Aus Fehlern lernen... große und kleine Unglücke von Anfängern und Profis

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    • Aus Fehlern lernen... große und kleine Unglücke von Anfängern und Profis

      Liebe ForenMitglieder,

      angeregt durch einen Begrüßungsthread eines neuen Mitgliedes möchte ich das Thema hier neu aufgreifen, weil ich glaube, dass es erheblich größer ist und eine große Gruppe ansprechen kann.

      ich mache regelmäßig Fehler, Ärger mich darüber, verfluche den Modellbau und steh mir manchmal damit selber im Wege.
      Dabei ist der Lernerfolg aus Fehlern durchaus groß und es ist keine Schande Fehler auch einmal zu machen und diese einzugestehen.
      Im Gegenteil: aus Fehlern nicht zu lernen ... das ist manchmal fatal:

      Und deshalb kommt folgendes Video auch hier zum Einsatz mit der Bitte, tief die Luft anzuhalten und dann zu überlegen, dass es uns gut geht, weil es mit unseren Booten hoffentlich so nie geschieht…


      Die Stimme des Jungen ist mir dabei am meisten ins Herz geschossen…

      ich möchte euch also bitten eure kleinen und großen Missgeschicke hier einmal unten anzuhängen, in der Hoffnung, dass wir alle ein klein wenig schlauer und unsere Boote schöner werden und eventuell auch länger leben.

      Das kann alles mögliche sein, wie der falsche Bohrer für das falsche Material, oder eine LED ohne vor Wiederstand, gespart am falschen Ende, ...
      Ich hab letztens einen kleinen Laser gehimmelt, nachdem ich leider die falsche Versorgungsspannung angeschlossen hatte.
      Ein guter Kollege, der immer auf der Jagd nach neuen Weltrekorden ist, hat einmal gesagt, dass man Grenzen nur dann kennen lernt wenn man diese auch überschreitet…

      Vielleicht können wir alle gemeinsam drüber lachen und dem ein oder anderen helfen diese Fehler nicht wiederholen zu müssen.

      Wagt euch vor mit euren Pleiten, Pech und Pannen!

      Herzliche Grüße
      Georg
      Fast Crew Supplier
      VSP RAVE Tug
      Anti-Rolling

      Viele Laser
      Happy Hunter 1982,
      Neptun I 2016 (für den Nachwuchs)
      Neptun II 2017 (für die Badewanne)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Beam ()

    • Ein Video gibts davon nicht ( wofür ich sehr dankbar bin ) , aber : Am Anfang war die Lüsterklemme . Mittlerweile hasse ich die Teile , wirklich . Mangels besserem Material und " weil es ja schnell gehen muss " habe ich Regler und Motor eines Schiffes eben mit einer Lüsterklemme verbunden . Fazit : Kabel rutschte raus , Modell steht und wird immer kleiner . Also notgedrungener Weise bis auf die Unterbuxe raus aus den Klamotten und ....*zensiert* war das kalt !!!!! Blöde Idee , Schwimmen im September bei etwa 12 Grad Aussentemperatur . Möchte nicht wissen wie kalt die Brühe war . Als ich gut 120 Meter schwimmend mit Schiff wieder Boden unter den kaum noch zu fühlenden Füssen hatte wurde mir bewusst wie leichtsinnig das war ...dabei gehen Leute hops , also niemals nachmachen ausser ihr seid eisschwimmende , todesmutige Finnen .

      Ein Freund sagte mir mal , jeder der Lüsterklemmen als Antriebskomponente verbaut gehört geteert und gefedert . Recht hat er , miittlerweile beäuge ich schon Tamiya - Stecker argwöhnisch...obwohl ich ein paar Modelle habe in denen solche vorkommen . Aber Lüsterklemmen ? Nie wieder
      Plankenanarchist
    • Neu

      ....es sollte in guter Start ins Neue Jahr (2009) werden.

      Zwei 1:5 Verbrenner-Buggys auf einem zugefrorenen Badesee =O - ....und ich sage noch: zu meinen Kollegen: fahrt nicht zu weit raus !!!! :no1:

      Wie es kommen musste: noch im Nichtschwimmerbereich (ca. 1 m Wassertiefe) verreckten die Motoren und bedingt durch das dünne Eis, dem heissen Auspuff / Motor wurde die Tauwasser-Lache rund um die Modelle immer grösser und dann trat der "Titanic-Effekt" ein 8o (leider nicht gefilmt).

      Bei -3° Aussentemperatur und "entsprechender" Wassertemperatur und mittels eines Surfboards (ausgeliehen vom nahegelegenen Campingplatz), welches als "Eisbrecher" diente, wurden dann die Modelle geborgen.
      Ausser einem Empfänger bzw. einem Servo ging nix kaputt :thumbsup:

      ....wenn's dem Esel zu bunt wird....

      In diesem Sinne

      Gruss Michael
      Lieber 'ne schneidíge Havarie als ein lahmes Ausweichmanöver !

      Mitglied im MBC Moormerland e.V.
    • Neu

      Moin zusammen...

      Danke - es scheint einen Nerv zu treffen... :sh:
      und Dank an die ersten Freiwilligen sich zu outen oder schöne Links zu teilen!

      Noch Rätsel für alle E-Techniker: im Falle eines Sender/Empfänger-Problems... hält der Herr Papa im obigen Video die Funke richtig?
      (Kenntnisse in E-Dynamik sind natürlich mehr als Willkommen...)
      Das ist mit 2,4 GHz auch über Wasser relevant, nur nicht sooo offensichtlich.

      Frohen Freitag
      Georg
      Fast Crew Supplier
      VSP RAVE Tug
      Anti-Rolling

      Viele Laser
      Happy Hunter 1982,
      Neptun I 2016 (für den Nachwuchs)
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    • Neu

      Moin!

      Ist ca. 40 Jahre her. Ein Freund hatte eine Bussard. Total übermotorisiert. Am Tag vorher hat er eine Löschkanone mit dazugehöriger Pumpe eingebaut. Der Ansaugstutzen saß genau an der Stelle, an der sich der herausgehobene Bug bei voller Fahrt auf Wasserlinie befand. Der Schlauch war innen nur aufgesteckt und es kam was kommen musste. Das Modell war nicht mehr steuerbar und fuhr Vollgas im Kreis und lief langsam voll. Plötzlich Stillstand und Sekunden später sank sie filmreif mit dem Heck zuerst und steil aufgestelltem Bug.
      Im nahe gelegenen Schwimmbad fragten wir die Taucher der DLRG. Die wollten eh grad ein wenig trainieren und machten sich in dem Teich auf die Suche. Und tatsächlich, nach ein paar Minuten hatte der Taucher das Modell gefunden.
      Zuhause wurde alles getrocknet und bis auf den Akku funktionierte glaub ich noch alles, so dass das Modell wieder betriebsbereit gemacht wurde.
      Den Jungs von der DLRG brachten wir am nächsten Tag ne Kiste Bier vorbei.

      Ein paar Jahre später. Ein anderer See. Das Modell erhielt zwischenzeitlich neue Wellen, Motoren und neue RC-Technik. Die Pumpe wurde nicht mehr eingebaut. Eines schönen Tages kam es zu einer Störung. Das Modell fuhr Vollgas rückwärts, rammte noch meine Bermpohl, riss die Heckklappe ab und schaufelte sich das Wasser über die Ruderabdeckungen in den Rumpf. Und auch diesmal sank es wieder filmreif übers Heck.
      Also wieder bei der DLRG gefragt und am nächsten Tag zum Übungstauchen an den See. Neben diversem Sperrmüll kam auch die Bussard wieder ans Tageslicht.

      Danach wurde das Modell nicht mehr reaktiviert. Ob es noch existiert, weiß ich nicht. Auf jeden Fall konnten die Taucher zeigen was sie drauf haben ;) .

      Gruß
      Jörg
      Meine Homepage: Joerg´s Modellwerft
    • Neu

      Einen hab ich noch.

      Vor ca. 20 Jahren. Ein Arbeitskollege hat mit seinem Sohn eine Keywest gebaut. Für die Testfahrt waren Rumpf und Deck nur mit Klebeband verbunden. Keine gute Idee.
      Im Hintergrund ein Schwan der einen auf dicke Hose machte. Der Lärm der Teichfräse nervte ihn offensichtlich, aber das Boot war ja schneller. Bis zu dem Moment als nix mehr ging. Da war wohl eindringendes Wasser schuld.
      Das war die Gelegenheit für den Schwan. Er nahm ordentlich Anlauf und warf sich mit seinem gesamten Körper auf das Boot. Das machte er noch ein zweites Mal und dann war das Boot von der Oberfläche verschwunden.
      Die anschließende Suche mit einem Käscher von einem Ruderboot aus verlief erfolglos ....

      Gruß
      Jörg
      Meine Homepage: Joerg´s Modellwerft
    • Neu

      Moin,

      die Liste ist lang, mein Lehrmeister hat übrigens gerne gesagt:
      wer noch keine Fehler gemacht hat, hat noch nie wirklich gearbeitet.

      Futterschlüssel im Bohrwerk stecken lassen, im vorbeigehen
      beim verlassen der Werft nicht den Hauptschalter ausgemacht,
      sondern: „an“. Der Schlüssel flog einmal quer durch die Werft, und
      der Schreck schlug wie ein Blitz durch mich hindurch.
      Fazit: Maschinen bedient man entweder ganz mit Verstand,
      oder gar nicht.

      Testfahrt mit gewaltig übermotorisiertem Boot, das sollte nur mal
      zwischendurch. Ohne Aufbau (noch nicht gebaut) ins Wasser
      gesetzt, vorsichtig angefahren, Lage, Gewicht etc stimmte soweit,
      „ach komm, gib mal n bissi mehr Gas“ Das Gerät schoß aus dem
      Wasser heraus, machte im ca 2 m langen Flug eine Vierteldrehung
      um die Längsachse und tauchte sauber ein und ab. Schuhe, Hose,
      Socken aus und rein in die Mudderbrühe, Gott sei Dank war der
      Rumpf noch in der alten Lackierung hellgelb, so das ich ihn am Grund
      sehen konnte. Ich musste so nass wie ich war in die Klamotten und
      die nächsten Kundentermine pudelig wahrnehmen, später dann
      in der Werft: keine Wasserschäden, ich konnte alles trocknen, also
      mit nassblauem Auge davongekommen.
      Fazit: ohne Deckel fährt man nicht !

      Ausfahrt meiner „Löschkreuzer Weser“ auf dem Teich im Park, den
      Enten ging ich erfolgreich aus dem Weg, schöne Runden gedreht,
      imaginären Löscheinsatz gefahren, das alte Entenhaus umrundet,
      und dann zack, irgendwie die Entfernung verschätzt, frontal genau
      auf das Entenhaus gedonnert. Der Aufbau steckte eigentlich schmatzfest
      drauf, aber durch den Aufprall mit den gefühlten -20 g war er hochgehüpft
      und fiel letztendlich seitlich ins Wasser, die Verbindung durch die Kabel
      und den Schlauch für die Monitore hielt, zog das Boot aber übel auf
      Schlagseite. Mit Gefühl auf Vollgas und leichte Ruderlage entgegen
      der Schlagseite konnte ich den Kahn ans Ufer retten. Der Aufbau ist
      heile geblieben, aber die Bugschanz war heftig zertrümmert.
      Fazit: fahre immer mit noch größeren Abstand zu Immobilien, als
      Du denkst

      Aus der Idee heraus, das das Modell ganz sicher sein muß, hatte ich eine
      Lenzpumpe eingebaut. Ausgerechnet am Sensor war ein halber Fingehut
      Wasser, so das die Pumpe lief, aber nichts zum abpumpen hatte, und somit
      hatte diese Pumpe auch keine Kühlung. Fröhliches Fahren, es störte mich
      nur ein Geräusch, das ich per Funke nicht verändern konnte. Irgendwann
      müffelte es fies, also das Boot ans Ufer, Deckel auf, hui da qualmte es schon,
      Fahrakku abgeklemmt, Empfängerakku abgeklemmt, der Qualm biss in
      den Augen, Nebenakku abgeklemmt, vor Qualm konnte ich fast nichts
      sehen und wusste immer noch nicht, was da überhaupt schmorte und
      obwohl alle Spannungsquellen abgeklemmt waren, schmorte es munter
      weiter. Mit offener Hand schmiss ich einen Schlag Wasser ins Boot,
      es zischte, der Qualm wurde durch Dampf ersetzt, dann konnte ich
      erkennen, das die Lenzpumpe das Problem war. Blind vor Eifer fasste
      ich die Pumpe an und verbrannte mir ganz übel die Fingerkuppen.
      Letztendlich konnte ich mit einer Zange die Halterung mit dem
      verschmorten Ding herausbrechen und außenbords ablöschen.
      Fazit: Besonnenheit hilft, mit Eile verbrennt man sich die Finger

      :kaf1:
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Neu

      Ach je! Was ein grandioses Thema!

      Wer hier nichts beitragen kann hat keinen Modellbau betrieben.

      Ohne zu sehr ins Detail zu gehen...., es gäbe einiges zu berichten....

      Mit ca. 13 Jahren, ca. 1970, nach einer Graupner Nautic und einer Commodore war die Zeit reif für eine Eigenkonstruktion. Die Eltern waren gerade am Bauen, es gab das Wundermittel Styropor an jeder Ecke, und insbesondere kostenlos. Was lag also näher als aus diesem High-Tech-Material ein innovatives ultraleichtes Rennboot zu bauen.

      Da die Platten nur 20mm stark leimte ich mit Hilfe von Pattex erst mal drei Stück übereinander.
      Dann rief die Mutter zum Essen.......

      Als ich wieder in meinen Bastelkeller kam roch es stark nach Pattex, aber wo vorher der innovative Styroporblock des zukünftigen Rennbootrumpfes stand, war nur noch eine schlotzige Pampe auf der Arbeitsplatte.

      Lessons Learned!

      In Klebstoffen können „Lösungsmittel“ sein.....


      Vor ca. 45 Jahren kamen plötzlich Nickel-Cadmium-Zellen wie ein Wunder über die Modellbauer.
      und lösten in vielen Fällen die schweren Blei/Säure, oder Blei/Gel-Akkus ab.
      Viel leichter und hochstromfähig konnten plötzlich Rennboote mit E-Motor gleiten und man bekam auch eine Modellmotoryacht in auf vorbildgerechte Geschwindigkeit.

      Eine der Charaktereigenschaften der Nickel-Cadmium-Zellen war dass man sie relativ schnell wieder aufladen konnte, sogar unterwegs an der Autobatterie! Super!

      Deshalb wurfen sie auch „Schnellladezellen“ genannt.

      20 Jahre später.....ca. 1990. Mein liebevoll gebauter Motorsegler, siehe meine Bilder, sollte mich zu einem Schaufahren begleiten. So morgens also raus aus den Federn Richtung Dusche. Halt! Ich könnte die RC-Batterien vorher noch bisschen nachladen....Den Viererpack wiederaufladbare NI-CD-Zellen schnell mit dem Ladegerät verbunden, Ausgang 500mA.

      Schön eingeseift unter der Brause stehend stand plötzlich meine Freundin vor mir und meinte
      „ komm doch mal schnell! Eben hat es in Deinem Arbeitszimmer nen Riesenknall gegeben und es riecht so komisch!“

      Ohje! Das klang nicht gut!

      Mein geliebter Motorsegler lag ca. 1,5 m vom vorherigen Standort entfernt mit aufgesprengtem ABS-Rumpf auf dem Teppichboden. Der Aufbau lag in einer anderen Ecke, die Velours-Auslegeware hatte schwarzgraue Schmauchspuren.

      Ich hätte heulen können!

      Scheiss-Schnellladezellen ging es mir durch den Kopf, bis ich die Aufschrift las, Ladestrom max. 50 mA.......

      Blödheit muss bestraft werden!

      LG! Nessy
    • Neu

      Es kann auch gut ausgehen, um so mehr kann man über unnötige Missgeschicke lachen.
      Es war einmal, vor mehr als 30Jahren. Über die Osterferien hatten wir in der Holsteinischen Schweiz
      eine Hütte in der Nähe eines kleinen einsamen Sees gemietet. (Schwonau).
      Die nahe Ostsee war mit Eisschollen bedeckt. Auf dem kleinen See war im hinteren Bereich, der von
      Bäumen im Schatten lag noch eine dünne Eisschicht.
      Mit im Urlaub waren mein Tön und Schwagers Kitty.
      Es war herrlich auf einem Steg in der Sonne die Bootchen fahren zu lassen.
      Wagemutig bin ich bis in die Nähe der sichtbaren Eiskante gefahren, ca 70m vom Steg entfernt.
      Plötzlich hatte ich keinen Vortrieb mehr. Vor, zurück nichts ging. Meinen Schwager, der seine Kitty
      nicht mal ins Wasser gelassen hatte, konnte ich nicht dazu überreden sein Schiffchen zu Bergungszwecken einzusetzen.
      Also, was machen. In der nähe eines weiteren Steges lag in den Büschen kleines etwas gammeliges Ruderboot.
      Das haben wir dann zu Wasser gelassen und damit mein Modell geborgen.
      Was war passiert? Ich bin wohl über ein Stück Eis gefahren, das sich an der Schraube verkeilte und die Welle
      hat sich aus der Schraube gedreht. Nicht mal den schönen Messingpropeller habe ich bei der Aktion verloren, der hin noch zwischen Ruder und Welle und konnte nicht rausfallen. Schäden hat es außer einem Lackschaden am Ruderblatt keine gegeben. Bilder gibt es von der Geschichte, aber nichts digitales. Die muss ich mal raussuchen.
      Und das Fazit von der Geschichte: Ein Krabbenkutter ist halt kein Eisbrecher.

      Gruß Georg
    • Neu

      Da ich gerade eine Lotse baue ....die war damals als es noch Dinosaurier auf der Erde gab mein erstes , heiss und innig geliebtes Modell . Wir machten damals Urlaub am Waginger See und meinem alten Herrn ging das Aufladen nie schnell genug ....also hat er die Motorhaube seines Alfettas aufgeklappt und die Kabel des Akkus direkt an die Autobatterie gehalten . Fazit : Ein Knall , enorme Hitze und da sich der Akku naturlich noch im Rumpf befand ....game over . Ich habe dann schon mal die Kriegserklärung an meinen Erziehungsberechtigten verfasst und der wusste genau was Lage war . Um nicht monatelang wie ein Aussätziger behandelt zu werden schaffte er , wieder daheim , eine Condor II von Graupner an .
      Plankenanarchist
    • Neu

      Auch Unordnung kann das Aus für ein Modell sein.
      Als 13-jähriger habe ich von meinem Schwager eine Adolph-Bermpohl geschenkt bekommen. Er hatte den Aufbau schon etwas angefangen und ich an vielen Nachmittagen und Wochenenden weiter und auch soweit fertig gebaut, dass ich mich ganz dem Rumpf und der damit zusammenhängende Elektrik beschäftigen konnte. Den Rumpf konnte ich Abends immer schön mit seinem Ständer auf den Schrank stellen, nur der Aufbau lag in seiner vollen Pracht, umgehben von einem Chaos von Material, Werkzeug, Klebstoffen und den ganzen Rest den man so braucht auf meinem Schreibtisch.
      Bis zu dem Tag, als meine Mutter meinte mein Zimmer mal aufräumen zu müssen. Sämtliches Restmaterial hatte sie in einen Schuhkarton gelegt und neben dem Rumpf auf den Schrank gestellt. Das Werkzeug fein säuberlich in meine kleine Werkzeugkiste verstaut und den ganzen Rest ordentlich auf meinem Schreibtisch sortiert...
      Genau. Dem werten Leser stellt sich gerade genau die gleiche Frage wie mir, als ich an diesem Tage von der Schule nach Hause kam. Wo ist der Aufbau???

      "Ach, ich dacht den brauchst du nicht mehr. Ich fand die Farbe auch scheuslich und habe ihn weggeworfen." :sh: :sh:

      Meine Mutter hatte noch nicht ganz ausgesprochen als ich mich schnellstmöglich auf den Weg zum Müllhaus gemacht habe. Tja, die Müllabfuhr war da schneller. Ich habe noch den Wagen vom Hof fahren sehen.

      Das war das frühe Ende meiner damaligen Schiffsmodellbaukarriere. Mir blieb ja immerhin noch meine Modelleisenbahn.

      Fazit: Auch wenn meine Motter nicht mehr für mich aufräumt, passe ich dennoch penibelst darauf auf, dass meine bessere Hälfte nicht auf ähnliche Gedanken kommt. Besser man hält selber ausreichend Ordnung.
      Fahrbereit:
      "Spielzeugyacht"

      In Arbeit:
      "Bismarck" in 1:200
      "Hovercraft" in 1:50
    • Neu

      Einiges hier liest sich ja schon recht grausig, auch das 1. Video oben kann ich kaum anschauen ( das schmerzt ).

      Mir fallen da auf Anhieb keine grausigen sachen ein, geschweige denn ein Komplettverlust.
      Es gab mal kleinere Sachen aber die hat jeder mal und das gehört auch irgendwo dazu.

      So ging es eines schönen Tages mit ein paar Freunden an den See zum Böötchen fahren, leider hatte ich erst kurz zuvor 1-2 Props verloren
      und keinen passenden mehr also schnell mal den falschen aufgeschraubt ( 2 x links ) und so kam es das ich in einer sehr schnellen und schon scharfen
      Kurve das Boot sich in die Kurve legend um die eigene Achse drehte und auf dem Dach liegen blieb.

      Es giebt kein Video jedoch hatte ich im Anschluss Zeit für ein paar kleine Bilder ( ich dachte wenn es sinkt habe ich noch ein Andenken ).

      Das gleiche Modell hatte ein paar Jahre früher schon einen Ausflug in die Uferbefestigung wegen Empfangsstörungen und ein paar Jahre
      später auch einen Ausflug in das Ufer, das Modell hatte schon immer Probleme mit der Kurvenfahrt die ich bis zum Verkauf nie beheben konnte.
      Es war immer ein sehr anstrengend zu fahrendes Modell.

      Hier hatte ich mal ein Video vom letzten leichten Crash gemacht ( Kamera zuvällig an Board ) und ein paar Bilder sind im Video als
      das Modell vor Jahren gekentert ist.
      Das ist auch so das schlimmste was es gab ( also alles Harmlos noch ).

      In der Werft
      KTS-Libelle

      Mein Youtube Kanal.
      youtube.com/channel/UC3jL-PRA_NGdF9r34w2StgQ

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der Alte ()

    • Neu

      "Und nach des Ladens großes Nu fuhr er alsbald mit vielem Phi und hohem Metazentrum im flüss'gen Element rum" (Schiffbauerlied)
      Oder auch, wie man mit Glasfaserspachtel ein kleines GM herstellt - und das als Offshore Ingenieur... :bw:

      In dem letzten Bauabschnitt meines Lotsenversetzers Survey sollten im Dach des Steuerhausses die Kabel für den Tannenbaum Signalmast versteckt werden.
      Da das Steuerhaus, wie es sich gehört, eine Inneneinrichtung besitzt, hatte ich mir gedacht, dass Spachtel eine gute Lösung darstellen könnte. Also geguckt was noch da ist. Feinspachtel war grad nicht mehr da - aber genügend Glasfaserspachtel.
      Also gesagt getan, Glasfaserspachtel rein ins Dach. Die Kabel sind nun ordentlich versteckt und nach ein bisschen Schleifen lässt sich dies sogar noch gut lackieren.

      Nach einer Testfahrt stellte sich nun heraus, dass das Schiffchen nun bei Kurvenfahrt oder Wind gut Schlagseite macht. Ein Krängungstest in der Badewanne später zeigte das Hydrstatische Malheur: Das GM ist durch das schwere Dach nun sehr klein, aber wenigstens größer null.
      Also wie retten: Mehr Masse nach unten (Größerer Empfängerakku) und um das Aufschwingen zu vermeiden, Schlingerkiele an den Rumpf, um wenigstens die Rollbewegung etwas zu dämpfen, so die Idee meiner besseren, schiffbauerischen Hälfte.
      Der schwerere Empfängerakku bringt nun aber einen größeren Tiefgang, aber die Schlingerkiele haben die Rollbewegung gedämpft, sodass auch Fahrten bei schwerer See ohne Risiko möglich sind. Der Lotse braucht dann aber einen stabilen Magen.
      So ganz zufrieden bin ich aber damit noch nicht. Villeicht bau ich den Aufbau nochmal neu...

      Also merke: Glasfaserspachtel hat in den Aufbauten bei kleinen Schiffen nichts im Dach zu suchen - hier ist Leichtbau angesagt.
      "Und das war ein Schiffbauer, ein ganz gewaltig schlauer(?)"
      Also nochmal "Hydrostatic and Stability of Floating Structures IN A NUTSHELL" büffeln!
      Auf See:
      Unter Segel: Cacatua Galerita, Paddy (Dulcibella); AnnaXS (MicroMagic); Lundi (Footi)
      Unter Motor: Lotse Survey; EnteEnte; Rennboote
      Werft:
      Segler Rotwein (Hegi)
      Flotte Damen 1:50: SL 804; MC 1205 Kludde; ST 1205 SWS Essex; ST 1606 Red Bee; ST 1907 Jotünn; FCS 5009 Red Eagle
      Basic Design:
      Flotte Damen 1:50: ST 1405 Gerd Bliede
    • Neu

      Meine Tochter hatte ein Schulprojekt. Schwimmfähige Schiffe mit Motor aus Weißblech bauen. Lief alles im Werkunterricht. Als sie das Projekt fast abgeschlossen hatten der erste Spülbeckentest in der Schule. Schiff ging auf Tauchstation. Aus Verzweiflung hat sie das Ding nach Hause geschmuggelt. Ich dachte ich träum. Der Lehrer hatte aus Angst vor Lötkolben die Rumpfelemente mit Poppnieten ( die normalen, innen offen) zusammen getackert. Habe es gelötet und schöne Grüße bestellen lassen. Habe von ihm nie was gehört.
      :mattes:
      Modelle: S-38 Schaffer
      Adolph Bermpohl mit Vegesack
      Pegasus 3 Fahrbereit mit Sonderfunktionen
      Zerstörer Schleswig Holstein ( Standmodell) komplett Eigenbau nach Werftplan 1:100
      Zerstörer Schleswig Holstein ( Standmodell )Bausatz Udos Modellwerft mit korrigierter Brücke 1:100
      Im Bau EGV Frankfurt am Main 1:100
      Für später: Fregatte Schleswig-Holstein, Fregatte Braunschweig
    • Neu

      Unangepasste Ausrüstung bei aufziehendem Wetter ist auch etwas was man nicht wiederholt.
      Dereinst (schon ein paar Jahre her) lag unsere eine Dulcibella noch auf dem Helgen, die andere wollte und sollte bewegt werden. Also ran ans Werk, den Bollerwagen gesattelt und an den Freizeithafen Leer gezuckelt. Und weil so ein kleines Schiff nur unter Vollzeug gut aussieht, musste natürlich das Gaffelrigg herhalten: Gaffelsegel, Gaffeltoppsegel, Binnen- und Außenklüver. Das ging auch rund 20 Minuten gut, bis der Wind immer mehr auffrischte. Immerhin hat der Kapitän dann noch das Toppsegel abgenommen.
      Doch das war nur ein Teil des Problems: ein paar Minuten später reagierte das Modell nicht mehr auf die Funke in den Händen der Steuerfrau. Gar nicht. Es fuhr einen fröhlichen großen Kreis, trieb etwas rückwärts bis es wieder Wind fand, kam auf uns zu :) , schaffte eine zügige Wende, hoppelte über die Wellen davon :( , trieb in eine unbequeme Halse ;( , jagte wieder in unsere Richtung :) und wieder von vorn :( .
      Es gab ein kurzes Intermezzo zum Thema "Frauen und Technik", bis der Kapitän realisierte dass das Boot wirklich nicht reagiert. Gar nicht.
      WP_20160709_14_28_51_Pro_klein.jpg
      In großen Schleifen bewegte sich der Segler von uns weg. Daraufhin packten wir dann unsere Ausrüstung wieder auf den Bollerwagen zund zogen los. Ungefähr dahin, wo wir das Boot hoffentlich unbeschadet am Ufer aufgabeln könnten. Quer über den Hafen, am halb befestigten Ufer, hatten wir Erfolg. Boot einfangen, Segel runter, Deckel auf, Akku raus, Wasser raus, ab nach Haus.
      Was war passiert?
      Zu dieser Zeit hatte das Boot eine sehr einfache Elektroinstallation. Akku -> Schalter -> Empfänger -> Servo. Nun war der Bedarf der Servos bedingt durch zu viel Wind recht groß. So groß, dass die Spannung einknickte und dafür die Stromstärke stieg. Wir können heute nicht mehr genau sagen, ob der Empfänger dadurch direkt gegrillt wurde oder in eine Notabschaltung ging und dafür anschließend durch ein erfrischendes Bad in eingedrungenem Bilgenwasser einen Kurzschluss bekam. Der war jedenfalls putt. Dem restlichen Boot ist zum Glück nichts passiert.

      Wir haben an diesem Tag viel über Gelassenheit und Geduld gelernt.
      Es dauert, bis ein unwilliges Boot den Kampf gegen den Wind verliert und ins Ufergras treibt.

      Die Elektrik wurde bald darauf mit einer Stabilisierungsplatine aufgerüstet (stabilisiert die Spannung, verhindert Überstrom), wir nannten sie liebevoll "die Heizung". Das Ding hat auch gut geheizt (Z-Diode), wenn ich mir die Kabel in der zweiten Dulcibella so anschaue... wohl gerade noch rechtzeitig in die Generalüberholung gegangen.
      Eine weitere Iteration der Elektrik ist gerade in der Entwicklung.



      Ein wenig Glück hatte ich 2018 in Ratzeburg. Wir waren dort zu Gast auf der International Waterbike Regatta. Paddy durfte bei gemütlichem Wind unter voller Besegelung auf den See. Gerade entspannt rausgefahren, die ersten 4 Schläge gefahren, da reißt die Großschot. Da war nicht mehr viel mit Manövrieren, keine Wende, keine Halse, kein Kreuzen. Sehr bequem daran war, dass der Bug gerade zum Land zeigte, und für den Notfall etwa 30 hochfrisierte Renntretboote zur Verfügung gestanden hätten.
      In Fahrt: Dulcibella "Paddy", Robbe Double Dragon, Robbe Atlantis "Mistral" ----- In Pflege: die Küken der BrushlessEnte
      Weisheiten des Dekans: "Der Tiefgang sollte generell nicht größer sein als die Seitenhöhe."
      Google-Map Modellgewässer
    • Neu

      Hoi, moin,

      hab' auch noch einen:

      Kollege setzt sein Boot (Kajütkreuzer) ins Wasser und dreht entspannt seine Runden. Plötzlich: Sch.... - nix geht mehr !!!!

      Den Havaristen mit einem Bergeboot eingefangen und das Innenleben des Havaristen begutachtet. Auf den ersten Blick alles ok, kein Qualm, nix warm, kein "Elektro-Geruch". Akkus auch ok - aber keine Reaktion auf irgendwelche Senderbefehle. - ???????

      Plötzlich lautes lachen ????? - Der Arm des Ruderservos hat den lose im Modell liegenden Ein-Aus-Schalter "betätigt" und die Stromversorgung im Modell stumpf abgeschaltet !!!!!!

      Gruss Michael
      Lieber 'ne schneidíge Havarie als ein lahmes Ausweichmanöver !

      Mitglied im MBC Moormerland e.V.
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      Wer zu hoch fliegt fällt tief
      Messe Erfurt 2019 : Schlepperchallenge

      Mit meinem Einschraubenschlepper der klassischen Bauweise habe ich relativ viel Pfahlzug, sodass ich die Schlepperchallenge gegen die anderen Einschrauber für mich entscheiden konnte. Ich hatte schon immer eine Slipvorrichtung für das Schleppseil. Aus Übermut habe ich mich dann an einer Imara gemessen. Dank Kortdüse lag ich am Anfang ganz gut und konnte Boden gutmachen, aber dann haben die Schrauben der Imara gefasst. Mein Schlepper kam quer ohne Chance das mit der lenkbaren Kortdüse auszugleichen, Schlagseite und dann hat die Imara meinen Aufbau runtergezogen. Es ging so schnell, dass das Slippen zu spät erfolgte. Dann hatte ich ein U-Boot. Alles wieder rausgefischt, in das kalte Wasser des Beckens wollte keiner rein, wir hatten auch keine Leiter. ein paar reparable Schäden sind durch die Bergung am Modell entstanden, lediglich Micha´s Regler hat den Tauchgang nicht überlebt.
      Bilder oder Video´s hab ich bisher leider keine. Wenn jemand gefilmt oder Fotografiert hat, darf er mich gerne kontaktieren.
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      Voith-Schneiderschlepper ISAR
      Baubericht

      im Hafen liegt
      - Löschkreuzer Elbe
      - Schlepper Homer