Die kleine Tarana

  • Moin Stefan,


    ich setze den Hauptwant über die Saling immer genau auf Höhe des Masts.

    Den Mittelwant 1-2 cm davor.

    Wenn du dann die Mastposition veränderst, ist das nicht schlimm, du hast ja noch Vorstag und Backstag, die den Mast in die gewünschte Neigung von 2-3 Grad halten.

    Die Backstage mit möglichst wenig Abstand zum Mast, und zwar so, dass du dass Gefühl hast, dass er ausreichend nach hinten abgespannt wird.

    Je weiter die Backstage nach hinten angeschlagen werden, desto weniger kannst du fieren.

    Achtung: Beim Gafellsegel hat man deutlich Twist, der Weg zum Fieren wird durch die Gaffel begrenzt, nicht durch den Großbaum.

  • Hallo Iring,


    Danke für Deine Rückmeldung. Vermutlich mache ich mir mehr Gedanken als sein muss. Wird schon schief gehen :)

    Außerdem habe ich mal eine Email an Latsch geschrieben, ob die mir auch Segel nähen können oder bei so Kleinkram die Finger eingeklemmt werden.

    Wann steht denn der erste Test an mit dem neuen Tuch?

    Stefan


    Modelle (Auswahl): T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: "kleine Tarana", Rocket

  • Bis jetzt war alles bekanntes Modellbau-Terrain.

    Aber so langsam wird es ernst und es geht zum Auftakeln eines Seglers:

    Da ich noch nicht so richtig Ahnung habe, wie das im Detail wird, habe ich längenverstellbare Wanten gebaut mit kleinen Seilspannern aus Holz für die grobe Einstellung und den üblichen Spannschrauben für die finale Einstellung. Ich habe den Mast auf den Kiel gestellt, aber schnell gemerkt, dass er sich doch deutlich bewegt auf Deckshöhe. Daher ist er dort leicht verstellbar festgesetzt: einfach über und unter Deck zwei Holzstücke, die mit 2 Holzschrauben zusammengezogen werden und so den Mast am Deck fixieren.

    Derzeit fehlen noch die Oberwanten; ich habe den Eindruck, dass ich sie gar nicht benötige, aber vielleicht bin ich da zu optimistisch.

  • Als Fingerübung musste ich auch mal ein einfaches Segel zusammenkleben:

    Axels Liekmaße für das Vorsegel mal 0,7 auf Papier aufgezeichnet, aus dem Bauch heraus eine Kurve mit ca 1cm Zugabe maximal für das Vorliek ergänzt und in 46g/m² "Schikarex" silbergrau ausgeschnitten und geklebt.

    Vorliek und Achterliek haben eine Tasche bekommen, durch die ein dünner Nylon-Faden (0,4mm) läuft und das ganze Segel hält.

    Vermutlich ist der Bauch doch zu groß geworden. die Oberwanten habe ich jetzt auch noch gebaut - eine Saling kann man bei Bedarf noch nachrüsten und ist schnell an den Wangen und Plattform angebracht.

  • Warum hast du am Achterliek eine Tasche?

    Wenn ich jetzt so darüber Nachdenke, war es wahrscheinlich unnötig. Da habe ich wohl etwas missverstanden und im Eifer des Gefechtes zu viel geklebt. die Achterliektasche ist einfach umgeschlagen, am Vorliek habe ich einen Streifen aufgeklebt und ist damit deutlich stärker. Jetzt ist es so und ich probiere es einfach mal aus. Beim Großsegel lasse ich das dann weg.

    Stefan


    Modelle (Auswahl): T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: "kleine Tarana", Rocket

  • Bevor ich jetzt wieder so Blödsinn wie eine Tasche ins Achterliek baue, hier mal ein Foto vom aktuellen Zustand meiner Takel-Arbeiten - und weil auch gerade so schönes Licht ist:

    die Gaffel hat Piek und Klaufall bekommen.

  • Bevor ich jetzt wieder so Blödsinn wie eine Tasche ins Achterliek baue, hier mal ein Foto vom aktuellen Zustand meiner Takel-Arbeiten - und weil auch gerade so schönes Licht ist:

    die Gaffel hat Piek und Klaufall bekommen.

    Ich muss gestehen, ich wäre sehr froh wenn ich mit allem so weit wäre wie Du. Schaut Alles tadellos aus. Falls Du möchtest, dass die Achterliektasche nicht umsonst gewesen ist, könntest Du eventuell durch diese Tasche eine "Liekleine" durchfädeln. Dadurch erreichst Du ein besseres Segelprofil bzw. hast eine weitere Trimm - Möglichkeit.

  • Ich muss gestehen, ich wäre sehr froh wenn ich mit allem so weit wäre wie Du. Schaut Alles tadellos aus. Falls Du möchtest, dass die Achterliektasche nicht umsonst gewesen ist, könntest Du eventuell durch diese Tasche eine "Liekleine" durchfädeln. Dadurch erreichst Du ein besseres Segelprofil bzw. hast eine weitere Trimm - Möglichkeit.

    Hallo Tekin,


    danke für Dein Feedback. Manches ist erst mal "hingewurstelt" und korrigierbar gestaltet, wie die ganzen Wantenspanner aus Holz oder die herumbaumelnden Enden der Schnüre; ich möchte den "Dampfer" endlich mal aufs Wasser bringen, um zu sehen, ob das alles so funktioniert. Da bin ich immer sehr ungeduldig. Eigentlich sollte ich erst den Deckel für Oberlichte und Einstieg bauen.

    Die Achterliektasche hat schon eine Liekleine aus 0,4mm Nylonfaden bekommen. Die ist aber noch nicht separat zu trimmen.

    Jetzt muss noch schnell ein Großsegel zum Testen her, bevor das Wetter wirklich schlecht wird.

    Stefan


    Modelle (Auswahl): T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: "kleine Tarana", Rocket

  • Wie angekündigt, habe ich gestern Abend und heute Mittag alles hingewurstelt, um vor den angekündigten 2 Wochen Schneeregen etc. noch mal einen Test zu starten.

    Dieser Test war überraschend erfolgreich, trotz äußerst unbeständigem Wind und "Null Ahnung" meinerseits zum Trimm etc., konnte der vorsichtshalber mitgenommene Bugsier-Schlepper im Kofferraum bleiben.


    Da die "kleine" sich schon schnell neigt bei einer Bö und dabei bis zur Scheuerleiste eintaucht habe ich beschlossen, das Topsegel erstmal bleiben zu lassen, habe ich doch die halbe Segelfläche bei einem Drittel Verdrängung. Aktuell bringt meine Tarana 3,2 kg auf die Wage.

  • Hallo Iring,


    Der Wind war gestern extrem unbeständig, so dass ich kein einziges Manöver bei konstanten Bedingungen fahren konnte, bzw mal einen Kurs sauber halten. Immerhin brachte ich sie immer wieder zurück zum Start.

    Der erste Eindruck war, dass sie gut durch den Wind geht, aber der Geradeauslauf noch zu optimieren ist. Die erste Testfahrt dauerte auch nur eine halbe Stunde.

    Ich habe die Segel einfach mal angebunden, ohne große Ahnung, worauf ich achten muss.

    Das Vorsegel hat einen starken Bauch, das Groß ist völlig platt.

    Aber ich bin mit Latsch in Kontakt...

    Stefan


    Modelle (Auswahl): T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: "kleine Tarana", Rocket

  • Nachdem es hier auch schneit und garantiert kein Segelwetter ist, kann ich mich nach der erfolgreichen Testfahrt beruhigt der Fertigstellung widmen - das betrifft Skylight und Einstieg.

    Das Skylight wurde heute eingeglast und mit dem Trittschutz versehen. Absolut exakte Löcher bohren ist vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit - und wenn nur der Bohrer in der Holzmaserung hinterherläuft :|.

  • Fast Fertig :)


    Der Einstieg mit Schiebeluke und Klapptüren

    Das Ruder hat seine Pinne zur Deko erhalten - etwas kurz, damit es keine Kollision mit der Großschot gibt.

    Die Gaffel hat eine neue Klau erhalten mit längeren Hörnern, die einen besseren halt gibt.

    Etwa 200g zusätzliches Blei zwischen Spant 5 und 7, die Waage sagt jetzt auf 3473g also Punktlandung zur geplanten Verdrängung.

    Im Feld davor fanden 4 Mignon NiMH Akkus ihren dauerhaften Platz, mit Hauptschalter und Ladeanschluss.


    Unn dann durfte ich noch die finalen Segeln auftakeln, die in gerade mal einer Woche fertig waren.


    Jetzt heißt es warten auf besseres Wetter...

  • Ein wunderschönes Schiff hast du gebaut! Die weissen Aufbauwände sind toll. Auch um die fehlende Fußreling beneide ich dich. Alles richtig gemacht. Herzlichen Glückwunsch! Würde mich freuen das gute Stück mal "in echt" zu sehen.


    Viele Grüße,


    Martin

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