Regler und Wasser/Feuchtigkeit… wie verträgt sich das in der Praxis

  • Bitte Eure Erfahrungen und Kommentare aus der gelebten Praxis zu einem ungern angesprochenen aber ev. teuren Thema:
    Feuchtigkeit… Wassereinbruch und Elektronik…

    Empfänger und übrige Steuerungen können hoch über der Wasserlinie montiert werden.
    Aber die Regler sollten schon kurze Kabel zum „Maschinenraum“ haben.
    Also genau da wo das Bilgenwasser schwappt.



    Wir Freizeitkapitäne sind auf dem großen Markt für Regler und Motore inzwischen in der Minderheit.
    Der Bedarf an hoher Dauerstromfestigkeit bei Brushed Reglern (die sonst keiner mehr benötigt)
    und bei Brushlessmotoren (Außenläufer) die Kühlung (wenig Fahrtwind im Maschinenraum) und für langsame Schlepper wenig Strömung in der Wasserkühlung.

    => Also gilt es für den Schiffsbetrieb feuchtigkeitsverträgliche Regler zu finden, der Kern dieses Thread

    Manche (teurere) Regler werden als „waterproof“ bezeichnet, ohne zu spezifizieren ( wie bei Armbanduhren üblich) was damit wirklich gemeint/garantiert ist.


    Andere Regler sind mit Schutzschichten überzogen, die die Elektronik für angemessenen Zeiten auch in feuchter Umgebung lange Leben lassen.. und ggf sogar auch einfach reparierbar sind.

    - der Maschinenraum ist eigentlich immer feucht, speziell bei Echtdampfschiffen


    - wenn mal ne scharfe Ausweichkurve gefahren werden muss (tiefliegender Balken im Wasser)
    kann schon etwas Wasser über den Süllrand kommen (welches Schiff hat 100% abgedichtete Aufbauten..)


    - na ja wenn der Kahn ganz abgesoffen ist.. rausholen und schnell trocknen.. das hilft manchmal



    => Ich frag mal so..wie sieht Eure Praxis aus, mit welchen Reglern kann man.frau gut leben ?


    Gruß aus dem verregneten Berlin
    Wolfgang


  • Moin Wolfgang,
    Eigentlich sollte Deine Bilge nahezu trocken sein.
    Den Regler kann man auch senkrecht am Spant befestigen.
    Brushless Marineregler sind meistens vergossen und die anderen eben sobefestigen, das sie trocken bleiben
    Und Echtdampfschiffe benötigen keine Fahrtregler, nur ein Servo.......


    VG Ralf

  • Hallo Wolfgang


    Ich kann dabei in erster Linie nur von unseren Produkten sprechen.
    Wobei ich allerdings bei den billig China Reglern sicher bin das es keinen Schutz der Platine gegen Wasser gibt es sei denn sie sind komplett vergossen.


    Alle unsere Produkte werden hier im Haus von uns gefertigt.
    Keins der Elektronik Produkte die man in unserem Shop finden werden extern gefertigt oder angekauft.
    Deshalb haben wir selbst die volle Kontrolle darüber wie etwas gefertigt wird und mit welchen Komponenten.
    Da wir wissen das ein großer Teil unserer Produkte besonders die Regler zum großen Teil in Modellbooten verbaut werden versiegeln wir alle Produkte mit einem speziellen Schutzlack.
    Dieser Lack ist extra für diese Anwendung entwickelt worden.
    Er sorgt dafür das die Teile sehr unempfindlich gegen Wassereinfluss sind.
    Trotzdem bleiben die Platinen aber lötbar was heißt im Falle eines Falles können wir trotz Lack reparieren.
    Es passiert also überhauptnichts wenn so ein Regler mal etwas Wasser ab bekommt.
    Auch komplett unter Wasser funktionieren die Teile weiterhin.
    Die Steuerungen sollten allerdings nicht dauerhaft naß bleiben weil das hält die Versiegelung nicht dauerhaft aus.
    Sollte also mal das Modell bis zur Kante voll laufen reicht es die Regler aus zu bauen und zum trocknen zu legen.
    Danach kann man diese einfach weiter benutzen.
    Dieses Konzept sorgt dafür das ich schon seit Jahren keinen Regler mit Wasserschaden mehr auf dem Schreibtisch hatte.
    Trotzdem geben wir allerdings keine absolute Wasserfest Garantie.
    Ich kann mir vorstellen das die Versiegelung nicht mehr hilft wenn so ein Regler bei jeder Fahrt Wasser ab bekommt und vor allen Dingen wenn er dann nass noch weiter betrieben wird.
    Darüber haben wir keine Kontrolle deshalb keine Garantie auf Wasserschäden.


    Das bedeutet einfach einbauen. Wenn möglich so das ein wenig Wasser im Modell nicht gleich die Elektronik unter Wasser setzt.
    Ein weiterer Schutz ist absolut nicht notwendig.


    Du irrst dich aber wenn du glaubst das Bürstenregler nur noch im Schiffsmodellbau verwendet werden.
    Ein sehr großer Teil unserer Kunden verwendet Bürstenregler auch noch in Funktionsmodellen wie Bagger LKW Kränen usw.
    BL macht nur dort einen Sinn wo viel Leistung benötigt wird.


    Ein Bürstenregler hat in vielen Anwendungen noch immer viele Vorteile die mit BL nicht erreichbar sind.
    Dabei geht es um feinfühlige Regelung.
    Gutes Startverhalten und Drehzahlen im niedrigsten Bereich möglich.
    Bürstenregler können absolut geräuschlos sein bei BL technisch nicht machbar.
    Bürstenregler sind robuster und in der Regel günstiger.


    Nicht falsch verstehen. Ich bin nicht komplett gegen BL Antriebe ...... ganz bestimmt nicht.
    Bei vielen Anwendungen sind diese Sinnvoll und bei anderen gehts nicht ohne BL.
    Aber ich sehe halt auch das Modellbauer BL einbauen an Stellen wo es überhaupt keinen Sinn macht nur weil sie denken ist das neuste und beste.


    Ich habe mehrere dicke BL Antriebe in richtig schnellen Rennbooten da gehörten die hin und da gehts auch nicht mehr wirklich mit Bürste.
    Aber wer bei seinem Seenotretter hinten die Klappe auf und zu machen will und das mit BL versucht der ist einfach .....
    Naja das macht keinen Sinn geht mit Bürste einfach besser.


    Und gegen Wasser schützen macht wirklich beim Empfänger viel Sinn weil da ist kaum einer gegen Wasser geschützt.



    Gruß Michael Schott
    Modellbau-Regler-Team

  • Deine Überschrift klingt wie eine Frage an Radio Eriwan!
    Im Prinzip gar nicht. Warum willst Du den Regler unter Wasser verwenden, er paß doch in das Boot?!


    Wasser ist mehr oder weniger elektrisch leitend. Fließt über eine Platine Strom dann verbrennt der darunter liegende Kunststoff und setzt Kohlenstoff frei. Kohlenstoff ist bekanntlich ein elektrischer Leiter, der nun seinerseits den Stromfluß bis zur endgültigen Zerstörung verstärkt.


    Besitzt Du einen in der EU zertifizierten Regler dann sollte er unbedenklich verwendbar sein. Wenn Du Zweifel hast könntest Du den Regler mehrfach mit nichtleitendem Klarlack übersprühen, ihn in Gießharz versenken, mit Schrumpfschlau überziehen, in eine Kunststoffbox einsperren, Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


    Eine unwirkliche aber mögliche Fehlerquelle könnte die sogenannte Wärmepumpe sein. Das Gerät hat sich im Betrieb mehr oder weniger erwärmt. Dann liegt es am Ufer und kühlt ab. Beim Abkühlen wird Gewässerluft, und mit ihr Feuchtigkeit, in/an das Gerät gezogen, - wenn das Gerät nicht geschützt ist. Ein einmaliger Vorgang ist unbedenklich, mehrfaches „Pumpen“ bedeutet Kumulation von Feuchtigkeit.

    P.S.: Eine Modellbau-Wasserpumpe könnte man auch als Bilgenpumpe verwenden, z. B. gesteuert über einen Haushalts-Wassermelder (Batteriebetrieb).

  • Elektronik sollte grundsätzlich vor Feuchtigkeit geschützt werden. Kondens- und Süsswasser ist aber weitaus weniger schlimm als Salzwasser. Was im Modellbau als "waterproofed" verkauft wird, ist meist nur ein Spritzwasserschutz. Kommt halt ganz auf das Schiff an welche Vorkehrungen getroffen werden müssen.




    Ich sehe absolut keinen Zusammenhang zwischen dem Thread und der DC - BLDC Thematik. Ja klar, ein DC Antrieb ist etwas günstiger und er lässt sich dank der mechanischen Kommutierung bei kleinen Drehzahlen feiner regeln. Aber wieso soll er robuster sein? Bei einer DC Enstufe hast du zwei, bei einem BLDC deren drei Halbbrücken. Dazu kommt noch ein etwas grösserer Mikroprozessor sowie eine Messschaltung für die backEMF. That's it.
    Was ganz und gar falsch ist ist die Aussage dass geräuschlose BLDC Antriebe nicht machbar sind. Das stimmt vielleicht für Aussenläufer und Blockkommutierung. Bei Innenläufer mit Vektorsteurung hörst du nur noch die Kugellager.


    Gruss Mathias

  • Moin,


    ich schütze alle meine Empfänger, Servos, Regler und die Kabelverbindungen seit einiger Zeit mit Plastdip, zusätzlich teilweise in abgedichtete Boxen oder Luftbalons, die wiederum mit Plastidip abgedichtet sind. Damit fahre ich mit meinen Autos durch Matsch, Pfützen und auch mal in einen See hinein, ohne Probleme. Und wenn was ist, kann ich das rückstandslos entfernen.


    Beispiel Empfänger


    rc-3.JPGrc-4.JPGrc-5.JPGrc-6.JPGrc-7.JPG

  • Moin,


    falls der ungeschützte Regler doch mal naß wird - ein paar Tage in eine luftdichte Box mit Reis oder Luftentfeuchter bzw. Kieselgel (die kleinen Säckchen, die oft bei Elektronik dabei sind) einsperren. Salzwasser vorher mit Leitungswasser abspülen.

  • Danke liebe Freunde des aktiven Modellbaus für die spontanen Anregungen und Hinweise


    ichversuche mal die Ereknntnisse zusammen zu fassen:


    "Eigentlich sollte Deine Bilge nahezu trocken sein." jahhhh
    siehe dazu der Ursprugstext: "wenn mal ne scharfe Ausweichkurve gefahren werden muss"
    => wir fahren auf einem Kanal mit Berufsschiffahrt da liegt schon mal ein schwer erkennbares Stück Holz flach im Wasser, und >30cm Wellen kommen auch ehe das 20 kg Boot wieder an Land ist
    ==> das motiviert zur Ergänzungsfrage: wie dichtet Ihr Eure Boote ab ???


    => Echtdampf braucht schon ne regelbare Speisepumpe, gelle , und in der Luxusversion hat der Schlepper auch einen regelbaren Löschmonitor, kleiner Spaß für die Zuschauer muss sein :)


    nichtleitendem Klarlack,
    => danke an Holger und Andere mit dem konstruktiven Tip zum "plastdip" und Klarlack


    besonderen Dank an Micha1114 zum Hinweis auf herstellerseitige Maßnahmen, so klar haben (können ??) das andere Hersteller noch nie kommuniziert
    es geht ja nicht um den Regler an sich, sondern um das Schiff und die Hobbystunden wenn der Kahn erst ne Welle abbekommt und dann überraschend vor so einem Schubschiff nicht mehr reagiert weil der Chinamann den Regler doch nicht dichtbekommen hatte.
    => Dein Hinweis klingt nach ner Qualitätslösung


    Gruß Wolfgang

  • Alle unsere Produkte werden hier im Haus von uns gefertigt.
    Keins der Elektronik Produkte die man in unserem Shop finden werden extern gefertigt oder angekauft.
    Deshalb haben wir selbst die volle Kontrolle darüber wie etwas gefertigt wird und mit welchen Komponenten.

    Hallo Michael,


    mal aus Neugierde: Habt Ihr wirklich eine eigene SMD-Linie am Laufen für die PCB?


    Stefan

    Stefan


    Modelle (Auswahl): Fomo Segler Tarana in 1:10, T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: Rocket, RS1 Colin Archer in 1:40

  • Mathias
    Ich habe von BL angefangen weil Wolfgang geschrieben hat das die Schiffsmodellbauer einsame Abnehmer der Bürstenregler sind.
    Das stimmt so nicht. Natürlich gibt es bereiche wo ohne BL quasi nichst mehr gemacht wird. Wenn man z.B. auf Drohnen schaut oder allgemein bei fast allen Flugzeugen.
    Da spielt der viel höhere Leistungsdurchsatz pro Gramm ne riesen Rolle und noch einiges mehr.
    Aber es mehr gibt Bereiche wo die Bürstenantriebe auf Grund ihrer Vorteile bei einigen Disziplinen noch sehr viel benutzt werden.
    Bei Trucks und Baumaschinen Baggern usw.
    Jeder darf dazu seine eigene Meinung haben. Ich will da auch niemanden umstimmen oder überzeugen.
    Ich will auch nicht darüber sprechen was technisch machbar währe und dann zu welchem Preis.


    Es hibt einige Gründe warum ein BL Antrieb empfindlicher ist und ich sag mal leichter kaputt gehen kann.
    Das liegt daran das der Regler wie du schon sagt die Kommutierung übernimmt und daran das ein BL eine Überlastung anders quittiert als ne Bürste.
    Aber du hast Recht wenn du sagts das Thema gehört hier nicht hin. Diskutieren wir ein anderes mal an anderer Stelle wenn das für dich OK ist.


    Alle:
    Wenn ich zum See komme dann sieht man eben jede Menge schöne Modelle bei denen der BL Antrieb einfach nur nervige Pfeif Geräusche macht.
    Da kommt ein Zestörer vorbei und trillert vor sich hin das Hunde abhauen und die Amsel im Baum antwortet.
    Und warum ? Weil ein Verkäufer gesagt hat BL Antriebe sind das beste was man kaufen kann egal wofür und nen Bürstenantrieb benutzt heute niemand mehr.


    Wolfgang
    Ich versuche Teile die Besser kein Wasser ab bekommen sollten so zu verbauen das sie quasi auf Stützen sind. Nicht flach irgendwo drauf.
    Das sorgt dafür das sie nur bei viel Wasser im Modell was abbekommen.
    Bei Reglern schütze ich garnicht gegen Wasser und nutze unsere eigenen.
    Empfänger zerlege ich und behandel sie mit dem gleichen Lack den wir auch auf die Teile für den Verkauf aufbringen.


    Stefan
    Eine eigene SMD Linie ? Klingt ja echt nach Luxus.
    Nunja wir haben nen kleinen Bestückungsautomat für Kleinserien. Und nen Mittelklasse Infrarot SMD Ofen.
    Paste bringen wir von Hand auf per Schablone.
    Und so sieht das Ergebnis aus.
    20 Stück AS12/6RW auf einem Nutzen daneben liegen noch nen Berg davon.

  • Sehr professionell, man könnte meinen Ihr wollt die verkaufen ;)


    Ich habe da mal ne andere Frage.
    Ich habe vor einiger Zeit ein 4Kanal schaltmodul von euch verbaut. Ich habe bei einem Corona Empfänger das Problem, dass der etwas lange benötigt, bis er „gestartet“ ist und ordentliche Impulse rauswirft. Euer Schalter initialisiert sich noch bevor der Empfänger fertig ist. Daher stimmt der erfasste Nullpunkt des 4Kanal Schalters nicht. Könnt Ihr in euren Programmen das Nullpunktabfragen 1 Sec später durchführen. Das wäre für die Coronaempfänger in den Ubooten gut. Da gibt es ja mittlerweile kaum noch Alternative Empfänger.

  • Hallo,


    meine Erfahrung mit nassem Regler habe ich 2019 gemacht.
    Es geht um den


    AS18-100 WK Lipo & 700er



    von Michael (modellbau-regler.de)


    Das ist ein Rennbootregler mit einem 700er Rennbootmotor.
    Verbaut in meiner THUNDER (aus dem Film Thunder inParadise) Basis war eine Scrabac 38.
    Nach einer etwas zu rasanten Kurvenfahrt hat sich das Boot überschlagen und blieb auf dem Rücken liegen.
    Nach kurzer Zeit merkte ich daß sich das Heck absenkte. Durch einen glücklichen Umsatand wirkte der Bug wie
    eine Luftblase und das Boot trieb mit dem Bug aus dem Wasser ragend auf dem See. Ein Kollege schaffte es mit einem
    Schuber meine Thunder zum Ufer zu schieben.
    Hatte dann alles trocken gelegt. Als ich wieder zu Hause war habe ich alle Komponenten ausgebaut.
    Zu meinem Erstaunen funktionierte der Regler danach noch einwandfrei. Der Motor hatte nach einiger Zeit Rostspuren.
    habe dann einen neuen bestellt. Als ich den einbaute, habe ich dennoch den alten Motor auch mal an den Regler
    angeschlossen. Auch der Motor lief noch einwandfrei. Jetzt habe ich einen Ersatzmotor.


    Seit einigen Jahren verwene ich nur noch die Regler von Michael und bin sehr zufrieden damit.
    Und wie man sieht überstehn die auch mal 15 - 20 Minuten unter Wasser.
    DSC03825.jpg
    DSC03830.jpg
    Gruß Kurt

  • Eine eigene SMD Linie ? Klingt ja echt nach Luxus.
    Nunja wir haben nen kleinen Bestückungsautomat für Kleinserien. Und nen Mittelklasse Infrarot SMD Ofen.
    Paste bringen wir von Hand auf per Schablone.

    Ah OK,
    habe mich schon gefragt, wie man eine SMD-Inhouse-Fertigung heute darstellt bei vergleichsweise kleinen Stückzahlen.
    Ich kenne eben nur SMD-Linien mit entsprechendem Durchsatz. Aber mein AG nimmt auch gerne 4-stellige Stückzahlen pro Tag...

    Stefan


    Modelle (Auswahl): Fomo Segler Tarana in 1:10, T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: Rocket, RS1 Colin Archer in 1:40

  • Guido
    Das Thema haben wir hier auch schon mehrfach intern diskutiert.
    Das Problem ist wir haben jetzt schon Kunden die einfach nicht verstehen wollen das die Module diese Eichzeit brauchen.
    Die lassen einfach in der Startzeit nicht die Finger von den Hebeln.
    Deshalb wollen wir nur ungern die Startzeit nach hinten schieben weil wir wissen die jetzt eingestelletn etwa 3 Sekunden passen bei den allermeisten Anlagen.
    Man muß dazu wissen das man so einen Schalter auch ohne die Eichprozedur herstellen kann aslo mit festen Werten. Natürlich geht das.
    ABER dann funktioniert der wieder nicht wenn alte RC-Anlagen verwedet werden weil die unter Umständen mit einem anderen Mittelpunkt Signal arbeiten.


    Es gibt halt auch noch andere Möglichkeiten dein Problem zu beseitigen.
    1. Beste Möglichkeit.
    Stell bei deiner Anlage das Failsave Signal des verwedeten Kanals auf Hebel Mitte. Das ist bei den meisten Anlagen nicht bei jedem Kanal so bei Lieferzustand.
    Das eingestellte Failsave Signal wird auch währen der Bindungszeit ausgegeben weil dann ja keine Verbindung besteht.
    Dann wird sich das Modul immer richtig eichen. Weil dem Modul ist egal ob Signal Mitte kommt wegen dem Failsave oder weil dein Hebel auf Mitte steht wenn schon gebunden ist.
    2. Behelfmöglichkeit.
    Beim Modellstart also wenn der Akku ran kommt.
    Akku nur locker anstecken. Warten bis alles hoch gefahren ist. Dann ganz kurz trennen und wieder anstecken.
    Das bewirkt das der Empfänger sofort wieder bindung hat nachdem die Spannung kurz weck gewesen ist.
    Das 4 Kanal Modul macht aber nen Neustart weil es keine Versorgung hatte für einen Augenblick.
    Und dann eicht es sich richtig weil das Signal vom Empfänger sofort da ist.


    Stefan
    Wir haben Anfangs tatsächlich noch von Hand bestückt und dann in den Ofen. Mit steigendem Absatz und Bekanntheitsgrad war das aber irgendwann undenkbar.
    Das ganze über externe Lohnbestücker zu machen ist auch keine brauchbare Lösung. Das Problem ist das das nicht wirklich günstig ist wenn man nur 200-300 Platinen bestücken lassen will.
    Und wenn man sieht wie viele verschiedene Produkte wir im Shop haben kann man sich denken ???
    Jedes Produkt als 1000er Auflage vor finanzieren ??? Nunja das Geld steht in der Regel nicht zur Verfügung.
    Und schon garnicht wenn man ein Feind von Schulden ist so wie ich einer bin.
    Also haben wir die Kohle zusammen gekratzt und den Automat angeschafft. Finanziell auch keine leichte Hürde die Dinger sind teuer.
    Aber jetzt sind wir so gut aufgestellt das wir auch das doppelte oder dreifache unseres Absatzes liefern könnten.


    UND ........ ???? Und den Punkt finde ich viel wichtiger.
    Auf diese Art und Weise habe ich die volle Kontrolle über die Quallität der Produkte die wir verkaufen.
    Das ist extrem wertvoll. Wenn du den Kram in China fertigen lässt weißt nie so genau welchen unter der Bank zusammen gefegten Dreck die dir auf die Platinen werfen.


    Bestes Beispiel mehrere Bürstenregler Modelle bekannter großer Hersteller. (Möchte hier nicht über andere Schimpfen deshalb kein Name)
    Ausfallquote von 50% weil billig in China gefertigt und nen Aufkleber in Deutschland drauf geklebt.
    Auf so einen Mist hab ich nun garkeine Lust.
    Entweder guten Kram anbieten oder garkeinen.


    Gruß Micha
    Modellbau-Regler-Team

  • Wer einen gut geschützten Regler und Motor will, kann im RC Crawler Bereich schauen. Die Leute dort fahren mit ihren Trucks zum Teil im / unter Wasser und die Elektronik macht das mit. Wer mit der 540/550er Motorgrösse und den typischerweise hohen Drehzahlkonstanten (kv) der Car Motoren leben kann, findet da sicher was brauchbares.


    Ich persönlich finde das hier sehr interessant: https://shop.robitronic.com/de…n-fusion-combo-hw30120400 Das ist ein 540er BLDC Motor mit eingebauten Regler und Sensor. Dabei handelt es sich um ein FOC System. Das heisst der Motor dreht flüsterleise, hat kaum Drehmomentrippel und das maximale Drehmoment steht ab Stillstand bereit. Also kein Vergleich zum sensorless Brushless Gedöns. Dieser Motor lässt sich genau so sanft regeln wie ein klassischer Bürstenmotor. Wie gesagt, die Crawler Jungs fahren damit durch Bäche und tiefe Matschepfützen.


    @micha1114 Einzig deine Aussage, dass man ein Brushless Antrieb systembedingt nicht leise bauen kann hat mit gestört. Beim Rest bin ich genau deiner Meinung.

  • Ah noch was. Es wurde hier schon angetönt, dass die Elektronik versiegelt werden kann. Es gibt hierzu diverse Produkte am Markt. Dazu kann ich sagen, dass das bei richtiger Anwendung sehr gut funktioniert. Mit richtiger Anwendung meine ich hauptsächlich die Reinigung der Elektronik bevor der Lack oder das Harz aufgetragen wird. Ansonsten kann es böse Überraschungen geben weil sich entweder Wasser und Schmutz unter den Schutzfilm verirrt (und da sehr lange bleibt) oder sich der Schutzfilm (z.B. durch Lötrückstände) nicht richtig mit dem PCB verbindet.


    Bei einem Projekt für ein elektronisches Zündsystem für Feuerwerk hatten wir das Problem, dass Wasser unter den Schutzlack floss. Da das Wasser mit Abband vom Feuerwerk (Schwefel) verschmutzt war, hat sich das Kupfer der Leiterplatte schnell verabschiedet. Ähnliches passiert mit Salzwasser.

  • Mathias


    Ok ich korrigiere meine Aussage.
    99% aller BL-Regler und Motore die es für Modellbauer zu kaufen gibt basieren auf dem einfachsten Konzept so einen BL Regler und Motor zu bauen.
    Dabei wird der Motor der keine Sensoren zur Erkennung der Rotorlage und Bewegung eingebaut hat über eine vor gegebenes Drehfeld gestartet quasi an geworfen.
    Wenn dann der Motor dreht wird auf Back Emv Messung umgeschaltet. Heißt der Regler wertet durch die Induktionsspannungen die vom drehenden Motor zurück kommen
    aus wann er im Motor die nächste Spule bestromen muß.
    Das sind dann die Regler und Motore die nur 3 dickere Verbindungen zwischen Motor und Regler haben.


    Der Motor aus dem Link von Mathias ist ein besonderer. Da ist quasi im Motor der Regler mit verbaut. Dazu kommt das im Motor Sensoren verbaut sind wodurch kein Back EMV nötig ist.
    Und dann ist der Motor auch noch Sinus gesteuert und nicht wie normalerweise üblich durch so genannte Block Kommutation.
    Das sorgt dafür das dieses System leise oder auch Geräuschlos ist und sich auch in den unteren Drehzahlen gut regeln lässt.


    Leider erkennt man das ganze auch am Preis also günstig sind solche Systeme nicht.


    Es gibt auch noch so eine Misch Zwischenlösung .....
    Da könnte es theoretisch auch Regler geben die den Motor per Sinus Antreiben und trotzdem über das Back EMV System arbeiten.
    Ich bin nicht sicher ob es solche Typen auch für Modellbau Antriebe gibt weil die nötige steuer Technik und Endstufentechnik wird einiges teurer ausfallen wie bei einem normalen BL Antreib wie wir ihn alle kennen.
    Die dürften dann auch sehr leise sein können aber auch im unteren Drehzahlbereich auch nicht laufen.
    Aber auch so ein System kann nicht wirklich günstig sein (Sinus ist nicht ganz einfach aus Gleichspannung die wir vom Akku haben zu machen das ist kompliziert)
    Eigentlich ist das eher was für die Industrie.


    Also zusammengefasst und meine Aussage berichtigt. Normale BL-Systeme wie wir sie alle kennen können auf Grund der verwendeten Technick nicht wirklich langsam laufen.
    Dabei geht es um die Systeme wo es nur die 3 Leistungskabel zwischen Motor und Regler gibt.
    Das Back EMV System was dabei verwendet wird liefert nicht genug Informationen bei langsamer Drehzahl.
    Dazu kommt das eine wirklich geräuschlose Reglung bei einer die Block Kommutation nicht möglich ist.


    Sooooo ich hoffe das ich jetzt wirklich meine nur zu 99% richtige Aussage korrigieren konnte.
    Und das nicht noch irgendjemand einen Krümel in meiner Aussage findet der nicht zu 100% stimmt.


    Ach wir machen das anders.
    Glaubt mir nicht ich erzähle eh nur Blödsinn. Alles was ich geschrieben habe ist totaler Quatsch.
    So jetzt wird jeder zufrieden sein :):):)


    Mathias ich hoffe du verstehst Spaß.
    Jetzt haben wir beide wirklich alles dazu erklärt was man vielleicht wissen sollte.


    Gruß Micha
    Modellbau-Regler-Team

  • Habe nichts einzuwenden, und das meine ich ernst! ^^


    @micha1114 so eine theoretische misch zwitter lösung - dh sensorless sinus kommutiert, war in den vergangenen Jahren ein stetiger Begleiter auf meinem Schreibtisch. Und ja, das ganze braucht Ressourcen, nicht nur bei der Entwicklung sondern auch im Gerät. Wie reden hier über 32bit MCUs die an 200MHz und mehr laufen.

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