Brauche eine "Löthilfe"

  • Hallo,
    bin am Verzweifeln......
    ich versuchge gerade mir den Schlepper "Neptun" von Krick zu bauen.
    Aber wie ich es auch anstelle -
    ich bekomme den Mast nicht hin :-(((
    Hätte jemand erbarmen mit mir und würde mir den Mast der Neptun bauen???
    Natürlich gegen erstattung der Unkosten und sonstiges.....
    Mir fehlt es nicht an Tipps - die hab ich Kiloweise
    Ich bekomme es einfach nicht hin :-(((


    Thomas

  • Moin,
    benutzt du bleihaltiges Lötzinn oder quälst du dich mit dem soooo gesunden bleifreien Mist ab mit dem kein Mensch vernünftig löten kann? In dem Fall solltest du dir schnell noch was von dem so ungesunden Zeug besorgen. Dann klappt's auch mit dem Nachbarn - pardon, mit dem Löten.


    Gruss
    Dieter

  • :bild:
    Moin,
    Bilder sagen mehr als tausend Worte,
    zeig, was Du hast, hier lacht keiner.

    mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft


    ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
    sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....

  • ich werde mal versuchen, heute Abend Bilder zu machen
    und zu schreiben, wo es bei mir hakt
    was für ein Lötzinn ich habe, weis ich nicht, aber alt isses......
    Danke für eure Hilfe :)

  • So, hab nun mal Bilder gemacht :-)))
    Da ich mit meinem 150W Lötkolben hierbei mso gar nicht zurecht gekommen bin, bin ich heute in den Baumarkt und hab mit ein Gastlötgerät gekauft :-)))


    Aber hier ersteinmal die Bilder von meinen verwendeten Materialien
    1 Lötzinn.jpg


    2 Lötwasser.jpg


    3 Lötfett.jpg


    5 Gaslötgerät.jpg


    4 Gastlötgerät.jpg


    Da ich nur wenig Messingdraht hatte, hab ich mit 1,5mm Stahldraht exoerimentiert.
    Ich hab die Lötstellen geschliffen
    Zusammengestellt
    mit Lötwasser bestrichen
    nix :-(((
    das Lötzinn flüchtete geradezu


    6 Versuchsaufbau.jpg


    8 nach dem Löten.jpg


    Nach meinen Lötversuchen sah es dann so aus :-((


    8 nach dem Löten.jpg



    Danach der gleiche Versuchsaufbau mit Messingdraht
    Dem Lötwasser
    und dem Gaslötgerät


    9 Versuchsaufbau in Messing.jpg



    Der fertige Mast
    zum Gotterbahmen sch......... (schlecht...)


    10 fertiger Mast.jpg


    Alles ander als schön.......

  • Stahldraht ist nun mal was anderes als Messing oder Kupfer.
    Bei dem Mast tropft das Lot einfach runter, weil es sich nicht mit dem Basismaterial verbindet.


    1. Der Micropen ist für solche Arbeiten gut.


    Wichtig ist immer, das richtige Lot für das Basismaterial zu verwenden.
    2: Ich verwende Standardlot mit integriertem Flussmittel. Arbeotstemperatur so um und bei 180 Grad (zumindest in dem Bereich).


    3. Wenn Flussmittel dabei ist, lass Lötfett oder Lötwasser weg. Es wird nicht funktionieren. Je weniger Komponenten beteiligt sind, desto besser.


    4. Lötstelle (im richtigen Material) insgesamt mit der Flamme gleichmässig ANWÄRMEN. 180Grad ist NICHT glühend!!! Dann das Lot an die vorgewärmte Lötstelle halten und mit der Flamme ganz leicht (!!!) nachwärmen. Das Lot sollte in den engen (!!!) Lötspalt einschiessen.
    5. Wenig Lot verwenden, keine Berge aufbauen.


    6. Man kann die Lötstellen mit Gummipolierern (Dremel u.a.) beiarbeiten und polieren, also alles kein Beinbruch.
    7. Das einmal geschmolzenes Lot in der Arbeitstemperatur nach dem Löten ansteigt, kann relativ problemlos vorsichtig (!!!) nachgelötet werden.

  • Moin Thomas,


    Nimm mal das Gelb-Schwarze Lot: das ist bleihaltig (pb) und hat Flussmittel (2,5% Flux) drin.
    Und natürlich nur Messingdraht.
    Die Automobilindustrie mach uns zwar vor, wie Stahllöten geht, die haben aber ihre Parameter (Oberflächen/Materialpaarungen/Schutzgase/Energieeintrag/Energieart) besser im Griff.
    Ansonsten so wie Axel geschrieben hat - wenn Du mit dem Gasbrenner unterwegs bist.
    Anschleifen statt Polieren geht auch, wichtig sind "reine", also nicht oxidierte Oberflächen, weil das Lot dann besser benetzten kann.


    Viel Erfolg
    Georg

  • Gummieren und polieren NACH der Lötung!
    Richtig: Oberflächen müssen sauber sein.

    Als Ergänzung gedacht:
    Ja, dürfen an den Kontaktflächen aber auch gerne etwas angerauht werden. Ich nehme dazu gerne etwas Schmirgel oder grobe Stahlwolle.
    Lötwasser nur beim Löten mit Kolben, beim Löten mit Flamme eher nicht verwenden (weil: das Wasser kocht, schäumt, und der Schmadder backt unkontrollierbar hier und da fest, also eher kontraproduktiv)

    mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft


    ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
    sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....

  • Wie oben schon geschrieben warm machen, dann den Brenner weg und das Lot laufen lassen, dann nochmal kurz erwärmen bis das Lot nochmals fließt.


    Mfg Ralf

    Fahrbereit: Rembertiturm, Wotan, Vitoria von Krick, Comtess, Commodore, Düsseldorf, Kutter Eigenbau 1:15, Princess mit Außenborder, Princess mit Jet, SeaJet, Kirchwerder 1:25 (verkauft), W3, Pegasus III, Scimitar Speed, Elke, Smit Rotterdam, Graupner W7
    In der Werft:Schütze, Jan, Paloma, Commodore, 2xBugsier, Wotan, Carina, Nautic, Berlin, Adolf Bermpohl, Smit Nederland, Graupner Esso Berlin, Najade, Broom 44, Grimmershörn, J.T. Essberger

  • Hallo Thomas,

    Ich hab die Lötstellen geschliffen, Zusammengestellt, mit Lötwasser bestrichen, nix :-(((
    das Lötzinn flüchtete geradezu

    Wenn die Oberflächen kein flüssiges Lot annehmen, ist deren Temp. zu niedrig, oder die Oberfläche nicht rein, oder zu glatt.


    Ich schleife an, bestreiche mit Lötpaste, gebe einen Tropfen Lötzinn auf den Lötkolben, erwärme damit die Lötstelle bis die Lötpaste Blasen bildet und verläuft, verzinne dann die Lötstelle(n).
    Abschließend die Teile zusammenfügen und erneut erwärmen, bis das Lötzinn in alle Spalte geflossen ist. Bei langen Spalten/Fugen evt das Lot mit dem heißen Löter "nachziehen". Das Lot fließt immer zur heißesten Stelle.


    M.f.G. Jörg

  • Moin,


    irgendwann besorgst Du Dir dann noch einen Stein aus Schamotte
    als Feuerfeste Unterlage (ganz praktisch, wenn man was feines an
    was fettes anlöten will und auf das Fette vorab mal die Flammbuse
    richtig draufhalten kann ohne die Werkbank zu verkohlen)
    und ich nutze auch gerne Klötze aus Stahl und Messing um Bauteile
    zueinander auszurichten und zu fixieren, die nehmen dann auch
    gleich das zuviel an Wärme wieder weg. (das ist dann schon der
    nächste Level :nick: )

    mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft


    ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
    sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....

  • Das fiese an dem bleifreien Lot ist, daß Anfängern eigentlich davon abgeraten wurde und jetzt müssen viele sich zwangsläufig damit herumschlagen. Das Zeug bereitet auf zweierlei Art Probleme, da es heißer gelötet werden muß, das darin verwendete Flußmittel aber gleichzeitig schneller verbrennt. Ich habe hier auch schon eine Rolle von dem Bleifreien liegen, anfreunden kann ich mich aber nicht. Ich nutze es hauptsächlich, um auf Lochrasterplatinen die Lötbrücken zu erstellen, auf Grund der schlechteren Fließeigenschaften ist das einfacher als mit dem Verbleiten, das sich gerne mal dem Nachbar zuwendet. :)


    Auch wenn es sich schwerer anhört, würde ich bei Messing einen Blick auf das Hartlöten werfen. Hat man den Dreh mit der richtigen Temperatur raus (Stichwort: Kirschrotglut), verlötet sich gerade Messing praktisch von alleine!

  • Hallölle,
    nochmals tausend Dank für eure Tipps :-)))
    Die Idee mit dem Schamottestein ist Klasse :-)))
    Die Idee mit dem Hartlöten gefällt mir auch recht gut :-)))
    Auf jeden Fall werde ich mich noch mehr damit beschäftigen, das ich immer das richtige Lot zur Hand habe


    mit fröhlichen Grüßen


    Thomas

  • kleiner Tipp,
    Gewerbetreibende (wenn du da Beziehungen hast) können nach wie vor bleihaltiges Lötzinn kaufen. Oder du kaufst im www. Mein Lötzinn kam aus Spanien. Nun habe ich wieder etwas Vorrat. Mit dem ach so gesunden, bleifreien Lötzinn ist es mir nicht einmal gelungen an ein dünnwandiges Messingrohr einen Boden anzulügen.
    Gruss
    Dieter

  • Ich kämpfe mich ja derzeit mit einer angefangene Happy Hunter rum und habe mich entschieden, den Hauptmast auch nochmal neu zu machen. Da ich für die Beleuchtung Rohre benötige und auch etwas Stabilität wollte habe ich mich entschieden den Mast aus Messingrohren hart zu löten.


    Also im Baumarkt einen kleinen Gasbrenner, Silberlot und eine Unterlage aus Porenstein besorgt. Der Vorteil von Porenstein ist, dass er weich ist und somit Stahlnägel als Löthilfe leicht eingesteckt werden können.


    Also erstmal das Grundgestell mit dem Gasbrenner gelötet und im Nachgang kommen die feineren Teile mit dem Lötkolben noch hinzu. Durch das Silberlot gehen die Lötstellen auch beim Erwärmen mit dem Lötkolben nicht wieder auf.


    IMG-20210221-WA0006.jpgIMG-20210221-WA0005.jpg

    Im Dienst:
    Robbe San Diego
    Krick Felix
    Graupner Saphir
    Kaiser K-425


    In der Werft:
    Robbe Happy Hunter

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