Ich hätte gern Ratschläge für ein neues Boot

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    • Ich hätte gern Ratschläge für ein neues Boot

      Hallo liebe Kollegen,
      ich würde gern ein schnelles Boot bauen.

      Ich stelle mir eine Länge von 800 bis 900 mm Gesamtlänge vor.

      Gibt es dafür „Eckdaten“ nach denen man sich richten könnte:
      z.B.
      angestrebtes Gewicht
      Material
      Breite
      Motor
      Regler
      Schraube
      V-Winkel vom Rumpf
      Sonstige Tipps

      Ich möchte eigentlich keinen Bausatz kaufen, sondern selber bauen.
      Allerdings wäre aus meiner Sicht evtl. ein fertiger Rumpf in Erwägung zu ziehen.

      Ich bitte um Ratschläge.

      Viele Grüße
      Wolfgang
    • Servus nach Güterloh,

      soll es denn ein reines Zweckmodell werden, oder was Schickes mit Rennboot-Eigenschaften? Also z.B. die sehr oft gezeigte und gefahrene Princess?

      In dieser Stilrichtung findet man viele Objekte im Netz, die sich dann auch oft auf vorhandenen Rümpfen realisieren lassen.
      Dateien
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - Baby Horace III - 37' Midnight Express Center Console :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Hallo Wolfgang, wie Ernst schon schrieb wären ein par mehr Infos zu Deinen Vorstellungen sinnvoll.
      Im Grunde kannst Du schon ein komplettes Modell selbst bauen.
      Ich habe bisher alle meine Modelle selbst entworfen und gebaut. In guter alter Handarbeit. ein Mono ist da noch relativ einfach.
      Ich nehme dazu einen dicken Block Styrodurmarkiere mir Mittellinien und dann geht es los. Aufsicht ausschneiden und dann die Kiellinie und dann wird es mühseliger mit der Rumpfform. Das Oberdeck kommt wenn die Unterseite fertig ist.
      Dann wird komplett laminiert, geschliffen und gespachtelt, Stringer anmodelliert Haube abgeformt und dann die Deckesöffnung geschnitten und alles was im Wege ist an Styrodur rausgepoolt. So ein Modell wird zwar etwas schwerer als ein Rumpf aus einer Form, aber wenn man sich Gedanken dabei macht, ist der Unterschied zu verschmerzen.
      ritchies-modellbau.de/6.html
      speed-mania.de/miss_budweiser_t4_heiko_danz.html
      i.imgur.com/XcY94bR.jpg
      rcuniverse.com/forum/speed-ele…479992-dr-psychoteam.html
      Alles Modelle die so entstanden sind und von denen später eine Negativform gabaut worden ist.
      Kleinstes Modell 40cm, Größtes knapp 80cm.
      Ich würde Dir raten so um die 75cm zu Bauen, als Mono. Das kann man noch mit 4S Lipo bauen. Da bleibt die Technik kostengünstig und Speed , na ja. Nach oben alles offen. Meine Minis (40cm) gehen um die 90 wenn ich es drauf anlege.
      Allerdings gehen schon ein par Stunden hin. Aber wenn man Spass dran hat, kein Thema.
      Man kann auch mit Balsa und Sperrholz bauen und damit 80 fahren. So was hat aber keine Ähnlichkeit mit normalen Booten. Nennt sich Outrigger.
      Wenn man schneller ein Ergebnis will und dennoch etwas bauen, dann empfiehlt sich ein fertiger Rumpf.
      Da beschränkt sich das Bauen dann allerdings auf den Technikeinbau und die Farbgestaltung.
      Suche mal nach Hydro & Marine oder MHZ Modellbau. Sind so die größten Rumpfanbieter und für jeden Geschmack in allen GRößen was zu haben.
      mhz-powerboats.com/ruempfe/mon…0-mm/328/searay-400mm-gfk
      Die habe ich mal als Urmodell entwickelt. Das war noch zu NiCad Zeiten. Lipos gab es da noch nicht. Sind wir damals mit getuntem Speed 400 und 7 kleinen Zellen gefahren. Das waren dann so etwa 40km/h für 6 min auf dem Oval. War lustig. Der Prototyp ist dann auf Umqwegen bei MHZ gelandet und der hat das Boot in sein Programm aufgenommen.
      Ein Bekannter hat am U-schiff zwei Kleinigkeiten geändert und eine neues Oberdeck gestaltet, damit die Schlauchbootform weg ist. Damit hat der knapp 100 auf einer 100m Messtrecke geschafft. Einmal und hin und wieder zürück, Der Mittelwert dann gewertet.
      Bevor Du bei Ebay oder am Amazonas irgendwas kaufst, frag hier einfach. Es wird viel Müll angeboten

      Gruß Heiko
    • Hallo Ernst und Heiko,
      erst mal vielen Dank.

      Ernst, mir schwebt so etwas wie die Princess oder wie die FB80 vor, da meine Chefin eher auf so etwas steht.
      Ich hatte mir Fotos von einer Princess Flybridge 75 angesehen, die finde ich ganz schick.
      Es muss auch nicht ein detailgenauer Nachbau werden, so ein Schiff in etwa als Vorbild genügt.

      Heiko, mein "schnell" ist nicht ganz so flott wie deins.
      könnte man auf einem Rumpf ähnlich wie der i.ingur.com einen höheren Aufbau draufsetzen oder kippt das Boot dann um?
      Ich muss nicht auf 100 km/h kommen, ich denke, so gut 60 km/h sind für unsere Gewässer hier völlig genug.
      Wenn ich das richtig verstanden habe, sind eine glatte Oberfläche und eine scharfe Abrisskante für Geschwindigkeit wichtig.
      Als Idee hätte ich da noch zwei Jet-Antriebe.

      Oder bin ich völlig auf dem Holzweg?

      Danke
      Wolfgang
    • HHallo Wolfgang
      Wenn es um Yachten geht dann bist Du bei Ernst in besten Händen
      Unter Deinem Link finde ich jedoch keinen Rumpf
      60 mit einer Yacht ist schon ziemlich ambitioniert. Geht zwar mit der Prinzess sieht aber nicht mehr nach Yacht aus. Da bist Du mit 40 schon deutlich schneller als Vorbildgetreu
      Mit Jets wirst Du kaum schneller als 30
      Heiko
    • Hallo Heiko,
      nur so theoretisch:
      Könnte man diese Rumpfbauart etwa vergrößern?
      und wie würde der sich deiner Meinug nach verhalten, wenn die Aufbauten höher sind ?
      Meine Idee ist so ein (im Prinzip schneller) Rumpf mit dem Aufbau einer Yacht.
      Würde das gehen oder ist das eine Schnapsidee?
      Weil die Gefahr des Kenterns bei so einem Rumpf zu groß wäre?

      Danke
      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang, in knapp 85cm habe ich auch eine Outerlimits gebaut. Da ich keine zeit habe ist die Form an einen befreundeten Modellbauer gegangen

      Heiko

      Ach so, gegen Kentern haben wir Rennbootfahrer auch was. Das kann immer vorkommen. Also baut amn in den Rumpf einen Flutkanal ein. Liegt das Boot auf dem Dach, läuft der voll, der Rumpf dreht sich, richtet sich beim Anfahren wieder auf und das Wasser kommt raus. Gegen Wasser im Rumpf hilft abkleben des Deckels mit entsprechendem Klebeband.
      Auf dem ersten Bild noch in der Phase Prototyping
      Dateien
      • Outer 1.jpg

        (115,42 kB, 8 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • outer 075.jpg

        (108,18 kB, 8 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Servus Wolfgang,

      die Wunschyacht Princess 75 Fly ist in der Wunschgrösse >90 cm absolut ungeeignet schneller als 25 km/h zu fahren.

      Als Beispiel hier ein Messemodell einer Ferretti 760 mit knapp 80cm (M 1:30), die durchaus 20 km/h vertragen würde. Das Hauptproblem in dieser Baugrösse ist auch bei laminierten Basisbauteilen das Gewicht. Einbautechnisch sind da 500 - 800 Gramm drin, maximal 1 kg.
      Man braucht 2 Antriebe, 2 Regler, 2 Akkus, plus Akku für Licht und diverse Zurüstteile, die auch noch wiegen.
      Dateien
      • Ferretti76.jpg

        (62,88 kB, 6 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Ferretti760.jpg

        (55,91 kB, 6 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • IMG_0981.JPG

        (192,41 kB, 6 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • IMG-20200710-WA0010.jpg

        (288,4 kB, 7 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      MfG, Ernst
      (Moderator)

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    • Um also deinem/eurem Wunschobjekt näher zu kommen, muss die Modellgrösse gut 20-30 cm länger sein.

      Dafür wäre ein optischer Umbau einer Amewi-Princess machbar, die man zur Gladiator 919 umgestalten könnte. Wobei man dann eventuell eine gebrauchte Princess suchen sollte, weil die Neue einen heftigen Basispreis aufruft. (Ist ja auch komplett mit Antrieb und RC). Alternativ war hier im Forum schon ein User fleissig und hat diese Variante daraus gemacht :)


      Weitere Vorschläge meinerseits, weil auch schon selbst umgesetzt, sind Yachten im Stil einer Riva 86 Domino. Der Baubericht ist hier zu finden. Interessant, weil mit anderer Bauweise als üblich gearbeitet wird.


      Ein ganz heisses Eisen mit Speed wäre da noch die Stockmaritim 110m B+V-Yacht.

      Wird es vermutlich nicht mehr geben, ist aber als Nachbau-Objekt durchaus reizvoll.
      MfG, Ernst
      (Moderator)

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    • Wenn Du die meinst Ernst, die war völlig überteuert und fährt scheiße. Ich hätte mich nicht getraut damit so auf den Schlamm zu hauen.
      Davon ab, Wolfgang muss sich entscheiden was es werden soll. Ein Yachtmodell, wenn es vernünftig fahren soll und dabei noch schön schnell aussehen soll, ist halt keine Rennsemmel
      hobbyking.com/de_de/hydropro-i…ve_magento_de_de_products
      So was sieht auch schön aus, ist flott aber zum bauen gibt es da nix.
      Hier mhz-powerboats.com/ruempfe/monoruempfe/m-1400-mm/ muss man noch selbst bauen, hat aber mit Yacht nix mehr zu tun

      Heiko
    • Hi,
      erst mal vielen Dank fürs Raussuchen der vielen Vorschläge.
      Da es das eierlegende Wollmilchschiff nun mal nicht gibt, würde ich dann doch erst mal Richtung Yacht tendieren.

      Ich denke, das die Gewässer, auf denen ich hier bei uns fahre, für ein echtes Rennboot zu klein sind -leider.

      Ernst, die Yachten, die du da herausgesucht hast, sind von der Optik her genau mein Geschmack.

      Heiko, würde so ein Flutkanal in einer Yacht auch funktionieren?
      (Ich habe da ja mit meinem ersten Sumpfi schlechte Erfahrungen gemacht - oder habe ich da zuviel Angst?)
      So etwas wie die Hydro-pro Inception ist ein richtig geiles Teil und könnte dann das nächste Projekt werden- trotz kleinem Teich.

      Und von der Länge her muß bei unter einem Meter Schluß sein, denn ein noch größeres Auto bekomme ich nicht genehmigt.

      Wie sehen eigentlich die Rümpfe der großen Original Schiffe aus? Macht es Sinn, die nachzubauen oder sind die Fahrbedingungen für Modellschiffe doch etwas anderes? Denn wenn man unsere Geschwindigkeiten ins Verhältnis zu den großen setzt, sind unsere doch deutlich schneller.

      Aber für eine "normale" Yachtwäre wohl dann ein "normaler" Prop-Antrieb sinnvoll?
      Dann ein oder zwei Propeller?
      Was ist besser manövrierbar?
      Sollte man ein Bugstrahlruder einplanen?

      Ich hätte noch viel mehr Fragen -sorry

      Danke
      Wolfgang

      Ach so: Heiko, sollte ich dann im anderen Bereich das Thema neu starten?
    • Ich habe den Thread gerade zu den Yachten bis 50m verschoben, weil er nun von der Zielsetzung hier hin passt :)
      MfG, Ernst
      (Moderator)

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    • Gern geschehen Wolfgang. :bd:

      Übrigens ist ein Flutkanal nicht unbedingt für Yachten zu empfehlen, weil es a) nicht gut ausschaut, und b) nach einem Durchkentern u.U. etliche Beschlagteile fehlen könnten.
      MfG, Ernst
      (Moderator)

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