (nach dem Decoder; mit eigener plus und minus Versorgung) probeweises Ausstecken des Step-Down Modules ändert nichts am Glimmen der LEDs.

      Keine LED glimmte und die ganze Schalterei funktionierte problemlos, als ich sie über einen 4-Kanal Schalter von Graupner betrieb und das Radar per Hand über einen Kippschalter betätigte.

      Stromversorgung für Licht und Radar erfolgt über eigenen 7,2V Akku und die Fernsteuerung ist mit einem 2,4 GHz Modul von Corona aufgerüstet.

      Hat jemand dieses Verhalten des Decoders auch schon beobachten können?

      Soll ich unter Umständen in die gemeinsame Plus Zuleitung einen Widerstand einlöten, um die betroffenen LEDs völlig dunkel halten zu können? - wobei ich bei der Widerstandsberechnung nur die Suchscheinwerfer und die blaue, selbstblinkende LED auf schwach 20mA ausgelegt habe, Positionslampen auf ca. 15mA und Deckslampen auf 5 mA. Ich befürchte, dass die dann gar nicht mehr leuchten.

      Vielleicht hat ja irgendeiner eine Idee woran es liegen könnte!

      liebe Grüße, Christian
    • Hallo Christian

      Ich kenne den Decoder 8370 nicht, aber wenn er eingebaute Freilaufdioden nach +5V hat (z.B. ULN2003) dann wäre das Problem klar.
      Im ausgeschalteten Zustand fließt ein kleiner Ausgleichstrom von +7,2V über den Vorwiderstand und die Led (Ausgang Decoder) und
      über die Freilaufdiode gegen +5V. Dieser kleine Ausgleichstrom bewirkt das glimmen der Led.

      Eine Abhilfe wäre die Leds gegen +5V zu schalten. Eventuell die Vorwiderstände anpassen.

      Gruß Franz
    • Hallo Franz

      Naja, der Decoder ist ein Multiswitch/Prop Decoder von robbe futuba.
      und laut Anleitung schaltet er den Minuspol. Da werde ich wahrscheinlich nichts ändern können.
      Ich habe halt nur ein ungutes Gefühl, ob das auf Dauer dem Decoder nicht schadet.
      Zur Not muss ich halt für die betroffenen LEDs den Vorwiderstand erhöhen. (und wenn der Suchscheinwerfer etwas glimmt, dann soll das halt als Einschaltkontrolle dienen)

      Danke einstweilen
      Christian
    • Moin,

      chri schrieb:

      Kabelverlegung ist ordentlich gemacht und überprüft, jede LED bzw. max. 2 gleiche LEDs in Serie ist/sind mit eigenem Vorwiderstand versehen, aber ich benutze nur eine gemeinsame Zuleitung für den Pluspol, da auch im Decoder alle Pins für Plus leitend verbunden sind.
      Wo kommt die gemeinsame Zuleitung her - vom Akku-Plus? Ist das der gleiche Akku wie die Stromversorgung vom Empfänger?
      Was genau hast du am Dekoder BATT. + und - angeschlossen?

      Ich habe halt nur ein ungutes Gefühl, ob das auf Dauer dem Decoder nicht schadet.
      Ich denke nicht, das es dem Dekoder schadet. Wird nur ein Kriechstrom sein, entweder wie von Franz vermutet über eine Freilaufdiode, oder gar über eine Diode in Sperrichtung.
      Du kannst mal probieren an jedem Ausgang einen Widerstand mit 10kOhm (oder etwas kleiner) zwischen Ausgang und Plus der LEDs anzuschließen, das sollte das Potential am Ausgang und somit an der Kathode der LED anheben und dafür sorgen, daß diese nicht mehr glimmen.
      Es wird aber weiterhin ein sehr kleiner Strom über den Widerstand in den Dekoder hineinfließen, ist aber wie gesagt kein Problem.
    • Hallo

      @Franz:
      Das verstehe ich jetzt nicht so richtig - wo soll ich die 5V hernehmen?
      Der Decoder hat einen Eingang zur Stromversorgung und dort liegen meine 7,2 V an. Die sollten dann wohl auch auf den Ausgängen zu meinen LEDs sein.

      @Reiner:
      Ich habe zwei Akkus an Bord:
      Einmal 2 Zellen Lifepo für den Antriebsmotor, und von dem - über BEC des Fahrtreglers - zur Empfängerstromversorgung.
      und einen Nimh 7,2 V fürs Bugstrahlruder (mit Zweikanalschalter) und parallel dazu zur Versorgung des Multiswitch-Decoders für die Beleuchtung und des Radars.
      beide Stromkreise sind getrennt und auch extra händisch zum Ein/ausschalten.

      am Decoder Batt+ und - ist eben dieser 7,2V Akku angeschlossen.
      Von den einzelnen Schaltausgängen geht es es über eine 9polige Sub C Steckverbindung in den Aufbau. Dort habe ich auf einer Lochraster-Platine meine Vorwiderstände für die einzelnen LEDs montiert und dann gehts gruppenweise (parallel geschaltet) zur Beleuchtung.
      an einem der Schaltausgänge geht es zu einem Step-Down-Modul für den Radarantrieb.
      weiters ist ein Servo auf Steckplatz 7 (Nr 7 und 8 sind für Servos vorgesehen; und werden laut Decoder Anleitung über Empfänger Anschlusskabel mit Strom versorgt)


      Wenn es hilft, kann ich ja heute am Abend ein paar Fotos machen und hier reinstellen.

      mich wundert halt nur, dass vor der Verwendung des Multiswitch-Decoders keine LED ganz schwach glomm (oder glimmte ?) und jetzt halt doch ein paar.

      danke inzwischen, Christian
    • @ Christian,

      die Verkabelung scheint in Ordnung zu sein. Ich habe auch diesen alten Thread gefunden, wo das gleiche Problem beschrieben wird. Dort gab' es zwar keine Lösung, aber das scheint den Verdacht der internen Diode zu bestätigen (u.a. aufgrund die Messung von 2V im augeschalteten Zustand).

      Probier' daher mal mit dem Widerstand oder die von Franz beschriebene Lösung mit den Dioden.
    • Hallo Chistian,

      Ferndiagnosen bergen immer die Gefahr in sich, sie könnten völlig falsch sein, - müssen es aber nicht sein!
      Du hast bereits einige logische Erklärungen erhalte und es gibt keinen Grund diesen zu widersprechen.
      Einige der von uns verwendeten Chemikalien, z. B. Klebstoffe, Farben, Polymere/Silikon usw. sind mehr oder weniger elektrisch leitend.

      Besteht z. B. die Möglichkeit, daß Du irgendwo in Deiner Elektrik/Elektronik eine Brücke für Krichströme eingeklebt oder eingespachtelt hast?
      Mit einem Gruß, Wolf

      - alle sagten: „Das geht nicht!“, bis der kam der es machte.
    • chri schrieb:

      Keine LED glimmte und die ganze Schalterei funktionierte problemlos, als ich sie über einen 4-Kanal Schalter von Graupner betrieb und das Radar per Hand über einen Kippschalter betätigte.
      Wolf

      damit können wir die Krichströme ausschließen.

      Christian

      Da der Akku voll geladen 8,4 Volt hat und ganz entladen 6,6 Volt hat wird die Schaltung mit hilfe der Dioden eng. Der Unterschied voll bzw. leer beträgt 1,8 Volt.
      Die 1,8 Volt beteuten 2 weitere Dioden in Serie. Wesentlich besser wäre ein Step Down Regler auf 5V anstatt der Dioden. Damit wäre dann auch immer die gleiche
      Helligkeit ob mit vollen oder leeren Akku gewährleistet.

      Gruß Franz
    • guten Abend allseits!

      zuerst einige Bilder:
      DSC01681.JPG Situation im Boot; rechts vom Decoder die Verteilerklemmen für Bugstrahler und Decoder mit ein/aus für den 7,2V Akku.

      der Decoder ausgebaut:DSC01687.JPG
      weiter zum Sub D Stecker:DSC01688.JPGdie abzweigenden Kabeln rot und grün sind für die beiden seitlichen Strahler im Schanzkleid
      unter dem Aufbau siehts so aus:DSC01683.JPG rechts die Platine für die Vorwiderstände, links Step-Down für das Radar
      DSC01684.JPG Platine von oben, Gruppenweise steckbar
      DSC01685.JPGDSC01686.JPG meine Dokumentation, damit ich mich selber noch auskenne

      Also ich bin zwar eine elektronische Nuss, aber ich bemühe mich sorgfältig zu arbeiten. Deshalb vermute ich, dass Kriechströme eher unwahrscheinlich sind. - wie gesagt, das Problem trat erst mit der Umstellung auf den Decoder auf.

      In meiner Elektrokiste fand ich noch einige Dioden:DSC01682.JPG Aufschrift: 710 LT und darunter T4004

      Ich nehme an, dass die geeignet sein dürften für den Vorschlag von Franz.
      Wenn ich es richtig verstanden habe, dann soll ich 3 Dioden hintereinander in die Plus-Leitung vom Decoder kommend einlöten und die einzelnen Vorwiderstände auf die geringere Spannung (7,2 - 3 x 0,7 = 5,1 V) berechnen und austauschen. Das ist natürlich ein bisserl ein Aufwand.
      Was mir aber noch immer nicht ganz klar ist, warum mit einer niedrigeren Spannung das Problem der glimmenden LEDs verschwinden soll?
      oder liegt es an der Eigenschaft der Dioden, den "rückfließenden" Strom zu blockieren? - aber dann muss ich ja die Dioden, von der Polung her, verkehrt zu den LEDs einbauen und dann könnte es ja mit einer Diode auch funktionieren?

      Wie gesagt, ich bin nicht der große Elektroniker! (habt ihr wahrscheinlich eh schon bemerkt)

      Und meine Idee, in die + Leitung zu den LEDs einen Widerstand einzulöten (evtl. zuerst mit einem Potentiometer probieren, ausmessen zwischen dunkel bleiben bei aus und genügend Helligkeit bei ein) scheint nicht zielführend zu sein?

      Danke einstweilen - Christian
    • Hallo Christian,

      chri schrieb:

      Also ich bin zwar eine elektronische Nuss, aber ich bemühe mich sorgfältig zu arbeiten. Deshalb vermute ich, dass Kriechströme eher unwahrscheinlich sind. - wie gesagt, das Problem trat erst mit der Umstellung auf den Decoder auf.
      Der Kriechstrom wird durch die Diode im Dekoder verursacht, siehe die Zeichnung von Franz (Diode oben links im Bild an +5V).

      Was mir aber noch immer nicht ganz klar ist, warum mit einer niedrigeren Spannung das Problem der glimmenden LEDs verschwinden soll?
      Immer wenn du zwei verschiedene Potentiale hast kann ein Strom fließen, egal ob z.B. zwischen +7,2V und 0V (Masse) oder auch zwischen +7,2V und +5V (BEC Spannung).
      Sind die Potentiale gleich, dann kann kein Strom fließen.

      oder liegt es an der Eigenschaft der Dioden, den "rückfließenden" Strom zu blockieren? - aber dann muss ich ja die Dioden, von der Polung her, verkehrt zu den LEDs einbauen und dann könnte es ja mit einer Diode auch funktionieren?
      Die Dioden dienen hier nur der Reduzierung der Spannung, so daß an der Anode der LEDs (ungefähr) die gleiche Spannung / das gleiche Potential anliegt wie an der Kathode der Diode im Dekoder (+5V).

      Das die Freilaufdioden im Dekoder an +5V liegen ist dem internen Aufbau des ICs geschuldet - die Kathoden sind alle zusammengeführt und mit dem gleichen Pin des ICs verbunden, an dem die positive Betriebsspannung des ICs anliegt. Und das sind die 5V des BEC, die über den Empfänger kommen.

      Probier' doch erst mal mit dem Widerstand, sollte einfacher einzufügen sein als die Dioden.
      Erst mal mit einem Ausgang probieren, wenn's funktioniert dann alle damit ausrüsten. :)

      Und meine Idee, in die + Leitung zu den LEDs einen Widerstand einzulöten (evtl. zuerst mit einem Potentiometer probieren, ausmessen zwischen dunkel bleiben bei aus und genügend Helligkeit bei ein) scheint nicht zielführend zu sein?
      Würde ich nicht machen, da die LEDs dann auch im normalen Betrieb dunkler werden.

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    • Hallo Christian

      Wenn die Spannung an den Leds gleich groß als die Spannung an den Freilaufdioden ist, dann fliest auch kein Ausgleichstrom.(kein glimmen)
      Schalte einfach einmal 4 Dioden probeweise vor die Leds. Die Widerstandsänderung kannst du dann ja später durchführen. Genutzt wird hier
      die Eigenschaft der Dioden einen Spannungsabfall von 0,6 Volt zu erzeugen um auf annähernd 5Volt zu kommen. Da die Akkuspannung aber um
      bis zu 1,8 Volt schwanken kann (leer bzw. voll) bräuchte es bei vollen Akku 5 Dioden und bei leeren Akku 3 Dioden. Zum Testen langen aber 4 Dioden.
      Deine Dioden passen, aber die optimale Lösung wäre ein Step Down Regler auf 5 Volt.

      Gruß Franz
    • chri schrieb:

      Und meine Idee, in die + Leitung zu den LEDs einen Widerstand einzulöten (evtl. zuerst mit einem Potentiometer probieren, ausmessen zwischen dunkel bleiben bei aus und genügend Helligkeit bei ein) scheint nicht zielführend zu sein?
      Hallo Christian

      Das ist keine gute Idee. Da du ja mehrere Leds unabhängig voneinader ein. bzw ausschalten kannst ändert sich der Strom aufgrund der Schaltatellung. Das heißt je mehr Beleuchtung du
      einschaltest desto höher wird der Strom und der Spannungsabfall über den Widerstand und deswegen wirds immer dunkler.

      Gruß Franz
    • Moin,

      Käptn Graubeer schrieb:

      Hallo Christian,
      warum schaltest du nicht mit dem Decoderausgang z.B. ein 5 V Relais ?
      Mit dem Relaiskontakt kannst du dann beliebige Verbraucher sauber schalten.
      Das stimmt zwar, aber für ein paar mA für die LEDs sind Relais "Overkill" und das Problem ließe sich wie gesagt anderweitig lösen.
      Außerdem denke ich, das die vorgeschlagenen Lösungen billiger und jetzt, wo soweit alles verkabelt ist) auch einfacher zu implementieren sind als alle Ausgänge mit Relais zu versehen, die dann auch noch zusätzlich Strom verbraten; es würden ja mehrere benötigt und diese dann für 7,2V.
      5V ist BEC Spannung und nicht an den Ausgängen des Dekoders abgreifbar, d.h. man würde das BEC mit den Relais auch noch zusätzlich belasten wenn diese an 5V angeschlossen werden.
      Dann könnte man auch direkt die LEDs an 5V anschließen und sich die Relais sparen ...
    • Hallo an alle, die sich wegen mir ihren Kopf zerbrechen!

      Ich hab heute einmal probiert 3 Dioden, in Serie geschalten, in die gemeinsame + Zuleitung zu meinen Leuchtdioden einzufügen. (gleich nach dem Decoder, in die + Leitung, welche nur die LEDs versorgt)

      Ergebnis ist leider ernüchternd:
      einige Leuchtdioden glimmen immer noch, geschätzt gleich hell wie vorher, eingeschaltete LEDs funktionieren gleich wie vorher - bis auf 2, aber bei denen könnte ich ja den Vorwiderstand ändern. Aufgefallen ist mir noch, dass beim Einschalten anderer Gruppen, die glimmenden LEDs etwas dunkler werden.
      Ich habe das ganze noch mit einem 6V Akku wiederholt (gemessene 6,2 V) und das Ergebnis war das gleiche. (Den anderen Akku habe ich deshalb verwendet um auf annähernd 5V mit den Dioden zu kommen.)

      Wenn ich wieder Zeit habe, dann gebe ich noch Dioden in die + Leitung zum Step-Down Modul für den Radarmotor - vielleicht kann es daran liegen?

      Die Dioden könnt ich ja messen, ob sie wirklich funktionieren und zu einem Spannungsabfall führen.

      Ansonsten fällt mir nur ein, dass ich die betreffenden LEDs mittels größerem Vorwiderstand so weit bringe, dass sie schwächer glimmen und beim Einschalten doch noch hell genug leuchten.

      Der Vorschlag mit den Relais ist mir ehrlich gesagt fast zu aufwendig.

      noch was: Empfängerstromversorgung kommt von einem AS12/40RW Full HF - LiFePo von Modellbauregler

      Ich finde es schade, dass das mit dem Multiswitch Decoder nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, da ich meine F14 eigentlich wegen des Multiswitchpropdings und des Twinsticks auf 2,4GHz
      umgestellt habe.

      Ich sag mal Danke inzwischen und probier halt noch ein bisserl herum

      Christian