Rumpf Laminieren, aber wie genau?

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    • Rumpf Laminieren, aber wie genau?

      Hallo zusammen
      Ich baue den Smit Rotterdam in 1:50,
      Anfänglich wollte ich den Rumpf nur lackieren, nun merke ich aus mehreren Beiträge das es sicher besser ist diese zu laminieren.
      Der Rumpf selber ist hauptsächlich mit Abachi Holz beplankt.
      Wer kann mir helfen, wie gehe ich vor und welche Materialien brauche ich am besten?

      Danke
      Willem
    • Hallo Willem,
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      Mit einem Gruß, Wolf

      - alle sagten: „Das geht nicht!“, bis der kam der es machte.
    • Hallo Willem,

      gerne werden die Harze und Härter von der Firma R&G empfohlen.
      shop1.r-g.de/shop_d?gclid=EAIa…3mdwDCEAAYASAAEgLrFfD_BwE
      Die Verarbeitungszeit sollte mind. 60 Minuten sein, gerne auch länger.
      Als Harz kommt eigentlich nur ein Epoxydharz in Frage.
      Du brauchst zum Abwiegen eine genaue Wage, Digitalwaage aufs Gramm genau.
      Als Gewebe nimmt man etwas was sehr geschmeidig ist, mit einem Gewicht von 80 Gramm bis ca. 160 Gramm pro Quadratmeter.
      An die Laminierprofis: ist das ein Körpergewebe??
      Genügend Pinsel und vielleicht auch so eine Entlüfterrolle. Schaden kann es nicht.
      Bevor man überhaupt anfängt das Harz zu mischen, muss aber am Arbeitsplatz alles vorbereitet sein. Vor allem muss das Gewebe schon zugeschnitten sein.
      Auf jeden Fall nicht zuviel Harz auf den Rumpf. Wenn es vom Gewebe nicht mehr aufgesogen werden kann, bilden sich "Pfützen".
      Wenn man zwei Lagen Gewebe laminidern will, sollte man das Meiner Meinung nach im einem Zug machen. Oder ?

      So weit mal ein paar Infos.
      Da ich nicht der Profi auf diesem Gebiet bin, können mich andere gerne korrigieren und auch ergänzen.
      Ich habe bis jetzt nur einen Rumpf der Müritz so laminiert. Ich wollte das Holz nur gegen Wasser versiegeln.
      Stabilität hatte ich schon.

      Gruß
      Martin
    • Hallo Willem,

      was Martin geschrieben hat stimmt alles. Bleibt vielleicht noch zu erwähnen das man scharfe Knicke oder Kanten nicht wirklich gut in einem laminieren kann. Hier sollte man mit 2 Matten arbeiten. Ansonsten stimmt es auch das man den Arbeitsplatz gut vorbereiten sollte. Das genaue Mischungsverhältnis ist sehr wichtig, ebenso wirklich gründlich alles zu verrühren. Ich habe bei mir nur mit dem Pinsel getupft, das ging eigentlich sehr gut. Mein harz hatte 90 Minuten Verarbeitungszeit. Wollte mir etwas mehr Zeit gönnen, da es auch für mich das erste Mal war zu laminieren. Probiere es doch einfach vorher mal an einem kleinen Probestück. Eigentlich ist es nicht schwer. Bei mir im Baubericht kannst du sehen das es nicht schwierig ist.
      LG Thomas
    • Hallo Willem,

      hier ein Bild, wo Du siehst, wie ich für die linke und rechte Rumpfhälfte die Glasfasermatte vorbereitet habe.
      Ich musste das teilen, da der Kiel sher ausgeprägt war und ich eine einzige Matte nie in einem "Rutsch" scharfkantig über den Kiel bekommen hätte.
      P1030296_a.JPG

      Ich habe dann zuerst eine Seite mit dem Harz dünn bestrichen und die Matte aufgelegt und mit einem Pinsel getupft, damit das Harz von der Matte aufgenommen werden kann. Lieber am Beginn etwas zu weniger Harz als zu viel. Jetzt kann man die Entlüfterrolle einsetzen und über das Gewebe rollen. Ich habe stattdessen einen Pinsel genommen. Das kostet dann aber Zeit, die Du brauchst, daher eine lange Verarbeitumngszeit.

      Gruß
      Martin
    • Nun mach mal den Kollegen keine Angst. Laminieren ist kinderleicht.
      1. Rumpf beulenfrei schleifen, ggf. Dellen aufspachteln.
      2. Matte drauf (bist zu den Steven), glatt ziehen, zuschneiden.
      3. Epoxi anmischen und auf die Matte giessen, währenddessen mit einem kleinen Spachtel/Brettchen verteilen.
      4. Wenn das Epoxi das Holz färbt, wie wenn es nass wäre, überschüssiges mit den Fingern nach aussen rausstreichen und abtropfen lassen.
      5. Trocknen lassen, spachteln, lackieren, fertig.
    • woldig schrieb:

      Hallo Willem,
      Du solltest Dich zunächst ein wenig hier im Forum einlesen. Gerade Deine Fragen wurden hier im Forum wiederholt beantwortet und diskutiert. Nutze die „Suchfunktion“, dort wirst Du fündig.
      Wenn anschließend noch dezidierte Fragen bestehen werden wir gern detailliert antworten. Auch ich werde dann gern aus meiner reichlichen Erfahrung antworten.
      Hallo zusammen,
      Danke Wolf, ich habe die letzte Woche so einiges gelesen, das finder dre richtige Beiträge ist allerdings nicht immer ganz einfach. Die Suche nach Laminieren bringt leider 1000+ Einträge. Trotdem habe ich so das eine oder andere gefunden, Danke an alle dafür.

      Suschi77 schrieb:

      ... Bei mir im Baubericht kannst du sehen das es nicht schwierig ist.

      LG Thomas
      Thomas, dein bereicht habe ich nun komplett gelesen und so das eine oder andere mitgenommen.
      Martin, Danke für den Link, ich muss mal schauen was ich genau brauche und ob ich das hier in die Schweiz auch bekomme und natürlich auch ein Dake an Peter fürs mut machen :thumbsup:

      Da es mir rein um Wasserdich und Stoss-Schutz geht, gehe ich mal von eine Schicht von 80 bis 160g/m2 aus.

      Frage habe ich aber trotzden noch:
      ihr redet von "Abreissgewebe", was muss ich mir darunter vorstellen?
      Meine Werft ist in ein Kellerraum, ohne Fenster, nur ein Lüfter, wie sieht das mit gerüchtsemissionen aus?

      Wie vorgeschlagen werde ich sicher ein probe Teil Laminieren.
      Inzwischen mache ich mal weiter mit den Aufbau, habe ja noch etwas Zeit.

      Damit ihr eine Vorstellung von mein Smit Rotterdam habt, hier ein paar Fotos.
      Plan.jpg
      Einer der Pläne

      Rumpf-Oben.jpg
      Rumpf von Oben
    • Sorry Axel,
      Abreissgewebe ist kein Unfug , es nimmt z.b. überschüssiges Harz auf , bei überlappenden Lagen werden die Kanten glatter .
      Der größte Vorteil liegt aber darin das man nach dem Laminieren nix anschleifen muss.
      Wenn man es nicht benutzt muss die Oberfläche ja wieder Aktiviert werden durch anschleifen und es besteht die Gefahr bei Verwendung von feinen Geweben das diese durchgeschliffen werden.
      Auch ist es hilfreich wenn man um eine Kante laminiert , mit Klebeband kann das Abreissgewebe stramm um die Ecke gezogen werden und es gibt keine Lufteinschlüsse.

      Ich verwende es immer , Beruflich als auch im Privaten Modellbau.

      Natürlich gibt es viele Wege nach Rom und so geht jeder seinen ;)

      Gruß Michael
      Im Bau:
      Graupner Neptun Stretch
      Sportfischer-Yacht Tangaroa

      Fahrbereit:
      Graupner Multiboot ( Löschboot) / Graupner Pollux / Robbe Sea Jet
      Playmobil Frachter / Graupner Key West Cat / Graupner Lotse

      Bauvorhaben:
      FLB 40
      Powerkat
    • Hier mal ein Beispiel:
      Die ersten lagen sind drauf .
      Um den Rumpf nun weiter zu bearbeiten muss nur das Abreissgewebe abgezogen werden.
      Wenn ich es nicht benutzt hätte müsste ich den 1,6m Rumpf komplett anschleifen um mit dem Finish zu beginnen.
      So habe ich mir das anschleifen erspart :nick:
      IMG-20180707-WA0003.jpg
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    • Abreißgewebe (Abreissgewebe)

      Martin (relius) hat im obigen Beitrag # 3 auf einen Hersteller, einen Fachhändler hingewiesen, der u. a. Abreißgewebe anbietet.

      Meines Erachtens sind die dort unter,
      -> Faserverstärkungen -> Abreißgewebe -> Sortierung -> Kästchen „mehr Infos“,
      gegebenen Erklärungen und Informationen, verständlich und sachlich sowie fachlich begründet.

      Die Gefahr, die von gefährlichem Halbwissen ausgeht, ist der Schaden des Anderen.
      Mit einem Gruß, Wolf

      - alle sagten: „Das geht nicht!“, bis der kam der es machte.
    • Ich habe Abreissgewebe bisher nur in Form von Bändern genutzt. Und zwar innen, an den Stellen wo später das Deck eingeklebt wird. Dafür ist das Zeug eigentlich gedacht.
      Aussen macht das für mich keinen Sinn. Es erzeugt eine rauhe Oberfläche, die dann auch wieder gespachtelt/geschliffen werden muss.
      Einziger Vorteil den ich sehen könnte: Es saugt überschüssiges Harz aus dem Laminat. Aber das kann man auch mit einem sparsamen Pinsel-Händchen in den Griff bekommen.

      Schöne Feiertage noch
      Peter
    • Hallo Axel,

      das sieht gut aus , nur hast du ja jetzt eine Glänzende Oberfläche wo nix mehr drauf hält.
      Also wirst du sie ja anschleifen oder?
      Wenn man dieses Laminat jetzt schleift, wird man zwangsläufig die Fasern beschädigen und sollte jemand nicht ganz so geschickt sein diese auch durchschleifen.
      Dann wäre das Holz wieder ungeschützt und könnte Wasser ziehen.
      Nehmen wir mal an du hättest jetzt ein 64g Abreissgewebe benutzt, könntest du jetzt entweder direkt Spachteln oder wenn es Sichtholz werden würde weiter mit Harz Versiegeln ohne Schleifen zu müssen.

      Wie gesagt viele Wege führen nach Rom , bitte nicht falsch verstehen :no1: , deine Rümpfe sind schon klasse :2:

      Gruß Michael
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    • Hallo Willem , es wurde ja schon einiges hier zum laminieren gesagt.
      ich würde die empfehlen besser zwei dünne statt einer dicken Schichten aufzubringen , eine Schicht wird eher schlecht wasserdicht sein ..!
      nehme auf jeden Fall Körper Gewebe , das legt sich deutlich besser an
      Vermeide Harz Überschuss es gibt zu glatte Stellen u Luftblasen dadurch
      Schneide in den Ecken ruhig ein u lasse das Gewebe dann 1-2 cm überlappen dann rutschen die Falten dort weg.
      Lege die Matten trocken auf mit genug Überschuss , dann erst Tränken mit dem Pinsel stumpfen
      Decke den Boden mit Folie + Papier ab
      Ziehe eine Plastik Schürze an und benutze Einweg Gummi Handschuhe , Harz merkste nicht großartig + erst wenn es in deinen Klamotten aushärtet .
      Decke auch den Arbeitsplatz mit Folie + Papier ab
      Sorge für ausreichend u sehr viel Belüftung , Epoxy soll giftig sein , stinkt aber nicht
      Benutze wenn du hast eine Gasmaske
      Arbeite sauber , möglichst ohne viel Harz zu verteilen
      Stelle eine Mülltonne mit Müllsack innen bereit für Harz getränkte Abfälle + Handschuhe usw.
      Arbeite bei mindestens Harz +Raumtemperatur 20 grad - sonst könnte es sein das das Harz kleberig bleibt
      Bereite so viel wie möglich vor (Mischbecher , Pinsel , Glasfaser vorschneiden , Waage , Rührstäbchen , Küchenrolle,Harz+ Härter,
      Arbeite in einem Rutsch , nass in nass , ohne deine Arbeit unterbrechen zu müssen, es ist nichts lästiger als das man aus dem kleberigen Klamotten raus muss um ein Handy zu bedienen oder was anderes machen zu müssen ...
      Rühre nur kleine Mengen an bis ca 100gr. , je nach Härter kann es zu chemischen Reaktionen kommen die das Harz sehr heiß werden lassen . Lieber nacheinander mehrmals kleine Mengen anrühren.
      Klingt banal : bevor du anfängst , geh vorher auf die Toilette .....
      Nehme möglichst wenig Harz - sonst wird der Rumpf sehr schwer u dir fehlt Gewicht für den Aufbau u die restlichen Teile .
      jetzt viel Spaß - ist aber eigentlich ganz einfach
      Lg
      Ingo
    • Binford2000 schrieb:

      Hallo Axel,

      das sieht gut aus , nur hast du ja jetzt eine Glänzende Oberfläche wo nix mehr drauf hält.
      Also wirst du sie ja anschleifen oder?

      Wie gesagt viele Wege führen nach Rom , bitte nicht falsch verstehen :no1: , deine Rümpfe sind schon klasse :2:

      Gruß Michael
      Die Oberfläche ist "natur", und hat die Rauhigkeit vom Gewebe.
      Die Oberfläche wir nicht geschliffen, sondern sehr sorgfältig mit Silikonentferner entfettet. Dann werden weitere Lagen Epoxy aufgebracht, jeweils immer dann, wenn die darunterliegende Schicht "Tacky" ist.
      Dann, wenn ausreichend Material aufgebracht ist, erfolgen die notwendigen Schleifarbeiten bis zur Lackierung.

      P2266045.JPG

      Epoxyauftrag als "Schleiffutter"

      P2266046.JPG

      Immer noch "Schleiffutter".



      P9106539.JPG


      P9096536.jpg

      Wichtig ist immer sauberes arbeiten.
      Früher habe ich surfboards geshaped und auch mit Kohlefaser laminiert. Das ist zwar gut 40 Jahre her, aber ich denke, das gibt Erfahrung.
      Sicher führen viele Wege nach Rom, als Zahntechnikermeister bin ich auch meinen Weg gegangen und habe Erfahrungen gesammelt, und da lernt man schon zu unterscheiden, was sinnvoll ist und was nicht.

      @ISTE: das unterschreibe ich Dir!