Azimut Atlantic Challenger Aufbau

  • Hallo, ich habe mir, vor ein paar Wochen, einen angefangen Azimut Bausatz zugelegt.
    Ich war schon lange auf der Suche und irgendwie auch nicht. Es gibt so viele tolle Boote und es viel mir immer schwer, eine Entscheidung zu treffen.
    Dazu gibt es auch noch ein paar angefange Projekte, die auf ferigstellung warten.
    Manchmal muss Mann aber auch eine kreative Pause machen und sich einem neuen Projekt widmen.
    Das sollte jetzt die Azimut sein.
    Nach dem das Objekt der Begierde in der Garage lag und ich mich abends ins Forum gelesen habe, musste ich feststellen, dass die originalen Graupner Jets wohl nicht der Burner sind.
    Spätestens jetzt kamen erste Zweifel auf. Die Jets waren verbaut und wirklich viel Geld wollte ich nicht mehr investieren.
    Am nächsten Tag setzte ich das Boot in das Planschbecken meiner Tochter.
    In Windeseile floss das Wasser in den Rumpf und ich musste feststellen, das die Jets und sämtliche Verklebungen an dem Boot so locker waren, das ich alle Teile entfernen könnte.
    Die einzige feste Verklebung an dem Kahn, war die Windschutzscheibe, die auch raus gemusst hätte, weil der Vorbesitzer den Ausschnitt für die Scheibe zu groß gemacht hat.
    Das ging mir dann so auf den Keks, das ich die Scheibe raus getrennt habe.
    Ich glaube somit habe ich jegliche Chance auf einen Weiterverkauf verspielt und muss versuchen das Projekt zu Ende zu bringen.
    Graupner hat sich in der Detailtreue nicht mit Ruhm bekleckert und ich will Mal versuchen es dem Original ähnlich hinzukriegen.
    Leider bin ich da auch kein Künstler.
    Generell habe ich Zweifel an dem Projekt, wenn ich die Tiefziehteile und die Messingstangen für die Rehling usw. sehe.
    Das ist irgendwie nicht so mein Ding.
    Ich habe noch eine Bausatz der Hecht und der Pegasus hier liegen, wo mich die Tiefziehteile auch abgeschreckt haben, sie anzufangen.
    Vielleicht als Rentner mal, mit viel Zeit.


    Die Holzteile die in dem Rumpf geklebt waren, habe ich aus Aluminium beschichteten Kunststoff gefertigt, dies hatte mir der Vorbesitzer empfohlen um mehr Stabilität zu bekommen.
    Die Windschutzscheibe habe ich gestern Mal angefangen und habe das Gefühl, das dies noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird.


    Heute habe ich zwei 39mm tfl Jets bestellt, in der Hoffnung dass die ohne großen Umbau in den Rumpf passen.


    Bei allen was ich hier schreibe, bin ich über Kritik und Anregungen dankbar.
    Ich hoffe dass ihr mich ein bisschen motivieren könnt.


    Warum kann man denn bei den älteren Beiträgen hier im Forum keine Bilder sehen ?


    Ich hänge euch Mal ein paar Bilder dran, damit ihr euch ein Bild von dem Debakel machen könnt.


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  • Interessante Fensterkonstruktion :)


    Wobei gerade die Eckleisten, mit Betonung auf Eck, nicht zur elegant runden Verglasung passen.


    Falls die Originalverglasung (Tiefziehteil) kaputt ist, hätte ich hier von Innen eine Gipsform abgenommen, diese leicht überarbeitet, und mir dann aus 1mm Acrylglas ein neues Teil geformt. (Acrylglas findet man getönt Online im Architekturbedarf).


    Falls Du aber den Aufbau versemmelst, kannst Du auch selber was gestalten. Azimut hatte für die Zeit nach der Rekordfahrt eine elegant gestylte Sportyacht geplant, von der es auch eine offene Variante hätte geben können. Oder man macht es wie ich und baut was ganz Anderes daraus :)

  • Hallo Marcel


    Spannendes Projekt, das du da auf dem Werktisch hast.
    Die Spanten aus Alucobond zu fertigen bringt sicherlich genügend Steifigkeit. Hier gilt jedoch zu beachten, dass der hintere Spant so platziert, resp. geformt wird, dass ein Motoren ein- und ausbau der Jets gegeben ist. Bevor du diesen Spant einklebst, hoffentlich erfolgte dies noch nicht, unbedingt die Jets einbauen und den Motor probehalber anflanschen. Bereits eingeklebte Spanten, gerade aus deinem gewählten Material, lassen sich nur mit viel Aufwand nachbearbeiten.
    Beim vorderen Vollspant würde ich noch einen grosszügigen Ausschnitt einplanen, so dass der Bugbereich ebenfalls zugänglich bleibt. (Mann weiss ja nie...)
    Bei den Spanten die Oberfläche anrauen und mit verdicktem Epoxydharz einharzen, dies sollte eine optimale Verbindung mit der Rumpfschale ergeben.


    viele Grüsse
    Ricco

    Im Dienst
    Smit Rotterdam, Frachter Hammonia, Raketenzerstörer Sovremennyy, Raketenkreuzer Slava, Korvette Braunschweig
    MY Antipodean, MY Obsession, MY Highlander, MY Aurelia, Kaiser K-425, Yacht Supersonic


    Auf der Werft

    Yacht Bilgin 156

  • Hi, danke für den Tip. Ich habe noch nichts verklebt.
    Ich dachte beim befestigen an Sika flex.
    Müsste ich trotzdem den Rumpf nachlaminieren ?


    Zu den Scheiben, meine Lösung ist noch nicht so elegant und eigentlich müssten die breiter und flacher sein.
    Aber das Original hatte auch keine große gebogenen Windschutzscheibe.
    Trotzdem ist die Idee, mit dem Gips, gut.

  • Wirkt spannend, Dein Projekt. :2:
    Gute Variante, mit Sikaflex zu kleben. Ob Du noch mit ner Lage Gewebe den Rumpf verstärken sollst, liegt bei dir. Wenn du aber schon alles so schön zerlegt hast, wäre es natürlich jetzt sehr passend. Ich persönlich finde original auch sehr knapp bemessen. Würde es daher auf jeden Fall nachlaminieren. Wenn so noch etwas Gewicht rein kommt, ist auch kein Schaden. ;)
    Bin gespannt, wie es weiter geht.

  • Gut, dann werde ich noch ein bisschen laminieren.
    Wenn ich Glück habe, ist noch passendes Material im Schrank.


    Das ganze Projekt wird doch eine Menge Arbeit kosten.
    Ich hoffe dass ich das mit den Scheiben noch besser gelöst bekomme.
    Das ist noch nicht optimal.


    Eben habe ich noch ein paar Aussenlaüfer bestellt. Jetzt fehlen noch Regler und Servos.

  • In der Tat, das Motörchen ist echt ein wenig zu klein dimensioniert.
    Ich habe in meiner Obssesion (1.8m, 12kg) 2x den 28mm Kehrer-Jet verbaut.
    Als Motor wählte ich den Leopard 4074 Inrunner
    Den exakten Typ (Kv/rpm) müsst ich nachgucken


    Auf jeden Fall geht die Yacht, befeuert mit 4S, schön ab. Kommt super in Gleitahrt und das mit der Grösse und Gewicht.
    siehe:
    Superyacht Obsession (Ex True Blue)


    Grüsse Ricco

    Im Dienst
    Smit Rotterdam, Frachter Hammonia, Raketenzerstörer Sovremennyy, Raketenkreuzer Slava, Korvette Braunschweig
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    Auf der Werft

    Yacht Bilgin 156

  • Ahoi Marcel,
    deine Idee mit den Kunststoffspannten ist sehr gut. Noch besser wären Ringspanten mit Entlastungsbohrungen, Diese können sehr gut als Durchführungen und Befestigungen für Stromleitungen dienen, bei gleichzeitiger Gewichtsersparnis.
    Bezügl. der Motorisierung, kennst du du diesen Beitrag, dieses Thema und diese Datei schon ?


    M.f.G. Jörg

  • Hallo Marcel,
    hier mal eine kleine Hilfestellung zur Motorwahl bei maßstäblicher Motorisierung:
    AAC mit 30mm Impellersteigung.png
    mit 35er Jet und einer Impellersteigung von 30 mm.


    AAC mit 52mm Impellersteigung.png
    Und hier mit 35er Jet und einer Impellersteigung von 52 mm.


    An diesen beiden Berechnungen sieht man sehr schön, welchen Einfluß die Impellersteigung auf die Motorwahl hat.


    ==> Vor der Motorwahl sollten die Impellersteigung und die Motorspannung bekannt sein.


    Unten rechts ergeben sich dann die spezif. Drehzahlen und der Gesamtstrom beider Motoren.


    Den Download zur Antriebsdimensionierung gibt es hier.
    M.f.G. Jörg :wink:

  • hobbyking.com/de_de/turnigy-3648-brushless-motor-1450kv.html

    Ein Motor mit einem Leerlaufstrom von 4,6 A an 11,1 V ?
    ==> Verlustleistung im Leerlauf von 51 W an 11,1 V :kratz:
    ==> Verlustleistung im Leerlauf von 110 W an 24 V :sh:
    Das wäre mir entschieden zu viel. :no1:


    M.f.G. Jörg

  • Ohje, so viele nützliche Tipps und Hinweise.
    Das mit den Ringspanten inklusive Kabeldurchführung ist spitze.
    Da merkt man die Erfahrung. Eigentlich total logisch und beim Kabel verlegen, wäre ich dann wahrscheinlich selbst darauf gekommen.


    Ich habe die 39mm TFL Jets bestellt.
    Bei dem Motor habe ich mir helfen lassen, weil ich überhaupt keine Ahnung habe. Zur Not könnte ich doch auf 5s gehen.
    Oder ?

  • Bei brushless Motoren braucht es zwingend einen Regler pro Motor.


    Wenn du mit der Spannung rauf gehst, drückst du mehr Leistung durch den Motor aber das verbessert den schlechten Wirkungsgrad nicht - im Gegenteil - das beschleunigt nur den Hitzetod des Motors.


    Der kv Wert mag wohl zu deiner Stromversorgung passen, sagt jedoch überhaupt nichts darüber aus, ob der Moror die benötigte Dauerleistung liefern und die Verlustleistung bewältigen kann.


    Du hast ja schon viele wervolle und konkrete Tips bekommen. Führe dir das in Ruhe zu Gemüte. Es wird sich lohnen….


    Gruss Mathias

  • Ein Motor mit einem Leerlaufstrom von 4,6 A an 11,1 V ?==> Verlustleistung im Leerlauf von 51 W an 11,1 V :kratz:
    ==> Verlustleistung im Leerlauf von 110 W an 24 V :sh:
    Das wäre mir entschieden zu viel. :no1:


    M.f.G. Jörg

    Die Vermustleistung ist nicht zwingend proportional zur Spannung. Aber da spielt hier keine Rolle mehr weil dieser Motor etwa den gleichen Wirkungsgrad hat wie eine Glühbirne.


    Deine Antriebskalkulation kannte ich noch gar nicht. Sehr interessant! :thumbup:

  • Tfl hat den Jet mit mit zwei Motoren zur Auswahl.
    Das eine wäre dieser hier.
    TFL SSS 4074-1400KV / über 2800Watt


    Highlights:


    • Drehzahl 1400U/min/V
    • Maximalleistung über 2800W
    • Maximalstrom bis 96A
    • Spannungsbereich bis 27V
    • max RPB 60.000
    • Gehäuselänge 74mm
    • Durchmesser 40mm
    • Lochabstand 4 x 25mm für M3 Gewinde
    • Wellendurchmesser 5,0mm (Welle mit Phase)
    • Gewicht 370g


    • Optional Wasserkühlmantel erhältlich

    Leider finde ich nirgends die impellersteigung um das Programm nutzen zu können.



    Der Gedanke bei dem aussenlaüfer war das er Bauart bedingt, unter Volllast,weniger Strom braucht als der innenläufer.

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