Gaffelsegler

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    • Gaffelsegler

      Moin, Gemeinde. So langsam reift der Plan für einen Gaffelsegler. Wird kein Scalenachbau, da diese Beseglung (Lateinersegel) Neuland für mich ist. Dazu kommt noch, das es ein offenes Boot wird. Möchte auch keinen zusätzlichen Ballastkiel einbauen. Werde einen steckbaren, recht hohen Süllrand vorsehen. Ebenso habe ich mir noch ne kleine List ausgedacht, damit man das Lageschieben verringern kann. Habe an einen alten Servotester einen Pendel angebaut, diese Einheit soll dann ein Hochlastservo ansteuern, welches ein Reitgewicht entgegen der Lage bewegt. Ideengeber für dieses Projekt mal wieder ein Bericht über die Restaurierung einer Llaüt in Kroatien. Gesprochen la..ut. War wohl ein recht verbreiteter Bootstyp im Mittelmeer. Daher auch den Steckbaren Süllrand und das Lateinersegel. Alleine schon den Segelschwerpunkt rausfinden wird einiges an Probefahrten verschlingen. Anbei Bilder vom Lagependel.100_0250.JPG100_0251.JPG
      Allzeit ne Handbreit Wasser unterm Kiel
    • Kleiner (Klugscheiss-) Einspruch:
      Die Bezeichnung "Gaffel"Segler ist für einen Laut mit Lateinersegel nicht korrekt.
      Eine Gaffel ist ja mit einer Klau oder mit einem Schuh beweglich am Mast befestigt, während es sich bei einem Lateiner um eine (Längs-) Rah handelt, die bekanntermassen ja deutlich nach vorn über den Mast hinausgeht.
      So ein "Ausreitgewicht ist ein cleverer Ansatz, sozusagen ein Canting Keel auf Deck!
      Finde ich gut, dass Du auf einen häßlichen Zusatzkiel verzichtst.
      Ich bleibe hier mal dran.
    • Danke für die Aufklärung. Da ja jetzt jemand geantwortet hat, der sich mit Segeln auskennt, wie ist das mit der Längsrah? Auf einigen Bildern schein es so, als sei die in der Bootsmitte fixiert. Ich möchte die aber schon beweglich aufhängen, erhoffe mir davon ein besseres gegen den Wind kreuzen.
      Allzeit ne Handbreit Wasser unterm Kiel
    • Die Rah ist in der Tat einmal am Mast fixiert und vorn an der Nock entweder auf Deck oder am Vorsteven.
      Das Wenden gestaltet sich als nicht so ganz einfach: dabei muss die Rah auf die neue Lee-Seite geschiftet werden. Oft war das auf Grund der übermässigen Länge nur möglich, wenn man das Segel weggenommen , und auf der neuen Seite erneut gesetzt hat.
      Das dürfte im Modell kaum machbar sein, es ist aber nicht schlimm, auf die Funktion im Modell zu verzichten.

      PS.: Eben ist mir eingefallen, dass man das mit einer Umlaufschot lösen kann.
    • Da das Boot offen bleiben soll, wollte ich eigentlich nur Ruderservo und Segelwinde einbauen. Ich hatte auch vor, die Rah am Mast beweglich aufzuhängen. Damit der Winkel der Rah konstant bleibt mit ner Stag? fixiert. Die Takelage wird wohl alles als andere als vorbildgerecht, mir ist es nur wichtig, das es möglichst einfach, dafür aber sicher, funktioniert.
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    • Hab mal in ein paar Foren überflogen, aber nirgendwo so richtig was zu dem Thema gefunden, was mich aber auch nicht wundert, da ja die Rah oder auch Lateinerspiere bei jeder Wende auf die Leeseite des Mastes geshiftet werden muss, wie Axel bereits ausführte. Das ist auf einem richtigen Segler schon keine einfache Sache und in einem Modell nicht ohne weiteres ohne einem Haufen Technik umzusetzen...

      Das ist das einzige, was ich zum Thema Lateinersegler mit RC gefunden habe: rc-segeln - mini-sail e.V. / mb-06-12.htm (minisail-ev.de)
      wie du siehst, ist dann auf einem Kurs das Segel immer am Mast, die fahren nicht nur mit der Lateinerspiere sondern auch nem Grossbaum, da ist mit shiften natürlich garnichts, was man auch auf den Bildern sieht. Segel liegt am Mast an und versaut das Segelprofil.
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    • Also die Idee mit dem Reitgewicht finde ich sehr gut.
      Was optisch noch besser wäre, wenn man das Reitgewicht in Form eines Besatzungsmitgliedes realisieren würde.
      Ich denke da an die Jollie von Robbe.
      Moin zusammen,

      ich bin der Neue und absoluter Tiller Fan

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      der Schoner Hamburg
      ein Optimist
      die Optimist von Graupner
      Ariane von Schaffer
      Schnellboot Dachs von Graupner (Bj. 1971)


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      Riva Aquarama Spezial
    • ne,
      bei dem Segel handelt es sich um ein Sprietsegel.
      Ein Lateinersegel steht über den Mast nach vorn hinaus.
      Moin zusammen,

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    • Hi Peter,
      ich möchte was lernen erklär mir mal bitte, was ein Livarde Segel sein soll? Hab ich noch nie gehört.
      Für mich ist das genau wie für Ragnar ein Sprietsegel.

      Selbst Google und Wiki usw. spucken nix zu Livarde-Segel aus.

      Habs mir selber erklärt:

      livarde - Translation into English - examples French | Reverso Context

      Livarde ist nix anderes als das französische Wort für das englische "sprit" also deutsch "spriet"


      Elle peut être gréée avec une voile à livarde comme ici (et éventuellement une dérive).
      It can be rigged with a sprit sail as shown (and possibly a leeboard).
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    • Nietlogger, das Boot ist sehr ähnlich, hat nur nichts mit dem zu tun, was bei mir entsteht. Zur Erklärung: Was ich da aufbaue ist nur ein Versuchsträger. Das, was ich durch die paar Beiträge bisher gelernt habe ist, das die Sache wohl recht kompliziert werden wird. Das Ziel ist die Nina vom CC. Der Link zur umgebauten Dulcibella ist recht hilfreich. So ähnlich hatte ich die Takelage vor gehabt. Mastspitze allerdings höher, damit ich den Winkel besser stabilisieren kann.
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    • Sprietsegel sind rechteckige Segel, die mit einer Spiere gespannt werden, wobei die Spiere nicht mit der Nock am Mast befestigt (angeschlagen) ist. Siehe auch Kragejolle:
      [img]https://homepagedesigner.telekom.de/imageprocessor/processor.cls/CMTOI/cm4all/com/widgets/PhotoToi/19/27/66/68/16a791433ba/scale_1200_0%3Bdonotenlarge/16a791433ba[/img]
      Das Luggersegel kann als reduzierte Lateinertakelung gelten, auch hier ist die Spiere nicht an der Nock am Mast angeschlagen, sondern ragt über diesen nach vorn ein wenig hinaus.
      Es ist aber auch nicht leicht, bei diesen oft ineinander übergehenden, und dann noch regional unterschiedlichen Takelungen den überblick zu behalten.