Posts by W0LF

    Hallo Niels,


    die Graupner G-Drive kenne ich sehr gut. Sie sind in der Tat baugleich mit den Aeronaut Evinrude und sie teilen sich auch dasselbe Technikgerüst, das z.B. in den Graupner Seven an Ernsts Midnight Express bzw. den Z-Drives von Bauer-Modelle verbaut ist.

    Auch wenn ich das Konzept mit den Kegelrädern gut finde, konnte ich die Antriebe in der Praxis nie wirklich leise bekommen und ein gewisser Verschleiß der Zahnräder war auch bei moderater Leistungsabgabe festzustellen. Letztenendes gaben die Graupner G-Drive den Anstoß - und ein wenig die optische Vorlage - zu der Konstruktion, die ich vorne im Thread vorgestellt habe und die bislang unproblematisch läuft.


    Die für Ernst gefertigten Mercury 400R verwenden das identische Technikgerüst mit Flexwelle, nur ist diese ein klein wenig länger, da der Antrieb größer baut. Unter der Motorhaube finden daher auch größere Motoren bis ca. 35x50 mm Platz. Für das Design war ich glücklicherweise nicht auf meine CAD-Fähigkeiten angewiesen, sondern konnte dank Ernst auf ein gutes CAD-Modell aufbauen. Dennoch sind für die Implementierung des Antriebsstranges, Anlenkung und integrierter Wasserkühlung einige Stunden drauf gegangen.

    Mit den Antrieben sollen höhere Geschwindigkeiten erreicht werden, als ich sie in meiner Aeronaut Princess geplant habe. Anforderung war >30km/h bei 3s. Es werden daher Motoren mit 1450kV eingesetzt und die Antriebe mit etwa 16.000 U/min belastet, was etwa 20% über dem liegt, mit dem ich sie bisher im Dauerbetrieb testen konnte. Ich bin gespannt auf Erfahrungswerte aus der Praxis!


    Viele Grüße

    Mathias

    Moin,

    das Design der Mercury-Antriebe polarisiert ein wenig, das stimmt. Die ganz neue Linie ist noch gewöhnungsbedürftiger. Mir gefallen die Evinrude auch besser. Leider haben die ja das operative Geschäft eingestellt.

    Dennoch werfe ich mal diesen leckeren Vorschlag in den Raum:

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    Zu den Antrieben von Ernst schreibe ich später noch ein bisschen was. Sie verwenden auf jeden Fall dasselbe Technikgerüst, das ich in den vorne vorgestellten Antrieben realisiert habe. Nach dem Tausch der einen Flexwelle tun die Antriebe weiterhin unauffällig ihren Dienst.


    Nils: Welche Antriebe verwendest du für dein Projekt?


    Viele Grüße

    Mathias

    Hallo,


    hat hier jemand die technischen Voraussetzungen (und Lust), für mich - natürlich gegen Bezahlung - einige kleine Dreh- bzw. Frästeile nach Zeichnung anzufertigen?

    Konkret geht es um Drehteile aus:

    -Stahl, 1.4301, ∅5x35, konzentrische Bohrung, Gewindeschneiden, Schlüsselfläche fräsen, vorerst ca. 10 Stk.

    (-Alu EN AW-5083 bzw. 6082,∅10x8, konzentrische Bohrung, radiale Bohrung und Gewindeschneiden, Stirnfläche fräsen, vorerst ca. 10 Stk.)


    Würde mich sehr freuen, falls sich hier jemand findet.

    Meldungen auch gerne per PN.


    Viele Grüße


    Mathias


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    Moin!


    Deine Fairplay gefällt mir richtig gut.

    Lediglich die hakelige Kranfunktion ist, wie Du schon schreibt, etwas verbesserungbedürftig.


    Moderne Sender (OpenTX) bieten meines Wissens nach die Möglichkeit, die Stellgeschwindigkeit von Servos anzupassen. Hier könntest Du mit einem (Dreh-)geber die Wunschposition Deines Auslegers anwählen und der Servo verfährt dann langsam an diese Position, während Du manuell Leine nachgeben, oder eine zusätzliche Logikfunktion einbauen kannst, die die Kranwinde entsprechend steuert.


    Hat man diese Möglichkeit nicht, gibt es externe Module, die zumindest den Langsamlauf für Servos bieten (z.B. https://www.faber-modellbau.de…fo/3546/servo-delay-modul)


    Vielleicht wäre das was für Dich!


    Viele Grüße


    Mathias

    Hallo Guido,


    tja, passiert halt. Nachdem ich mit meiner Fehlersuche zu einem konkreten Ergebnis gekommen bin und sich die Ursache meiner Einschätzung nach sehr einfach abstellen lässt, bin ich sehr positiv gestimmt und verbuche das unter "Erfahrung sammeln". Wäre auch schockiert, wenn von Anfang an alles problemlos läuft.


    Danke für Deine Ratschläge. Über dieses potenzielle Problem habe ich schon lange nachgegrübelt, ohne zu einer für mich zufriedenstellenden Lösung zu kommen.

    Im Lagergehäuse geht es eng zu. Da würde sich lediglich ein E-Ring/Wellensicherungsring einbringen lassen.

    Das hilft aber vielleicht auch nicht immer: Die Kugellager sind nur eingepresst. Wenn dann am Wellenende ordentlich Zug anliegt, ist auch noch das Lager weg. Zudem würde es den Wellenausbau zu Wartungszwecken deutlich verkomplizieren und Verschleiß am Lagersitz erzeugen, da dieses dann immer mit der Welle ausgebaut werden müsste. Ein Absatz am Ende des Wellenendstücks wie z.B. bei den Flexwellen von TFL ist nicht möglich. Man kann die Welle aufgrund der engen Biegung nicht in Richtung Motor ziehen und müsste somit beide Lager ausbauen.

    Beim Einkleben des Endstücks in ein Lager ist's dasselbe Problem. Das Lager müsste immer mit der Welle ausgebaut werden

    (plus: Kein Axialspiel der Flexwelle mehr, weil das Lager ja eigentlich im Gehäuse fest ist. Wäre es im Gehäuse verschiebbar gelagert, verschwindet es auch mit dem Endstück in den Tiefen.)


    Die deutlich schlechtere Wartungsmöglichkeit will ich für >mich< vermeiden, soll aber letztendlich niemand davon abhalten, sich im Zweifelsfall für eine solche durchaus praktikable Lösung zu entscheiden.

    Für weitere Fahrten werde ich mich wohl auf die hässliche aber einfache Sicherung "Draht hinter Propeller" (wie z.B. HIER beschrieben) verlegen.

    Und natürlich: Oben beschriebenen Fehler vermeiden und auch die Antriebe öfter kontrollieren. Zum Ausbau der Flex sind derzeit ja nur zwei Gewindestifte zu lösen, das kann's dann mit der Faulheit auch nicht sein...

    Heute gab es nach ca. 12 Akkusätzen (und damit gut 6 Betriebsstunden) den ersten Ausfall.

    Bis dahin liefen die Außenborder ohne Auffälligkeiten, Probleme oder gar Wartung(!). Kein regelmäßiges Welle ziehen, WD40 dran. Nix.

    Was ist passiert? Flexwelle gebrochen. Endstück weg, Dogdrive weg, Prop weg. Blöd gelaufen, aber einkalkuliert.

    Ärgerlich: Ich hab noch drei linksdrehende, aber keinen rechtsdrehenden Prop mehr. :s: Propwalk it is!


    Na gut, genug gejammert. Bestandsaufnahme, Fehlersuche:

    Linker Antrieb (rechtsdrehend), defekt:

    Die Flexwelle ist ziemlich genau mittig in der Biegung gebrochen. Der verbliebene Rest zeigt keinerlei Rost und nur wenige Rückstände von Schmiermittel (LM Bootsfett).

    Das Teflonrohr ist an selbiger Stelle im Außenradius (!) der Biegung durchgeschliffen/gebrochen. Die grauen Rückstände, die auch nach dem Säubern noch bleiben, sind offenbar PTFE-Reste.

    Rechter Antrieb (linksdrehend), in Ordnung:

    Die Flexwelle zeigt keinerlei Verschleiß, Rost oder Knicke. Sehr wenige Rückstände von Schmiermittel. Beinahe blank.

    Das Teflonrohr ist ohne sichtbaren Verschleiß.


    Kowalski, Analyse!:

    Die Flexwelle lag am Außenradius der Biegung an und hat dort das Teflonrohr durchgerieben. Nach dessen Bruch wird sie nicht mehr vernünftig geführt und knickt unter Last ab. Das führt schnell zum Versagen.


    Diskussion:

    "Flexwellen ziehen sich bei Belastung zusammen", daher sollte ein gewisses axiales Spiel zum Drucklager eingestellt werden. Dieses hatte ich trotz der mit 110 mm sehr kurzen Flexwelle mit ca. 0,5 mm eingestellt. Plusminus paar Zehntel. Einer der Antriebe hatte ein wenig mehr Spiel als der Andere. Welcher, lässt sich nach Bruch der Welle leider nicht mehr rekonstruieren.

    Offenbar war das Axialspiel zu groß. Der Propeller konnte sich nicht genügend am Lager abstützen, sondern hat die Flexwelle gegen das Teflonrohr gedrückt. Mit den beschriebenen Folgen.


    Schlussfolgerung:

    -Weniger Axialspiel einstellen.

    Zieht sich die Flex zu stark zusammen, reibt sie am Innenradius des Flexrohres. Das ist zwar auch blöde, jedoch tritt in diesem Fall kein Abknicken auf. Das Teflonrohr und die Welle verschleißen zwar schneller als bei korrektem Spiel, schädliche Knickung wird aber vermieden.

    -kürzere Wartungsintervalle, da nahezu kein Fett mehr vorhanden und Verschleiß rechtzeitig auffällt.


    Bilder defekter Antrieb:

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    Bilder intakter Antrieb:

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    Hallo Andreas,


    Deinen modifizierten Roqua kenne ich; den Beitrag verfolge ich sehr aufmerksam. Wie hast Du den kleinen Flexwellen-AB umgesetzt? Deutlich unter Maßstab 1:10 komme ich nicht. Zeig den doch in Deinem Thread mal genauer! Besonders angetan hat es mir aber Dein Jetantrieb. Der ist einsame Spitze! Dass er auch in 1:25 so gut funktioniert - genial! Was bleibt da noch an effektivem Impellerdurchmesser?


    Das weit nach hinten versetzte Getriebegehäuse der Flexwellenantriebe war mir aber schon immer ein Dorn im Auge.

    Durch einen Biegewinkel der Flex >90° konnte ich das bei vertretbarem Biegeradius kompensieren. Ich verwende dafür eine "weiche" 3,2mm-Flexwelle im Teflonrohr.

    Eine integrierte Wasserkühlung hat der vorgestellte Antrieb nicht. Der verbaute Motor ist ein Außenläufer(!) und wird unter der Haube nur handwarm. Grundsätzlich wäre das aber möglich.


    Für moderate Drehzahlen funktioniert das Konzept sehr gut. Oben beschriebenes Boot hat heute seinen 10. Akkusatz bzw. nun fünf Betriebsstunden ohne Wartung und ohne Ausfälle gesehen. Dabei sind auch Rückwärtsfahrten (natürlich mit begrenztem Gas) und "Knüppel auf den Tisch". Muss mal die Logfiles von heute analysieren, was tatsächlich an Strom&Drehzahl anliegt.


    Für höhere Drehzahlen suche ich auch noch Tester :wink: ; ich habe keinen Rumpf, dem ich das zumuten kann/möchte.


    Viele Grüße


    Mathias



    Edit:

    UniLog meldet für das vorgestellte Boot bei Volllast in Gleitfahrt:

    Spannung: 11,8 V

    Strom: 18,1 A

    Leistung: 215 W

    Drehzahl: 13100 U/min

    (Die Werte gelten für einen Antrieb)

    Da hast Du nicht ganz unrecht, auch wenn mir es so recht gut gefällt.


    Die alten Außenborder, welche ich so gefunden habe, hatten leider alle einen sehr weit vorne liegenden Schaft und ein sehr geradliniges Design, so dass da beim Einbau einer Flexwelle die Optik stark leiden würde.

    Das wollte ich vermeiden. Es würde dann dem Graupner GTX650 sehr ähneln.


    Was es mir allerdings sehr angetan hat, sind die neuen Mercury 450R mit dem facettenartigen Design. Die an eine MTI 390X RP - da wird das Rennbootfieber wieder wach. Aber die Werft ist voll und am Kai auch kein Platz mehr ;(

    Moin!


    Abgesehen von den letzten paar Stürmen war das Wetter im Februar recht gnädig, auch wenn zeitweise noch Treibeis unterwegs war.

    Die beiden Außenborder haben nun acht Akkusätze ohne jegliche Wartung - und auch ohne jeglichen Ausfall durch und ich bin nach wie vor höchst zufrieden.


    Setup:

    Aeronaut Princess

    2x 3s 4000mAh (3s2p)

    Extron 2220-12 (1270 kV)


    Das Boot erreicht mit dem doch recht zahmen Setup GPS-gemessene 26 km/h bei ca. 25min Fahrzeit mit großem Volllastanteil. Das Fahrbild würde ich als vorbildähnlich bezeichnen, mehr Speed brauche ich nicht.

    Das heißt aber nicht, dass die Antriebe nicht mehr könnten. Ich suche immer noch nach Testern :)


    Fotos gibt's diesmal leider auch nur in mäßiger Qualität: Meine Lieblingsfotografin musste lange arbeiten und einhändig fahren und gleichzeitig DSLR bedienen liegt mir nur mäßig...

    Bitte die fehlende Besatzung zu entschuldigen; passende Figuren habe ich noch nicht gefunden. FPV-Kamera"mann" Jack hält derweil die Stellung :mattes:

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    Viele Grüße


    Mathias

    Dann probiere das erst mal so!

    GPS und Datenlogger für Stromverbrauch sind hilfreich; alles andere ist nur Kaffeesatzlesen.


    1900U/V bei 3s dreht knapp 20000U/min. Mit 42er Prop sollte die Fuhre knapp 50 (bitte nicht versuchen, das killt definitiv früher oder später den Motor/Regler/Akku), mit dem 34er knapp 40km/h laufen.

    Letzteres dürfte das sinnvolle Maximum sein. Die Fahreigenschaften sollten dann durch Verlagerung des Schwerpunktes optimiert werden.


    Viele Grüße


    Mathias

    Moin!


    Ich dachte jetzt mal an das freie Wellenende mit demontiertem Dogdrive-Adapter sowie im Rumpfinneren Motorwelle/Kupplung/Schiffswelle/Stevenrohr.

    Gerne auch mal den Messschieber an die Welle anlegen.

    Bevor man da lange bastelt, Welle kaufen, passend ablängen und plug&play tauschen.

    Die Königsdisziplin wäre natürlich der Austausch der Wellenanlage gegen etwas Kugelgelagertes, wenn weiterhin so hohe Drehzahlen gefahren werden sollen.


    Den Prop halte ich mit der hohen Steigung für getauchten Betrieb nur sehr bedingt geeignet. Wie viele Zellen fährst Du?


    Viele Grüße


    Mathias

    Die Auswahl bei Dogdrive ist in der Tat etwas überschaubar.

    Ich habe online jetzt nur wenige Detailaufnahmen zu dem Boot gefunden. Stell doch ein paar Bilder der verbauten Wellenanlage ein. Evtl. kommst Du mit dem Umbau auf eine Welle mit M4-Gewinde schneller zum Ziel.

    Bei z.B.Bauer-Modelle findest Du Wellen in unterschiedlichen Dimensionen. Die könntest Du einfach gegen die originale Welle tauschen.


    Viele Grüße


    Mathias

    Hallo Ernst,


    stimmt, ist vergleichsweise leise; man hört noch gut das Blattgeräusch des Hydroantriebs.


    Das regelmäßige Abschmieren nach einem Betriebswochenende klappt bei mir nicht so: Ich bin eher der Gelegenheitsfahrer nach Feierabend. Da geht manchmal auch nur ein Akkusatz und danach komplette Antriebswartung? Dann steht das Boot wieder zwei Wochen auf dem Schrank und in der Zwischenzeit gammeln die Kegelräder.

    Auch wollte ich den Fetteintrag ins Gewässer vermeiden. Egal, wie viel oder wenig Fett ich verwendet habe, nach der Fahrt klebte immer gut was außen dran. Ich bin da ein wenig militant, ich weiß...


    Viele Grüße


    Mathias

    Hallo Ernst,


    Die Midnight Express finde ich klasse. Gibt es dazu einen Baubericht von Dir?

    Du verwendest die Graupner Seven Motoren?

    Die haben dieselbe Kegelradkonstruktion im Getriebegehäuse, wie die Graupner G-Drive/Aeronaut Evinrude, verwenden aber kleinere Propeller.

    Hast Du hier auch so eine Geräuschentwicklung? Wie löst Du die Schmierung der Kegelräder?


    Viele Grüße


    Mathias

    Moin!


    @ Hermann: Du hast leider den Empfang von PNs eingeschränkt, daher hier:

    Grüße zurück! Möglicherweise sitzen wir sogar auf derselben Seite des Tunnels; Ilmenau ist bei mir nur die Region.

    Ursprünglich bin ich auf den Schlemmteichen zw. Ilmenau und Heyda gefahren. Nach einem sehr unerfreulichen Zusammenstoß mit einem Angler (kann mir jemand sagen, weshalb das nahezu immer im agressiven "Du" und "ich hol die Polizei" beginnen muss, bevor man überhaupt "guten Tag" gesagt hat?) fahre ich nun meistens an der Talsperre in Heyda.


    @ Guido:

    Danke, Dein Lob freut mich ganz besonders. Wir kennen uns zwar nicht persönlich, jedoch habe ich Deinen Thread im Rockcrawler-Forum über die SP-350 als stiller Mitleser gebannt verfolgt und finde das Teil absolute Spitzenklasse. Sollte ich jemals an ein 3D-Modell der "Succubus" aus "Schleichfahrt" kommen, werde ich mir von Dir mit Sicherheit ein paar Kniffe abgschauen :)


    @ Ernst:

    Dein Mercury schaut toll aus! Ich musste mit dem auskommen, was meine CAD-Fähigkeiten hergeben. Mit 3D-Freiformflächen hapert's da noch gewaltig.

    Den Motor direkt in das Getriebegehäuse zu setzen hat natürlich seine Vorteile und bei kleinen Booten funktioniert das sicher toll. Letztens habe ich hier einen Thread über das Peilboot "Möve" der Norderney gesehen, wo mit diesem Konzept der Z-Antrieb umgesetzt wurde. Klasse!

    Für die angepeilte Leistung von >300W habe ich jedoch keinen Motor gefunden, der einen hinreichend kleinen Durchmesser hätte und dann noch genug Drehmoment bringt.


    Natürlich berichte ich gerne weiter!


    Viele Grüße


    Mathias

    Hallo Guido#


    Die Welle ist gleichmäßig in einem Radius von knapp 40 mm gebogen und endseitig gelagert.

    Das Endstück ist mit Loctite648 geklebt und hält bisher einwandfrei. Wenn die technischen Daten von Loctite stimmen, ist eher das Bruchmoment der Flexwelle erreicht.

    Der Motorflansch ist ein separates Teil, im Winkel entsprechend geneigt. Er lässt sich vom Schaft abschrauben. Ansonsten ist unter der Haube jede Menge Platz.

    Verschraubungen in Kunststoff habe ich keine ausgeführt. Falls das Ding zu Wartungszwecken ab&an zerlegt werden muss, sind mir solche Gewinde nicht geheuer. Daher sind Gewindehülsen aus Edelstahl verbaut.


    Hier liegen noch zwei Stück. Wenn jemand Lust hat, die Dinger zu testen, würde sich sie zum Selbstkostenpreis von je 25€ + Porto + Erfahrungsbericht abgeben. (Motor und Kupplung nicht inbegriffen)

    Moin!


    Ich möchte euch ein Projekt vorstellen, welches ich schon seit geraumer Zeit verfolge und kürzlich fertiggestellt habe:


    RC Außenbordmotor „150 PS“ für Maßstab 1:10 – 1:8


    Vorgeschichte:

    Außenbordmotoren fand ich der Optik wegen schon immer cool. Leider gibt es im RC-Sektor in diesem Maßstab keine allzu große Auswahl, wenn man auf Optik, Leistung und Geräuschentwicklung Wert legt.


    Die üblichen Graupner GTX-Außenborder kamen für mich nicht in Frage, da bedingt durch den Flexwellenantrieb und Konstruktion der Propeller unnatürlich weit hinten positioniert (Optik!) und auch der maximale Schraubendurchmesser ohne größere Modifikationen stark begrenzt ist. Für ein leicht laufendes Rennboot mag das noch gut gehen; für meine Zwecke wollte ich ein wenig mehr Schub.


    Optisch ansprechend und mit Propellerdurchmesser bis 45 mm durchaus geeignet fand ich den von Aeronaut als „Evinrude“, kurzzeitig von Graupner (deutlich preiswerter) als „G-Drive“ vertriebenen Antrieb. Dort wird ein schrägverzahntes Kegelradgetriebe zur Kraftübertragung verwendet.

    So „scale“ das Prinzip ist, die Lautstärke war es auch. Ich habe mich oft nicht getraut, das Boot sonntags an den See mitzunehmen, obwohl ich den Antrieb mit Gummilagern weitgehend vom Rumpf entkoppelt hatte!

    Auch durch Shimmen gelang es mir nicht, den Antrieb nennenswert leiser zu bekommen. Weitere Modifikationen wie der Einbau von O-Ringen und Wellendichtringen, um den Antrieb öldicht zu bekommen, waren nur mäßig erfolgreich. Der Antrieb blieb laut und trotz umweltverträglichen Schmierstoffen fand ich das Fahren wegen mangelnder Dichtigkeit eine ziemliche Sauerei (aber da bin ich auch sehr empfindlich). Der nicht unerhebliche Verschleiß auch korrekt geshimmter und bestmöglich geschmierter Kegelräder und deren Preis sind ebenfalls anzuführen.


    Aber es heißt ja Modell“bau“, nicht Modell“kauf“. Wenn Zahnräder nicht funktionieren, bleiben noch andere Funktionsprinzipien:

    • Direktantrieb: scheidet aus wegen Durchmesser/Drehmoment möglicher Motoren. Eine Lösung mit Planetengetriebe, wie es z.B. Torqueedo einsetzt, scheitert für mich an Maßstab und Leistungsanforderung.
    • Zahnriemen: schied nach Testreihe aus: Der maximale Durchmesser der Riemenscheibe im Getriebegehäuse kann das Drehmoment nicht ab. Eine unnatürlich hohe Riemenspannung wäre erforderlich.
    • Flexwelle: Problem Optik. Da kann man doch was machen…

    Bei üblichen RC-Außenbordern wird die Flexwelle in mäßigem Radius ca. 80-90° gebogen. Das sorgt dafür, dass der Propeller im Endeffekt sehr weit hinter der Motorachse zum Liegen kommt und sieht – Achtung, eigene Meinung – selbst beschönigend ausgedrückt „gewöhnungsbedürftig“ aus.

    Was die Flexwelle aber auf Dauer killt, ist: Drehzahl, Biegeradius, Biegeradius und nochmals Biegeradius. Der Biegewinkel ist nicht unwichtig, aber deutlich weniger von Relevanz.

    Marktrecherchen zeigen: Es gibt geeignete Flexwellen in Links-&Rechtslauf mit 3,2mm mit Mindestbiegeradius von 30 mm. Damit, und mit dem „Kniff“, die Flexwelle einfach ein wenig weiter als 90° zu biegen, ist nun folgender Antrieb, angelehnt an aktuelle Honda®-Motoren entstanden:


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    Technische Daten:

    • Flexwellenantrieb:
      • 3,2 mm Flex in 4/5mm Teflonrohr,
      • links- und rechtslaufend verfügbar (Rückwärtsfahrt bei geringer Last möglich)
      • Endstück doppelt kugelgelagert (Edelstahl, 2RS)
    • Antrieb:
      • Brushed & Brushless bis Ø35x36 mm,
      • Lochkreis Ø19 und Ø25
      • < 15.000 U/min
      • 700 W
    • DogDrive 5mm
    • Max. Propellerdurchmesser: 45 mm (hier verbaut 42mm x 1,2 Dreiblatt)
    • Verstellbar:
      • Höhe: 8mm
      • Anstellwinkel -2° bis +9°
      • Schwenklager aus Messing/Edelstahl 1.4301
    • Voll zerlegbar, Kurz-, Mittel- und Langschaft
    • Gewicht: ca. 150g (Kurzschaft, ohne Motor)
    • Gehäusematerial: ABS (FDM)

    Ich fahre den Antrieb in Doppelkonfiguration an meiner Aeronaut Princess. Das Boot läuft an 2x3s, Motoren sind Ø2835 mit 1270 KV (Extron 2220-12). Jeder Antrieb setzt ca. 300 Watt um. Die Lautstärke ist von „(Benzin-)Rasenmäher“ auf „Standventilator“ gesunken. Ich bin extrem(!) zufrieden. Quälereien wie „Knüppel auf den Tisch“ quittieren die Antriebe bislang klaglos. Langzeittests sind aber wegen des angenehmen Wetters und Treibeis(!) gerade nicht drin. Bessere Bilder und evtl. ein Video gibts, wenn man nicht mehr am Sender festfriert :)

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    Viele Grüße


    Mathias

    Moin!


    Das akute Problem dürfte der vertieft eingebaute Jet sein. Die recht scharfe, umlaufende Kante bildet hier eine Abrisskante. Neben Verwirbelungen führt das auch zu unerwünschter Ventilation.

    Der Jet saugt also Schaum an. Schaum lässt sich schlecht pumpen, womit der Wirkungsgrad ins Bodenlose sinkt.

    Der Einlauf des Jets MUSS bündig mit dem Rumpfboden liegen. In Fahrtrichtung sollte ein fließender Übergang, seitlich kann eine kleine Verrundung angebracht sein. Achterlich erfolgt der Übergang meist scharfkantig.

    Der Einbau von Robert zeigt das sehr gut.

    Ich würde hier den Einlaufkanal abkleben und die Vertiefung mit Harz ausgießen. (Das Klebeband an die Innenwände des Jets, so dass der Einlauf frei bleibt. Nicht einfach zukleben)


    Um die Anfahrproblematik kann man sich im Nachgang kümmern.

    Der Jet muss im Stand zumindest teilweise geflutet sein. Er ist nicht selbstansaugend.

    Ob der Auslass unter Wasser liegt, ist eher egal. In Fahrt kommt der Auslass zwangsläufig frei.

    Möglicherweise ist das Boot tatsächlich zu leicht, auch wenn es mir auf dem Foto zu buglastig vorkommt. Du könntest zuerst den Akku und damit den Schwerpunkt weiter nach hinten verlegen, um den Jet in's Wasser zu bekommen. Die Anfahrproblematik müsste sich dann erledigt haben. Sollte der Bug dann zu frei laufen, kann man mit dem Schwerpunkt spielen bzw. es muss mehr Gewicht an Bord.


    Viele Grüße


    Mathias