Baubericht griech. Fischerboot Typ "Gaïta"

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    • So langsam schließt sich eine Seite des Rumpfes:
      PB012960a.JPG
      Die Beplankung soll möglichst ohne Spachtelmasse auskommen, um eine sichtbare Holzoptik zu erhalten.. Bis jetzt muss ich an einigen Stellen nur kleine Spalten füllen, vielleicht reicht dafür sogar eine Vorstreichfarbe, wenn ich innen abschnittsweise laminiert habe.
      die Balkweger sind außen noch gar nicht zugeschnitten, die Anpassung habe ich mir für später aufgehoben, wenn auch die Planken darüber sitzen.
      Stefan

      Modelle fahrbereit: T22, S130 (robbe), Bugsier 1 (2x), Örjan (14cm Schlepper)
      Baustellen: Griech. Fischerboot, Weselmann-Kümo, Minensucher 1943
    • Heute habe ich die Beplankung unterhalb der Balkweger geschlossen:
      PB072961a.JPGPB072966a.JPGPB072965a.JPG

      Jetzt habe ich noch ein paar Spalten offen, bei dem es nicht ganz geklappt hat, die Planken nahtlos zu kleben.
      Der"übelste" Fall ist hier (Leisten sind 7mm breit, also etwa 0,5mm Spalt:
      PB072967a.JPG

      Wie könnte man solche Spalten schließen, ohne dass ich die gesamte Beplankung komplett mit Spachelmasse zuschmiere?
      Ich möchte den Rumpf außen definitiv nicht laminieren!

      Eine Idee ist: mit Schleifstaub füllen und dann mit Sekundenkleber tränken?
      Mit Holzleim auffüllen, ggf unter Verwendung einer feinen Kanüle?

      Andere Frage:
      Muss ich den Rumpf innen laminieren oder reicht die Verklebung der Planken untereinander? Am Bug und Heck werde ich sicherheitshalber mit Harz und ggf. Glasgewebe die der Planken Enden fixieren. Aber in den mittleren Abschnitten?
      Stefan

      Modelle fahrbereit: T22, S130 (robbe), Bugsier 1 (2x), Örjan (14cm Schlepper)
      Baustellen: Griech. Fischerboot, Weselmann-Kümo, Minensucher 1943
    • mhhhh, ich würde innen laminieren mit Matte, weil es ein Modellboot ist und eben innen alles trocken bleiben sollte. Der Spalt bliebe dann nur rein optisch als "Mangel". Wie willst Du denn außen behandeln? Wenn Du gar nicht spachteln willst, dann würde ich vermutlich 5-Minuten-Epoxy anrühren und dann den Riss damit kitten (bspw. den hier:

      shop1.r-g.de/art/155100

      Irgendwie ists im Trockenen halt doch am Schönsten, auch wenn natürlich die echten Fischerboote nicht laminiert sind, die haben aber auch kein 7,2 V-Motor drin und auch kein 15 gramm schweres Ruderservo, es sind halt echte Boote und wir bauen "nur" Modellboote, da kann man meiner Meinung nach schon so abändern, dass man weniger Stress mit Wasser hat...mich nervts immer sehr, wenn man Wasser drin hat...

      Weiter so!


      Martin
      in der Werft:
      Thunfischfänger Trevignon II 1:87
      Forenmodell Fast Crew Supplier 1:87
      Shrimp Boat (Lindberg-Bausatz) 1:60

      einsatzbereit:
      Graupner Lotse (als Polizeiboot), griechisches Fischerboot, Springer Tug (im Tim & Struppi Design), Frachtschiff Santa Teresa, Bugsier 18 Kuhwerder, LEGO Frachter City 7994, Hansajolle, Motoryacht Mistral, Seenotrettungskreuzer Theodor-Heuss
    • nietlogger schrieb:

      Den Schlitz mit einer Säge erweitern und eine Leiste einleimen.
      Nein, du brauchst kein GFK.
      Haben normale Boote ja auch nicht, oder?
      Der Vorgang, Schlitze zwischen den Planken zu schließen nennt man wohl "Kalfatern" ;)
      Wobei ich ein Bild (siehe Link im anderem Thread) gesehen habe, bei dem das wohl auch mit moderneren Methoden geht - wirkt auf mich wie mit Bauschaum gefüllt - hoffe, dass es da geeigneteres Zeug dafür gibt.

      Bei dem GFK-Laminat "in 1:1" bin ich mir nicht so sicher. Ich meine, schon außen überlaminierte Holzboote gesehen zu haben, dessen Holz dahinter vergammelte...
      Stefan

      Modelle fahrbereit: T22, S130 (robbe), Bugsier 1 (2x), Örjan (14cm Schlepper)
      Baustellen: Griech. Fischerboot, Weselmann-Kümo, Minensucher 1943
    • Hallo Stefan.

      Nimm Holzschleifstaub und wasserfesten Ponal. Das ganze schön mischen und rein schmieren.
      Macht dicht und lässt sich gut schleifen.
      Ich laminiere nur dünne Rümpfe von außen nochmal über um ggf. Nahtstellen zu sichern.
      Klar bietet es einen zusätzlichen Schutz, auch wenn man mal am Ufer auf Kies läuft, aber es geht auch ohne. Ich habe eine über 30 Jahre alte Barkasse, 3mm Sperrholzbeplankung, Grundierung und 2 Schichten Lack. das Modell ist absolut dicht, gammelt nicht alles gut.
      Innen streiche ich mit wasserfestem verdünntem Ponal, anschließend kann man noch lackieren wenn man will. Macht auch dicht, und weniger Sauerei.
      Gruß Thomas

      Mitglied im SMC Fulda e.V.
      An der PierIm Dock
      robbe PaulaFairey Spearfish 30
      Barkasse "Gerlinde"Damen FCS 2710
      Springer Tug "Elefant"Lotsenboot Schilksee (Pilot)
      Fahrgastschiff „Stadt Schlüchtern“Katja (pausiert)
      San Diego (pausiert)
    • Das Verfahren nennt man "ausleisten", kalfatern wird mit Werg gemacht.
      Innen laminieren ist sehr ungünstig in diesem Fall, da evtl. Feuchtigkeit von aussen bis ans Laminat dringen kann. Immer von aussen laminieren. Hier würde ein 80g Gewebe mehr als ausreichen. Der Rumpf ist so stabil gebaut, der würde locker den wiedereintritt in die Erdathmosphäre überstehen...
      Ponal wasserfest ist nicht die erste Wahl, es ist nur für "Feuchträume" geeignet. Einfach mit Bootslack streichen oder mit Epoxy.

      Holzboote werden bei den 1:1ern sehr wohl mit Epoxy laminiert. Dann müssen sie aber zwingend "gesund" sein, es darf kein Rott im Holz sein. Was hier angesprochen wurde ist das "Leichentuch" in den 60er Jahren gerne mit Polyester auf rotte Rümpfe aufgebracht, die dann fröhlich weiter gammelten. Da Polyester ordentlich schrumpft, geht es auch keine dauerhafte Verbindung zu Holz ein, deshalb konnte sich zwischen Laminat und Holz auch gerne Wasser sammeln.
    • Bei Holz Kann mit PU- Leim gearbeitet werden, und der schäumt auf und ist spaltfüllend, braucht also auch nicht den dichten Holzkontakt wie ein Holzleim (z.B. Ponal), Anpressdruckist aber auch hier erforderlich.
      Kalfatert werden i.d.R Holzneubauten und ältere Rümpfe die noch dichquellen. Es werden dazu (beim Neubau oder bei einer Plankenreparatur) die Planken mit einem Meissel auf der Schmalseite kräftig eingedrückt (gehämmert), dann wird die Planke bis zur entstandenen Rille beigehobelt, und dort wird dann eine Dichtschnur eingelegt. Bei Wasserkontakt quillt das mit dem Meissel komprimierte Holz auf, und dichtet zuverlässig ab.
      Ausleisten kommt dann in Frage, wenn die Plankennähte sich nicht mehr schliessen und dauerhaft undicht wären.
      Dann wird mit einer Kreissäge der Spalt deutlich geöffnet, und Leisten verleimt. Dazu wird Epoxy verwendet. Ob da der PU Kleber auch Verwendung finden kann, entzieht sich meiner Kenntnis, da fehlt mir die Erfahrung. Ich weiss aber von einem Kollegen, dass PU für ihn das Mittel der Wahl ist, und extrem feste bzw. belastbare Verbindungen ergibt.
    • Moin,

      na hier wird gerade reichlich durcheinander gemischt, was da so alles ging und geht
      in 1:1 und am Modell.
      Neustart: Du hast ein Modell und was willst Du: das Holz schützen, stimmt doch oder?
      und es soll dicht sein, also wird das von innen eher nix.

      Ja, ich gehöre zur bekennenden Fraktion des außen laminierens mit Epoxy und Glasgewebe
      und nein, das muß man nicht machen, aber danach dann bitte nicht jammern.

      Wasserfesten Leim braucht man nicht verwenden, weil das Holz auch nicht wasserfest ist,
      es quillt und beansprucht damit die Verleimung sehr. Es quillt, verwirft sich, trocknet und
      reisst dabei.
      Wasserfestes Sperrholz ist z.B. ein Ammenmärchen, es gibt wasserfest verleimtes Sperrholz,
      aber da sollte man sich mal die Datenblätter und Definitionen genauer ansehen.

      Den quellenden Montageleim verwendet man nicht um Plankengänge abzudichten, und
      für den Modellbau muss man den auch nicht einsetzen. Einfacher Holzleim zum fixieren
      der Planken reicht, danach von außen laminieren. Dadurch dringt Material auch in und
      zwischen die Planken, die Beschichtung selbst ist wasserdicht und mit ergänzenden
      Beschichtungen außen bekommt man den Rumpf sogar so glatt, das man in weiteren
      Arbeitsschritten kein Gewebe anschleift. Besonderes Augenmerk auf Durchdringungen
      wie Roderkoker, Wellen etc richten, hier den Spalt zw den verschiedenen MAterialien
      möglichst groß machen und mit Epoxy anfüllen, dann hat man ein pflegeleichtes und
      vor allem ein alltagstaugliches Modell.

      Sorry, aber was dämlicheres wie " .... haben die Boote in 1:1 ja auch nicht ...." kann man als
      Ratschlag kaum erteilen.

      Bei der Bootsgröße und Rumpfform sind 8x3 mm Leisten ideal, da ist auch noch etwas
      dran, das man schleifen darf. Eine Lage Köper mit ca 80 g/m² ist ausreichend, wäre der
      Kielbereich schlanker, dann 2 Lagen 80er. Wichtig ist, das die Gewebelagen zueinander
      nicht stoßen, sondern ausreichend überlappen, sonst bekommt man im schlimmsten
      Fall einen Reissverschluss-Effekt.

      Versuche einen Holzbeplankten Rumpf von außen mit Farbe gleich welcher Art dauerhaft
      abzudichten, sind leider zum Scheitern verurteilt. Das Holz arbeitet naturgemäß und das
      macht kein Lack oder Farbe dauerhaft mit ohne Rissbildung, die Folge ist eindringendes
      Wasser mit anschließender Kompostierung der Holzanteile in den Bauteilen. Da wird auch
      keine Rücksicht genommen, ob es eine Planke, ein Spant, Ruderhacke, Leibholz, Füllklotz
      o.dgl. ist, es gammelt einfach.

      Richtig spannend sind folgenden Aussagen, die mir gegenüber schon gemacht wurden,
      wie:
      - Holzboote stellt man nicht in die Sonne
      - Holzboote nicht in Räume stellen mit Fussbodenheizung
      - Holzboote nicht in trockenen Räumen lagern
      - feuchten Lappen reinlegen
      - sind ja nur kurz im Wasser, danach trocknet das wieder
      - in Booten muß Wasser drin sein, das geht nicht anders
      - ich tu Tampons rein und schau ab und zu, dann hol, ich das Boot rechtzeitig wieder raus
      - immer wieder mit Bootslack drüber, dann hört das reissen irgendwann auf
      also hilfloseren Scheiß kann man kaum von sich geben.

      Jede Beschichtung, die Du jetzt aufträgst, wird die Holzmaserung verschwinden lassen,
      Du willst die Holzstruktur der Planken am fertigen Rumpf sehen? dann bürste den Rumpf
      und mach eine Negativ-Form davon und laminier den Rumpf dann darin neu, alles andere
      wird eine pflegeintensive Dauerbaustelle.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Moin,

      wer ist "ihr"? Der Themenstarter hat Fragen, und darauf gehe ich ein,
      zumindest teilweise und so gut ich kann.
      Doktorarbeit? Das hier ist sehr weit entfernt von einer Dissertation,
      aber ja, wenn ich für mich spreche: die Erfahrung liegt zum Anfassen
      vor.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....

      Beitrag von AxelF ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Ups, da habe ich einen heftigen Disput losgetreten mit ein paar dummen Fragen...

      nietlogger schrieb:

      StefanK schrieb:

      Ich möchte den Rumpf außen definitiv nicht laminieren!
      Warum?
      ..., um eine sichtbare Holzoptik zu erhalten.

      Was interessiert da noch, ob der Lack reisst? Genau das macht ja die Optik aus!
      Das ist etwas unglücklich formuliert: nicht Holzoptik in Sinne von "Maserung sichtbar" sondern "sichtbar mit einzelnen Planken" gebaut.
      Wenn ich außen laminiere schaut es nach Gewebe aus und das muss ich dann zuschmieren und schleifen. So habe ich das bisher mit fast allen selbstgebauten Rümpfen gemacht und hat immer funktioniert - auch nach 18 Jahren noch dicht ohne jegliche Reparatur...
      Diesmal soll es vielleicht etwas anders werden.

      Mir ist klar, dass ein Versuch mit Lacken das Holz abzudichten nicht funktioniert. Es gibt immer einen Haarriss oder sonstige Fehlstelle, wo das Wasser ans Holz kommt und dies dann aufquillt -> mehr Risse usw...
      Also anderer Ansatz: das Wasser nicht oberflächlich aussperren sondern das Holz da tränken, wo Wasser eindringen könnte mit natürlichen oder synthetischen Harzbildnern (Leinölfirnis, "G4", Epoxidharz, verdünntem Klarlack...)
      Stefan

      Modelle fahrbereit: T22, S130 (robbe), Bugsier 1 (2x), Örjan (14cm Schlepper)
      Baustellen: Griech. Fischerboot, Weselmann-Kümo, Minensucher 1943