Notfallschlepper Nordic in 1:87

  • So, da sind ein paar Bilder, damit Ihr Euch einen Eindruck machen könnt. Eine sehr gute Basis, die ich hoffentlich nicht versauen werde.
    D72_4977.JPGD72_4978.JPGD72_4979.JPGD72_4980.JPG
    Auf jeden Fall kann man sehen, wo es eng wird und ich vor dem ersten Handgriffe lieber zweimal nachdenke. Ein vorderes Bugstrahlruder ist von der Position schon gesetzt. Der Kiel hat eine entsprechende Aussparung.

  • Super Wolfgang das du das Projekt hier Vorstellst ... ich lese Natürlich mit und werde helfen wenn ich kann.
    Die Graupner Ruder habe ich noch nicht in der Hand gehabt , keine Ahnung wie Gut die sind.
    Um hier und da etwas von den Spanten wegzunehmen solltest du dir einen Dremel oder was ähnliches anschaffen , falls du das nicht schon hast.
    Ansonsten freue ich mich das dir mein Bauwerk gefällt und das es weitergebaut wird. :2: Im übrigen kann es nicht schaden das Ganze modell nochmal mit Epoxid harz auszustreichen, denn Bisher ist das nur mit Voss G4 satt getränkt behandelt. :wink:

  • Als Antriebe hab ich mir bei Pollin (die sind ja wirklich so günstig!) 2 Paare Johnson-Motore mit 12V Nennspannung und Drehzahlen deutlich unter 10.000 zur Auswahl geordert.

    Ahoi Wolfgang aus Viersen,
    nach diesem Original benötigt das Modell in 1 : 87 rund 2 x 13 W für maßstäbliche 4,2 km/h.
    Angenommen du verwendest je einen 45er Messingpropeller mit einer Steigung von 46 mm, und der Schlupf bei AK-Fahrt läge bei 0,25 dann ergibt sich eine Lastdrehzahl n:


    n = 1,167 m/s : 0,046 m : ( 1 - 0,25 ) = 33,8 U/s = 2.029 U/min.


    Benötigt werden also 2 Motoren mit einer Abgabeleistung von 13 W bei 2.030 U/min.


    Ich hoffe dies hilft dir zur Orientierung.
    M.f.G. Jörg

    • Moin Wolfgang die Riemenscheiben und Zahnriemen stammen von Mädler. Sollte mit Google zu finden sein .ich habe zum Bohren und Fräsen ein billiges Teil mit flexwelle, es muss nicht gleich was teures sein
  • Die Propeller sind übrigens ca. 40 mm im Durchmesser und haben eine geschätzte Steigung von 1

    Ahoi Wolfgang aus V.,
    in diesem Fall wäre die Lastdrehzahl
    n = 1,167 m/s : 0,04 m : ( 1 - 0,25 ) = 38,9 U/s = 2.334 U/min.


    ==> Benötigt werden dann 2 Motoren mit einer Abgabeleistung von je 13 W bei 2.334 U/min.


    Der von dir gewählte Motor Johnson HC 685 LG hat aber lt. Datenblatt seinen optim. AP bei 12 V * 4,3 A - 35 W / 8945 U/min.
    Die Drehzahl ist damit 3,8-fach höher als benötigt.
    Eine 3,8-fach höhere Drehzahl entspräche ungefähr einer 3,5-fachen Geschwindigkeit mit einem theoret. Leistungsbedarf von
    13 W * 3,5 * 3,5 * 3,5 = 557 W --> Getriebe mit ü = 3,1 : 1 notwendig.


    Bei einem Betrieb an 5 V ergäbe sich aber ein geschätzter AP von: 5 V * 7 A - 21 W / 2.900 U/min.


    Besser geeignet für Direktantrieb wäre dieser Typ an 6 V mit 4,8 A - 17 W / 2.350 U/min.


    M.f.G. Jörg

  • Jetzt erstmal eine Minibohrmaschine anschaffen, mit der man auch was abtrennen kann.
    Ich würde eine mit "richtigem" Bohrfutter bevorzugen. Hat jemand einen Tipp, welche gut ist? Proxxon soll ganz ok sein, aber die Auswahl ist doch ganz schön groß...
    Bei Dremel habe ich ehrlich gesagt die Befürchtung, dass da ein ähnlicher Hype besteht, wie bei bei den ach so grandiosen Weber-Grills.
    Wer kann etwas dazu sagen? :bitte:


    Hallo,


    Ich habe ein Dremel. Die war zwar etwas teuer aber deutlich mehr "Pfupf" als die Proxxon mit denen ich ab und zu zu tun habe. Die Dremel ist halt etwas schwerer, liegt dennoch gut in der Hand. Die Dremel hatte ich mir vor Jahre gekauft um ein defektes Kugellager aus einem Verbrenner zu fräsen. Ging ganz gut.


    Aber auch bei der Dremel ist das Futter eher Billig und Spannzangen sind schon sehr filigran und nicht wirklich von hoher Qualität. Anderseits dreht meine Dremel bis 30krpm und dabei sind die Vibrationen noch im Bereich des Ertragbaren.


    Ich hab die hier: https://www.dremel.com/gb/en/p…-professional-398-0-65-v5 (aber ohne Box)


    Hoffe das hilft.


    Gruss Mathias


    >> sehr cooles Projekt überigens!

  • So, "the first cut is the deepest" habe ich zum Glück vermieden. Nach dem Erhalt der bestellten Proxxon mal im mitgelieferten Werkzeug gestöbert und unter Verlust mehrerer Scheiben und einem Schleifkopf die erste grobe Anpassung eines Motors begonnen.
    D72_4998.JPG
    Klar, passt noch nicht wirklich gut, aber die Richtung stimmt. Jetzt werde ich einige Fräser und Schleifer ordern, weil das Maschinchen arbeitet richtig gut. bin mit der Entscheidung dafür zufrieden.
    Die Becker-Ruder von Graupner sind auch gekommen. Sind zwar mit relativ viel Spiel und haken noch, aber das kriege ich hin. Die Größe passt für meine Begriffe ganz gut:
    D72_4999.JPG
    Um die zu platzieren muss allerdings einiges wieder zerstört werden. Gaaaaaaaanz vorsichtig...
    Immerhin hat es begonnen!

  • Guten Morgen liebe LeserInnen (man achte auf politische Korrektheit :nick: )
    Ein wenig Werkzeug ist zum Gebrauch mit der Proxxon eingetroffen und hat bereits geholfen, auch einen Ausschnitt für die zweite Antriebsmaschine zu schaffen:
    D72_5001.JPG
    Jetzt gilt es, einen Motorspant zu fertigen, damit alles fest sitzt und trotzdem geschmeidig läuft. Tatsächlich sind die "anderen" Wellenkupplungen aus meinem Vorrat 2 mm kürzer. Das hilft, den Kontakt mit dem nächsten Spant Richtung Bug zu minimieren.
    Parallel werde ich jetzt mal ein paar ältere RC-Teile wieder zum Leben erwecken. Ich habe noch so viele Elektronikbausteine, Regler, Servos usw. aus meiner früheren aktiven Zeit. da will ich wenigstens versuchen, hier etwas zu recyclen. Wenn das nichts wird, kein Problem, just for me, weil ich es gut fände.


    An das Heck habe ich mich noch nicht herangetraut, um die Ruder einzupassen. Die Spanten sind ganz schön im Weg und ich möchte vermeiden, die Stabilität zu sehr zu reduzieren. Muss noch ein wenig Hirnschmalz (im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten :bhi2: ) hineinfließen.
    Vielleicht gehe ich nach dem Motoreneinbau erstmal Richtung Bugstrahlruder. Das erscheint mir derzeit noch unkomplizierter. Wobei es natürlich immer ein Schritt ist, einen Rumpf wissentlich mit Löchern zu versehen...


    Für alle, die den Kopf schütteln mögen ob meiner bescheidenen Ergebnisse, hier ein Abbild meines Arbeitsplatzes. Wohl denen, die eine Werkstatt ihr eigen nennen oder ganze Dachböden zum "Basteln" zur Verfügung haben. Aber ich will nicht klagen, sondern versuche das Beste heraus zu holen.
    Ich wünsche allen einen schönen Tag!D72_5000.JPG

  • Jetzt gilt es, einen Motorspant zu fertigen, damit alles fest sitzt und trotzdem geschmeidig läuft

    Moin Wolfgang,
    hast du alternativ mal über eine hängende Konstruktion mit einem Alu-Motorträger ( aus Alu-L-Profil 50 x 40 x 2 ) nachgedacht ?
    Z.B. ähnlich wie hier ?
    Doppelmotorträger_1.jpg
    Mit kleinen Treppenstufen ( aus einem PVC-L-Profil 30 x 40 x 3 ) li + re in die Bordwand geklebt als Auflager, kann man beide Motoren samt Alu-Träger mit 4 Schrauben von oben schnell ein- ausbauen.
    2. Vorteil: sehr gute Wärmeableitung,
    3. Vorteil sehr tiefe Platzierung der Motoren im Rumpf möglich.
    4. Vorteil: leichte Anpassung an verschiedene Kupplungslängen durch einfaches Verschieben auf den Auflagern möglich.
    5. Vorteil: Platz für Drehzahlsteller und Klemmleiste ermöglicht die Montage einer kompakten Antriebsbaugruppe.
    6. Vorteil: schallgedämpfte Lagerung der Motorenbaugruppe möglich durch 2 Gummiplatten ( zb. aus altem Fahrradschlauch ) zwischen Auflager und Träger.


    Der Fertigungsaufwand ist mit ca. 1 h vergleichbar mit dem eines neuen Motorspantes.


    M.f.G. Jörg :wink:

  • in der Tiefe des Raumes" lässt sich nur schwerlich mit dem Messschieber agieren

    Ahoi Wolfgang,
    dazu nutze ich eine Teleskoplehre. Einfach 2 Stück 4-Kantleisten auf ca. 2/3 Bootsbreite ablängen, aneinander legen und mit einem Gummi stramm umwickeln.
    Im Bootsinneren dann an die Messstelle legen und soweit teleskopieren bis die Enden der Leisten mit dem gesuchten Maß fluchten bzw. übereinstimmen.


    M.f.G. Jörg

  • So, es hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe die Proxxon angesetzt. Mental immer ein kleines Problem, in sehr gut Gebautes Löcher zu machen bzw. Dinge wegzufräsen, ohne die Stabilität oder die Optik zu beschädigen.
    Hat aber zum Glück funktioniert:
    D72_5002.JPG
    Die Position wird passen, anschließend geht es an die Löcher in der Außenhaut.
    Zur Verdeutlichung, auch anderer Details, habe ich mir den Kartonbausatz in 1:250 zugelegt und schon mal auf 1:125 hochkopiert, zumindest die Bordwände. Damit hoffe ich, die Lage der Löcher, der 52 (wenn ich richtig gezählt habe) Bullaugen und der farbigen Streifen besser nachzubilden. Mal sehen, wie das gelingt.


    Kleines Update am 14.07., dass keinen eigenen Beitrag benötigt:
    Es tritt eine mehrwöchige Pause wegen Urlaub ein, aber es wird sicher weitergehen!
    Bleibt alle gesund!

  • Hallo Gemeinde,
    in Post 23 habe ich geschrieben, "wie ich es kann".
    Blöd, ich kann nicht mehr, weil die Finger sich nicht mehr so steuern lassen, wie es für ordentliches Arbeiten notwendig wäre.
    Damit ist es mir nicht mehr möglich ein gutes Ergebnis herzustellen und es wäre eine Schande die tolle Basis einfach nur zusamenzudengeln.
    Insofern endet der Bericht, kaum das er angefangen hat.
    Ich könnte echt kotzen, weil ich es wirklich gerne gebaut hätte...


    Das Modell steht im Kleinanzeigenteil, vielleicht erbarmt sich jemand.

  • Hi,


    das ist extrem schade ... Ich hoffe vielleiht, dass jemand von hier das Modell kauft und dann weiter baut ...


    Gruß


    Armin

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!