Posts by Käptn Graubeer

    Ich habe einen Graupner Speed 500 Brushless mit 500kV bekommen

    Der sollte doch passen um mal kurz "ne Welle zu machen".

    Ahoi Hermann,

    dank Manfreds Hinweis auf die Graupner Speed BL-Motoren Serie habe ich gerade eben hier unter Downloads diese Liste mit technischen Daten gefunden.

    Danach beträgt die Stromaufnahme für den o..g. Motor ca. 12 A. Leider ist nicht beschrieben, ob es sich dabei um eine KB-Angabe ( < 30 sek ) oder um eine Nennstromangabe für Dauerbetrieb ohne zusätzliche Zwangskühlung handelt.


    Bei der Auswahl des passenden Propellers würde ich im Pfahlzugtest schrittweise den Durchmesser und anschließend die Steigung soweit erhöhen bis die 12 A in der Vollgasstellung erreicht werden. Bei Freifahrt sollte die Stromaufnahme in AK-Fahrt dann auf unkritische 9 A zurückgehen. Sicherhaitshalber sollte aber nach 3 Min. Dauervollgas die Gehäusetemperatur überprüft werden, ob diese auch unterhalb der max. empf. 80°C bleibt.


    p.s. Ich persönlich würde die max. Gehäuse-Grenztemperatur wesentlich niedriger, nämlich bei 60°C ansetzen.


    M.f.G. Jörg

    Moin Manfred,


    interessant wäre zu wissen, welche Stromaufnahme und Motorspannung im Pfahlzugtest mit deinem D50 * H...? mm-Propeller sich ergeben. Vielleicht in deinem eigenen Thema ?


    @ Hermann, sorry für die kleine OT-Konversation über Graupners Speed BL-Motoren. :wfe:


    M.f.G. Jörg

    Ahoi Manfred,

    nun nach diesem und diesem Angebot scheint es vereinzelt noch welche zu geben.


    Allerdings fehlen auch hier Angaben zur Leistung oder Stromaufnahme. :(


    Mir wäre das Risiko einen Motor mit unbekannter Leistung in ein Modell zu montieren einfach zu hoch. :dno:


    Vielleicht dachten andere potentielle Käufer ebenso und Produktion und Vertrieb wurden dann mangels Nachfrage deshalb eingestellt ?


    M.f.G. Jörg

    Ahoi Manfred,


    lieben Dank für den Hinweis.

    Diese Motorenserie ist mir tatsächlich bisher entgangen. :|

    Aber dank dir habe ich nun wieder Neuland entdecken können. :)


    Fraglich ist nur warum hier keine Stromwerte angegeben werden ?


    Außerdem ist folgende Aussage wieder einmal typisch für eine Marketingabteilung ohne ausreichende technische Kenntnisse:

    Zitat:

    "Sie sind eine hervorragende Alternative zu Bürstenmotoren, da sie im Betrieb wesentlich kühler bleiben und weniger Strom verbrauchen.

    Dabei besitzen sie einen sehr guten Wirkungsgrad".


    Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

    BL-Motoren haben bei gleicher Leistung kleinere Gehäusemaße und demzufolge auch eine kleinere Oberfläche über welche die Wärmeverlustleistung abgegeben wird. Diese geringere Oberfläche kann unter Umständen bei kleinen Motoren und Leistungen bis etwa 400er Gehäusegröße noch durch einen besseren Wirkungsgrad mit geringerer Stromaufnahme ausgeglichen werden. Aber durch die kleinere Masse ( Gewicht ) erwärmt sich der Motor viel schneller. Daher müssen besonders BL-Motoren gut im Antriebsstrang optimal angepasst sein, d.h. innerhalb des Dauernennstromes betrieben werden und thermisch überwacht bzw. gekühlt werden. Ob nun durch einen Propellerluftstrom bei Fliegern oder aber besonders in geschlossenen Schiffsrümpfen durch eine Zwangskühlung, sofern hier nicht eine deutliche Überdimensionierung erfolgt.


    Und hier ergibt sich das zweite Problem. Will man auf eine Zwangskühlung verzichten und dimensioniert den Motor zu groß, dann erreicht der Motor im Betrieb nicht mehr seinen max. möglichen Wirkungsgrad.


    Fazit:

    Besonders bei BL-Antrieben ist eine sorgfältige Auslegung sehr wichtig. Wenn man die Vorteile des niedrigen Stromverbrauches und geringen Gewichtes voll ausnutzen möchte.


    M.f.G. Jörg

    Ich habe einen Graupner Speed 500 Brushless mit 500kV bekommen

    Der sollte doch passen um mal kurz "ne Welle zu machen

    Moin Hermann,

    hast du dazu ein Datenblatt ?


    Graupners Speed Motoren sind alles Bürstenmotoren.

    Mit spezif. Drehzahlen von 1.000 U/V ( Speed 500 E ) bis 3.810 ( Speed 500 SP RACE )

    Einen Soeed BL habe ich noch nicht gesehen.


    Aber vielleicht meinst du einen BL-Motor mit einer 500er Gehäusegröße ?

    Dann bliebe noch die Frage nach dem Dauernennstrom offen ....


    M.f.G. Jörg

    Moin Jochen,


    warum baust du nicht noch einen Dummy für Kupplung und Motor und legst auf Papier nach Plan den Motor so tief, bis der minimale Abstand zum Rumpfboden ca. 1 - 2 mm beträgt oder das Stevenrohr gerade 10 mm in den Rumpf ragt ?

    Der Schnittpunkt von Welle mit Rumpfboden ergibt dann das endgültige Bohrloch.


    M.f.G. Jörg


    p.s.

    der minimale Abstand zwischen Rumpfboden und Propellerflügelspitze sollte ca. 5 mm betragen.

    Moin Richard,

    Hast Du eine Idee wie ich die Wärme wegbekomme?

    ja, z.B. mit einer Gebläsekühlung auf der motorseitigen Kupplung.

    Dies funktioniert bei meiner Moonraker mit 2 x 380 W hervorragend auch als Umluftkühlung ohne Frischluftzufuhr von Außen:


    Prinzipdarstellung in meinem Lotstenboot:

    Gebläsekühlung 3.jpg


    Und hier die Ausführung in meiner 26 km/h schnellen 13 kg Motoryacht:

    Moonraker-Motorraum-01z.jpg Moonraker-Motorraum-02z.jpg


    Mehr Infos zur Kühlleistung gibt es hier.


    M.f.G. Jörg

    Ich probiere jetzt einfach mal die 2 Blatt Schrauben von Aeronaut mit 42er Größe, welche so auch in der Anleitung vorgesehen werden.

    Als Motoren habe ich auch die vorgeschlagenen Aeronaut BL Motoren besorgt, nur eine Nummer größer was die Voltzahl angeht, sprich für 6S geeignet

    Moin Richard,

    wenn ich die Motoren auf den Bildern richtig erkannt habe, handelt es sich um den Typ Actros n 50-3 mit 435 U/V und einem Dauernennstrom von 58 A.

    In Kombination mit D42 * H59 mm Propeller an 6s LiPo ( = 22,2 V ) ist das Setup aus meiner Sicht i.O.

    Nach diesem Antriebsbeispiel wären mit deinen Motoren bis zu 8s LiPo ( = 30 V ) möglich.


    Allerdings gibt es eine Frage die noch offen bleibt:

    Wie willst du die Wärmeverlustleistung von ca. 60 W je Motor abführen ?

    ( Zum Vergleich: Oberflächentemperaturen von 60 W Glühlampen )


    In einem Flieger sorgen der Propeller und die stirnseitigen Luftschlitze für einen ausreichend hohen Kühlluftstrom.


    Du hingegen hast die Motoren sehr schön in die Fächer deines Spantgerüstes montiert, in welchem keine Luft zirkulieren, oder ein entsprechender Luftmassenstrom die Verlustwärme abführen kann.


    M.f.G. Jörg

    Spricht eigentlich was gegen einen solchen Brushless motor:


    Krick MAX Marine P285 750 KV / 42432 - RC Multistore RC Modellbau Onl Krick MAX Marine P285 750 KV / 42432 http://www.rc-multistore.com


    Dieser hat 750k/V also 11V* 750 k/V = 8250 Umdrehungen bzw. 9000 Upm bei 12V


    Wenn in in der Excel Vorlage 15 Knoten (6,5 km/h am Modell) eingebe komme ich auf diese 9000 Upm.

    Moin Jochen,


    ja, allerdings spricht etwas dagegen, nämlich der ungünstige Arbeitspunkt des weit überdimensionierten BL-Motors mit einem geschätzten Betriebswirkungsgrad von ca. 30% gegenüber dem gut angepassten 5-pol Igarashi N2738-51G mit ca. 60%..

    Wir diskutieren hier über Wellenleistungen von ca. 5 Watt !


    Deine BL-Lösung ist zwar gefahrlos machbar, schießt aber Lichtjahre über das Ziel hinaus.

    Der Nennstrom des P285 mit 750 U/V liegt bei ca. 7 - 10 A. Hier wird aber nur 2 x 1 A bei 7 V benötigt. Bei derart kleiner Leistung sinkt der Wirkungsgrad des o.g. BL-Motors stark ab.


    BL-Motoren haben schon ihre Daseinsberechtigung, wenn es um hohe Dauerleistungen bei geringstmöglichem Gewicht wie z.B. bei Fliegern und Rennbooten geht.

    Aber hier reichen 280er - 380er Gehäusegrößen als Bürstenmotor mit 3 - 7 W vollkommen aus.

    Es sei denn du willst das blaue Band für Lotsenboote holen. :kratz:


    M.f.G. Jörg :wink:


    p.s.

    Die geforderte maßstäbliche Leistung für 4,3 km/h wird bei meinem Antriebsvorschlag schon mit nur einem N2738-51G-Motor erreicht. Daher wird die max. Modellgeschwindigkeit voraussichtlich mit ca. 5,5 km/h um 25% über der Scale-Geschw. liegen.

    Moin Hermann,

    das ist ja mal eine geniale Idee. :id:   :co:

    Einfach eine kleine Senderplatine als Zweitsender am großen Pultsender fürs Tochterboot andocken. :w1:  :resp:

    Und da der Trend zum Tochterboot auch bei mir bald realisiert werden muss, nehm' ich hier mal in der ersten Reihe Platz, wenn du gestattest.


    M.f.G. Jörg

    Ahoi Dirk,

    wenn alle drei Antriebsstränge identisch sind, und dennoch der Mittelmotor heißer wird als die Außenmaschinen, dann muss der mittlere Antrieb mehr Reibungsverluste haben.

    Dazu kannst du einmal im Leerlauf ( außerhalb des Wassers ) die Stromaufnahme jedes Antriebsstranges einzeln nacheinander bei gleicher Spannung ( z.B. volle Spannung ) über ca. 10 s messen.


    Dann müsste die Stromaufnahme des Mittelmotors deutlich höher sein, als die der übrigen.


    M.f.G. Jörg

    Die Temperaturen der Steuerbord- und Backbordmotore handwarm.

    Mittelmotor bedeutend heißer.

    Ahoi Dirk,

    schreib doch mal welche Motoren du jetzt genau mit welchen Propellern an welcher Spannung und Akkutyp montiert hast.


    Mein Verdacht:

    Dein heißer Mittelmotor wird überlastet.

    Z.B. durch eine höhere spezif. Drehzahl bei gleichem Nennstrom wie die Außenmotoren ?


    M.f.G. Jörg

    Moin Jochen,


    was den Winkel der Wellenanlage zur Wasserlinie betrifft muss ich Wolf beipflichten. Ein Winkel von 15° ist hier viel zu groß.

    Maximal 10° wären noch akzeptabel.

    Ideal wären 0° für max. Propellerschub entgegen der Fahrtrichtung.


    Um einen möglichst kleinen Einbauwinkel der Welle zu erhalten, kann man diese so lang wie nötig und so kurz wie möglich wählen.

    Dafür muss der Motor nicht in den Himmel zeigen, sondern sollte möglichst tief im Rumpf mit ca. 1 - 2 mm Abstand an der engsten Stelle zum Rumpfboden haben.


    Bei mir haben sich hierfür Alu-Mototräger für eine hängende Motorlagerung bewährt:

    Doppelmotorträger_1.jpg

    Gesägt und gebohrt aus einem Alu-L-Profil vom Baumarkt mit den Maßen 40 x 40 x 2 mm. Die Länge richtet sich nach der Rumpfbreite.


    Die Ruderblatthöhe orientiert sich immer am Propellerdurchmesser. Bei Tunnelmontage oder starker Aufkimmung des Rumpfbodens wird das Ruderblatt an der Oberkante und ggf.s auch an der Hinterkante für den Vollausschlag angepasst und entsprechend abgesägt, um einen Kontakt mit der Rumpfhülle zu vermeiden.


    Zur Wahl von geeigneten Antriebskomponenten gibt es jetzt hier ein Beispiel für ein Antriebssetup.


    Viel Spaß beim Bauen und Fahren wünscht dir

    m.f.G. Jörg