Segelwinde abgeraucht -- warum?

  • Moinsen ,



    gestern ist mir urplötzlich beim Segeln die Winde abgeraucht...dabei war die erst knapp 2 Monate alt . Es handelt sich um eine Krick - Winde mit folgenden Daten :



    Windforce 1006MG Segelwinde

    Segelwinde in der Standard-Servogröße für Segelyachten. Ein besonderes Merkmal der Windforce Segelwinden Serie ist die gekapselte Windentrommel. Bei dieser Version der Windforce Segelwinde dreht die Trommel ca. 5,5 - 6 Umdrehungen bei maximalem Knüppelausschlag.



    Ausstattungsmerkmale

    * Metallgetriebe

    * Kugelgelagert



    Technische Daten

    Länge ca. 40,5 mm

    Breite ca. 20,2 mm

    Höhe ca. 38 mm



    Wickel-Durchmesser ca. 24,5 mm

    Schotlänge pro Umdrehung ca. 75 mm

    Anzahl der Umdrehungen ca. 5,5 - 6

    Stellkraft 105 Ncm bei 6 V

    Geschwindigkeit 0,9s/360° bei 6 V

    Betriebsspannung 4,8 V - 6 V

    Leerlaufstrom 110 - 120 mA

    Betriebsstrom 300 - 350 mA

    Blockierstrom 0,9 - 1,05 A

    Verzahnung 25T

    Anschlußkabel JR/Universal ca. 265 mm lang

    Gewicht 55 g



    Und gestern war ja nicht mal sooo viel Wind . Angeschlossen wurde ein 6 V 3000 mAh Pack NimH ( sonst klemm ich ein 4,8 2000er Pack an .



    Frage ...hat jetzt das Akkupack meine Winde gebraten oder was anderes ?



    Frage 2 , bevor ich mir gleich eine neue kaufe : vorgeschrieben ist eine Krick Windforce 1406 MG digital ....MUSS ich die nehmen oder reicht auch eine wie ich sie verbaut habe ( und wohl einfach Pech hatte ) ?



    Danke im voraus

  • Moin Michael,


    tja, man weiß es nicht.....gibt mehrere Möglichkeiten:


    -Die Segelfläche deines Modells erzeugt so große Kräfte, dass tatsächlich die 1406MG erforderlich ist (die hat deutlich höhere Stellkräfte).

    -Wenn du den 6V Akku (Leerlaufspannung dann wohl eher so 7V) direkt an der Winde hattest, also ohne BEC, könnte das zu viel gewesen sein.

    -Das Superfeature "gekapselte Trommel" hat der Winde das Genick gebrochen. Wenn du fierst ohne dass das Segel die Schot auch von der Trommel abzieht kann es in der Kapselung zu Durcheinander kommen. Dann blockiert das vertüddelte Seil die Trommel und die Winde brennt durch. Es gibt hier Superexperten, die immer und in jeder Situation genau zu wissen scheinen wieviel Schot sie freigeben müssen damit das nicht passiert.


    Ich kann das nicht, deshalb habe ich für meine Tarana Umlaufschoten gebastelt . Da gibt es dann kein Kuddelmuddel mit vertüddelten Schoten.

    Aber das ist ja jetzt nicht der Punkt.


    Würde mich freuen, wenn ich bei der Fehlersuche wenigstens etwas helfen konnte!


    Viele Grüße


    Martin

  • Moin Micha,


    also diese Winde ist auch mein Standard, ich habe davon 4 Stück im Einsatz.

    Und bei Tarana und Seeadler wird sie höher belastet als bei der Ariadne.

    Bisher keine Probleme.


    6V ist gut.

    Hast du mal die Spannung geprüft, wenn der Akku vollgeladen ist?

    Wenn er dann Richtung 7V geht, könnte das vielleicht die Ursache sein.

    Ich verwende immer ein BEC und nehme Lipos 2S oder 3S.


  • kurze Rückfrage:

    Ist das eine analoge Segelwinde an einem digitalen Empfänger ( 2G4 )


    dann könnte es auch sein das die Framerate zu gering ist.

    Manche Servos zeigen das mit Zittern oder Brummen, manche machen dies unhörbar und quittieren den Dienst mit Rauchzeichen.


    siehe z.B. auch dies hier


    Wenn die Winde davon betroffen ist könnte das mit 4,8V noch gutgehen, bei 6V sind die Stellgeschwingigkeiten höher was natürlich auch einen höheren "Stromverbrauch" und damit Erwärmung nach sich zieht...


    Ist nur ein Schuss ins blaue, die geringe Betriebszeit der Winde deutet aber auf ein solches Problem hin..

    Ralf

  • Hallo Michael,

    Du erwartest eine Ferndiagnose, wohl wissend, daß man eigentlich messen müßte um verläßliche Aussagen zu treffen. Eines ist jedoch sicher, wenn wie Du schreibst, die Winde „abgeraucht“, d. h. verbrannt ist, daß der Betriebsstrom für die Winde zu hoch war. Verbrennen kann in der Winde, einem Servo ohne Endanschlag, die Servoelektronik oder/und die Motorwicklungen, möglicherweise öffnen sich auch die Lötstellen am Kollektor. Einzige Ursache ist hierbei immer ein zu hoher Betriebsstrom. Der Strom ist dann zu hoch wenn die Betriebsspannung überschritte wird, die Winde zu hoch belastet wird, möglicherweise ungeeignet ist, weil eine digitale Winde an einem analogen Anschluß gelegt wurde oder eben auch umgekehrt.Vor einer Neubeschaffung solltest Du alle Einstellungen für Empfänger und Winde kontrollieren (Betriebsanleitungen) und sicherstellen, daß die neue Winde zu Deiner Anlage kompatibel ist.

  • Ich möchte mich bei euch allen für eure Hilfe bedanken !


    Tatsache ist , mein " fetter " Akku hat die Winde gebraten . Ich Elektro - Noob bin davon ausgegangen das mein 6 ! V Akku ohne BEC betrieben werden kann . Pustekuchen . Ich werde mir gleich mal so ein Teil neben neuer Winde besorgen . Demnächst sollen ja 3 Winden + Ruderservo betrieben werden , dafür war der grössere Akku gedacht

  • Hallo Leute,

    ich verwende natürlich auch die Winden von Krick. Bevorzuge aber grundsätzlich die 1406, da aus den mir bekannten Erfahrungen die 1006 doch viel schneller an Ihre Leistungsgrenze kommt. Bei der 1406 ist mir bisher noch nichts passiert. In meinem Folkeboot habe ich drei ohne BEC verbaut und mit 6 Volt keine Probleme auch nicht bei frisch geladenem Akku. Auch bei meinen Kunden habe ich einige im Einsatz und keine Probleme.

  • Ein 6 Volt Akku hat eine Spannung bei vollgeladenen Zustand von 7,2 Volt.

    Das war wohl deren Tot.

    Wenn du noch 5 Volt Regler brauchst melde dich.

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