Unbekanntes Modell

  • Hallo Markus

    Von der Länge 1m und der Rumpfform her dürfte dies eine Admiral 1 von der Fa. Engel sein. Die Aufbauten sehen aber eher nach Eigenbau aus.

    Gruss aus Basel

    Peter


    So ich nochmal: Korrektur Das ist die Vedette mit ca 83 cm Länge ebenfalls von Engel vertrieben, Jedoch von DMI in Dänemark hergestellt.

    pasted-from-clipboard.png

  • Hallo Peter,

    die Admiral ist es tatsächlich nicht, aber Du hattest mich auf die richtige Spur für die weitere Recherche gebracht. Meine Beschreibung war etwas dürftig und die Bilder (die nicht ich gemacht hatte) waren nicht so toll. Du hast Recht mit der Vedette, wobei mein Modell (eher Wrack) eine Länge von ca. 72 cm hat.

    Vielen Dank für Deine guten Tipps, nun muss ich nur noch überlegen, ob ich Amateur das gute Stück wieder fahrbereit machen kann.


    Gruß aus Berlin

    Markus

  • Moin Markus,


    die VEDETTE war und ist ein Modell mit nicht all zu großen Schwierigkeiten.

    Da bin ich überzeugt, das Du das schaffst.


    Hilfe aus dem Forum ist Dir sicher und ich mache dieser Tage noch ein paar Bilder von meinem (restaurierten) Exemplar.


    Gruß Gerrit

  • Moin Gerrit,


    sehr nett von Dir, dass Du mir Mut machst. Der Rumpf hat mehrere Risse an den Seiten, einer ist ca. 20 cm lang, auch an der Unterseite gibt es kleine Risse. Laut eines Verkäufers aus einem Modellbaugeschäft soll dafür ein 2-Komponenten-Spachtel geeignet sein, damit habe ich noch nie gearbeitet.

    Auch mit den richtigen Farben/ Lacken kenne ich mich nicht aus, auch nicht mit deren Verarbeitung. Ich werde wohl noch viel dazu lesen müssen ;)


    Gruß Markus

  • Hallo Markus,


    das mit dem Spachtel würde ich an Deiner Stelle lieber lassen.

    Die Beplankung der VEDETTE ist aus einfachen Holzbrettchen gefertigt, die unter Einwirkung von Wasser immer wieder reissen werden.

    Für ein Fahrmodell hilft da leider nur eines:

    Den kompletten Rumpf (vom Kiel bis hinauf zum Deck) mit einer Lage GfK zu überziehen.

    Vorher solltest Du allerdings klären, ob die alte Wellenanlage drin bleiben soll (nur wenn rostfrei, leichtgängig und wenig Spiel an den Lagern), oder ob sie einem Neuteil weichen soll.


    Nun wieder zurück zum Rumpfüberzug:

    Hört sich hochtrabend an, ist aber nicht schwer:

    Beim großen C (oder anderswo) gibt es Epoxydharz und Härter zu kaufen (im Zweifelsfall lieber die Version, die länger zu verarbeiten ist) und ein Glasgewebe ( Webart Köper ,160 g / m² schwer, das Paket enthält 1 m² und damit mehr als genug für Deinen Rumpf).

    Der Rumpf ist natürlich vorzubereiten, also anzuschleifen (wenn Lack absolut fest sitzt, dann muss er nicht herunter geschliffen werden).

    Mattenstücke grob mit einer scharfen Schere zuschneiden (auch Köper geht nicht um scharfe Ecken wie z.B. den Stoß von Bodenplanke zur Seitenplanke "herumzubiegen", also brauchts da zwei Stücke.


    Die grob zugeschnittenen Matten auf die Briefwaage legen und Gewicht aufschreiben.


    Dieses Gewicht (plus ggf. 10% Zuschlag) ist nun das was Du als Summe von Harz und Härter benötigst (bitte genau in dem Verhältnis anmischen, was der Hersteller vorgibt), um den Überzug anzufertigen.

    Diese Mischung ( oder zunächst die Hälfte Harz und Härter) anrühren und mit einem einfachen Borstenpinsel (so 2 - 3 cm breit) den Bereich eines Mattenstückes auf dem Rumpf einpinseln.

    Mattenstück auflegen und mit dem Pinsel in das Harz eintupfen. Notfalls etwas Harz zugeben bis das Gewebe blasenfrei aufliegt und gleichmäßig durchtränkt ist (also glasklar aussieht) aber die Fadenstrukturen in der Lichtreflektion gerade noch erkennbar sind (also nicht noch eine dicke Harzschicht darüber liegt).

    An scharfen Kanten die Matte einfach übestehen lassen, an Rundungen oder wenn es Beulen wirft einschneiden und antupfen.

    So lange weiterarbeiten wie es die Tropfzeit zulässt (also das Harz nicht schon am Pinsel andickt) oder Deine angerührte Harzmenge verbraucht ist.

    Achtung: für den nächsten Ansatz sowohl einen neuen Becher als auch einen neuen Pinsel nehmen.

    Mit ein wenig Übung gelingt das ganz gut.


    Damit sind sicher alle Klarheiten beseitigt und nun zeige ich noch ein paar Bildchen von meinem Exemplar:


    _ved_bb_IMGP4419.jpg

    Backbordseite


    _ved_c_stb_IMGP4420.jpg

    Steuerbordseite


    _ved_r_aufbau_IMGP4416.jpg

    Aufbau mit Mast


    _ved_t_deck_achtern_IMGP4417.jpg

    Achterdeck


    _ved_x_innenIMGP4418.jpg

    Innenleben epochal bis auf die Wellenkupplung korrekt mit Nautocraft und Kinematic


    IMGP2511.jpg

    und noch ein unberührter Baukasten mit Beschlagsatz, die einfachen Abachi Brettchen für die Beplankung sind gut zu erkennen.


    Damit genug für heute


    Gruß Gerrit

  • Hallo Markus

    Das was Dir Gerrit geschrieben hat, ist richtig und kann ich nur bestätigen.

    Damit erhältst Du ein tolles Modell, welches nicht jeder hat.

    Wenn Du weitere Fragen hast , kein Problem , wir helfen Dir gerne.


    Momentan restauriere ich auch eine Vedette - sobald ich wieder von den Ferien zu Hause bin, stelle ich hier auch noch meine Fotos ein.

    Viel Spass und viel Glück bei Deinem Vorhaben.

    Gruss

    Peter

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