28er Kehrer Jet - welcher Motor für mein Boot

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    • Käptn Graubeer schrieb:

      Hallo Ferdinand,
      dir ist aber schon bewußt, das du hier nur die Strahlgeschwindigkeit für 8.000 U/min berechnet hast.
      Und desweiteren die zugehörige Motorleistung. Wobei hier im Vergleich zum Diagramm deine Motoraufnahmeleistung nur halb so groß ist.

      Fehlt noch die Modellgeschwindigkeit ....

      M.f.G. Jörg
      Ach ja.... ich krieg den Hass :bad:
      Habe nochmal neu gerechnet...................
      Doch die Werte die dabei rauskommen, kommen mir wieder so klein vor. und einen Wirkungsgrad habe ich nach wie vor nicht...
      Jedenfalls schreibe ich erneut meinen Rechenweg auf jedoch sei vorab gesagt, dass mir das Ergebnis arg wenig vorkommt.



      Rumpfgeschwindigkeit [km/h] = Wurzel (Länge Wasserlinie [m]) * 4,5 => Wurzel 0,7 * 4,5 = 3,8 km/h :3,6 = 1,06 m/s

      vH20 = Umdrehung/min * 1min/60sek * m/Umdrehung => 2000 1/min * 1min/60sek * (0,027m * 1,5) = 1,35m/s

      F = U/min *1min/60sek * Vortrieb/Umdrehung => 2000U/min * 1min/60sek * (0,027 * 1,5)2 = 0,05467N :?:

      FSchub Ermittlung mit

      FSchub= DichteH20 * FlächeProp * Geschwindigkeit2 => 1000kg/m3 * (Pi / 4 * (0,027m)2) * 1,35m/s2 = 1,04N :?:

      Leistungsaufnahme des Impeller

      PH2O = F * vWasser / *0,5 => 1,04N * 1,35m/s * 0,5 = 0,702W :?:

      Als Beiwehrt (nicht von nöten) noch die kinetische Energie

      Ekin = mH20 * vH20 => 0,013kg/s * 1,35m/s = 0,01755 J

      die dazu benötigte Masse des Wassers/Zeiteinheit erschließt sich aus der Formel

      mH2O = DichteH20 * AProp * deltaL => 1000kg/m3 * 0,00056m2 * 0,0225m/s2 = 0,013kg/s

      deltaL = Länge der Wassersäule im Jet

      deltaL = vH2O * deltat => 1,35m/s * 1min/60sek = 0,0225m/s2

      >zurück zur Leistung P(des Motors)<

      PMotor = Leistungsaufnahme Impeller / Wirkungsgrad

      PMotor = 0,702W/ 0,4 = 1,755W

      Das kann doch nicht hinhauen.... ich sehe aber auch mein Fehler nicht. Und im Endeffekt hab ich hier Kräfte ausgerechnet, aber die sind alle nicht im Bezug auf das zu bewegende Bootsgewicht "geschnitten".


      Ich hau mich aufs Ohr. Vllt bin kommt mir morgen eine Eingebung...
    • Käptn Graubeer schrieb:

      Hallo Matthias,
      dann würden für das Futterboot doch 2 x 50 W bei 5.000 U/min vollkommen ausreichen um die Rumpfgeschwindigkeit von ca. 1 m/s zu erreichen. Und bei dem Geräuschpegel würden vielleicht sogar noch ein paar Fische zum Angeln übrigbleiben ... ^^

      M.f.G. Jörg
      Oh ich hab deinen Beitrag voll überlesen. Ich komme beim Betrachten der Grafik zum gleichen Schluss wie du. Es bleiben noch Fische überig! :bhi2:
    • Hey,

      schaut mal bitte hier was ich auf YT gefunden habe. Das Boot fährt meines Wissens nach auch mit BL Motor & einem einzelnen Jet. So laut ist das ganze doch nicht was aber nicht das Hauptthema ( eigentlich gar keine Rolle spielen sollte) denn ich will mein Köder damit ablegen & nicht den Fischen mein Köder ins Maul legen.

      Edit: Hab das Video bis zum Ende geschaut. Es ist ein wohl ein "42er BL Motor" auf 60% gedrosselt, wobei das ja keine Kennwerte freigibt...

      VG Ferdinand
    • Hallo Ferdinand,
      ich habe hier etwas zum Wirkungsgrad von Pumpen gefunden.
      Ist zwar kein Wasserstrahlantrieb, aber man kann diese doch näherungsweise mit einer Axialkreiselpumpe vergleichen.

      flizzr94 schrieb:

      deltaL = Länge der Wassersäule im Jet

      deltaL = vH2O * deltat => 1,35m/s * 1min/60sek = 0,0225m/s2
      Diese Annahme/Berechnung würde ich noch einmal überprüfen.

      Wenn du noch einmal zum Anfang deines (vereinfachten1) Berechnungsmodells gehst, und den Impulserhaltungssatz zu Grunde legst:

      m1 * v1 = m2 * v2

      mit:
      m1 = Masse des Bootes,
      v1 = Geschw. des Bootes,
      m2 = Masse des Wasserstrahls
      v2 = Geschw. d. Wasserstrahls

      ergäbe sich danach für die Bootsgeschw. v1:

      v1 = m2 * v2 : m1

      Bei der Berechnung der theoretischen Strömungsgeschw. v2 hast du schon richtigerweise die Steigung H des Impellers je Umdrehung angenommen.

      v2 = n * H


      n = Drehzahl in U/s,
      H = Impellersteigung

      Warum verwendest du diese Größe nicht auch zur Berechnung des imaginären Volumens der vom Impeller zu leistenden Volumenänderungsarbeit, und damit auch für den Massenstrom m2*v2?

      1) vereinfacht u.a. deshalb: weil der Impeller genauer gesagt eine Impulserhöhung bewirkt, bei welcher die Masse des angesaugten Wassers im Jet vor dem Impeller schon mindestens die Geschwindigkeit des Bootes v1 besitzt und dann beschleunigt wird.
      Im Arbeitsbereich des Impellers erfolgt eine Druckerhöhung und eine Radialbeschleunigung. Der unmittelbar nachinstallierte Stator wandelt die Rotationsenergie in kinetische Energie um.

      M.f.G. Jörg

      p.s hast du in Grundlagen der Berechnung von hydraulischen Strömungsmaschinen schon mal hineingeschaut ?
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Käptn Graubeer ()

    • Hey,

      habe es mir jetzt mal einfach gemacht und den Raum vom Jet mit Wasser gefüllt + Inhalt abgewogen (ca. 67ml) damit und mit der Formel Wkin = m * vH20 / 2 = 0,067Kg * 1,35m/s / 2 = 0,06105 Nm die kinetische Energie bestimmt.

      m1 = 10kg
      m2 = 0,773kg/s
      v2 = 1,35m/s

      v1= 0,773kg/s * 1,35m/s : 10kg = 0,1044 m/s (?)
      Massestrom = Volumenstrom * Dichte = (Fläche * vH20) * 1000kg/m3 = (Pi/4 * (0,027m)2 * 1,35m/s) * 1000kg/m3 = 0,773kg/s
    • Hey und schönen vierten Advent :)

      also ich bin traurigerweise gerade ziemlich frustriert... darf eig nicht sein, aber ich hab echt einen Knoten im Kopf :bw:

      Was fehlt mir denn noch? Stell ich mich einfach zu (nett gesagt) ungeschickt an ?


      Hab mal die 3 Bootsrümpfe in eine Strömungssimulation(CFD) gehauen und einen Widerstandwert von ~200N bekommen. Allerdings gilt das nur, wenn die Rümpfe komplett unter Wasser sind - was aber nicht der Fall sein wird. Ging nur CFD bedingt nicht anders als die Rümpfe im vollen Querschnitt der Strömung auszusetzen.
      InkedStrömungsimulation2_LI.jpg

      VG
    • Hallo Ferdinand,
      deine ermittelten 200 N gelten für alle 3 Rümpfe zusammen bei welcher Geschwindigkeit ?

      Kennst du diese Untersuchung schon ? Insbesondere die Messwertetabellen auf S. 7 + 8 !
      Hast du diese Tabelle schon gesehen ?

      Hast du mal eine einfache Skizze für dein Berechnungsmodell gemacht, mit Lage und Richtung der beschleunigten Massen ?
      Wo wäre der Unterschied zur Berechnung des Schubes und Geschwindigkeit gegenüber einer Rakete ?

      Wenn du die Jets schon hast, warum machst du nicht mal einen Versuchsaufbau mit einem Blumenkasten in der Wanne, und misst den Standschub F in N, als Funktion der Drehzahl, der Motorspannung und des M.-stromes ?

      M.f.G. Jörg
      Im Bau: Megayacht, Yachttender

      in Fahrt: Moonraker, Pegasus III, Andrea Gail
    • flizzr94 schrieb:

      Hab mal die 3 Bootsrümpfe in eine Strömungssimulation(CFD) gehauen und einen Widerstandwert von ~200N bekommen. Allerdings gilt das nur, wenn die Rümpfe komplett unter Wasser sind - was aber nicht der Fall sein wird. Ging nur CFD bedingt nicht anders als die Rümpfe im vollen Querschnitt der Strömung auszusetzen.
      Moin Ferdinand,
      :hm: Oha! Vorsicht bei der Strömungssimulationen mittels CFD - Da kann man sehr, sehr, sehr viel falsch machen! Nicht umsonst wird teilweise von "ColorFul Drawing" gesprochen. ;)
      Gerade kommerzielle CFD-Codes sind mit vielen Tricks numerisch stabil, was dazu führt, dass diese alles -auch Falsches- ohne Probleme simulieren. Und Fehler innerhalb einer Simulation zu entdecken ist schwer. Die Gefahr besteht hier dann, falsche Simulations-Ergebnisse "schön" zu interpretieren. Daher werden in der Strömungsmechanik auch heute noch aufwendige Modellversuche durchgeführt, um die Simulationen daran zu validieren und zu kalibrieren.

      Größter Kritikpunkt an deiner Simulation ist: Es wird der gesamte, getauchte Rumpf simuliert. Dies ist für ein schwimmendes Schiff definitiv falsch (Für ein U-Boot wäre dies wiederum richtig). Daher vermute ich, dass die ermittelte Widerstandskraft von 200 N viel zu hoch ist. :huh:
      Das Fluid wird in der Simulation eines Schiffes zum Beginn der Simulation ausschließlich bis zur Wasserlinie angesetzt.
      Die nächste Frage ist, ob überhaupt die Wasseroberfläche mit gerechnet werden muss. Nur bei kleinen Froude-Zahlen ist dies zulässig, die Wasseroberfläche nicht zu simulieren. (Sehr kleine Froude-Zahlen führen zu einem kaum ausgeprägten Wellensystem des Rumpfes)
      Bei großen muss die Wasseroberfläche mit simuliert werden, um das Wellensystem richtig abzubilden. Da bin ich mir nicht sicher, ob Autodesk CFD dies kann. (ANSYS Fluent oder OpenFOAM können dies auf jeden Fall). Bei der Berechnung eines Mehrrumpfbootes ist die Berechnung der Wasseroberfläche noch wichtiger, da sich die Wellensysteme der einzelnen Rümpfe auf jeden Fall gegenseitig beeinflussen, besonders zwischen den Rümpfen.

      Jetzt kommen die fiesen Kleinigkeiten innerhalb einer CFD Berechnung: Randbedingungen, Turbulenzmodellierung, Numerik.
      Hierzu habe ich einige Fragen zu deinem Modell:
      Wie groß ist das Rechengebiet?
      Welches Turbulenzmodell wird verwendet? (Optimal ist k-Omega SST für Strömungen mit Ablösung (Stand der Technik) für RANSE)
      Welche Randbedingungen an den Grenzen des Rechengebiets wurden angesetzt? (Symmetry)
      Wie ist die Inflow-Randbedingung aufgebaut? (Insbesondere für das Turbulenzmodell. Ein gängiger Turbulenzgrad ist z.B. Tu = 0.05)
      Wie wurde die Outflow-Randbedingung angesetzt?
      Noch viel wichtiger für die Berechnung des Widerstands der Rümpfe: Wie wurde die Randbedingung an den Rümpfen angesetzt? Wie sieht das wandnahe Gitter an den Rümpfen aus? Reicht das Gitter überhaupt aus, um die Grenzschicht korrekt abzubilden ?
      Wie gut ist die Simulation konvergiert? Gab es Konvergenzprobleme?

      Rund um CFD empfehle ich dir mal folgende Seite:
      cfd-online.com/Wiki/Main_Page

      Bezüglich des Jet Antriebes empfehle ich folgendes Skript: (Der eine oder andere von euch wird es mittlerweile kennen ;) )
      uni-rostock.de/storages/uni-ro…er/Propeller/Prop_new.pdf
      Ich empfehle dir, das Kapitel 14 genauer zu studieren. Dies handelt von der Hydrodynamik der Jet Antriebe.
      Auf See:
      Unter Segel: Cacatua Galerita, Paddy (Dulcibella); AnnaXS (MicroMagic); Lundi (Footi)
      Unter Motor: Lotse Survey; EnteEnte; Rennboote
      Werft:
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      Flotte Damen 1:50: SL 804; MC 1205 Kludde; ST 1205 SWS Essex; ST 1606 Red Bee; ST 1907 Jotünn; FCS 5009 Red Eagle
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Starkaptain ()

    • Hier ein Beispiel, wie eine CFD Berechnung eines Schiffrumpfes mittels "InsightCAE" und OpenFOAM durchgeführt wird:
      Auf See:
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    • Hi


      Käptn Graubeer schrieb:

      deine ermittelten 200 N gelten für alle 3 Rümpfe zusammen bei welcher Geschwindigkeit ?
      Jap, die 200N gelten für die 3 Rümpfe bei vmax (also 1,06m/s)

      Käptn Graubeer schrieb:

      Wenn du die Jets schon hast, warum machst du nicht mal einen Versuchsaufbau mit einem Blumenkasten in der Wanne, und misst den Standschub F in N, als Funktion der Drehzahl, der Motorspannung und des M.-stromes ?
      Dazu fehlt mir zum einen ein Motor, wobei es die ja schon für einen schmalen Taler gibt, zum anderen hat genau das ja schon der Herr Kehrer selbst in einem Diagramm erfasst.

      Werde mir heute Abend mal noch im Bett ein paar günstige Boote anschauen und ggf eins bestellen. Damit werde ich deinem Vorschlag eines zu testen & Erfahrungen daraus zu ziehen/dokumentieren nachgehen. Uuund außerdem kann ich mir den Motor ausbauen und an den Jet anknüpfen. Damit kann ich mit dem besagten Blumenkasten auch einen Selbsttest durchführen, dokumentieren und aufführen. :id2:

      Die 52er von mhz scheinen ja mächtige Teile zu sein. Die Schubkraft steigt vor allem bis zu 8000 1/min überproportional, davon ausgehend könnte ich doch auch Rückschlüsse auf den KMB Jet ziehen. Das sagt mir Schlussendlich, dass ich wahrscheinlich eh mehr RPM fahren muss um das Boot mit genügend Schub voran zu treiben. Obwohl die gar nicht für vmax nötig sind.

      Apropos Schub, habe mir die Berechnung von der Propellertheorie speziell Kapitel 14 angeschaut und den Schub mit der dortigen Formel ausgerechnet. Allerdings bin ich mit einer Drehzahl n = 2400 1/min (20% Schlupf einbezogen) und der daraus resultierenden Strahlgeschwindigkeit von 1,62m/s eingestiegen und habe damit einen Massestrom von 0,9275 kg/s bekommen.
      Lt. der Formel ergibt sich aus: Schub = Massestrom * (vStrahl - vBoot) = 0,9275kg/s * (1,62m/s - 1,06m/s) = 0,5194 kg*m/s2

      Käptn Graubeer schrieb:

      Wo wäre der Unterschied zur Berechnung des Schubes und Geschwindigkeit gegenüber einer Rakete ?
      Das eine Rakete ein geschlossenes System ist und sich durch den Treibstoffverbrauch die Masse der Rakete verändert.. Das Boot behält ja seine Masse. Deshalb gilt der Impulssatz nur bedingt..


      VG
    • @Starkaptain

      Hi,

      du scheinst dich damit wohl nicht zum ersten mal zu beschäftigen^^
      Kann dir lediglich sagen, dass ich bei CFD von Autodesk die Bootsrümpfe aus dem 3D CAD eingefügt habe, um die Rümpfe großflächig kein Rechteckiges Volumenmodell erstellt habe, welches den Strömungskanal imitiert. Die von vorne "kommende" Geschwindigkeit mit 1,06m/s (vmax vom Boot) und am Ende des Strömungskanals liegende Geschwindigkeit auf 0m/s gesetzt habe. Danach die Netzweite vom Ströumungskanal automatisch eingestellt und um die 3Rümpfe einen extra Bereich mit sehr sehr feinmaschiger Netzweite erstellt.

      Starkaptain schrieb:

      Hier ein Beispiel, wie eine CFD Berechnung eines Schiffrumpfes mittels "InsightCAE" und OpenFOAM durchgeführt wird:
      Das läuft nicht ohne weiteres auf Windows oder?

      VG
    • flizzr94 schrieb:

      Das läuft nicht ohne weiteres auf Windows oder?
      Moin Ferdinand,
      InsightCAE und OpenFOAM laufen beide primär auf Linux. Als Windows User empfehle ich eine Virtual Machine - VMWare Player installieren und eine Ubuntu Distribution herunterladen und beides innerhalb einer VM installieren.

      Wenn ich dich mal etwas fragen darf, ohne dir zu nahe zu treten zu wollen...
      Im Thread und an anderer Stelle hast du geschrieben, dass du innerhalb deiner Weiterbildung zum Techniker eine Facharbeit schreibst.
      Lautet deine Aufgabenstellung, im Rahmen eines Produktdesigns ein Futterboot zu entwerfen?
      In wie weit bist du mit der technischen Mechanik und den Grundlagen der Strömungsmechanik vertraut? Was erhoffst du von einer CFD-Simulation?

      Ich möchte dich nicht davon abhalten oder dies madig reden, dich autodidaktisch in das hochinteressante Themengebiet der Strömungsmechanik einzuarbeiten. Aber viele dieser Werkzeuge (Vor allem CFD!) verlangen grundlegendes und vor allem Spezialwissen, um diese richtig zu bedienen und vor allem um die Ergebnisse richtig einschätzen zu könnnen. Ansonsten erzeugt die CFD mehr neue Fragen als das diese zufriedenstellende Antworten liefert. Gerne helfe ich dir bei deiner Simulation weiter...

      flizzr94 schrieb:

      Kann dir lediglich sagen, dass ich bei CFD von Autodesk die Bootsrümpfe aus dem 3D CAD eingefügt habe, um die Rümpfe großflächig kein Rechteckiges Volumenmodell erstellt habe, welches den Strömungskanal imitiert
      Kannst du in Autodesk CFD die Position des Strömungskanals beeinflussen? Autodesk CFD erstellt sicherlich im Hintergrund automatisch das Rechengebiet.
      Ich schlage hier folgende Vorgehensweise vor:

      1. Preprcocessing:
      Teilen der Rümpfe an der Wasseroberfläche
      Visualisierung des Rechengebiets in Autodesk CFD
      Positionierung des Rechengebiets oder der Rümpfe, dass ein Rand des Rechengebiets die "glatte Wasseroberfläche" simuliert. Wir nehmen hier zunächst an, dass die Froude-Zahl klein ist. Dies bedeutet, dass die ermittelte Widerstandskraft eine Näherung ist. Weil der Wellenwiderstand fehlt, wird sehr wahrscheinlich die Widerstandskraft unterschätzt.
      Die Randbedingung an der "glatten Wasseroberfläche" wird als Wand angesetzt. Sehr wichtig: Keine Wand mit Reibung, also ohne Wandfunktion zur Abbildung der Grenzschicht. Dies darf nur an dem getauchten Schiffsrumpf angesetzt werden.

      2. Solving

      3. Postprocessing:
      Auswertung der Widerstandskraft und Kontrolle der Simulation durch Darstellung der Geschwindigkeitsvektoren an des Rändern des Rechengebiets und durch Darstellung der Drücke am getauchten Rumpf. Die Hauptarbeit besteht hier nicht nur darin, bunte Bilder für den Chef zu produzieren, sondern die Ergebnisse zu validieren und zu interpretieren. Zum Beispiel lässt sich anhand der in der CFD ermittelten Kraft der Widerstandsbeiwert c.w bestimmen. Da man selber keine ausreichenden Möglichkeiten hat, um Modellversuche durchzuführen, ist hier immer eine Literaturrecherche angezeigt. Irgendjemand wird schon irgendwann mal Modellversuche mit einem Trimaran durchgeführt haben, welcher vielleicht ähnliche Proportionen hat. Wenn in der Simulation bei einer bestimmten Strömungsgeschwindigkeit der c.w Beiwert innerhalb einer ähnlichen Größenordnung wie in der Literatur liegt, so ist dies ein gutes Indiz, dass kein Unsinn simuliert wurde.

      flizzr94 schrieb:

      du scheinst dich damit wohl nicht zum ersten mal zu beschäftigen^^
      Joa, als Berechnungsingenieur hat man öfter mit CFD zu tun. ;)



      flizzr94 schrieb:

      Das eine Rakete ein geschlossenes System ist und sich durch den Treibstoffverbrauch die Masse der Rakete verändert.. Das Boot behält ja seine Masse. Deshalb gilt der Impulssatz nur bedingt..
      Dem kann ich leider nicht zustimmen. Eine Rakete ist mitnichten ein abgeschlossenes System, sondern vielmehr ein offenes, da die Rakete durch eine chemische Reaktion seinen Treibstoff durch seine Düse außerhalb seiner Systemgrenzen abstößt.
      Das Boot behält seine Masse und kann eher als ideales abgeschlossenes System gelten. Dies bedeutet aber keine Einschränkung in der Anwendung der Impulserhaltung.
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    • Hey :wink:

      hab die Feiertage mal genutzt und mich bewusst nicht mit der FA beschäftigt um mal an was anderes zu denken :D
      reicht schon wenn die mich nachts in den Träumen verfolgt ^^

      Hoffe ihr hattet alle ein paar schöne, entspannte Tage und die Zeit im engen Kreise genossen. Mal abgesehen von dem tägl. Weihnachtsstress :P

      Starkaptain schrieb:

      Wenn ich dich mal etwas fragen darf, ohne dir zu nahe zu treten zu wollen...
      Im Thread und an anderer Stelle hast du geschrieben, dass du innerhalb deiner Weiterbildung zum Techniker eine Facharbeit schreibst.
      Lautet deine Aufgabenstellung, im Rahmen eines Produktdesigns ein Futterboot zu entwerfen?
      In wie weit bist du mit der technischen Mechanik und den Grundlagen der Strömungsmechanik vertraut? Was erhoffst du von einer CFD-Simulation?
      Ich bin für jede Frage offen ;)
      Das Thema der Facharbeit ist mir selbst überlassen. Anfangs habe ich mich bei einem Unternehmen im Sondermaschinenbau beworben um ein Thema mit denen auszuarbeiten. Doch leider hat das nicht geklappt, da das Unternehmen mich anschließend längerfristig binden wollte & ich nicht darauf eingestiegen bin. Andere Unternehmen haben Kooperationen vermieden aufgrund von f. Covid19....
      Also lag die Überlegung eines Themas bei mir. Naja und so hab ich mein Hobby mit der Facharbeit verbunden.
      Technische Mechanik stellt im Maschinenbau ein großen Themengebiet dar & ist Prüfungsrelevant. Anders als Strömungsmechanik, welches nur 1 Jahr unterrichtet wird, nicht Prüfungsrelevant ist und wir Lehrstoff bezogen noch nicht so weit sind wie ich es jetzt bräuchte. ^^

      Starkaptain schrieb:

      Ich möchte dich nicht davon abhalten oder dies madig reden, dich autodidaktisch in das hochinteressante Themengebiet der Strömungsmechanik einzuarbeiten. Aber viele dieser Werkzeuge (Vor allem CFD!) verlangen grundlegendes und vor allem Spezialwissen, um diese richtig zu bedienen und vor allem um die Ergebnisse richtig einschätzen zu könnnen. Ansonsten erzeugt die CFD mehr neue Fragen als das diese zufriedenstellende Antworten liefert. Gerne helfe ich dir bei deiner Simulation weiter...
      Mit CFD haben wir als Schüler so rein gar nichts am Hut. Habe nur den kostenlosen Zugang zu Autodesk durch das Schüler/Studenten Dasein.
      Leider konnte mir auch mein Lehrer ( Dr. im Maschinenbau ) auch mit CFD nicht weiterhelfen. Hab mir CFD heruntergeladen weil es sich einfach in meinen Augen anbot einen Schwimmkörper mal eine Strömungssimulation durchlaufen zu lassen und das Ganze kann ich ich auch in der Facharbeit festhalten.

      Starkaptain schrieb:

      Kannst du in Autodesk CFD die Position des Strömungskanals beeinflussen?
      Ja kann ich... mir ist ein Tippfehler unterlaufen.

      flizzr94 schrieb:

      Kann dir lediglich sagen, dass ich bei CFD von Autodesk die Bootsrümpfe aus dem 3D CAD eingefügt habe, um die Rümpfe großflächig kein Rechteckiges Volumenmodell erstellt habe, welches den Strömungskanal imitiert.
      Hier ist der ist das "k" völlig fehl am Platz. Das große Rechteck ist der Strömungskanal (willkürlich groß gemacht), den ich hier durchsichtig dargestellt habe um den Schwimmkörper sichtbar zu machen. Der kleine bräunlich transparente Bereich, ist der Bereich in dem das Netz deutlich feinmaschiger gebildet wird.
      InkedStrömungskanal_LI.jpgInkedStrömungskanal+Bereich_LI.jpg
    • Habe nochmal mit meine Mentor per E-Mail Kontakt aufgenommen. Der Raspi kann ausbleiben. Gibt ja ausreichend Kaufteile, die den Pi unnötig machen. Gibt mir wieder einiges an Zeit mehr, da ich mir nicht noch das Programmieren aneignen MUSS.
      Werde es mich sicher trotzdem mal zu gemühte führen, da ich alles dafür da habe - aber nicht auf biegen und brechen.

      Das wiederum nimmt mir auch Einschränkungen bei der Rumpfkonstruktion.
      Habe letztens ein Video gesehen von dem Boot auf dem das GPS die Geschwindigkeit angezeigt hat, welche bei 2,1m/s lag. und das bei einer Rumpflänge von gut 60cm und ungefähr 40cm Breite. Wie ist das möglich obwohl das Boot ein Verdränger ist?

      VG Ferdinand
    • Hi Leute,

      hab mich lange nicht mehr zurück gemeldet. Bin derzeit sehr von der Schule gestresst, da wir von zuhause aus die Lehrplan erfüllen sollen & jeder Lehrer denkt, sein Fach ist das wichtigste und wir haben genug Pensum um NUR seine Aufgaben zu bearbeiten und nichts anderes zu tun + online Unterricht.....
      Wie dem auch sei, ich möchte nicht jammern. :rolleyes:

      Bin seither auch noch nicht weiter gekommen im Thema Motor, weil mir einfach auch schon zu den Ohren und Augen raus kam^^
      Die eierlegende Wollmilchsau, die ich suche gibt es whrs. eh nicht im niederpreisigen Bereich. Sinnvoll ist es daher einen Motor zu kaufen der mehr leisten kann als er muss und diesen dann zu drosseln(?).
      Der Durchmesser sollte auch rel. groß sein für mehr Laufruhe - oder?
      Ist es sinnvoll bei den BL Motoren in meinem Fall darauf wert zu legen, dass sie sensored sind um das stottern im Anlaufbereich zu mindern?
      Zum Motor fehlen mir folglicher Weise auch noch Regler. Sollte ich die schon mit eingebauter Telemetrie wählen oder lieber das Telemetrie Modul extra? Beziehungsweise inkludiert das ein Autopilot ( z.B. APM2.8)

      Außerdem hab ich mir ein China billo FuBo bestellt welches erstmal aufgeschraubt werden musste um alle Schrauben nachzuziehen, da sonst nix funktionierte. :D
      Testfahrt gab es noch nicht aus mangelnder Zeit und im dunkeln macht es nicht viel Sinn. Badewanne habe ich in der Wohnung leider auch nicht.

      Dem Bau des Rumpfes hab ich mich gestern Abend etwas hingegeben, indem ich Styrodur, Modellgips, Kleber, Balsaholz und Federzwingen bestellte.
      Fehlen noch GFK Matten und Epoxidharz. Dann geht es ans formen, spachteln, schleifen und einlaminieren. Gibt es da Empfehlungen, was ich zwingend beachten sollte? Hab auch schon einige Bauanleitungen dazu gelesen doch frage ich sicherheitshalber lieber jetzt als wenn es zu spät ist. ^^

      VG
    • Multiplex ROXXY BL Outrunner C35-30-800kV NAVY <- meine Tendenz

      Brushless Motor AL 3542-7 · D-Power

      Brushless Motor AL 42-07 · D-Power

      Multiplex ROXXY BL Outrunner C42-40-850kV

      Die Auflistung zeigt 4 Motoren von denen die letzten beiden sehr überdimensioniert sind.. es gilt aber zu beachten, das auch mal das Boot irgendwo hängen bleiben kann bzw. das es nicht nur im Freiwasser fährt, sondern auch mal hindernisse überquert oder durchquert(z.B. Seerosen) ob ich will oder nicht.
      Außerdem soll es beim ausbringen des Köders auch nicht stehen bleiben, wenn ich die Schnur "straff" führen möchte um Schnurbögen durch Wind, Strömung o.ä. zu vermeiden.
      Wichtig ist auch der Fall des Ausfalls von einem Antriebsstrang. Es soll trotzdem noch in gewisser Weise manövrierfähig sein und den Weg zurück an Land mit einem einzelnen Antriebsstrang schaffen. Achso, obwohl zum Teil da steht Akkuempfehlung : Lipo ..... ist es ja trotzdem nur eine Empfehlung und LiFePo Akkus würden genauso funktionieren - oder?

      VG
    • Okay. Auch wenn ich scheinbar noch einen Monolog führe wird es dieser Motor werden:

      roxxy-bl-outrunner-c35-30-300kv-navy

      OHNE die Marke zu favorisieren einfach weil sich nix anderes adäquates finden lies. 300KV mit 3-5S Akku lässt auch einiges an theorethischen Drehzahlen zu mit einer max. Leistung von angegebenen 130W sollte der auch ausreichend sein mit einem Durchmesser von 35mm was sonst bei keinen anderen Motor mit diesen Kennzahlen zu finden war.