Posts by Käptn Graubeer

    Dann haben wir das 4mm starke Deck mal zur Probe auf den Rumpf gelegt. Wow. Da ist ja mal ne Spannung.drauf

    Moin Andreas,


    wenn du vor dem Leimen das Holzdeck in heißem Wasser biegsamer machst und anschließend in seiner endgültigen Form zunächst fixierst und trocknen lässt, kannst du es abschließend nahezu spannungsfrei verleimen. Z.B. mit Ponal wasserfest.


    M.f.G. Jörg

    Moin Georg,


    hier kann man in vereinfachter Form nachlesen, wie die Zusammenhänge von Propellersteigung, -fläche, -leistung und -schlupf zum Pfahlzug sind.


    Generell gilt je größer die Antriebsleistung und die Propellerfläche sind, desto größer der Pfahlzug und die max. Freifahrtgeschwindigkeit.


    Beim Pfahlzugtest arbeitet der Propeller mit 100% Schlupf bei Stillstand des Schleppers. Die Propellerschubkraft ist jetzt nahe dem Maximalwert und dient allein zur Beschleunigung das Wasserstrahls in der Propellerkreisfläche. Im Normalfall würde es dabei zum Strömungsabriss und damit zum Schubkraftverlust kommen.

    Um dies zu vermeiden, kann man entweder die Drehzahl ( und damit auch die Antriebsleistung ) reduzieren, oder man reduziert die Propellersteigung.


    Aber in der Praxis soll ja ein Schlepper das Schleppobjekt nicht nur aus dem Stillstand beschleunigen, sondern auch mit einer definierten Geschwindigkeit bewegen. Dafür ist es vorteilhaft, wenn der Antrieb bei kleiner (Schlepp-)Geschwindigkeit eine möglichst große Schubkraft ohne Strömungsabriss auch bei mittlerem bis hohem Schlupf entwickelt. Die Schubkraft des Propellers entspricht dann der Summe der Strömungswiderstände von Schlepper und Schleppgut.


    Ein Sonderfall des Schleppers ist die Freifahrt mit max. Antriebsleistung. Hier arbeitet der Propeller mit kleinem Schlupf ( ca. 15% ) bei hoher Anströmung.

    Die Schubkraft des Propellers ist nun gleich dem Strömungswiderstand des Schleppers. Die Rumpfkonstruktion als Verdränger begrenzt die max. erreichbare Geschwindigkeit knapp oberhalb der Rumpfgeschwindigkeit.

    Soll die max. Geschwindigkeit öfters genutzt werden, z.B. um im Notfall schnell vor Ort zu sein, dann erhalten die Schlepper einen Heckspiegel mit Abrisskante und einen rechteckigen Spantquerschnitt im Hinterschiff ähnlich wie bei Halbgleitern.


    Um nun bei allen drei Fahrzuständen maximale Schubkräfte ohne Strömungsabriss zu erreichen, werden große Schlepper mit Verstellpropeller in Kortdüsen ausgerüstet.


    M.f.G. Jörg

    Ahoi Robert,


    dann war der Tiefgang aber auch größer als die maßstäblichen 4,3 cm ?

    Denn nach diesen Angaben wäre die maßstäbliche Verdrängung in 1 : 100 etwa 3,1 kg, und nicht 4,3 kg wie bei deinem Test.


    Demnach ergäbe sich dann bei dir ein Tiefgang von rund 6 cm ?

    Wenn der Wasserpaß soweit nach oben verschoben würde, ergäbe sich damit doch ein gänzlich anderes Erscheinungsbild ?


    Oder hast du bei der Rumpfkonstruktion dies mit einem größeren Tiefgang schon berücksichtigt und das Unterwasserschiff im Volumen vergrößert ?


    M.f.G. Jörg

    Mein Problem ist, dass der Kahn jetzt schon 4,06 kg wiegt (mit Bauteilen für Sonderfunktionen, ohne Akku und es fehlen noch Dekorteile). Mein Zielgewicht jedoch schon bei 4,3 bis - absolutes Maximum - 4,5 kg (fahr-fertig) liegt.

    Ahoi Robert,

    wie kommst du auf ein maßstäbliches (?) Fahrgewicht von max. 4,3 - 4,5 kg ?


    M.f.G. Jörg

    Ahoi Robert,


    du hast 6 Jahre nach bestem Wissen und Können gebaut. Dabei leider offensichtlich nicht die Verdrängung im Blick gehabt.


    Bei diesem Schiffstyp mit den schlanken Rümpfen wirkt sich jedes Dekagramm Mehrgtwicht sehr negativ auf den Tiefgang und die Geschwindigkeit aus. Daher ist kein ausreichend großer Akku für eine akzeptable Fahrleistung und -zeit mehr installierbar.


    Fazit: Entweder Fertigstellung als Standmodell, oder Umsetzung und Kernsanierung ( d.h Demontage aller Einbauten, Entfernung von Deck + Aufbauten und anschließender Bearbeitung der Spanten nach #6 ), oder Neubau.


    Sorry für meine bescheidene Beratung und Vorschläge.


    Eine Fertigstellung mit Übergewicht würde vom Fahrbild und den Fahrleistungen und -zeiten (!!!) auf Dauer sehr wahrscheinlich frustrierender, als ein Neubau mit den neu hinzugewonnenen Erkenntnissen, Tipps und Tricks in diesem Thema.


    Viel Erfolg bei deiner Entscheidung und weiterhin genügend Spaß und Motivation beim technischen Modellbau wünscht Dir

    m.f.G. Jörg :wink:

    Ahoi Robert,

    vielen Dank für die Bilder.

    Zur Gewichtseinsparung fallen mir folgende Dinge auf:


    1. Rumpf-Spanten: Mat.dicke i.O. Holzart Pappel machbar.

    Besser ( mit nur 25% Gewicht ) 2x 2 mm Balsa kreuzweise verleimt.

    Design als Vollspant ist nicht notwendig.

    Besser ist die Ausführung als Ringspant mit Entlastungsbohrungen ähnlich wie im Flugzeugbau.


    2. Rumpf- Beplankung mit 1 - 1,5 mm i.O. Gfk-Überzug mit 2 x 80 g/m² i.O.


    3. Mechanik: Gestänge für Ruderanlenkung u.a. zu lang und zu schwer.

    Besser CfK-Rohre. Ruderservos möglichst dicht am Heckspiegel für kurze Gestängewege montieren.


    4. Elektrik: Alle Stromleitungen so kurz wie nur irgend möglich durch kompakte Bauweise ( = kurze Wege ) der Komponenten halten.


    5. Decks-Beplankung aus 1 mm Balsa mit Papierüberzug innen und außen ( = Sandwichbauweise für größere Stabilität ). mit wasserfestem verdünntem Leim bestreichen. Ringspantgerüst im Deck aus 2 mm Balsa mit Entlastungsbohrungen.


    6. Antrieb: Besser sind hier leichte BL-Aussenläufermotoren an Stelle der Bürstenmotoren.


    7. Nichtexplosive LiFe-Akkus als Einzelzellen ( evt. 3 Stück für 9,6 V ? ) im Modell mit Ladebuchse montieren.


    ...


    M.f.G. Jörg

    Mein Problem ist, dass der Kahn jetzt schon 4,06 kg wiegt (mit Bauteilen für Sonderfunktionen, ohne Akku und es fehlen noch Dekorteile). Mein Zielgewicht jedoch schon bei 4,3 bis - absolutes Maximum - 4,5 kg (fahr-fertig) liegt.

    Moin Robert und herzlich willkommen im Forum.


    Grundsätzlich ist die Kombination Holzbeplankung mit einer Lage Gfk i.O.

    Wenn aber schon beim Rumpfbau das Zielgewicht des fahrfertigen Modells erreicht ist. dann würde ich neu beginnen.

    Möglicherweise lässt sich bei der Konstruktion, Materialwahl und Dimensionierung der Materialdicke einiges an Gewicht einsparen.


    Beschreibe doch mal anhand einiger Fotos deinen bisherigen Versuch. Dann lassen sich die Baufehler besser analysieren und beim 2. Versuch vermeiden um ein maßstäbliches Modell zu erstellen.


    Hilfreich ist bei der Planung auch eine Exceltabelle mit den Gewichtsangaben aller Bauteile von den RC-Baugruppen bis zum Antrieb und den gewünschten Sonderfunktionen incl. Rumpf und Decksaufbauten.


    Und beim Bau eine Küchenwaage.


    Falls die Kalkulation zeigt, das die Einhaltung der maßstäblichen Verdrängung nicht möglich ist, kann man evt. den Modellmaßstab etwas größer wählen.


    M.f.G. Jörg

    Aber die Alpine soll auch hinten ein QSR bekommen.

    Wie verhält es sich denn damit ?

    Ahoi Dirk,

    eigentlich genau so.


    UW-Lichter #7-04.jpg

    Hier ist das HSR komplett mit Motor in meiner Megayacht ( incl. ein paar Werkzeuge ) zu sehen.


    Und hier im Bugbereich:

    UW-Lichter #5-03.jpg


    QSR im Rumpf eingesetzt, und anschließend die überstehenden Strahlrohre gekürzt und bündig mit dem Rumpf verschliffen.

    Gfk-Rumpf-035.jpg Gfk-Rumpf-058.jpg


    M.f.G. Jörg

    Moin Manfred,

    ja ich weiß, dein Hinweis bezog sich auf ein 22 mm QSR. Und mein Hinweis darauf das die Motordaten nicht schlüssig sind.

    Ich traue keinem Anbieter mehr dessen technische Angaben zu Elektromotoren fehlerhaft oder unvollständig sind.

    Da werden teilweise Angaben gemacht, die mehrere Fehler enthalten, beim Endkunden zu gefährlicher Überlast und im schlimmsten Fall zum Totalverlust des Modells auf dem Wasser wegen Motorbränden führen.


    Besonders schlimm sind die Empfehlungen einiger Anbieter die ihren Kunden viel zu hochdrehende Motoren nur Aufgrund der Gehäusegröße empfehlen und dabei Leistung, Drehzahl und Propellersteigung ignorieren, anstatt sich an den technischen Angaben eines Vorbildes und einer maßstäblichen Skalierung für ein sinnvolles Setup zu orientieren.


    M.f.G. Jörg

    Moin Manfred,

    Ich möchte die Fairmount mit Querstrahlruder vorne und hinten ausstatten.

    Welche nimmt man dafür.

    Und was muss geändert werden, um diese einzubauen.

    schaut man sich die Motordaten von Kricks Empfehlung des QSRs mit angeflanschtem 2.360 U/V Motor einmal genauer an, so können die Werte bei max. Wirkungsgrad nicht stimmen.


    Ich persönlich würde ein gleich großes QSR ohne diesen Motor wählen. Stattdessen würde ich einen 400er o. 500er Motor mit ca. 600 - 1000 U/V und einem Nennstrom von ca. 4 - 6 A an 12 - 14 V ( = Hauptfahrakku ) testen. Ziel wäre eine 90°-Drehung per QSR innerhalb von maßstäblichen 10 - 20 sek.

    Ein separater 2 Akku mit 7,2 V für das / die QSRs sollte zwecks einfacher Handhabung / Ladung vermieden werden, und nur dann eingesetzt werden, wenn keine passenden Motoren mit niedriger spezif. Drehzahl an der Spannung des Hauptakkus erhältlich sind.


    M.f.G. Jörg

    Was würdet ihr empfehlen?

    Ich möchte den Schlepper als Bergeboot benutzen.

    Moin Silvio,

    zum Wels gibt es hier ein Antriebsbeispiel mit einem 24 V Bühlermotor an 14,4 V in Kombination mit einem D55 mm Messingpropeller.


    Den von Krick empfohlenen Max Power 900 Motor habe ich hier 2 x getestet und bin schwer enttäuscht worden.


    Welchen Empfänger kann man für das Boot nehmen?

    Das kommt auf die Zahl deiner Sonderfunktionen an. Prinzipiell eignet sich jede F(ern)S(teuerung) ab 2 Kanäle für Vor- rückwärts und re + li.

    Soll eine Beleuchtung nicht nur manuell am Modell sondern per Sender geschaltet werden, sowie ein Horn als Audiosignal, Dieselgeräusch per Soundmodul, drehender Radarbalken, u.v.a.m. so genügen auch ein 4K Sender mit 2 Stück 4-Funktionsschalter zuzügl. der v.g. Soundmodule.


    M.f.G. Jörg

    Oje.. ich bin wohl zu doof für`s Internet. :/

    Ich habe das 895 Modell mit niedriger Geschwindigkeit: 3.000 U/min bei 12 V,

    Moin Olaf,

    nein es ist alles i.O.

    Der 895er Machifit mit niedriger Drehzahl macht real unter Last 2.200 U/min an 12V und hat an der Welle bei 2,5 A eine Leistung von ca. 17 W.


    Die Neptun benötigt aber nur ca. 9 W bei 1350 U/min mit einem D50 * H51mm Messingpropeller für maßstäbl. 3,3 km/h.


    Wenn du nun den 895er nur mit 7,2 V betreibst, dann passt das Setup: 7,2 V * 2,3 A * 0,6 = 10 W / 1.350 U/min.


    Viel Spaß beim Bauen und Fahren.

    M.f.G. Jörg :wink:

    Da ich die Akkus im Schiff aufladen will habe ich diese Alu-Variante gewählt. So können die Akkus auch mal warm werden

    Moin Gerd,

    wenn deine Bleiakkus warm werden, kannst du sie entsorgen. Die Motoren benötigen bei Vollast ca. 2 x 4,5 A an 12 V.

    Deine Akkus sind keine Typen die für Antriebe wie z.B. bei Golfcaddys oder Stapler verwendet werden, sondern entsprechen den Typen die bei USV und Solaranlagen eingesetzt werden. Der Unterschied besteht im Innenwiderstand. Erstere haben einen niedrigen Innenwiderstand können hohe Ströme abgeben und haben eine hohe Selbstentladung. Die USV-Akkus genau das Gegenteil, sind dafür in der Herstellung aber preiswerter.

    Werden diese Akkus aber mit Strömen größer als 0,5 C belastet, sinkt die Spannung und die entnehmbare Strommenge auf auf ca. 70 - 50% der Nennkapazität ( 100% Nennkap. gilt nur bei 20 h Entladung !).


    In deinem Fall: 9 A Motorstrom > als 0,5 C x 12 Ah = 6 A ==> reale Kapazität = 70% x 12 Ah = 8,4 Ah. Bei einer Entladetiefe von 80% verbleiben effektiv ca. 6,7 Ah.

    Das entspricht einer Fahrzeit bei Dauervollgas von tmin = 6,7 Ah ; 9 A = 45 min.

    Allerdings nur ca 2 Minuten mit 100% max. Geschw. Danach sinkt diese schnell entsprechend der Entladekurve des Akkus auf 90 .. 80% ab.


    Viel besser und spannungsstabiler sind dagegen LiFe-Akkus. Diese können hohe Ströme wesentlich besser vertragen.

    Auch wenn die Anschaffungskosten deiner Bleiakkus nur 40% der LiFes betragen, so relativiert sich das wenn man die Lebensdauer ( Zyklenzahl ) berücksichtigt. Für Pb-Akkus kann man bei guter Pflege und max. Belastung mit 0,1 C rund 300 - 400 Zyklen ansetzen. LiFes hingegen haben 2.000 Zyklen.

    Kosten je Wh und Zyklus:

    Pb: 56 € : 12 V : 12 Ah : 300 Zyklen = 0,13 ct / Wh Zyklus

    LiFe : 138 € : 13 V : 15 Ah : 2.000 Zyklen = 0,07 ct / Wh Zyklus


    --> über die gesamte Lebensdauer sind LiFes nur halb so teuer je Wh gegenüber Pb-Akkus


    M.f.G. Jörg

    Moin Gerd,


    grundsätzlich kannst du alle Analogservos mit jedem Empfänger kombinieren. Wichtig ist nur das das Stecksystem und dessen Belegung übereinstimmt. Falls nicht, gibt es dafür Adapter.


    Aber Achtung, bei sehr alten RC-Komponenten ab ca. 20 - 30 Jahren können Kontaktprobleme und Elektronikfehler durch Alterungsprozesse auftreten ( besonders an Kondensatoren u.a. ). Dies trifft auch für die Anschlußkabel zu. Diese oxidieren und die dünnen Kupferlitzen brechen nach und nach durch. Über den berüchtigten Wackelkontakt bis hin zum Totalausfall.


    M.f.G. Jörg