Venedig-Taxi 1:10 - langsam größer denken

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    • Hallo Zusammen,
      vielen Dank an Ralf für den Link - die Antriebe sehen schon ganz schick aus und ich glaube man kann sie gut als Basis nehmen, um die von Jürgen beschriebenen Z-Drive-Attrappen bauen. Wenn man alles etwas tiefer hängt und die Flexwelle unter dem Rumpf führt, ein paar Kavitationsplatten anklebt, würde das glaube ich schon ganz gut funktionieren. Was mich abhält, ist die Sache mit der Anzahl der Schrauben. Zwei gegenläufige Antriebe wären auch so gar nicht originalgetreu (dann kann ich auch gleich den traditionellen Antrieb nehmen). Nur einen Antrieb zu nehmen hieße auf eine 3,2 mm Flexwelle gehen müssen (Drehmoment) und ich hab auch ein bisschen Angst, dass ich mir bei einem Boot mit so wenig Kiel und dann auch sehr wenig Ruder die hohe Wendigkeit bei mittleren Geschwindigkeiten mit zu viel Propwalk bei niedrigen Geschwindigkeiten und im Rückwärtsgang erkaufe. Ich habe tatsächlich noch etwas Respekt vor der Wasserlage, weil der Rumpf ja in nahezu allen Fällen mit einem recht flachen Winkel angetrieben wird. Andererseits findet man im Internet auch die Ausführung, bei der eine Welle sehr steil durch den Boden getrieben wird und das Ruderblatt dann hinter dem Boot hängt. So schlimm kann es also nicht sein. Ich werde vorsichtshalber trotzdem mal eine Testfahrt machen bevor der Lack drauf kommt, das habe ich aus dem kleinen Taxi wohl gelernt!

      nietlogger schrieb:

      Der grösste Fehler, den die heutigen Modellkonstrukteure machen, ist zu viele Spanten ins Modell zu konstruieren. Die sollten sich lieber mal ein Beispiel nehmen an den Holzbaukästen aus den 80er und 90er Jahren. Ich habe u. a. einen Fischkutter, der mit 7 Spanten auskommt. Mit einem Spiegelheck bräuchtest du dann nur die Hälfte. Die Hegi Orkan definiert sich z. B. über 4 Spanten.

      Zweiter Fehler sind die Stringer. Man legt doch keine Verstärkung in Knicke, wo der Rumpfs sowieso am stabilsten ist. Stringer gehören in die Mitte der Fläche. Kann man auch sehr schön an alten Holzbaukästen sehen.
      Ich habe da dank der CAD Konstruktion für diesen Rumpf ein etwas anderes Bild. Im Heckbereich habe ich tatsächlich einen "überflüssigen" Spant gesetzt, dessen einzige Aufgabe es ist eine saubere Abstützung der Hecklucke zu bieten. Alle anderen Spanten sind formgebend, haben also den Verlauf der Rumpfkrümmung mit beeinflusst. Der Rumpf hat sowohl im Boden als auch in den Seitenwänden einen Vorzeichenwechsel in der Flächenkrümmung.

      Bei den Stringern war meine Idee, sie vor allem auch dort zu setzen wo die größten destruktiven Kräfte ansetzen könnten. Ich wollte gern welche in den Ecken haben, damit die dort aufeinanderstoßenden Sperrholzplatten mit möglichst viel Auflagefläche verleimt werden. Wenn das Boot mal wogegen stößt, dann erwarte ich an den Kanten am ehesten Schäden. Ich bin allerdings auch kein Bootsbauer und mit Festigkeitsrechnungen hab ich nichts am Hut. Ein Bekannter macht sowas aber beruflich (im Maßstab 1:1), den werde ich vor der Platzierung der Stringer noch Mal um Rat fragen.


      nietlogger schrieb:

      Bürstenlose Mini-Motörchen und Lipos sind nicht gerade die eleganteste Lösung!
      Und genau hier bin ich über jeden Tipp dankbar! Ich hab mich nie ganz an die neue Technik gewöhnen können. In der Chriscraft hatte ich beim Umbau auf einen bürstenlosen Außenläufer hoffnungslos überdimensioniert und bin nach viel Rechnen mit Drehzahl, Leistung und Drehmoment zu dem Schluss gekommen, dass die Mini-Motörchen ein so leichtes und schlankes Boot gut in Fahrt bringen sollten. Aber wie gesagt, Null Erfahrung! Also, her mit den guten Ratschlägen für eine elegante Lösung :-).
    • Holz ist inzwischen auch abgeholt und ich hab angefangen die Spanten zu übertragen. Im Bereich des Fahrerplatzes ist mir noch Mal bewusst geworden, wie wenig Platz da eigentlich ist. Wenn ich so baue, wie im CAD geplant muss ich zwei Spanten an der dünnsten Stelle auf 3 mm reduzieren. Ich kann den Spant da mit seitlichen Leisten verstärken, trotzdem frage ich mich ob ich den Kabinenboden noch schmäler mache. Nur ist die Beinfreiheit jetzt schon nicht so der große Luxus.
      Irgendwelche Tipps, Meinungen?
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    • Von Graupner gabs doch mal kleine Z-Antriebe für 500er Bürstenmotoren.

      hobbydirekt.de/sonstiges/sonst…Graupner-1985::42939.html

      Natürlich nicht mehr lieferbar, aber vielleicht kannst du in der Bucht einen schiessen.
      wenn mich nicht alles täuscht ist das der Gleiche.
      bauer-modelle.com/epages/Bauer…e46269592/Products/4.9010
      Grüße

      Tobias
    • Ja, Bauer lässt die Z-Antriebe von Graupner nachbauen. Die hatte ich zuerst auch verwendet, habe sie aber später gegen die Z-Antrieb-Attrappen ausgetauscht. Mir waren sie zu laut, ansonsten haben sie gut funktioniert.
      Die gibt es auch noch etwas größer und mit Doppelschraube. Dann haben die schrägverzahnte Stahlkegelräder.
      Gruß
      Jürgen
    • Man könnte doch so Pseudo-Z-Drives wie bei Marinetic verwenden. Die werden über eine Flexwelle angetrieben und der Z-Drive sieht äusserlich nur wie einer aus. Alternativ ginge auch der Z-Drive von TFL-Hobby. Ist dann in Alu.
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - Baby Horace III - 37' Midnight Express Center Console :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • promocean schrieb:

      Man könnte doch so Pseudo-Z-Drives wie bei Marinetic verwenden. Die werden über eine Flexwelle angetrieben und der Z-Drive sieht äusserlich nur wie einer aus. Alternativ ginge auch der Z-Drive von TFL-Hobby. Ist dann in Alu.
      Das ist das gleiche Prinzip, das ich für meine Z-Antrieb-Attrappen verwendet habe. Basis ist in beiden Fällen der Robbe-Z-Drive. Ich habe die Wellen für meine Antriebe bei TFL-Hobby bestellt. In die Wellenenden wurde ein 3,2 mm Loch gebohrt, in das die Flexwellen eingeklebt werden.
      Gruß
      Jürgen
    • Keine Ahnung Robert, ich habe nur gehört, dass wohl bis Sommer wieder Bullaugen kommen sollen. :)
      MfG, Ernst
      (Moderator)

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    • Hallo und danke für die ganzen Tipps und die rege Konstruktion zu den Z-Drive-Volvo-Penta-Umbaumöglichkeiten. Technisch finde ich die Lösung von Jürgen ja echt super und wenn das Taxi im Original zwei Penta hätte, würde ich sofort auf diese Lösung gehen. Mit einer Schraube und dann so wenig Ruderfläche ist es halt so ein Abwägen für mich. Mehr Prob-Walk, größere technische Herausforderungen (Stichwort Kavitationsplatte), mehr bewegliche Teile, mehr Verschleiß, potenziell etwas lauter und auf der Gegenseite dann eben die Scale-Optik. Langer Rede kurzer Sinn, ich bleibe bei dem avisierten 2-Schrauben-Konzept. Nietlogger macht mir ja etwas Angst mit seiner Beiläufigen Erwähnung von Mini-Motörchen, aber rein rechnerisch sollten die von der Leistung her passen. Ich schaue mir bis zum Kauf aber noch Mal andere Motorisierungen an und rede mit dem Händler meines Vertrauens was Drehmoment und Dauerfestigkeit der kleinen Außenläuferchen angeht.
      Übrigens gab es von Hirobo mal einen ziemlich schicken Modellbau Z-Drive, sogar mit gegenläufig rotierenden Props auf einer Welle. Leider aber nur im Maßstab 1:6. Nur so als Anmerkung, falls noch jemand sucht.
      Besonderer Dank an Gerhard - ich kenne die Fotos von Nicos Boot zwar, abes macht immer wieder glücklich die tollen Formen und Oberflächen zu sehen und der englische Artikel liefert die Bilder ja in sehr komprimierter Form :-).
      Hier sind inzwischen ein paar Spanten auf die Helling gekommen. Die oben beschriebenen Sorgen mit dem geringen Abstand habe ich gelöst, in dem ich die zwei betroffenen Spanten mit je 1 mm Flugzeugsperrholz verstärkt habe. Nun muss ich die Entscheidung über die Stringer fällen, ob als Klebeverstärkung oder als Versteifung für die Flächen. Ich hab noch Mal bei dem Bekannten nachgefragt und bin gespannt, was der mit der Brille des beruflichen Festigkeitsberechners so meint.
      Übrigens finde ich das Anfahrverhalten der Chriscraft mit dem bürstenlosen Außenläufer immer nicht so schön, der Motor ruckt anfangs einmal an. Ich vermute das liegt daran, dass die Modellbau-Regler keine Sinus-PWM oder Raumzeigermodulation machen sondern direkt in Blocktaktung gehen und dann auch keinen Rotorlagegeber mehr haben? Gibt es im Bastelbereich auch Bootsregler, die im unteren Drehzahlbereich entsprechend sanfter anlaufen und sich so wie die alten Bürstenmotoren (jedenfalls die mit symmetrischem Eisenkreis und wenig Rastmoment) ab Drehzahl 10/min sauber hochdrehen lassen?
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    • nietlogger schrieb:

      Für 26 Kubik Kettensäbe? Wohl ein bisschen groß.
      Sonst hätte ich den ja auch längst ;-). Naja, sagen wir mal auf der Wunschliste mit Sparziel zum Ende der Bauzeit. Wie ich schon schrieb, der ist im Maßstab 1:6 und damit fast doppelt so groß wie mein Projekt.


      Majue schrieb:

      Sehr schönes Teil! Da übersteigt der Preis des Antriebs den Wert des Boots.
      Ja, der sieht tatsächlich so gut aus, dass ich noch Mal kurz überlegt hatte wie lang wohl der Kofferraum von meinem Auto ist wenn ich die Rückbank umlappe :D
    • Ne, wie gesagt, das war nur so als Datensammlung mit aufgenommen. Ich ärgere mich immer wenn ich auf der Suche nach Infos Seitenweise Foren-Threads durchforste und der eine Link den ich suchte dann aber nicht kommt, also dachte ich nach so vielen genannten Z-Drive-Alternativen verlinke und nenne ich den auch noch. Und die Spanten sind ja fertig, jetzt plane ich nicht mehr auf 1:6 um. Wobei ich gedacht hätte, dass das eher leichter ist? Ich hab immer Probleme die kleinen Teile festzuhalten mit meinen plumpen Fingern und bei Elektronik nicht aus Versehen das Hühnerfutter der Bestückung weg zu atmen.
    • Nach vielen Feierabenden mit Beitel und Feile war es dieses Wochenende so weit - ich habe die Stringer in die Spanten geklebt und das erste Mal bekomme ich ein richtiges Gefühl dafür, wie die Decklinie gekrümmt ist. Gefällt mir. Den Träger für die Luke im Heck habe ich gleich mit eingeleimt, so dass ich nach der Beplankung vom Deck den zweiten Spant von hinten einfach mit durchsäge und das Deck dann von den Rahmen drum herum getragen wird.
      Die Motorisierungsfrage ist auch geklärt, es werden zwei DPower AL2835-6 an je 3s zum Einsatz kommen. Damit hätte ich an bis zu 16000 1/min knapp 170 Watt je Welle und das sollte für ein Boot der Größe und des Gewichts locker reichen.

      Als nächstes heißt es dann wohl nun eine letzte Feinjustage an den Spanten vorzunehmen, sie mit der Helling zu verkleben (bislang sind sie nur gesteckt, um am Ende kleine Fehler bei der Bemessung ausnivellieren zu können) und die erste Schicht Holz aufzubringen. Alldieweil warte ich noch auf Feebback meines Händlers zu den Reglern, nach den Tipps hier aus dem Regler-Teil des Forums wird es wohl auf einen BLHeli oder 90er roxxy hinauslaufen. Die Eigenkonstruktion habe ich mir aus dem Kopf geschlagen, ich will meine Zeit lieber am Basteltisch als vor dem Bildschirm bei der Programmierung verbringen.
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    • Die letzten Tage habe ich meine Freizeit im Wechsel mit dem Schneiden von Leisten, dem anpassen von Leisten und dem Kleben von Leisten verbracht. Außerdem habe ich angefangen, die tatsächliche Neigung und Schräge vom Heck zu planen. Ich denke es kommen jetzt noch ein paar senkrechte Stützen an den letzten Spant, um dann auch die Wölbung hin zu bekommen. Insgesamt bin ich aber sehr froh, mit einer Unterbeplankung begonnen zu haben - allein schon wegen der Hoffnung, dass die zweite Lage dann (irgendwann sollten die Finger ja geschickter werden?) mit etwas weniger Spaltmaß auskommt!
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