Riva Ariston in 1/10

  • Hi Ragnar,


    Messingnägel ok, kommt bei mir aber nicht in die Tüte. Bei 1/10 hinterlässt das Krater
    das will ich nicht.


    Bei der Ariston bin ich nun etwas weiter, es geht ans Formschleifen.
    Dazu möchte ich später etwas genauer eingehen, weil ich denke das sich
    nun entscheidet wie dicht ich später an die Orignalkontur einer Riva ran komme.

  • Hallo Joachim,


    das ist ein sehr interessantes Projekt und ein schönes Vorbild. Vielleicht magst Du mir die vielleicht etwas merkwürdige Frage beantworten, warum Du den Rumpf mit Platten und nicht mit Leisten beplankt hast.


    Sehe ich das richtig, da man Platten ja nicht so ohne weiteres dreidimensional biegen kann müsstest Du um einen schön laufenden Strak in den Rumpf zu bekommen ziemlich viel von den Platten abschleifen oder viel Spachtelmasse nehmen (die dann auch wieder viel Schleifarbeit nach sich zieht).


    Sorry, doch mehr als eine Frage: Wie Dick sind den die Platten? Danke für Deine Antwort.


    LG



    Armin

  • Hallo Armin,
    die Seitenwände der Ariston sind zwar gewölbt und nach innengezogen im Verlauf nach vorne zum Bug, aber
    dennoch zur mittelachse des Boots gerade, deshalb setze ich dort auf Platte weils schneller geht.
    das verwendete Material ist 1mm Flugzeugsperholz. Schräg beplankt später kommt Mahagoni horizontal drauf in Leisten.
    mit dieser vorgehensweise erhalte ich ein Netz wenn das Boot dann mit Eposeal und deckschicht Harz versiegelt und verklebt ist,
    habe ich eine Stabile Wand auf der ich keine glasmatte mehr einsetzen muß.


    Im Detail die Bauweise erklärt.


    Eigentlich wollte ich später erklären worauf es beim bau der Rivas meiner Meinung nach ankommt,
    aber ich kann ja schon mal anfangen.


    Also mein Rumpf ist komplett Spachtelfrei gebaut, und bekommt höchstens am Wellenaustritt
    einen Übergang gespachtelt.
    Voraussetzung dafür ist ein einwandfrei gestrakter Spantensatz, das die Rumpfgurte alle bündich zu den anschließenden
    Oberflächen in die Spanten engesetzt sind, und das das Unterbeplankungsmaterial an seinem Einbauort in die Kontur gedrückt
    wird und Wellenfrei verklebt wird. Das kann man mit der Diagonalbeplankung sehr gut hinbekommen.
    Wenn ich merke ein Streifen gerade im Bugberich stippt etwas ab, mache ich Ihn etwas schmaler um besser um die Konturecke zu kommen.
    Wenn z.B ein neu anzusetzendes Stück Beplankung zum vorhergehenden wegläuft, passe ich das neue Stück an die vorherige Anschlußkante an.
    Nur so erhalte ich einen Rumpf in Unterbeplankung mit sehr schmalen Spalten zwischen den einzelnen Beplankungselementen.


    Wenn ich dann fertig beplankt habe ist übertrieben gesehen ein Vieleck entstanden das lässt sich nun da ich ja immer auf guten Konturverlauf beim aufkleben der Bepalnkung
    geachtet habe gut beischleifen, damit ich eine gute Grundlage (Grundform)für die später horizontal aufzuklebende Mahagonibeplankung habe, wo ich dann die Finischkontur
    und das Gesicht des Bootes Modeliere(Herausschleife).


    Diese vorgehensweise bei der unterbeplankung ist wichtig, weil ich in der Mahagonibeplankung nur noch sehr wenig Kontur
    ausgleichen kann da ich sonst durch das Mahagoni wieder auf meiner Unterbeplankung lande


    Die Bilder im Beitrag 21 Sind schon das fertig geschliffene Boot vor der Beplankung mit Mahagoni.


    Fazit, wer keinen sauberen Spantensatz hat und Fehler vor dem Beplanken nicht ausgleicht
    wird auch kein gutes Beplankungsergebnis bekommen und muss Spachteln oder irgendwie
    anders ausgleichen.


    Ich habe mir in der Zwischenzeit mal das Ruder gemacht.

  • Hallo Joachim,


    ganz herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Allerdings musste ich mir das zweimal durchlesen, bevor ich es glaubte richtig verstanden zu haben (sehr viel Information!) ;) .

    Voraussetzung dafür ist ein einwandfrei gestrakter Spantensatz,

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass du damit den Konstrukteur, bzw. den Planzeichner der Spanten meinst und nicht das nachträgliche anschleifen der Spanten durch den Erbauer. Wenn der Konstrukteur oder Planzeichner misst gebaut hat, ist man natürlich aufgeschmissen. Ich hatte mal einen Plan, da war schon von vorne herein ersichtlich das da bei den Spanten überhaupt nichts gestrakt war. Man hätte einen Blumenkübel bauen können aber keinen vernünftigen Rumpf.

    Wenn ich dann fertig beplankt habe ist übertrieben gesehen ein Vieleck entstanden

    Das war auch meine Überlegung. Und dieses "Vieleck" beschleifst Du dann. Sicherlich verwendest Du eine Straklatte um die Kontur zu überprüfen, aber sind da 1mm, ich nenne es jetzt mal so, Beplankungsstärke nicht optimistisch wenig? Wenn dass dann passt kommt die abschließende "optische" Beplankung drauf. Das ist sinnvoll und (für mich) absolut nachvollziehbar.


    Nochmals vielen Dank für deine Antwort und die Mühe die du dir gemacht hast. Ich habe bisher so noch nicht gearbeitet und war deshalb neugierig.


    LG



    Armin

  • Hallo Armin,
    mit gestrakt meine ich ja die Kunstruktion, aber diese nicht alleine
    auch das Schmiegen, wie Du schon geschrieben hast anschleifen der Spanten.


    Ja man kann mit plänen pech haben, das Bassboat der Schiffmodell war mal so ein krummer Hund.
    es gibt leider solche und solche vor allen dingen wenn man nicht an Originalunterlagen kommt.


    Es gibt wenig die gute Pläne nur nach Fotos zeichnen können.


    Vielleicht wird das mit zunehmend 3 D besser. die Programme waren nur leider bisher nur
    auf rechteckige Metallverarbeitung ausgelegt.


    Das zu den Konstruktionen.


    Es ist leider so das 75% immer noch durch zum teil mangelnde Fingerfertigkeit unsauberes schluderhaftes verkleben, lackieren
    Bauanleitung nicht lesen ganz vorne die meisten Bauwerke schlecht umgesetzt sind.


    Wenn ein Konstrukteur einen Ausschnitt falsch gesetzt hat klebe ich was rein und versetze Ihn Wenn Leisten wellig aufgeklebt werden weil die Spanten nicht
    angeschliffen wurden, wird gespachtelt, das ist Hudelei


    Meine 1mm Sperrholzunterbepalnkung ist nicht zu dünn weil mein Spantengerüst für das Beplanken sauber vorbereitet wurde.
    Selbst kleine ungenauigkeiten und da reden wir von 2-3zehntel verzeit das Sperrholz.
    ich Verwende ein 3x5mm Leiste, Hände und Augen um die Kontur eines Bootes herzustellen.


    Das geht und ist mehrfach erprobt.

  • Hallo Joachim,


    nochmals Danke für Deine ausführliche Antwort. Ich habe noch nie einen Rumpf so beplankt, denke aber nach deinen Ausführungen, dass das so (auch für mich) machbar ist und ein qualitativ hochwertiger Rumpf heraus kommt.


    Man sieht leider viel zu viel (fertige) Rümpfe mit Beulen und Dellen und einem dicken rundgeschliffenem Bug. Solche Modelle wie von Dir bilden da eher die Ausnahme.


    Ich bleibe dabei, vielleicht muss ich dann noch mal "komische" Fragen stellen. Schönes Projekt - mach weiter so!


    LG



    Armin

  • Aber zurück zum Thema.
    In Post 21 sieht man auf der Beplankung einen Bleistiftstrich,
    das ist meine Ausgangsposition der Unterbeplankung, wie sich herausgestellt hat
    musste ich nicht einen Keil in die Mahabeplankung einsetzten, der Verlauf ist perfekt.


    Leistenbreite bei dem Mastab 4mm Dicke=1.5mm

  • Und mal meine Werkzeuge die ich nutze,
    zum herausarbeiten einer scharfen kante nehme ich als Hilfsmittel
    Abklebeband aus dem Autolackierbereich.


    Ja und alles andere ist echte Handarbeit

  • Schaut gut aus Joachim.


    Womit klebst Du die Planken?

    Moin zusammen,


    Auch ich bin ein Holzwurm und Tiller-Fan


    Derzeit fahrbar
    der Schoner Hamburg
    ein Optimist
    die Optimist von Graupner
    Ariane von Schaffer
    Schnellboot Dachs von Graupner (Bj. 1971)

    Gracia von Graupner


    In der Werft
    Riva Aquarama Spezial
    Flipper von Topp


    Meine E-Helis Micro Star 400 und Zoom 400 sollen den Hangar verlassen.

  • Hallo Joachim.


    Eine Frage zu dem Sekundenkleber. Wieviel braucht Mann da denn bei der größe von deinem Boot?


    Gruß Ronald

    Alle Elektronischen Bauteile sind mit Rauch gefüllt, tritt dieser aus ist das Bauteil defekt.

  • Und es geht witer,
    die einen sagen Königsdisziplin, die anderen sagen..... das ist was für den der Vater und Mutter erschlagen
    hat.....Stabdeck legen.....sucht Euch eurenganz persönlichen Stand aus.


    Für mich ist es ein Teil des Gesichtes eines Bootes zu legen, immer ein Unikat


    Aussensicheln und Innenteil.


    Die Rundungen habe ich mit einem Leistenbieger heiß gebogen.

  • schaut super aus.
    aber für einen echten Holzwurm ist das doch kein Problem.

    Moin zusammen,


    Auch ich bin ein Holzwurm und Tiller-Fan


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  • Moin Ragnar,
    prinzipiel, würde ich Dir recht geben, aber bisher
    habe ich ähnliches was wirklich gut war nur bei den Seglern bisher gesehen.


    Aber auch ich war icht untätig...

  • ich habe meine Aquarama auch so eingedeckt.
    Nur habe ich den Fehler gemacht keine Unterbeplankung zu machen.
    An einigen Stellen sind die Leisten etwas geschrumpft und das Deck undicht.
    Aber da lasse ich einfach etws Lack reinlaufen, dann ist wieder alles gut.
    Zur Not laminiere ich das Dech von innen über.

    Moin zusammen,


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  • Du machst einen Super Job. Nur der Holzliebhaber macht so etwas. Nur weiter so!!! :clap:

  • Moin zusammen,
    und Dankeschön. Weiter habe ich den Heckspiegelring aus Mahagoni aufgeklebt,
    noch in Schichten, werd ich aber ändern um die Rundungen besser herausschleifen zu können.
    Leider habe ich nur diesen Zwischenstand. Aber gut zu sehen, das man jetzt schon an der Verrundung
    arbeiten muss.


    Denn eins hat eine Ariston nicht, einen eckigen A....

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