Kaiser K-4.5 Classic mein erstes Holzboot

  • Hallo zusammen,


    ich möchte hier über mein neues Projekt berichten.

    Mein letztes war ein MB Arocs Abrollkipper mit Hydraulik, ich bin halt in zwei Welten unterwegs.


    Mein erstes Holzboot? ... hm, ja und nein.

    Vor einigen Jahren hatte ich eine BB von Kuhlmann gekauft die ich nie komplett geliefert bekommen habe.

    Das Deck fehlte komplett und sollte nachgeliefert werden, ist nie passiert.

    Aber das ist ein anderes Thema, zurück zur Kaiser.

    Sie ist also eigentlich das zweite Boot das ich gekauft habe aber das erste das ich bauen werde.

    Ich denke durch die Laserteile und andere Bauart des Rumpfgerüst ist es für ein "Erstlingswerk" besser geeignet, oder auch nicht. ;)

    Ich hatte beruflich die ganze Woche im Bereich Allgäu, Schwarzwald, Bodensee und Schweiz zu tun und mir gedacht das ich Freitags nach dem letzten Termin nicht gleich nach Hause fahre sondern die Messe in Friedrichshafen besuche.

    Nach Hause kann ich noch in der Nacht fahren, Straßen eh leerer, dauern die Strecke ja nicht so lange. :)


    Wie angekündigt wollte ich mir mal die Modelle der Miniwerft in echt anschauen und bin in die "Fänge" von Gernot geraten ;)

    Sah schon :co: aus was da am Stand war :w1:

    Das Angebot das Gernot gemacht hatte zwang mich vor die Tür und mit mir in Gericht zu gehen.

    Ich hatte ein Haus gekauft und sehr viel Geld in die Umbauten gesteckt.

    Tja... das Angebot war so gut das ich... wie soll es anders sein :wfe:

    Das ist die Ausbeute der Messe.

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  • in den letzten Tagen habe ich dann abends ein paar Stunden an dem Schiff gebaut.

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    Soweit ging das recht schnell mit der Anleitung in "Lego" Stiel.


    Danach wurde das hintere Deck aufgeklebt

    Erst ausrichten.

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    Und sicher gehen das es überall fest aufliegt.

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    Dann habe ich, wie Gernot es empfohlen hat mit Sekundenkleber alles verklebt.


    Egal was ich schreibe zu dem Modell bzw. Anleitung ist absolut nicht negativ gemeint, ich sehe das ganze mit der Brille des Anfänger.

    Das eine oder andere ist für erfahrene Leute im Holzboot Bau einfach und Logisch, Gernot ist ebenfalls erfahren und sieht das sicher als "weiß man doch" an.

    Fangen wir mal mit dem Kleber an, ich denke da ist ein versehen passiert oder ich erkenne es nicht.

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    Ich habe diesen Kleber bis jetzt nicht gekannt, es sollten zwei Dünnflüssige sein und ein mittlerer von der Viskosität.

    Der letztere für die kleinen Kügelchen um die Welle abzudichten.

    Wenn ich das richtig sehe sind die doch alle drei gleich von der Viskosität?


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    Deck und Halter für die Magnete sind verklebt.


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    Dieser Abschnitt hat mich vor die erste Probe gestellt, immer was Rot ist wird als nächstes gebaut.

    Hat etwas gedauert bis ich erkannt habe das es aus drei Teilen besteht.

    Da wäre mein Wunsch hier und da doch den einen oder anderen Satz mit zu den Bildern zu schreiben.

    Gernot hat mir gesagt das eine Woche später in einer Modellbau Zeitschrift ein Baubericht erscheint, natürlich gekauft und mehrfach durchgelesen bevor ich begonnen habe.

    Auch den Baubericht im Support Forum von Miniwerft mehrfach gelesen.


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    Um so wenig Fehler wie möglich zu machen fixiere ich erst alles in der richtigen Position und verklebe dann.

  • Gestern, Sonntag, habe ich dann das "Gerüst" des Bootes mit Miposeal eingestrichen.

    Dann noch den Bootsständer zusammengebaut...

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    ... und den Deckel für den Motorraum.

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    Den Rahmen nach Anleitung zusammengebaut, hier wäre ein Hinweis auf die Punkte an den Teilen gut.

    Auf den Bildern ist es nicht zu erkennen, nur an den teilen fällt es auf, jetzt weiß ich es aber vielleicht kauft wieder einer so ein Modell der noch keine Erfahrung mit Miniwerft hat.

    Das Prinzip ist super, nur ein Satz in der Anleitung fehlt da noch. :)

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    Nach dem Ausrichten des Deckel fixiert und von innen verklebt, ganz wenig Activator drauf und fertig.

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    Noch die Halter für die Magnete einkleben und Feierabend für Sonntag.

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    Nach einer Nacht im Heizungskeller war das Holz durchgetrocknet so das ich mich an das gemacht was ich am meisten gefürchtet habe.

    Der Rumpfboden.

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    Weder in der Bauanleitung noch im Baubericht ist so wirklich zu erkennen wo hinten angelegt werden muss.

    Die Strebe am Heck muss ja noch geschlafen werden somit war die Frage welche Ecke der Strebe darf noch rausschauen.

    Also habe ich das Dreieck und das Bodenteil mit dem Loch für das Ruder nur aufgelegt und ausgerichtet.

    So habe ich mich an den Teilen mit der Position orientiert.

    Begonnen mit dem Verkleben habe ich an dem Spant bei der Spitze des Dreieckteils.

    Dann Richtung Bug, nur den vordersten noch nicht, und zum Schluss am Heck wo die kleine Haltezwinge war.


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    Soweit sah es ganz gut aus, habe mir auch zeit gelassen und mehrfach die Positionen geprüft.

    20211213_220320.jpg


    Teile zur Hilfe der Position wieder raus und die Kante verklebt.


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    Dann den letzten Spannt im Bug mit dem Boden verklebt, Mittschiffs passt es immer noch gut.


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    Tja.. beim zusammenkleben der Bugspitze war es dann soweit, ein Spalt. :sh:

    Mist, trotz aller Vorsicht ist da dann doch noch was schief gegangen.

    Von innen habe ich Krepp eingeklebt, von aussen dann diese kleinen Kügelchen in den Spalt und Kleber drauf.

  • Hallo Markus,


    vielen Dank, spaß macht es sehr auch wenn es als Erstlingswerk einerseits vom Rumpf einfacher zu bauen ist als die Klassische Bauart.

    Trotzdem ist es durch die einfach gehaltene Bauanleitung, mangels meiner Erfahrung, eine kleine Herausforderungen.


    Heute habe ich die Laufschienen angebracht, dabei war ich etwas irritiert wie es am Bug gehandhabt werden soll.

    Im Baubericht der Miniwerft wird geschrieben das angeschliffen werden soll um die Spitzen unter den Boden zu schieben.

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    Ich habe dann die Schienenspitzen, Bild vergessen, am Boden verklebt.

    Nicht Seitlich sonder auf der Kante des Bodens, ich hoffe das war richtig so.


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    Die Feile steht schräg, ich weiß, es geht um das obere Deck an dem die Feile angelehnt ist.

    Muss die Kante schräg gefeilt werden?

    Zweite Frage, wie verklebe ich den Heckspiegel am besten, erst an einer Kante beginnen oder von der Mitte nach Außen?.

    Laut Bauanleitung soll das Ruder vor dem Heckspiegel eingebaut werden, wäre es nicht besser das Ruder nach dem Schleifen zu verbauen?


    Als Antrieb war aus Budgetgründen kein Jet drin, Gernot meinte das Boot würde mit Welle und einem einfachen Antrieb gut fahren.

    Zu hohe Geschwindigkeiten wären nicht realistisch, das war schon mal gut, wenn ich noch einen einfachen Motor in der Bastelkiste hätte sollte ich den nehmen.

    Das war eine Aussage die meinem Budget sehr entgegen kommt. :)

    Ich habe noch einen Graupner Speed 700 Turbo, den hatte ich im Auge für das Boot.

    Die Motorwelle passt in die Antriebswelle die ich mit dem Boot gekauft habe.

    Weiß nur noch nicht wie ich ihn befestige.

  • Hallo Nelson,

    die Stufe klebt man stumpf gegen den Rumpfboden, also nicht darunter schieben. Hast du die Stufe auf ganzer Länge unter den Rumpfboden geschoben oder nur vorn? Vorn ist das schon richtig, wie du es gemacht hast.


    Am Heck würde ich den Rumpfboden, Spanten und Deck der Kontur entsprechend anschleifen, bevor du den Spiegel anbringst.


    Den Ruderkoker würde ich so spät wie möglich einbauen. Nach dem Schleifen.

    Du kannst jetzt im Rumpf natürlich alles für den Einbau des Kokers vorbereiten solange du gut dran kommst.


    Meine hat übrigens auch einen Wellenantrieb. Fährt prima.


    Grüße

  • Moin Nelson


    Mit der Bauanleitung ( K500, K 4.5) hatte ich auch meinen Zorn.

    Ja, übersichtlich ist sie, aber an einigen Stellen einen erklärenden Hinweis habe ich mir auch gewünscht. :kratz:

    Deinen Weg- zusammenstecken, fixieren, anpassen und dann erst verleimen- habe ich auch gewählt. Das dauert vielleicht etwas länger, lohnt sich aber.

    Außerdem, der Weg ist ja das Ziel. :)

    Zum Sekundekleber: Ich würde dir empfehlen, noch einen dickflüssigen dazu zubestellen.

    Das macht sich an einigen Stellen wirkllich besser. Gerade meim Verlegen des Furniers hilft der dickere Klebstoff wirklich.

    Du kannst so einen Punkt fixieren und das Teil ausrichten. Wenn alles passt, dann mit dem dünnflüssigen verleimen. Der kriecht dann überall drunter.
    V. G.

  • Ja das stimmt wohl mit den Anleitungen. Sie sind sicher nicht auf dem Niveau ehemaliger Graupner Bausätze, aber wenn man sich etwas in die Konstruktion reindenkt, klappt das schon. Es bleibt eben Modellbau, ist doch schön.

    Bzgl Sekundenkleber: ich weiß, da gibt es tausend Meinungen aber ich baue meine Holzmodelle ausschließlich mit dem billigen Sekundenkleber von Tedi zum Preis von 1 Euro für 10 Tuben. Hier und da ein paar Microballons dazu und natürlich Aktivator.

    Gerade beim Deck mag ich den dünnflüssigen lieber. Die Leiste trocken ausrichten und von oben einen Tropfen Sekundenkleber drauf geben. Den zieht es durch die Kapillarwirkung in die Fuge. Aktiviator drauf, fertig.


    Grüße

  • Hallo ihr zwei,


    da bin ich ja mal erleichtert das es nicht nur mir Anfänger so geht mit der Anleitung. :)


    Mit dem Stabdeck war ich noch am überlegen ein, zwei tropfen unter das Bauteil und dann von der Seite mit dünnen Kleber oder nur von der Seite Kleber drunter laufen zu lassen, mal sehen.


    Allerdings so als Anfänger im Holzboot Bereich baut man doch den einen oder anderen Mist.

    Da habe ich mit dem Heckspiegel auch angehalten, ausgerichtet, wieder ausgerichtet, nochmal geprüft, Verklebt.

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    Naja sieht doch garnicht so schlecht aus ;) dann von hinten geschaut :sh:

    Doch wieder Mist gemacht.

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    Die sollten innen sein, ich wollte sie ohne Badeplattform bauen. ;(

    Beim Rumpf habe ich mit einem sehr feuchten Lappen im Heckbereich gearbeitet, wie es Miniwerft empfiehlt.

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    leider doch Risse, ich hoffe das die nach dem Miposeal und schleifen nicht mehr so ins Auge fallen.

    Auf jedenfalls ist die Seite erstmal dran, jetzt werde ich wohl mal schleifen und die "Nase" polieren.

  • Zu deinem Riss in der Bordwand:


    Die bestehende Faser mit einem spitzen Gegenstand vorsichtig andrücken und mit Sekundenkleber fixieren.

    Danach diese Seite der Bordwand mit dünnem Harz 1- 2 Mal einstreichen. Dann gehst du sicher, dass keine weiteren Risse entstehen, wenn das Boot von dieser Seite beim Bauen oder Anpassen mal Druck bekommt.


    Etwas größere Fehlstellen:

    Mit Schleifstaub auffüllen und danach mit Sekundenkleber ausgießen. Wiederholen bis der Spalt gefüllt ist.

  • Das sind leider die Stellen an denen die Bordwand gerne reißt. Ich bin nicht sicher, ob die aktuelle Anleitung noch empfiehlt die Bordwände vor dem Verkleben schon mal mit Miposeal zu bestreichen. Ich würde das im Heckbereich nicht mehr empfehlen. Das Holz wird zu wenig flexibel, selbst wenn du es wässerst. Dann entstehen die Risse an genau dieser Stelle. Vielleicht auch ein Grund warum man kaum Kaiser 4.5 mit Bordwänden in Sichtholz sieht 😎

  • Guten Morgen,


    Danke euch für die Tipps 😀 das sind gute Ratschläge die das legen des Decks vereinfachen.


    Na da bin ich mal beruhigt das es nicht ganz an meiner mangelnden Erfahrung liegt mit den Rissen.

    Dachte schon ich bin zu blöd dazu.😉


    @ Markus, ich habe die Forumssuche mehrfach benutzt aber deinen Baubericht nicht gefunden.

    Zumindest kann ich mich nicht an die Bilder erinnern, ich hatte versucht soviel Infos zu finden wie nur möglich um so wenig Fehler wie möglich zu machen.


  • Ich habe nicht wirklich über den Bau berichtet. Erst als ich bereits beim Finish war habe ich ein paar Bilder gepostet.


    Ich habe die Vorgängerversion gebaut. Da war die Decksöffnung sowie die Badeplattform noch anders ausgeführt. Also nicht wundern.

  • Ich muss mich doch wundern über den Bau, vor vielen Jahren habe ich mal die k-425 gebaut, da hat Alles gepasst, obwohl ich mich manchmal gewundert habe, ob, aber es hat alles super gepasst.


    Auch hatte ich bisher keinerlei Stellen die aufgegangen sind, o.ä. , und das seit vielen Jahren und ich fahre damit überall von Sylt bis Venedig, nehme das Schiff in jedem Urlaub mit.

  • Hi Nina,


    die beiden Boote sind vom Bau der Seitenwände nicht zu vergleichen.

    Der Heckeinzug der Seitenwand bei der 4.5 alte oder neue Version ist

    viel stärker als bei der 425 und die Höhe der Seitenwand ist min doppelt

    so hoch wie bei der 425.


    Grüße

  • Richtig, die 425 hat eigentlich gar keinen Einzug. Sie hat hinten senkrechte Bordwände.

    Es hat ja auch keiner behauptet, dass nichts passt, wir waren uns nur einig, dass das Anbringen der Bordwand der 4.5 hinten etwas Geschick erfordert.

    Ansonsten ein prima Modell und Bausatz.

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