Fusion360 - Was ist die richtige "Strategie" für eine saubere Konstruktion

  • Hallo zusammen,


    wie der Titel schon verrät, suche ich den richtigen Weg um Fusion360 optimaler zu nutzen. Im Web finden sich zwar viele Tutorials zu Fusion360, die immer einzelne Themenschwerpunkte zum Erstellen von Skizzen, Körpern, Konstruktionen usw. behandeln. Das eigentliche Erstellen klappt bei mir auch recht gut.

    Mir fehlen aber scheinbar Grundlagen zur eigentlichen Anlage/Struktur der Projekte. Z.B. kommt es immer wieder vor, dass ich ein Bauteil (Körper) im Schiffsentwurf positioniere und etwas später merke, dass ich das Bauteil doch nochmal anpassen muss. Und, schon geht es los, entweder zerschieße ich mir das Bauteil, wenn ich die Skizze(n) anpasse oder die ganze Positionierung ist irgendwie hin. Änderungen landen oft aber nicht immer im Schiffsentwurf. Zudem verwirrt es mich, dass ich für ein Bauteil eine ständig steigende Anzahl von Skizzen habe, was die Übersicht nicht gerade steigert...

    Daher nehme ich an, dass ich das Zusammenspiel von Skizzen, Körpern, Konstruktionen, Zeichnungs- u. Versatzebenen usw. nicht wirklich kapiert habe. Hat hier vielleicht jemand mal einen Link auf ein entsprechendes Tutorial, gern auch ganz Oldschool zum Lesen?


    Gruß Jürgen

  • Hallo,

    merkwürdig dass noch keine Antworten zu dieser Frage gekommen sind.

    Hier gibt es doch bestimmt einige Fusion360-Experten. :)

    Aber gut, will ich mal meine Erfahrungen zu diesem Thema schildern:

    Ich stand vor einiger Zeit vor dem gleichen Problem und konnte es für mich einigermaßen praktikabel lösen.

    Die Lösung liegt in der Organisation bzw Struktur der Konstruktion.

    Wenn es möglich ist, sollte man versuchen, die ganze Konstruktion (z.B. ein Schiff oder in meinem einfachen Beispiel, ein LED-Scheinwerfer) in Einzelteile, den sog. "Komponenten" zu gliedern.

    Meine Vorgehensweise:

    Zeichnung gleich nach dem Neuanlegen unter eine passenden Namen speichern und danach das erste Einzelteil mit "Erstellen->Neue Komponente" anlegen.

    In dieser Komponente werden alle Skizzen, Körper, Abhängigkeiten usw. angelegt und verwaltet wie in einen eigenen Teil.

    Beim nächsten zu erstellenden Einzelteil wechselt man zurück auf den übergeordneten Hautpunkt und wählt erneut "Erstellen->Neue Komponente".

    Wenn man das schön konsequent einhält und den Komponenten sinnvolle Namen gibt, bekommt man eine recht übersichtliche Struktur in die Konstruktion und kann die Einzelteile (= Komponenten) gut ändern ohne sich die ganze "Zeichnung zu zerschiessen".

    Das gezeigte Beispiel eines LED-Scheinwerfers ist noch nicht optimal, hat aber schon zwei Komponenten die einzeln gut editierbar sind und beliebig platziert oder positioniert werden können.


    Die einzelnen Komponenten werden in der Browser-Ansicht (links oben im Bild) und in der Zeitleiste (unten links) farblich markiert (lila bzw rosa).

    Dadurch kann man schnell die dazugehörigen Skizzen oder Konstruktionsschritte erkennen.


    Alternativ könnte man auch alles einzeln zeichnen und in eine Gesamtzeichnung einfügen aber das ist bei der Hobby-Lizenz von Fusion360 wegen den max. 10 beschreibbaren Zeichnungen keine sinnvolle Option.


    Vielleicht hilft das etwas ...


    F360-Screenshot 2021-10-02 104140.jpg


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    danke dir für die schnelle Antwort. Bin zwischenzeitlich auf das Tutorial von dem Kollegen hier gestoßen. Dort wird die von dir beschriebene Vorgehensweise als "Rule number one" benannt...


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    Gruß Jürgen

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