Akku Pack selber bauen ?? Anfängerfragen

  • Halle Alle,

    ich wollte damit anfangen einen Akku Pack zu "bauen".

    Dazu habe ich einige Fragen. Ich benutze Ni-Mh Akkus mit 1,2 V und 1000mAh. Ich möchte 12 davon aneinanderreihen so das ich auf rund 12000 mAh und rund 14 Volt komme.

    Ich benutze dazu ein Punktschweißgerät und Nickelband. Ich gehe dann vom + des Ersten Akkus zum Minus des zweiten Akkus usw. Das Anschlusskabel dann jeweils an den ersten und letzten Akku.

    Das ist mir soweit klar. Kann ich dann später über dieses Anschlusskabel die Akkus auch aufladen oder brauche ich so ein Balancer Board. Was ich bisher verstanden habe brauche ich das nur für LiPo.

    War mir aber nicht sicher ob ich das für meine Akkus auch brauche, deshalb frage ich lieber.

  • Moin Manfred und herzlich willkommen im Forum. :welc:


    Ich möchte 12 davon aneinanderreihen so das ich auf rund 12000 mAh und rund 14 Volt komme

    Wahrscheinlich meinst du eine Serienschaltung von 14,4 V und 1,0 Ah oder kurz 12s NiMh mit 1 Ah.

    In Serienschaltung erhöht sich die Spannung. Nicht gleichzeitig auch noch die Kapazität.


    Kann ich dann später über dieses Anschlusskabel die Akkus auch aufladen oder brauche ich so ein Balancer Board. Was ich bisher verstanden habe brauche ich das nur für LiPo.

    Grundsätzlich hast du Recht. Bei NiMh Akkus benötigst du kein Ballancerkabel.

    Und ja, ein Anschlußkabel reicht für Auf- und Entladung.


    Eigentlich ist die Idee mit den NiMh-Ballancerkabel ganz gut. Wenn es denn auch Ballancerschaltungen für NiMh-Zellen gäbe.

    Dies würde die derzeitige Überladung der besten Zellen innerhalb eines Packs vermeiden und so die Lebensdauer von NiMh-Packs bedeutend verlängern.


    M.f.G. Jörg

  • Moin Manfred,

    Ich benutze Ni-Mh Akkus mit 1,2 V und 1000mAh. Ich möchte 12 davon aneinanderreihen so das ich auf rund 12000 mAh und rund 14 Volt komme.

    12 Zellen je 1,2V / 1000mAh in Reihe ergeben 14,4V und 1000mAh. Dies wäre eine 12S1P Konfiguration.


    Um auf 12000mAh zu kommen müsstest du 12 (!) solcher Packs bauen und parallel schalten (12S12P). Damit wären insgesamt 144 Zellen nötig.


    Wenn du mehr Kapazität als 1000mAh benötigst würde ich die Auswahl der Zellen nochmal überdenken.


    Vollgeladen hätte der Pack eine Spannung von ca. 18V - passt das noch zu den Verbrauchern (Fahrregler o.ä.)?

  • Danke für eure Antworten. Mit der Kapazität hatte ich wohl einen Denkfehler, dachte die addieren sich auch. Ich brauche "nur" die 14 Volt. Dann werde ich die mal zusammen bauen. An LiPo's traue ich mich noch nicht ran, da warte ich erstmal.

    Ihr habt mir schon sehr geholfen, Danke.

  • Wahrscheinlich verwechselst du Energieinhalt in Wh und die Kapazität in Ah. Erstere addiert sich schon, da die Spannung einfließt.

    Stefan


    Modelle (Auswahl): Fomo Segler Tarana in 1:10, T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: Rocket, RS1 Colin Archer in 1:40

  • Eigentlich ist die Idee mit den NiMh-Ballancerkabel ganz gut. Wenn es denn auch Ballancerschaltungen für NiMh-Zellen gäbe.

    Dies würde die derzeitige Überladung der besten Zellen innerhalb eines Packs vermeiden und so die Lebensdauer von NiMh-Packs bedeutend verlängern.


    M.f.G. Jörg

    Mein Graupner Ultramat 14 Plus hat tatsächlich eine Balancermöglichkeit für NiMH's.

    Gruß
    Hermann


    „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich.

    Weil es so viele sind und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.“

    (Albert Einstein)

  • Ahoi Hermann,

    ich habe soeben einmal hier nachgelesen. Danach scheint es tatsächlich möglich einen NiMh-Akkupack mittels Ballancerkabel zu optimieren.

    Aber welcher Anbieter / Hersteller hat NiMh-Akkus mit Ballancerkabel im Angebot ?


    Ich habe bis heute noch keine solchen Akkupacks gesehen.


    Wahrscheinlich müsste man diese selber konfektionieren.


    Stellt sich dann die Frage ob dann wirklich ca. 1000 Zyklen statt 300 .. 500 möglich sind. Dann wäre m.M. nach dieser zusätzliche Aufwand zu rechtfertigen.


    M.f.G. Jörg

  • Moin Jörg,


    Die Frage mit den Zyklen hab ich mir auch gestellt, aber mangels NiMH's nie getestet.

    Das passende Balancerkabel muss man wohl selbst herstellen, was ja prinzipiell kein Thema ist.


    Genauso wie einige frühere "Flieger" zw. den Zellen hochohmige Widerstände & Dioden eingelötet haben. Eine "Umrpolung" bei Tiefentladung war damit unmöglich und unter 0,7V Zellenspannung gings sowieso nicht.


    Ich selbst war ziemlich überrascht, als ich das Ultramat das erste Mal eingeschaltet habe, denn es erscheint auch im NiMH Modus die Warnung, dass kein Balancerkabel angeschlossen ist. Die Ladung funktioniert natürlich auch ohne Balancerkabel.

    Gruß
    Hermann


    „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich.

    Weil es so viele sind und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.“

    (Albert Einstein)

  • Hallo!

    NiCad-Akkus habe ich zum formieren einfach nach dem Aufladen mit 1/10 bis 2/10 C mehrere Stunden weiter geladen. Die vollen Zellen haben die Energie einfach in Wärme umgewandelt (weniger als handwarm). Das sollte doch mit NiMh-Akkus auch funktionieren. Die Widerstände zwischen den Zellen sollten hauptsächlich für eine vollständige Entladung sorgen und dem Memoryeffekt vorbeugen.


    LG

    Guido

  • So ist es und funktioniert bei NiMH genauso.

    Die zusätzlichen Dioden haben das Umpolen durch Tiefentladung verhindert. Auf dem Flugfeld wird in der Regel aber schnell geladen, da macht auch bei NiCad/NiMH ein Balanceranschluss Sinn.

    Gruß
    Hermann


    „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich.

    Weil es so viele sind und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.“

    (Albert Einstein)

  • Ich benutze Ni-Mh Akkus

    Ich benutze Ni-Mh Akkus

    Hallo Manfred.


    Eine Fürsprache für die NiMH-Akkus!


    Soweit es meine Einstellung betrifft, ist es eine gute Entscheidung NiMH-Akkus (Nickel-Metallhydrid-Akkumulator) zu verwenden. Wer andere Meinungen vertritt begründet diese meist mit der vermeintlich geringen Anzahl von Ladezyklen.


    Selbst wenn ich von 1.000 Zyklen ausgehe würde ich zweieinhalb (2,5) Jahre lang täglich entladen und erneut laden müssen. D.h. zudem, ich würde täglich mit meinem Modell spielen. Ich denke dieses Szenario ist unrealistisch.


    Derjenige der in seinem Haushalt noch über einen leitungsgebundenen Telefonanschluß verfügt hat grundsätzlich auch mindestens einen schnurlosen Handapparat (Digital Enhanced Cordless Telecommunications = DECT). Immer wenn ein Apparat benutzt wird kommt er anschließend auf die Ladestation. Die NiMH-Akkus darin leben über viele Jahre. Ich habe in meiner „Werft“ mehrere NiMH 12V, die vor dem Einsatz kurz geprüft werden und die ich sonst möglicherweise über Monate nicht beachte.


    Meine Vorredner haben bereits Strom, Spannung, Leistung und Arbeit im Zusammenhang mit Deinen Fragen beantwortet.


    Ich habe nur einen Hinweis: Beim Punktschweißen fließen kurze aber sehr hohe Ströme!


    Stell daher sicher, daß kein Schweißstrom über die NiMH-Akkus fließen kann!

  • Danke für die ganzen Antworten und Infos, da habe ich ja einiges um mich einzulesen.

    Ich habe jetzt noch eine "Produktfrage" ich hoffe es ist ok wenn ich einen Amazon Link poste. Es geht um Akku Halterungen. Da wollte ich fragen ob jemand weiss ob es diese Halterungen hinter dem Link auch für Typ AAA gibt und eine Quelle hat.


  • Moin,


    habe ich für AAA noch nicht gesehen.


    Ich kenne nur diese Halter für einzelne AAA Zellen, mit Lötfahne oder -stift für Platinenmontage:

    https://www.reichelt.de/batteriehalter-fuer-micro-lady-c4256.html


    (Gibt es billiger auf A oder E)


    Die Halter mit Lötfahne (gibt es auch als 2er oder 4er) kann man z.B. auf eine PS oder ABS Platte kleben und dann per Kabelbrücken verbinden.


    Ähnlich bei den Haltern mit Lötstiften, die könnte man auf eine Lochrasterplatine setzen und dann die Kontakte auf der Unterseite durch Drahtbrücken verbinden.


    Somit braucht man weder an der Zelle löten noch punktschweißen und kann defekte Zellen bei Bedarf einfach austauschen.

  • Danke für den Link, leider habe ich dafür keinen Platz ;( Baue an einem Typ 7 von Revell mit dem Bausatz von Norbert. Muss da Platzsparend 12 x AAA rein bekommen. Norbert hat das mit Klebeband gemacht, ich wollte etwas langlebigeres.

  • Ist eine großflächige Lötstelle nicht ohnehin besser als eine Punktschweißung? (Übergangswiderstand)

    Hi Guido,

    das hängt von Deinen handwerklichen Fähigkeiten und Möglichkeiten ab.

    Großflächige Lötstellen nehmen sehr viel Wärme auf!?!


    Akku Halterungen

    Hallo Manfred,


    es ist einfacher die Zellen in Schrumpfschlauch einzuschrumpfen. Dieses Material gibt es in allen Größen.

  • Mit Schrumpfschlauch habe ich es schon probiert. Die Form des Akku Packs ist das Problem. Der Fertige Akku Pack hat 4 Reihen zu je drei AAA Akkus. Die Kopfseite des Akkus muss U Förmig sein.

    Ich habe leider kein gutes Bild gefunden, hoffe aber das es ausreicht.

    Akku.jpg


    Ich hoffe man kann es erkennen.

  • Von Batteriehaltern für Rundzellen um Antriebs-Akkus zu konfektionieren kann ich nur dringend abraten - bisher schlechte Erfahrung gemacht:


    vor gut 30 Jahren habe ich mal meine Graupner LOTSE (Mabuchi RS-380S) mit NiCd Akkus Baugröße "Baby" in so einem Akkuhalter kurzzeitig betrieben; das Resultat war, dass die Spiralfedern, die üblicher Weise am minus-Pol sind, so heiß wurden, dass die Feder ausglühten, nicht mehr federte und sich in den Kunststoff einschmolzen.


    Mein Minensucher mit deutlich geringeren Fahrstrom wollte ich auch mit so Akkuhaltern versorgen, wegen Bauraum 2x 2er und ein 3er verlötet für 7 AA-Zellen. Bei der 2. Ausfahrt blieb das Boot wegen Wackler auf dem See...

    Ich habe anschließend die Akkus in der gewünschten Konfiguration verlötet und seitdem ist gut.


    Punktverschweißte Akkus-Verbinder sind gabelförmig und haben stets 2 Schweißpunkte pro Pol. Damit fließt beim Schweißen kein Strom durch die Zelle.

    So eine Vorrichtung habe ich nicht, daher Löten mit mindestens 80W Lötkolben, Akkus vorher in den Kühlschrank, verzinnen und dann ein dünnes Kupferblech als Verbinder drauflöten.

    Das gewünschte Inline-Löten also Zellen nacheinander reihen benötigt eine spezielle Lötspitze und viel Übung!!

    Stefan


    Modelle (Auswahl): Fomo Segler Tarana in 1:10, T22, S130 (robbe), Bugsier 1 , Örjan (14cm Schlepper), Griech. Fischerboot, Sea Scout
    Baustellen: Rocket, RS1 Colin Archer in 1:40

    Edited once, last by StefanK ().

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