Missionsboot "Paulus"

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    • Hallo Peter,
      du hast recht. Das Segel wird über das Pavillon gehen. Es wird wohl für den "Segelbetrieb" im Weg sein. Leider habe ich bislang noch kein Foto des "Paulus" in Aktion gesehen. Ich besitze lediglich noch ein Foto im Hafen der Missionsstation Ikombe. Hierauf ist das Pavillon am Maschinenraum und am Freisitz auch noch seitlich mit Stoff verkleidet.
      Normalerweise gestalte ich die Gestelle für die Sonnensegel meiner Modelle (Ukerewe, Leda, Hedwig von Wissmann, Bodelschwingh, Kingani) so, dass sie abnehmbar sind. Es ist zwar immer eine Fummelei sie aufzutakeln, aber für den Zugriff ins Bootsinnere sehr sinnvoll, wenn sie nicht im Weg sind. Es tut der Sache auch keinen Abbruch, wenn sie mal beim Fahrbetrieb nicht vorhanden sind.
      Aber bis ich mit der ganzen Segeltechnik einig werde, wird es noch etwas dauern. Ich habe ja geschrieben, dass dies mein erstes Segelschiff ist, aber wenn ich es gar nicht schaffe, fahre ich eben nur mit dem Motor. Aber irgendwie juckt es mich doch zu segeln.
      Bis zum nächsten Teil meines Berichtes.

      Grüße Mimi
    • 8. Version 2:


      Die Schoten wurden nach dieser Erkenntnis an ein und derselben Stelle am Umlaufschot befestigt, und siehe da – es klappte! Mit dem Dual-Rate-Modul wurde der Schotweg noch einmal korrigiert, da er sich durch die Umlenkrollen verdoppelt hat.

      Auf Rat wurden die Schoten durch Rohre (später unter Deck) geführt, damit sie nicht irgendwo hängen bleiben können. Vier Muttern, die als profisorisches Gewicht dienten, halten die Schoten ein wenig stramm.
      Habe noch einmal einen Planausschnitt von dem Schot und dem Pavillon beigefügt.

      Grüße Mimi

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    • 9. Version 3:


      Nach einem Gespräch mit einem Modellbauer und Segler schickte er mir Bilder seiner Konstruktion einer Schotsteuerung, aber für zwei Segel. Prinzipiell ähnlich der meinigen, aber mit zwei Führungsrohren aus 5x3mm Carbonrohr. Der Unterschied besteht darin, dass ein Mitnehmer die Enden der freilaufenden Schoten betätigt.

      Die Konstruktion hat mir richtig gut gefallen. Sie musste für meine Zwecke ein wenig abgeändert werden.



      - Die Konstruktion soll aus Alu gefertigt werden

      - Die Winde soll direkt angeschlossen sein

      - Die Umlenkrolle wird mit der schon bewährten Druckfeder versehen





      Also zum Neubau:



      Für die Neukonstruktion konnten weitestgehend die vorhandenen Teile benutzt werden, sie wurde lediglich für die Aufnahme des Carbonrohres ergänzt. Die Umlenkrolle wurde auf 15 mm Durchmesser vergrößert, das Schotspannerprinzip blieb erhalten. Die Rollen für die laufenden Schoten kamen an eine andere Stelle. Auf das Führungsrohr kam eine 15 mm lange Messinghülse mit hart angelöteten Ösen zur Befestigung der Taue. Die losen Schoten laufen dieses Mal nicht durch Rollen, sondern diese wurden durch zwei 2 mm Messingachsen ersetzt. Somit ist zu 100% sichergestellt, dass sie nicht „abspringen“ können. Bei dieser Version ist mehr oder minder immer Spannung auf den Schoten, ist zwar nicht original, aber ein verheddern ist nicht mehr möglich. Das fertige Endlosschot brachte dann fertig 127 Gramm auf die Waage, also nur 12 Gramm schwerer.



      Dann ging es ab in den „Windkanal“. Hurra, es klappte. Durch das Carbonrohr erfolgt eine gleichmäßigere Führung der Schote, und es bleibt immer eine gleiche Spannung darauf.


      Danach folgte die nächste Herausforderung, der Einbau der Komponenten in den Rumpf.


      Grüße Mimi und schönen 1. Mai

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    • 10. Einbauarbeiten des Endlosschotes

      Für die Holepunkte der Schoten wurden zwei Öffnungen an den Seiten des Maschinenraumes angebracht, wie in der ersten Variante beschrieben. Die 3x2mm Messingrohre als Führungen wurden so gebogen und mit Adaptern versehen, dass sie an die seitlichen Leerrohre angeklebt werden konnten.
      Die Winde konnte rund 55 mm näher zum Mast rücken und somit erhielt ich zusätzlichen Platz für den Fahrakku schiffsmittig dahinter. Am Rumpfboden wurden zur Längsachse zwei Querstreben zur Befestigung des Endlosschotes eingeklebt und damit verschraubt. Somit ist eine Demontage jederzeit ohne großen Aufwand möglich. Unterhalb der Querstreben und des Endlosschotes kam ein Bleigewicht mit 900 Gramm als Ballast auf den Schiffsboden. Danach ging’s ab in die Badewanne. Alles sah vielversprechend aus. Eine Trimmung ist nach kompletter Fertigstellung des „Paulus“ bestimmt noch notwendig.
      Dann wurden für den ersten Segelversuch am Ika-See alle notwendigen Komponenten ins Boot eingebaut. Jetzt nur noch auf besseres Wetter warten.

      Grüße Mimi

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    • 11. Am Ika-See

      Endlich war es dann soweit, es ging an den Ika-See. Bei mäßigem Wind ging es dann los.

      Zuerst wurde einmal mit dem Motor als Antrieb gefahren um zu sehen wie sich der „Paulus“ auch mit gesetztem Segel verhält. Er nahm gut Fahrt auf und ist recht flott unterwegs. Trotz des Segels krängte er sehr wenig. Dann wurde der Motor ausgeschaltet und es wurde versucht nur mit dem Segel voranzukommen. Relativ langsam nahm er Fahrt auf, stand auch mal still und zeigte wenig Abrieb aufgrund des langen Kiels.

      J. diente als „Lehrer“ und gab mir Anweisungen und fachliche Ausdrücke schwirrten nur so auf mich ein. Ich muss also noch viel lernen, was das Segeln anbetrifft.

      Kommentar von J.. „Du siehst, dass er Fahrt macht, mehr kannst du nicht erwarten. Es wird also nie ein Regatta-Schiff werden“. Ich war aber erst einmal froh, dass der „Paulus“ nicht zu sehr krängte oder sogar kenterte. Ein schmaleres Segel würde den „Paulus“ sicherlich noch weniger Fahrt geben.



      Ziemlich zum Schluss gab es ein kurzes hörbares peng, und die Schotsteuerung fiel aus. Doch gut, dass man auf einen E-Motor zurückgreifen konnte. An Land zeigte sich, dass der Schotspanner abgerissen war, die Lötung war wohl nicht gut. Aber halb so schlimm.



      Im Großen und Ganzen war ich doch recht zufrieden und zog stolz wie Oskar wieder nach Hause zur Werft. Jetzt kann es beruhigt weitergehen.

      Grüße Mimi

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    • 12. Lackierarbeiten


      Endlich konnte mit den Lackierarbeiten weitergemacht werden. Der Rumpf wurde wieder gesäubert, noch einmal mit 600er Nassschleifpapier abgezogen und für die Lackierung vorbereitet.

      Das Deck erhielt einen grauen Anstrich, der Rumpf wurde moosgrün, das Unterwasserschiff rubinrot und die Scheuerleiste weiß.

      Grüße Mimi

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    • 13. Reling


      Um beim Trocknen der Farbe nicht zuschauen zu müssen, entstanden währenddessen die 18 Relingstützen. Diese Stützen enden kurz unterhalb der Knie, sodass man eigentlich von keiner Reling im üblichen Sinn sprechen kann. Da meine vorhandenen Stützen für zwei Züge waren, mussten sie umgearbeitet werden. Aber wie?

      In einer Löt- und Drehvorrichtung aus Alu wurde das Loch des unteren Zuges hart zugelötet und danach konnte die Verdickung auf das Maß der Stütze abgefeilt werden. Da die Stützen lediglich einen Durchmesser von 1,1 mm haben musste sehr vorsichtig gearbeitet werden, da zusätzlich durch den Lötvorgang das Messing recht weich wurde.

      Grüße Mimi

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    • Neu

      14. Holzarbeiten


      Nachdem nunmehr der Rumpf soweit durchgetrocknet war, erfolgte das Anbringen des Holzprofils. Darauf stehen später die umgearbeiteten Relingstützen.
      Die Wanten- und Stagspanner, die Welle mit Antriebseinheit, sowie das Ruderservo vervollständigen diesen Arbeitsabschnitt.

      Grüße Mimi

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