Ein paar Fragen zu Li Ion Akkus (Siehe Bild)

  • :moin::moin: zusammen,


    ich habe ein paar Fragen, zu den im Bild befindlichen Akkus:


    WhatsApp Bild 2022-12-01 um 17.42.51.jpg


    Besteht die Möglichkeit, für diesen AkkuTyp, eine "Ladebox" zu erwerben? Wenn ja, könnt ihr mir Quellen nenne?
    Ich würde diese Akkus gerne mit meinem JUNSI 306 Duo laden.


    Mit welcher Amperezahl würdet ihr diese Akkus laden? und wieviel C, haben diese Akkus an Entladerate?
    Ich frage deshalb, weil mein Bruder "nur" ein Ladegerät mit Netzstecker hat, und dieses, mit ca 750mAh laden kann.

    Wenn die Akkus aber, wie aufgedruckt, wirklich 9900m,Ah haben, dauert der Ladevorgang (immer mit 2 Stck) ja ewig.


    Dazu noch die Frage: Ist es möglich, die Akkus zu einem Pack zusammenzulöten (dieses sollte dann für meine Moonraker sein),

    da die Akkus, von der Bauweise, recht klein und sehr leicht sind.



    Ich freue mich, auf Eure Hilfe und wünshce Euch allen einen schönen Start isn Wochenende

  • Moin,

    was willst Du mit Taschenlampenakkus?

    Die sind nicht hochstromfähig und du zeigst unterschiedliche Akkus...

    Wenn Du Tante Google bemüht hättest, wären Deine Fragen beantwortet worden, so kommt sich vereimert vor.....


    VG Ralf

    ralfs-modellwerft.de.tl
    SMC Elmshorn e.V.
    Im Hafen:
    Inselversorger Amrum von Krick
    Dampfpinasse Neebel alias Alexandra von Krick
    Luisa alias Victoria von Krick

    Dampfschaluppe Greetsiel

    Steam Launch Claire von Cheddar Models


    Im Museum:

    CUX87 von Billing
    Renown von Billing
    St Canute von Billing


    In der Werft:

    Windermere Steam Launch

  • Moin Markus,


    es gibt Batteriehalter für 18650 Zellen, einfach mal "Batteriehalter 18650" bei iBäh eingeben.


    Einen Akku schonend laden macht man i.d.R. mit 1/10C, also 240mAh oder 990mA bzw. 1980mA für 2 Zellen parallel.

    Die Ladezeit kann dann aber auch schonmal 12 Stunden oder länger betragen.


    Die Zellen einzeln zu laden wäre besser, aber zur Not könntest du diese auch in Reihe schalten, dann bleibt der Ladestrom bei 1A im Falle der 9900er Zellen.


    Quote

    und wieviel C, haben diese Akkus an Entladerate?

    Das kannst du nur den Angaben bzw. dem Datenblatt des Herstellers entnehmen.


    Quote

    Dazu noch die Frage: Ist es möglich, die Akkus zu einem Pack zusammenzulöten (dieses sollte dann für meine Moonraker sein),

    da die Akkus, von der Bauweise, recht klein und sehr leicht sind.

    Das sollte man nur machen wenn die Zellen identisch sind, d.h. wenn sie die gleiche Spannung und Kapazität haben.

    Den 2400er mit den 9900er zusammen zu verwenden ist daher nicht empfohlen.

  • Moin liebe Kollegen,


    auf dem Markt tummeln sich viele Anbieter. Darunter auch schwarze Schafe, die mit irreal hohen Akkukapazitäten auf Kundenfang gehen.

    Wenn man sich diese Zelle gleicher Baugröße 18650 eines renomierten Markenherstellers anschaut, so hat diese nur eine Kapazität von 3,12 Ah, und eine Entladerate von 5 C.


    Ich würde ohne zertifiziertes Datenblatt "Taschenlampenakkus" in meiner schnellen Superyacht als Antriebsakkus nicht mal in Erwägung ziehen.


    M.f.G. Jörg

  • Streich mal bei den 9900 eine Null ab.

    Dann bist du näher an der wirklichen Kapazität :)

    Hier mal ein seriöses Angebot:

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    Gruß Achim


    HoTT Mx12 - Mx20 - Mc20 - Radiomaster TX16S

    Georg Breusing (Werftaufenthalt), Cap San Diego, Southampton Tug (gepimpt),

    Feuerwehrschiff, Goliath (jeweils 2mot. 160cm Schaffer-Rumpf),

    Aeronaut Victoria, Aeronaut Princess, Aeronaut ANNA 3, Robbe St.Germain,

    Micro Magic, Colin Archer Pipi, Seawind,

    ein paar Flieger.
    http://www.mfsv-bs.de/

  • :moin::moin: zusammen,


    vielen Dank, für Deine Erlärung und Hilfe, Racker.


    Genau dabei war ich mir nmicht ganz sicher. Vielen Dank nochmals :d:


    Vielen Dank auch, an Käptn Graubeer.


    Genau deswegen war meine Frage, nach Lade- und Entladerate hier an Euch gerichtet. Ein Datenblatt, lag den Akkus nämlich nicht bei.



    Unterschiedliche Akkus, lade ich grundsätzlich nicht gemeinsam. Auch, keine unterschiedlichen Hersteller untereinander gemischt.

    Aber trotzdem Danke, für diesen Tipp.


    Die Akkus werden zurückgeschickt, bzw. für ihren Sinngemäßen Gebrauch (Taschenlampe) genutzt.
    Diese "Kleinigkeit" hatte ich, in der Tat, überlesen. Sorry dafür.



    Schönes Restwochenenede Euch allen noch


    Gruß


    Markus

  • Die Akkus werden zurückgeschickt, bzw. für ihren Sinngemäßen Gebrauch (Taschenlampe) genutzt.

    Moin Markus,

    nur interessehalber, wenn du ein Ladegerät mit Entladefunktion hast, wäre es möglich einmal die reale Kapazität der 9900 mAh-Zellen mit einem Entladestrom von 1 A zu messen ?

    Vielen Dank im Voraus.

    M.f.G. Jörg

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  • Hallo Markus,


    die Verwendung von Ladeboxen würde ich nur empfehlen, wenn Du die Akkus für Zusatzfunktionen mit niedrigen Strombedarf nutzen möchtest.

    Ich habe mir auch Akkus für die Antriebe aus 18650er LiIo Zellen und auch Zellen mit größerer Bauform gefertigt. Dabei benutze ich Zellen, welche 30A oder mehr verkraften und dafür auch getestet und zugelassen sind. Wobei die meisten Hersteller bei diesen Entladestömen im Betrieb zusätzlich eine Temperaturüberwachung fordern! Diese Temperaturüberwachung habe ich allerdings nicht eingebaut. Bei den Akkus, die ich mir erstellt habe, sind je 4 Zellen parallel geschaltet, also wären theoretische Spitzenstöme von 120A möglich. Diese 4p Packs habe ich teilweise noch zu 2s verbunden. Für mich habe ich Akkus mit 2s und 1s gefertigt und kann sie so im Modell von 2 über 3 zu 4 bis zu 5s kombinieren. Meine Jetboote fahre ich damit meist als 4s Kombination. Möchte ich nur scale unterwegs sein reichen auch 3s und soll mal die volle Leistung ausgeschöpft werden 5s.

    Für brushless Motoren im Antrieb ist bei meiner Variante allerdings eines sehr wichtig, es müssen vor dem Regler unbedingt noch ausreichen dimensionierte Stützkondensatorenpacks installiert werden, da es sonst durch die zusätzlichen Kabellängen zwischen den einzelnen Akkupacks zur Zerstörung des Reglers kommen kann. Bei Brushlessantrieben ist besonders auf sichere und Kurze Verbindungswege zwischen Akku und Regler zu achten!

    Da dies bei meiner Variante nicht gegeben ist müssen dann unbedingt die Stützkondensatoren vor den Regler. Das führt dann im Betrieb zu einem weiteren kleinen Übel. Beim direkten Anstecken der Akkus bei Inbetriebnahme führen diese Kondensatoren zu einem extremen Blitz. Dies kennt man ja in kleiner Form schon beim Anstecken der Akkus, nur mit den zusätzliche Kondensatoren ist es viel heftiger. Deshalb sollte dann eine Vorladeschaltung vor dem richtigen Anstecken der Akkus verwendet werden. Die einfache Version sind die Antiblitz Stecker. Ich verwende eine richtige Elektronik, die dies sauber erledigt.

    Im obigen Beitrag werden die Akkus verschweißt, ich gehe allerdings noch den "alten" Weg und verlöte die einzelnen Zellen mit Silber- oder Kupferbrücken. Allerdings ist das Verlöten für ungeübte und nicht passender Ausstattung nicht zu empfehlen, da man auch schnell eine Zelle "zerlötet". Im schlimmsten Fall kann dies zur annähernd sofortigen Explosion der Zellen führen. Und offiziell lassen die Hersteller der Zellen ein direktes Verlöten der Zellen laut Datenblatt nicht zu.

    Ich habe auch schon einmal einen Akkupack vor die Tür geworfen und dann ist er hochgegangen! Zum Glück war ich schnell genug. Und es hatte andere Hintergründe, nicht zu lange Wärmeeinwirkung auf die Zellen, sondern eine falsch eingelötete (gesetzte) Brücke.

    Fazit: beim Selbstbau von Akkus ist auf einiges zu achten.


    Nun noch zu Deinen Zellen:

    für Anwendungen mit niedrigem Strombedarf sollten sie funktionieren, für einen leistungsfähigen Antrieb nicht.

    Die angegebene Kapazität dürfte sehr stark "geschönt" sein (zumindest für die 9900er).

    Zum Laden der LiIo Akkus halte ich es meist so, dass ich 0,5C, also Hälfte der Nennkapazität als Ladestrom, wähle. Oft lade ich auch nur mit 0,3C. Soll es mal ein wenig zügiger gehen, auch mal mit 1C.

    Bitte zu den max. Ladeströmen aber auch immer mal in das Datenblatt der Zellen schauen. Die Becherzellen lasse oft nur bis max. 1C Ladestrom zu. Bei einigen Zellen ist auch bis zu 3C möglich, aber wie gesagt bitte ins Datenblatt schauen.

    Und langsameres Laden schont die Akkus.

    Laderaten von 0,1C wie für das Normalladen von NiCd oder NiMh Akkus halte ich nicht für angebracht.


    Wer seine Akkus gerne länger, mit mehr Zyklen, nutzen möchte, dem kann ich nur empfehlen nicht die volle Ladeschlussspannung der Zellen auszureizen. Die Ladeschlussspannung pro Zelle sollte dann 0.05 V geringer sein als die vom Hersteller angegebene Ladeschlussspannung.

    Dies ist ein Hinweis, welchen ich von einem befreundeten Modellbauer erhalten habe, welcher in der Akkuentwicklung beruflich tätig ist.

    Und wer keine Rennen fahren will und somit auch nicht auf Höchstleistung angewiesen ist, kann in der Regel auf die paar Millivolt verzichten und hat länger Freude an seinen Akkus.

  • Und wer keine Rennen fahren will und somit auch nicht auf Höchstleistung angewiesen ist, kann in der Regel auf die paar Millivolt verzichten und hat länger Freude an seinen Akkus.

    Ahoi Holger, deinen Ausführungen kann in allen Punkten zustimmen.


    Und ergänzend hinzufügen, das ein Umstieg auf LiFePo Zellen noch einmal die Lebensdauer mit 4-facher Zyklenzahl ( --> 2.000 Zyklen ) erheblich verlängert. Da ich in meinen schnellen Motoryachten ausschließlich LiFe-Zellen verwende,habe ich somit noch mehr Freude am Fahren. :nick:

    Und ja, ich lagere meine Zellen im halbvollen Zustand bei 3,2 .. 3,3 V. Am Vorabend eines Fahrtages werden sie dann über Nacht mit 0,1 C auf 3,45 V geladen. Damit nutze auch ich nicht die volle Ladeschlußspannung von 3,6 V/Zelle vollständig aus. Laut Datenblatt sollen damit bei 80% DOD sogar 3.000 - 5.000 Zyklen möglich sein. Wer Zellen für die Ewigkeit nutzen möchte ( ca. 10.000 Zyklen ), der verringert die Lade- u. Entladetiefe auf 60% DOD.


    M.f.G. Jörg

  • Und ja, ich lagere meine Zellen im halbvollen Zustand bei 3,2 .. 3,3 V. Am Vorabend eines Fahrtages werden sie dann über Nacht mit 0,1 C auf 3,45 V geladen. Damit nutze auch ich nicht die volle Ladeschlußspannung von 3,6 V/Zelle vollständig aus. Laut Datenblatt sollen damit bei 80% DOD sogar 3.000 - 5.000 Zyklen möglich sein. Wer Zellen für die Ewigkeit nutzen möchte ( ca. 10.000 Zyklen ), der verringert die Lade- u. Entladetiefe auf 60% DOD.

    also wenn ich jeden Tag einmal Lade sind das mehr als 10 Jahre .... macht bei täglich benutzem Spielzeug was aus, bei 'normalen' Schiffen, würd' ich mal sagen, ist diese Zyklenzahl relativ egal.

    Gut, ich nutz die LiFePO4 Akus aus anderen Gründen ...


    Aber auch bei den Einzelzellen, die ich gerade bei den 1/72 Schiffchen brauche, achte ich auf die 'C' Werte, muss nicht 20C sein, weil in der Größe wird selten soviel Saft gebraucht aber 3C hat auch nicht jede (und ich bewege mich im Bereich unter 1000mAh), angegebene Ladeströme sind durchweg 1/2C oder kleiner (also 500mAh bei 1000mAh Zelle).


    J

    In der Werft: TyneLifeboat, Bootshaus, Slipway 1:20 Im Hafen: Seenotretter Ponton mit Open Ship Diorama 1:20 (Eigenentwurf), 7m SRB GESINA 1:10 - 7m SRB MAX CARSTENSEN 1:20 - 9.5m SRB WILMA SIKORSKI 1:20 - MRB LÜBECK 1:20 - Springer Tug aus PS 1:20 + Schubleichter 1:20 Auf Lager/ im Kopf: MRB LANGEOOG - Ausflugskutter (Antje II) - MRB Hindenburg 1:20 - TB der 19m SRK 1:20 - Century 750 Segler - SRB Johann Fidi Rettungsübung Wo: www.smc-elmshorn.de

  • Hallo Jörg (Käptn GrauBeer),


    LiFe Zellen nutze ich auch, aber meist nur in größeren Modellen z. Bsp. Schleppern, da ich als LiFe nur die großen Zellen mit 38 - 40 mm Durchmesser benutze. Und da muss halt der Platz für die Baugröße da sein. Außerdem kommt es bei den Verdrängern auch nicht auf das Gewicht an. LiFe ist ja vom Leistungsgewicht ungünstiger zu LiIo.

    Bei den LiFe bleibe ich auch deutlich unter den max. 3,6V Ladeschlussspannung, da die meisten Hersteller auch schon eine empfohlene Ladeschlussspannung angeben, welche deutlich unter den 3,6V liegt und nicht nur 0,05V weniger beträgt.

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